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Excentric "Auf Dem Weg Zum Alternative Rock!"
Die Schweizer Rocker von Excentric haben mich mit ihrem neuestem Werk "White Knuckle Ride" wiedereinmal schwer begeistert und genau wie mit ihrem Debüt "Take This!" Höchstnoten eingefahren. Allemählich machen mit die Jungs ob ihrer Punktlandungen etwas "Angst" und so bat ihr um ein paar Stellungsnahmen und hakte etwas genauer nach. Die Vier ließen sich nicht lange bitten und gaben bereitwillig Auskunft. Doch lest selbst...
Weitere Infos zu Excentric:
REVIEWS:
Excentric Take This!
Excentric White Knuckle Ride
INTERVIEWS:
Excentric - Auf Dem Weg Zum Alternative Rock!

So Leute, nun mal Butter bei die Fische, wie man in Norddeutschland zu sagen pflegt! ;)
Bringt Euch unseren Usern mal etwas näher und plaudert ein bisschen über Euch und die Band.





Pivi: Ja, grüezi erstmal, wie man in der Schweiz zu sagen pflegt! Wir sind vier Jungs aus Basel in der Schweiz. Selbstverständlich arbeiten wir alle auf einer Bank, ernähren uns ausschließlich von Schokolade und Käse und gehen täglich mit den Skiern zur Arbeit... Ganz nebenher lassen wir die Gitarren krachen! ;)


Ihr habt mit „White Knuckel Ride“ bereits euer zweites Album unters Volk gebracht und wieder einen Volltreffer gelandet. Herzlichen Glückwusch! Ebenso wie das erste Album „Take This!“ ist auch dieses Album in völliger Eigenregie entstanden. Habt ihr kein Label gefunden oder wollt ihr einfach nur komplett unabhängig sein? Ich mein, bei solch klasse Musik müssen die Labels doch eigentlich Schlange stehen!

Raff: Vielen Dank erst mal für die Blumen. Wir sind selber auch sehr zufrieden mit unserer neuen Scheibe :o) Was die Labelgeschichte angeht: Da wir selber ein Tonstudio besitzen ist es natürlich naheliegend, dass wir die ganze Produktion selber in die Hand genommen haben. So hatten wir keinen Druck während der Produktion und konnten uns erlauben an dem einen oder anderen Song etwas länger zu feilen. Aktiv sind wir bisher noch nicht auf Labelsuche gegangen. Auch war es uns ein Anliegen die CD nach deren Fertigstellung möglichst schnell zu veröffentlichen und nicht noch Zeit mit Labelverhandlungen zu verlieren.








Ihr habt, wie schon auf dem Vorgänger, dieses Southern Rock und Blues Feeling und verpackt dieses, für meinen Geschmack perfekt, in eure Songs. Wer oder was hat euch inspiriert diese Klänge für eure Musik zu nutzen? Kam das eher zufällig oder war das von Anfang an so gedacht?

Phil: Grundsätzlich experimentieren wir gerne und investieren auch eine Menge Zeit in das Produzieren der einzelnen Songs umso das Maximum rauszuholen. Da wir mit unserem eigenen Studio ziemlich gut ausgerüstet sind und auch die nötigen Mittel besitzen, scheuen wir keine Zeit uns intensiv mit derartigen Spielereien zu beschäftigen, welche letztendlich gerade Songs wie KMA oder Hollywood Diva auszeichnen.
Beim Song „Hollywood Diva“ hat uns Kid Rock beeinflusst, was auch unschwer überhörbar ist. Kiss My Ass hingegen entwickelte sich allmählich zum Party-Knüller. Die Mundharmonika war eine spontane Idee und kam dann ziemlich am Schluss der Aufnahmen dazu, während dem wir die letzten Overdubs einspielten.

„White Knuckle Ride“ ist meiner Meinung nach nicht ganz so „hart“, dafür aber noch eine Spur eingängiger als „Take This!“. Ist dies beabsichtig oder hat sich das einfach ergeben?

Marc: Beim Songwriting und bei der Produktion der neuen Scheibe wurde der Fokus klar auf simple und einprägsame Elemente gelegt um den roten Faden nicht mit Geschnörkel zu verschleiern, dafür aber kleine Details einzubauen, welche auch nach mehrmaligem Hören noch etwas zu entdecken geben. Selbst empfinden wir die White Knuckle Ride nicht als softer, wir haben uns einfach vom klassischen Heavy Metal und Hard Rock Richtung modernerem Alternative Rock bewegt und setzen jetzt das Schwergewicht auf eingängige Riffs und Melodien.

Wenn ihr euch meine Favoriten im Review anschaut, habt ihr sicher festgestellt, das mir die „sanfteren“ Nummern wie „Take Me Away“, „Part Of Me“, „Hollywood Diva“ oder das sehr emotionale „So Long!“ besonders gefallen. Erzählt mir ein wenig über die Entstehung dieser Songs.

Pivi: Diese Songs haben ganz unterschiedliche Entstehungsgeschichten. Zum Beispiel Part Of Me: Der musikalische Grundstein wurde eines Abends gelegt, als Marc und ich sehr spartanisch mit akustischer Gitarre und Gesang jamten. Die Lyrics entstanden erst später. Der Song ist eine Liebeshymne an Marc’s kleine Tochter. Bei Take Me Away kam Phil mit der zündenden Idee, der clean gespielten Delay-Gitarre des Intros. Darauf bauten wir dann den ganzen Song auf. Und Hollywood Diva ist überhaupt ein Spezialfall. Diesen Track haben wir kurz vor Produktionsschluss fertiggestellt. Wir haben mit verschiedenen Instrumenten und Sounds herumexperimentiert, u.a. Hammond, Maultrommel, Bluesharp, Timbaland-Beats und schwammig gesungenen Vocals. Bei diesem Track hatten wir die Ehre, Joe Walter als Gastmusiker an Board haben. Er hat die sensationellen Bluesharp-Parts eingespielt. Leider ist Joe im September 2011 seiner Krankheit erlegen... R.I.P. Joe!

Der Hit schlechthin ist allerdings „KMA Goodbye“ die Mundharmonika bringt diesen straighten Rocker erst richtig zum kochen. Wo seht ihr diesen Song im kompletten Kontext der Scheibe?

Raff: „KMA Goodbye“ ist ganz klar die Party-Nummer auf der Scheibe. Der Song funktioniert nach der altbewährten Hau-Drauf-Technik kombiniert mit Witz in den Lyrics. Die Mundharmonika ist das Gewürz welches dem Song den letzten Schliff gibt.

Nennt mir Eure Favoriten des Albums und warum gerade diese?

Pivi: KMA Goodbye und Hollywood Diva. Ersterer hat den coolsten Text und Zweiterer klingt absolut unbeschwert.

Phil: „Take Me Away“. Eine perfekte Rock-Ballade: Schöne cleane Gitarren, unterlegt mit zarten Streichern, gepaart mit eingängigen, hymnischen und mehrstimmigen Gesang-Parts und doch fehlen die verzerrten Gitarrenparts nicht. Für diejenigen welche es etwas moderner mögen, kann ich unseren „Timba-Remix“ empfehlen.

Marc: Riffmässig gefallen mir And Then Sun… und Still Standing sehr gut, die sind auch live super zum Performen und Nackenstrapazieren. Part of Me hat für mich eine sehr persönliche Bedeutung, ist der Text doch einer meiner Töchter gewidmet. Als Gesamtpaket ist KMA Goodbye mein Favorit – einfach, eingängig, so wie es sein soll.

Raff:„KMA Goodbye“ Der perfekte Song um ein deftiges Party-Weekend einzuläuten.


Den Album Titel „White Knuckle Ride“ kann man ja nicht so einfach übersetzten. Man kann ihn verschieden interpretieren. Wie seht ihr diesen Titel und habt ihr diesen Titel gerade wegen seiner Interpretations-Vielfalt so gewählt?

Marc: Der Albumtitel und das –design hat uns lange Kopfzerbrechen bereitet. Es sollte einerseits inhaltlich zu den Texten passen und andrerseits auch die Modernität und Dynamik der Songs wiederspiegeln. Nach unzähligen Ansätzen und endlosen Diskussionen sind wir dann ausgehend vom Lyric-Schnippsel „Rollercoaster Ride“ aus Hold On auf den Ausdruck „White Knuckle Ride“ gestossen. Ein Ritt, bei dem man sich so kräftig halten muss, dass die Fingerknöchel weiß werden – das ist das Bild, welches wir mit unserem neuen Album erzeugen wollen!

Die spieltechnische Seite ist bei euch noch harmonischer wie beim Vorgänger geworden, auch Pivi´s Gesang ist nochmals besser und, vor allem in den emotionalen und ruhigen Momenten, ausdrucksstärker. Ergibt sich das durch eure Proben oder nimmt der ein oder andere von euch noch Unterricht?

Pivi: Das neuen Album haben wir viel unbeschwerter eingespielt. Wir wussten, dass wir ein gutes Album produzieren können und konnten uns daher besser auf den spielerischen Ausdruck konzentrieren. Oft haben wir gar Firsttakes verwendet.

Beschreibt mir doch mal bitte, wie das bei euch mit dem Songwriting funktioniert. Ist das von Platte zu Platte verschieden oder habt ihr da eine bestimmte Vorgehensweise?

Phil: Das ist von Song zu Song verschieden. Oftmals ist es jedoch so, dass jemand erst mal eine Grundidee , sei es nun ein fettes Gitarrenriff – oder eine eingängige Melodie von zu Hause vorproduziert mitbringt. Wir hören uns diese Idee dann mehrmals an und entscheiden dann, ob sich daraus ein guter Song schreiben lässt. Schafft es dann ein Riff oder eine Melodie in die engere Auswahl, bringen sich die restlichen Bandmitglieder ein, liefern Inputs und wir jammen die Parts so lange, bis dann schlussendlich ein ganzer Song entsteht.


Die Produktion ist nochmals besser und sauberer. Was habt ihr anders als beim letzten Album gemacht?

Raff: Da haben wohl einige Dinge mitgespielt. Wir sind selbstsicherer und mit genaueren Vorstellungen ans Werk gegangen als bei der „Take This!“-Produktion. Damals waren wir blutige Anfänger auf diesem Gebiet. Wir haben sehr viel Erfahrung aus dieser ersten Produktion mitgenommen. Auch das Songwriting hat sicher seinen Teil dazu beigetragen, dass die neue Scheibe kompakter und professioneller daherkommt.

Ihr habt einen Red Hot Chili Peppers Klassiker ein bisschen bearbeitet und auf eurer Facebook Profil hochgeladen. Der Song haut richtig gut rein und steht der Peppers Version in nichts nach. Wer hatte den Einfall das zu machen und ist sowas nicht auch mal eine Idee für einen Bonustrack auf einem Album, als eine Art Hommage an die Peppers oder eine andere Band?

Pivi: Den Song haben wir vor einigen Jahren oft live gespielt. Das Publikum mochte ihn, wir nicht so. Als wir das neue Album fertig hatten, haben wir ihn spontan ausgegraben, kurzum aufgenommen und produziert. Ob wir den Song überhaupt auf ein Album schmeißen dürften, müssten wohl zuerst unsere Anwälte klären.

Ihr habt ja schon etliche Live Gigs hinter euch und dabei mit vielen bekannten Bands, wie Sentenced, Chinchilla, U.D.O., Freedom Call, Shakra und und und zusammen gespielt. Was konntet ihr von diesen Auftritten mitnehmen und mit wem hat es euch denn am meisten Spaß gemacht?

Marc: Solche Shows geben einem natürlich immer wieder Motivation dranzubleiben und sich anzustrengen um selbst als Hauptact auf einer solchen Bühne zu landen. Immer interessant ist es, die Bands und Musiker hinter der Bühne kennenzulernen, da wird rasch klar, dass es auch nur Menschen wie du und ich sind. Entscheidender Spaßfaktor sind nicht unbedingt die Bands selbst, sondern vor allem das Publikum und die Location.

Ich kann mir vorstellen dass bei euch auf Konzerten richtig die Post abgeht. Ihr habt ja genau die richtigen Songs im Gepäck; für eine geile Rock Show! Wo können euch die Fans denn in nächster Zeit live, vielleicht ja auch in Deutschland, bewundern?

Pivi: Zurzeit sind wir hauptsächlich in der Schweiz unterwegs. Wir würden aber gerne auch in Deutschland aufspielen! Wenn das Album bei euch gut ankommt, nimmt uns vielleicht eine deutsche Band mit auf Tour. We’ll see…

Was habt ihr als nächstes in Planung? Gibt es schon Konkretes zu vermelden? Habt ihr vielleicht noch fertige Songs auf Halde liegen, die es eventuell nicht aufs Album geschafft haben und schon für eine neue Scheibe in Betracht kommen?

Phil: Wir arbeiten derzeit an verschiedenen Fronten. Zum einen gilt es nun unsere neue Scheibe „White Knuckle Ride“ zu promoten. Nebenbei kümmern wir uns um neue Shows für das Jahr 2012. Ebenso ist eine Videoproduktion in Planung. Und ab nächstem Jahr werden wir uns dann schon wieder um das Schreiben von neuen Songs kümmern um unseren Fans dann bald wieder ein neues Album um die Ohren hauen zu können.

Zum Schluss möchte ich euch bitten, mir mal zu erzählen welche Alben der „härteren Gangart“ zu euren persönlichen Favoriten zählen und welche Veröffentlichung ihr dieses Jahr besonders empfehlen würdet.

Pivi: One Day Remains von Alter Bridge

Phil: Hollywood Undead „American Tragedy“. (2011)

Marc: In den letzten Jahre sind meine Vorlieben etwas ruhiger und toleranter gegenüber Neuem geworden. Spezielle Alben und Empfehlungen kann ich nicht aufzählen, zur Stamm-CD-Sammlung im Auto gehören aber Bands wie Godsmack, Theory of a Deadman, Shinedown, Foo Fighters und Metallica

Raff: Alter Bridge - One Day Remains (2004)
Papa Roach - The Paramount Session (2006)
Limp Bizkit - Chocolate Starfish and the Hot Dog Flavored Water (2000)

Jetzt lass ich euch noch Platz für ein paar Worte die ihr vielleicht immer schon mal sagen wolltet.

Pivi: Kauft unser Album auf iTunes! Und schaut auf unserem Facebook-Profil vorbei.

Phil: Fasten your seatbelt n' get ready for a White Knuckle Ride! Neckbreaking's just a step away!

Marc: Bratwurscht!

Raff: Röck dä Böck!

Besten Dank; dafür dass ihr euch die Zeit für dieses Interview genommen habt. Ich wünsche euch weiterhin viele Eingebungen für klasse Songs und viel Erfolg für die Zukunft!

stay heavy

Thomas

geführt am 04.11.2011   von Gelal
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