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Soulfly "Thrash Metal Direkt Auf Den Punkt...! "
Soulfly haben mit „Omen“ eine richtig deftige Thrashgranate rausgehauen. Wir erwischten Gitarren Flitzefinger Marc Rizzo kurz vor der Abreise zum Venue in einem Essener Hotel um ihn mit unseren Fragen zu konfrontieren. Trotz des herrschenden Termindrucks ließ er es sich nicht nehmen uns ein paar Statements zum neuen Album ins Aufnahmegerät zu diktieren.
Weitere Infos zu Soulfly:
REVIEWS:
Soulfly Dark Ages
Soulfly The Song Remains Insane
Soulfly Conquer
Soulfly Omen
Soulfly Enslaved
INTERVIEWS:
Soulfly - Dark Ages: 17.07.2006 Live In Fulda, Germany
Soulfly - Conquering Europe: 30.06.2009 Live In Fulda, Germany
Soulfly - Thrash Metal Direkt Auf Den Punkt...!

Hi Marc, schön das du einen Moment Zeit für uns hast. Auch wenn ihr gleich schon weiter zum Soundcheck müsst, würde ich dir gerne ein paar Statements zum tollen neuen Soulfly Album „Omen“ entlocken.

Ja, klar. Leg los. Ein bisschen Zeit haben wir ja noch.

Ok, bevor wir zum Album kommen eine andere Frage: Wie läuft die Tour?

Klasse! – Die Resonanzen sind super. Wir haben eine Super Zeit bis jetzt. Wir kommen gerade aus England und spielen nun die deutschen Dates. Schön das wir hier sind, wenn auch mit kleiner Verspätung [lacht].

Ihr spielt sicherlich auch ein par Songs vom neuen Album „Omen“ nehme ich an...

ja richtig. Wir spielen derzeit eine Handvoll Songs von „Omen“...

...Und wie kommen die beim Publikum an?

Klasse! – Die Fans feiern die Songs ordentlich ab und lassen es richtig krachen. Es ist für uns schön zu sehen, das die meisten die Songs schon zu kennen scheinen obwohl das Album erst Vorgestern in Europa erschienen ist.

Schön zu hören. Aber kannst du den Leuten, die das Material noch nicht kennen „Omen“ mal mit deinen eigenen Worten ein wenig näher bringen?

„Omen“ ist sicher unser bis dato bestes Album. Durchgängig verdammt Heavy und sehr aggressiv. Die Songs sind sehr kurz, kommen direkt auf den Punkt und sind sehr eingängig. Auf Tribal-Elemente oder irgendwelche experimentellen Intermezzi haben wir, abgesehen von ’Soulfly Pt VII’ komplett verzichtet. Es ist ganz simpel gesagt „Straight forward Thrash“.

Der Vorgänger „Conquer“ war ja auch schon ähnlich gestrickt. Wo siehst du die wichtigsten unterschiede zwischen beiden Scheiben?

Wie ich schon sagte: keine Jams diesmal. Ich denke „Omen“ beinhaltet stattdessen tighte, kurze Songs. Direkt auf den Punkt gespielter Thrash eben.




Ich denke die Gitarren klingen aber auch ausgereifter und wesentlich variabler. Besonders die Soli sind sehr gelungen. Woher kommt diese Wandlung, den Gitarren mehr Raum zur Entfaltung zu geben?

Oh danke. Toll das es dir aufgefallen ist. Weißt du, die ganze Herangehensweise an das Album war ein wenig anders. Die Frage war, was wir mit den Gitarren anstellen können ohne in Jams zu verfallen. Ich wollte gerne ein wenig Basisorientierter an die Sache herangehen und gleichzeitig den ein oder andere Experimentellen Part einbauen. Dazu ein paar bizarre Shred-Elemente. Ich mag die Art und Weise wie Tom Morello von Rage against the Machine solche Dinge spielt. Die Ausarbeitung der Gitarren lief nicht wie gewohnt, und das macht auch einen großen und ich denke wirklich hörbaren Unterschied.

Eine Frage die sich immer aufdrängt, ist der Einfluss von Cavalera Conspiracy auf Soulfly. Max hatte beim Vorgänger „Conquer“ auf den immensen Einfluss des „Inflikted“ Albums hingewiesen. Beide Alben sind quasi nebeneinander entstanden. Ist dieser Einfluss auch noch auf „Omen“ präsent gewesen? – Schließlich bist nicht zuletzt du in beiden Bands aktiv

Ja, definitiv. Als wir die erste Cavalera Conspiracy Scheibe fertig hatten, waren wir beeindruckt wie die Scheibe geworden ist. Nicht zuletzt ein Verdienst von Logan Mader der einen erstklassigen Job bei Produktion und Mix gemacht hat. Und so war es recht einleuchtend Soulfly in eine ähnliche Richtung zu entwickeln. Von daher ist Einfluss von „Inflikted“ auch diesmal wieder vorhanden.


Logan Mader, der ja selbst Gitarrist bei Machine Head war, hat euer Album jetzt auch wieder produziert. Das war zwar erst die zweite Kollaboration mit ihm nach der Cavalera Conspiracy Scheibe, aber wie viel Logan Mader ist auf „Omen“ wirklich zu hören?

Der Sound. Er ist einer der besten die als Producer und Engineer arbeiten. Er hat einen phänomenalen Job abgeliefert und ein mächtig klingendes Album produziert. Natürlich hat er auch hier und da mal einen Kommentar zu den Arrangements einfließen lassen, aber das waren eher kleine Hinweise.


Es gibt mit ’Rise of the Fallen’ ein Promo-Video zu „Omen“. Denkst du dieser Songs reflektiert das Album am besten?

Es ist glaub ich eine gute Wahl. Die letzten Videos waren eher im Mid-Tempo gehalten. Und das wäre bei „Omen“ nicht mehr so ganz passend. Es hat Groove, einen eingängigen Chorus und variable Gitarren. Von daher denke ich dass es sehr genau den derzeitigen Stand unserer Musik reflektiert.

ihr seid in den letzten Jahren immer härter und aggressiver geworden. Woher kommt das? Absicht Oder Zufall?

Ich glaube das liegt viel am Line-Up. Wir sind alle große Old-School Thrash Metal Fans. Und das beeinflusst uns sehr stark. Aber auch Hardcore und Punk sind nicht zu verleugnende Einflüsse. Das alles sind sehr extrem Stilrichtungen, die sich hörbar in unserer eigenen Musik niederschlagen.

Und auch die Vocals sind sehr morbide geworden. Ihr habt zum Beispiel einen Song über Jeffrey Dahmer geschrieben und auch die Lyrics zu den anderen Songs beschäftigen sich mit Mord und den Todsünden. Kannst du zu dem Konzept was sagen, oder ist alles Max’ Kopf entsprungen?

Ja, da musst du Max fragen. Er verfasst alle Lyrics und lässt sich da auch nicht reinreden.

Noch eine Frage zu den Gatsmusikern die auf jedem Album präsent sind. Dies Mal heißen sie Greg Puciato von The Dillinger Escape Plan und - für mich überraschend - Tommy Victor von Prong und. Kannst du dazu etwas sagen, oder ist das auch Max’ alleinige Entscheidung mit wem er sich duellieren möchte?

Und Greg hat er während der Recordings in LA auf irgendeinem Konzert getroffen und ihn eingeladen bei uns ein paar Guest Vocals zu machen. Und Tommy Victor ist eigentlich keine echte Überraschung denn wir waren mit Prong auf unserer letzten US Tour unterwegs. Wir sind recht eng in Kontakt und Max mag ihn.

Ein paar allgemeine Fragen zum Abschluss: Wir hatten vorhin schon kurz über Cavalera Conspiracy gesprochen. Können wir da demnächst eine neue Scheibe erwarten?

Ja, irgendwann nächstes Jahr.

Du hast ja auch ein Solo Projekt am laufen. Da gab es gerade neues Material namens „Legionnaire“. Kannst du den Lesern dein Soloprojekt ein wenig näher bringen?

Oh ja. Nett das du fragst. „Legionnaire“ ist mein drittes Solo-Album bis jetzt. Ich beschreibe es gerne als „Instrumental Guitar Music“. Dabei sind die Einflüsse sehr vielfältig. Jazz, Flamenco, Shred-Gitarren. Ich bin großer Fan von Yngwie Malmsteen, Eric Johnson, Joe Satriani oder Vinnie Moore. Und ich wollte immer in diesem Style Musik machen. 2004 hab ich meine erste Platte aufgenommen. „Legionnaire“ geht jetzt sehr in die Jazz Fusion, Blues Gitarren Richtung

Und bringst du das Material auch Live? – In Europa bist du mit deinem Solo-Projekt eine eher unbekannte Nummer.

Ja klar. Ich hab jetzt fünf gute US-Touren gemacht. Aber mein nächstes Ziel ist auch nach Europa zu kommen. Da ich aber das ganze Booking und Drumherum selbst mache ist es ein etwas längerer Prozess meine Solo-Band nach Europa zu kriegen.

Touren ist ein gutes Stichwort: Wie sehen die Pläne für Soulfly diesbezüglich aus? – Ihr spielt auch einige Sommerfestivals….

Wir bleiben jetzt für den Sommer in Europa, spielen die Festivals in ganz Europa. Danach kommt die US-Tour. Danach eine Tour in Russland und so. Dann geht es erstmal nach Hause und in 2011 kommen wir dann ja schon wieder mit Cavalera Conspiracy auf Tour.

Danke für das Interview Marc. Viel Spaß und vor allem Erfolg auf der Tour. Die letzten Worte hast du…

Erstmal ein Großes Dankeschön für euren Support. Und dann natürlich Dank an unsere Fans weltweit, die uns toll unterstützen. See ya on the Road Guys !!








geführt am 31.05.2010   von Blizzard
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musikalischer Background des Verfassers
NWOBHM; Thrash- / Speed- / Power- / US- / Death- / Doom / Stoner Metal ; Glam / Classic/ Hard Rock & Sleaze,
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