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The Vision Bleak "Metalglory-abc Mit Ulf Theodor Schwadorf!!!"
Da zum aktuellen THE VISION BLEAK – Album „Set Sail To Mystery“ eigentlich alles gesagt ist, was es zu sagen gibt, fiel es mir relativ leicht, Ulf Theodor Schwadorf -seines Zeichens 50% des infernalischen Horror-Duos- anlässlich ihres Konzertes in Osnabrück am 29.10.2010 zum A-Z zu bitten und damit eine Tradition des Interviewens wieder aufleben zu lassen, die in den letzten Jahren immer mehr in Vergessenheit geraten ist. Sind es doch einfache Stichworte, die manchem Gesprächspartner das informative Quäntchen mehr entlocken als ein standardisiertes Frage-und-Antwort-Spiel. Doch genug der langen Rede, Ring frei für Ulf Theodor Schwadorf...
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A – Angst: ...ist für mich ein ziemlich prägendes Gefühl, weil ich als kleines Kind ziemlich ängstlich war und trotzdem habe ich schon viel zu früh angefangen, Horrorfilme zu gucken. Es hat nicht zuletzt damit zu tun, dass ich mich immer wieder mit der Schauer- und Horrorthematik auseinandersetze und diese in meiner Musik und meinen Texten verarbeite.

B – Bücher: ...Leider lese ich nicht mehr so viel, wie ich früher gelesen habe weil ich viel Arbeit mit dem Studio und darüber hinaus auch inzwischen eine Familie mit zwei Kindern habe. Da ist die Zeit, sich mit einem Buch mal richtig zu entspannen relativ rar gesät.

C – Caspar David Friedrich: ...einer meiner Lieblingsmaler. Kittelsen und Friedrich sind eigentlich die Maler, die mir mit ihren Bildern am meisten aus der Seele gesprochen haben. Kittelsen, weil er eben auch diese angsterfüllten Bilder malt, und Friedrich als klassischer Romantiker und Landschaftsmaler. Landschaft als Spiegel der Seele, da habe ich mich gerade als junger Mensch viel mit beschäftigt. Allerdings war es mir noch nie vergönnt, eines seiner Bilder im Original zu sehen.

D – Darkthrone: ...meine immer noch meist geschätzteste Black Metal Band... (auch noch mit dem aktuellen Material? - Anm. d. Verf.) ...Nein, das ganz und gar nicht. Obwohl nicht neulich die Ehre hatte, Nocturno Culto auf einem Festival zu treffen, mit ihm ein paar Bierchen zu trinken und mich mit ihm einmal zu unterhalten. Er ist wirklich ein entspannter Zeitgenosse. Da hab ich die Gelegenheit wahrgenommen und mir von ihm erzählen lassen, wie damals z.B. „A Blaze In The Northern Sky“ entstanden ist: das war schon sehr cool. Auch wenn „Transylvanian Hunger“ zusammen mit „De Mysteriis Dom Sathanas“ von Mayhem für mich die Essenz des Black Metals verkörpert.

E – Empyrium: ...wie kommst Du nur darauf? (bricht in Gelächter aus – Anm. d. Verf.) Ja gut, wir haben ja jetzt wieder angefangen, uns langsam aber sicher voranzutasten, und ich denke, wir werden dann vielleicht im Laufe des nächsten Jahres ein neues Album schreiben. Es fühlt sich wieder gut an. Wir wurden ja von Prophecy gefragt, ob wir nicht Lust hätten, einen Song zur gerade veröffentlichten „For Whom The Moon A Nightsong Sings“-Compilation beizusteuern. Ich habe schon überlegt: soll ich´s machen oder nicht? Man weiß ja wie das ist. Es gibt wahnsinnig viele Empyrium-Fans und dementsprechend ist natürlich auch die Erwartungshaltung. Wir haben es dann einfach gemacht und beim Komponieren haben wir gemerkt, dass da nichts ist, was sich schlecht anfühlt. Alles fließt ganz natürlich und macht Spaß. Sicherlich spielt bei der Veröffentlichung eines neuen Empyrium-Albums auch die kommerzielle Seite eine nicht ganz unerhebliche Rolle; aber wenn ich dieses Gefühl nicht hätte, dass sich das alles gut und richtig anfühlt, dann kannst du Dir sicher sein, dass ich es sofort lassen würde. Doch sollte man bedenken, dass zwischen „Weiland“ und dem aktuellen Song „The Days Before The Fall“ zehn Jahre liegen, in denen ich als Mensch, Künstler und Musiker gereift bin. Zehn Jahre sind schon eine lange Zeitspanne. Aber es fühlt sich gut an und ich bin zufrieden mit dem, was wir bis jetzt gemacht haben.

F – Familie: ...ich habe mittlerweile zwei Kinder und der Begriff der Familie steht eigentlich für eines der schönsten, wenn nicht DAS schönste Gefühl in meinem bisherigen Leben. Wenn Du eine Freundin oder Frau hast, dann bist Du für diese mit verantwortlich. Doch für ein Kind bist du KOMPLETT verantwortlich und das ist einerseits am Anfang fast schon beängstigend aber mittlerweile ein total schönes Gefühl. Gerade Kinder geben einem so wahnsinnig viel zurück. Alles, was du ihnen gibst bekommst du doppelt und dreifach zurück...

G – Gliss Kur: ...ich habe mittlerweile eingesehen, dass es für sämtliche Haarkuren bei mir zu spät ist! (lacht)

H – Heimat: ...ist etwas ganz, ganz Wichtiges. Das habe ich vor allem gemerkt, als ich von Zeltingen damals nach Franken zurück gezogen bin. Da habe ich erkannt, wie schön es doch ist und wie sicher man sich in vertrauter Umgebung doch fühlt und sich sehr schnell ein ganz besonderes Gleichgewicht einstellt.

I – I-Pod/Playlist: (zückt sein I-Phone aus der Tasche) ...Noch sind sie nicht aufgespielt aber ich habe mir erst gestern in Hamburg „Ark“ von Brendan Perry sowie die neue Enslaved geholt. Ich hoffe, dass letztere dem Hype, der aktuell um die Band gemacht wird, standhält. Prinzipiell läuft bei mir im Tourbus sicher kein Metal, wenn ich Abend für Abend auf der Bühne stehe. Da sind dann eher chillige Sachen der Marke Dead Can Dance oder Arcana angesagt.

J – Jägermeister oder Jack Daniels: ...ganz klar Jack Daniels! Gutes Getränk, gestern erst wieder getrunken...

K – Konstanz: ...seit zehn Jahren sozusagen mein „Partner In Crime“. Wir sind nach wie vor eine super Einheit und werden das hoffentlich auch noch einige Jahre bleiben.

L – Liebe: ...das Wichtigste im Leben, denk ich. Liebe zu geben und natürlich auch das Gefühl, geliebt zu werden, das ist der Boden unter den Füßen. Ich denke, wer diesen Boden nicht hat, der wird früher oder später durchdrehen.

M – MySpace : ...zu Netzwerken habe ich ein ganz gespaltenes Verhältnis. Ich weiß, dass es heute notwendig ist aber ehrlichgesagt hasse ich es. Ich persönlich habe weder eine eigene MySpace- oder Facebook-Seite und bin damit ja fast schon ein Dinosaurier. Aber für die Band ist es natürlich ein notwendiges Übel. Es ist ganz einfach nicht meine Generation.

N – Noekk: ...ist auf jeden Fall nicht begraben. Das werden wir auch wieder machen, sobald wir Lust darauf verspüren. Noekk ist ein total spontanes Projekt. Thomas (Helm – Anm. d. Verf.) bereitet Sachen vor und wir erarbeiten sie gemeinsam im Studio. Wir proben die Sachen Part für Part im Studio und bauen uns daraus die Songs zusammen. Es macht totalen Spaß, da wir mit Noekk frei von der Leber weg und ohne jegliche Scheuklappen agieren können. Es wird das gemacht, was gut klingt in der Zeit, die wir haben.

O – „Ostdeutschland“: ...kann man das noch sagen? Nun, was das betrifft, so bin ich ein absoluter Grenzgänger. Mellrichstadt ist nur ein paar Kilometer entfernt von der ehemaligen Grenze. Gerade in diesem Grenzbereich hat sich mittlerweile alles so vermischt, dass man nicht mehr wirklich von Ost bzw. West sprechen kann. Ich habe wahnsinnig viele Kumpels, die aus dem Osten kommen und für mich gibt es da echt keinen Unterschied mehr.

P – Pagan Metal: … Oh Gott(!!!)... ...ganz schlimm!

Q – Quantenphysik: ...ich bin kein Naturwissenschaftler. Mein Bruder wäre da der richtige Ansprechpartner, der hat so etwas bodenständiges wie Biologie studiert und sich dementsprechend auch mit Chemie und Physik auseinander gesetzt. Es gibt Filme, die sich damit beschäftigen und die ich auch wahnsinnig interessant finde, aber einen fachmännischen Kommentar kann ich dazu leider nicht abgeben.

R - Romantik: ...Romantik im klassischen Sinne –die Überhöhung des Gefühls in Kunst- ist immer noch das, was alles, was ich mache, eigentlich ausmacht. Egal ob bei Noekk, The Vision Bleak oder Empyrium, die Romantik ist immer allgegenwärtig.

S – Schwadorf: ...mein künstlerisches Alter Ego, was ich seit mittlerweile zehn Jahren habe. Ein schwieriger Charakter manchmal, aber ein ganz guter Künstler, glaub ich.
Der Unterschied zwischen Markus Stock und Ulf Theodor Schwadorf liegt in erster Linie darin, dass Schwadorf gegenüber Stock viel egoistischer ist, indem er das, was er machen will, kompromisslos durchzieht, während Stock ein viel, viel rücksichtsvollerer Mensch ist, dem andere Dinge auch wichtig sind. Es ist wirklich angenehm, mit einem solchen Pseudonym auch geistig zu arbeiten. Wenn ich z.B. an meiner Musik arbeite, dann arbeite ich nicht ständig, sondern ich arbeite in Blöcken daran. Ich muss zeitweise von der Arbeit und damit auch von Schwadorf loslassen, da ich sonst unerträglich werde und mich zu sehr in mein Tagwerk hineinsteigere, mit dem ich mich dann rund um die Uhr beschäftige. Deswegen arbeite ich an meinen/unseren Alben immer Blockweise, damit ich neben den Phasen, in denen ich mich vollkommen in die Musik hinein fokussiere auch Raum habe, in dem mir Musik total egal ist. Wo ich bzw. Markus Stock dann einfach nur daheim mit ´nem Bierchen am Grill stehen und den Tag genießen kann. Da kann es mich dann sogar schonmal nerven, wenn man mich mit Musik konfrontiert.

T – Tim Burton: ...Mag ich sehr gern. Natürlich nicht alle Filme. Aber es gibt schon einige. „Sleepy Hollow“ ist ein Klassiker aber auch „Edward mit den Scherenhänden“. „Nightmare Before Christmas“ ist ein wahnsinnig cooler Film.
Während ich z.B. „Charlie und die Schokoladenfabrik“ oder „Sweeney Todd“ furchtbar fand. Wenn zu viel „Gesinge“ dabei ist, wird’s schwierig aber trotzdem ist Tim Burton ein Meister im Kreieren von Bildern.

U – Urlaub: ...leider schon ewig nicht gemacht aber ich BIN sehr urlaubsreif in diesem Jahr! Aber ich habe ja jetzt wieder Nachwuchs bekommen und der ist noch viel zu klein und außerdem war zuvor im Studio so viel zu tun, dass wir nicht in den Urlaub fahren konnten. Zuletzt waren wir glaub´ ich vor zwei Jahren richtig im Urlaub. Letztes Jahr war ich einmal ganz kurz übers Wochenende zelten mit meiner Frau und meiner Tochter. Aber das ist ja auch kein wirklicher Urlaub. Da geht es in erster Linie darum, dass man einfach mal kurz raus kommt. Aber nächstes Jahr muss es unbedingt wieder in den Urlaub gehen. (...Urlaubsziele??? - Anm. d. Verf.)
Ich liebe Italien. Es ist vielleicht ein Klischee aber ich liebe dieses Land abgöttisch, gerade das Hinterland. Wir waren das letzte Mal in Ligurien. Da gibt es den sogenannten Agrikultur-Tourismus, was in etwa so ähnlich ist, wie hier in Deutschland der Urlaub auf dem Bauernhof. Die Bergwelt, die Tiere, das Essen, es ist göttlich, wirklich. Essen in Italien ist echt unglaublich, es gibt nichts besseres auf der Welt!

V – Vinyl: ...ich habe leider meinen Plattenspieler daheim auch schon abgebaut, muss ich gestehen. Und ich weiß, ich habe irgendwo ´ne Kiste mit 200 Vinyls und ich finde sie nicht mehr. Ich hab sie irgendwann im Studio mal in irgendeine Ecke gestellt und seitdem ist sie nicht mehr aufgetaucht. Da waren wirklich rare Sachen dabei, das nervt...
Ich finde Vinyl nach wie vor sehr schön aber höre es selbst nicht mehr.

W – Wald: ...wenn du meine Wohnung sehen würdest, dann würdest Du sehen, dass ich immer noch eine großartige Beziehung zum Wald habe. Von meiner Terasse sind es gerade mal 20 Meter bis in den Wald und ich gehe auch oft mit meiner Tochter im Wald spazieren. Wald ist für mich das Sinnbild der Entspannung, weg von der Zivilisation und dem ganzen Alltags-Stress. Ein Ort, wo ich einfach mal zwei, drei Stunden entspannen und Eindrücke sammeln kann, herrlich.

Satz mit X: ...ersparen wir Euch und dem guten Herrn Schwadorf...

Y – YouTube: ...ganz praktisch und unterhaltsam, muss ich ehrlich zugeben. Gerade wenn man unterwegs ist kann man sich die Zeit damit ganz gut vertreiben. Es ist zwar auch eins der neuen Medien aber eins, was mir persönlich Spaß macht.... Ich bin ja froh, dass Du nicht nach You Porn gefragt hast...

Z – Zeitung: ...klassische Tageszeitung lese ich gar nicht und es interessiert mich auch nicht. Das einzige, was ich in der Tageszeitung lese ist der Sportteil...
geführt am 05.11.2010   von Jens
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musikalischer Background des Verfassers
Punk, Metal, Black & Death Metal... Heute höre ich alles, sofern es mich in irgend einer Art und Weise berühren kann...
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