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Mono Inc. "Ein Weihnachtliches „nach-hause-kommen“"
Live dabei gewesen und somit diesen Bericht verfasst hat „Laughing Moon“ - - - - -In den letzten Tagen des Jahres treibt es die Gothrocker von Mono Inc. noch einmal hinaus auf die Bühnen, um unter anderem das Chemnitzer Darkstorm-Festival zu bespielen. Grund genug, um kurz vorm Auftritt mit Gitarrist Carl Fornia Jahresbilanz zu ziehen und einen kleinen Blick in die Zukunft zu werfen.- - - -
Weitere Infos zu Mono Inc.:
REVIEWS:
Mono Inc. Temple Of The Torn
Mono Inc. Teach Me To Love
Mono Inc. Pain, Love & Poetry
Mono Inc. Voices Of Doom
Mono Inc. Comedown
INTERVIEWS:
Mono Inc. - Goth´dark´industrial Made In Germany!
Mono Inc. - Im Positiven Stress
Mono Inc. - Zusammenhalt, Spaß, Viel Rock …und Eine Zicke:-)
Mono Inc. - On The Road Again!
Mono Inc. - Viva Hades - Den Gedankenspielen Freien Raum!
Mono Inc. - Ein Weihnachtliches „nach-hause-kommen“
Mono Inc. - Mono Inc.: „ein Spiegel Der Zweideutigkeiten“


Zunächst einmal, wie geht es euch? Seid ihr schon wild darauf, kurz vor Jahresende noch einmal alles zu geben?
Also uns geht es blendend! Wir standen glaube ich sechs Wochen lang nicht auf der Bühne, und dachten vorher, das wird ein ellenlanger Zeitraum sein. Wir haben ein paar Veränderungen bei der Show besprochen, haben gesagt: Den Song da wollen wir hören, das dort könnten wir umbauen, und ruck zuck waren die sechs Wochen vorbei. Aber als wir heute hier ankamen, war alles wie immer und wir haben uns total gefreut, endlich wieder auf die Bühne zu gehen. „Endlich“ klingt natürlich schon ein wenig hochnäsig nach sechs Wochen, aber mit den Sachen die wir heute abfeuern werden, wird das richtig heiß!

Neben heutigem Festival seid ihr morgen noch in Osnabrück zu sehen. Ist es ein anderes Gefühl, auch über die Weihnachtsfeiertage unterwegs zu sein, oder macht euch das als eingefleischte Musiker gar nichts aus?
Zweierlei Dinge: Der eingefleischte Musiker funktioniert genauso wie immer, der steigt in seinen Tourbus, steigt irgendwo aus, kriegt eine Garderobe zugewiesen und diese ganzen Dinge. Das ist alles das Gleiche. Was interessanterweise doch wesentlich schöner ist, ist die Gesamtatmosphäre. Es ist ja oftmals so bei Festivals, dass da eine totale Hektik ist, wer kommt zuerst und wer baut auf, und jetzt machen wir dieses und jenes und ich will dort und dort meinen Merchandise haben. Hier ist alles total gelöst. Die gleichen Leute, die auf einem Festival im Sommer eher gestresst sind, sind um die Weihnachtstage wesentlich ruhiger und es herrscht ein noch größeres Wir-Gefühl als normalerweise schon, weshalb wir es sehr genießen, zu Weihnachten zu spielen. Morgen in Osnabrück haben wir den charmanten Hintergrund, dass wir die Headliner dort sind, wir sozusagen ein wenig Entscheidungsbefugnis haben, wie das dort alles ablaufen soll, und da werden wir uns das sicherlich schön machen morgen.



Wie findest du das Line-Up des Darkstorms? Seid ihr mit der einen oder anderen Band bekannt?
Wir sind bekannt mit nahezu allen außer den reinen Electro-Acts. In der Electro-Halle kenne ich jetzt nur Agonoize, weiß auch gar nicht genau wer da sonst noch spielt. Ansonsten, mit Tanzwut sind wir 2004 unterwegs gewesen und seit jeher gut befreundet, mit Project Pitchfork verbindet uns einiges. Wir haben Ronan (VNV Nation, Anm. d. Red.) gerade erst in Hamburg besucht und uns gefreut dass wir uns hier sehen. Und die Letzte Instanz, das sind die größten und engsten Freunde vom Line-Up. Also ist es schon ein wenig wie ein nach-Hause-kommen hier, man kommt kaum aus dem Grüßen heraus. Die Letzte Instanz sehen wir auch morgen, heute spielen sie nach uns, morgen vor uns, und so haben wir auch immer wieder Gesprächsthemen und viel viel Spaß gemeinsam.

Mit neuem Album, zwei Tourneen und und und war das Jahr ja nicht gerade ereignisarm für euch. Was war denn euer persönlicher Höhepunkt 2011?
Der Höhepunkt war die Viva Hades-Tour als Ganzes. Das muss man zusammenfassen, und es wäre auch fast gar nicht möglich, einzelne Shows herauszugreifen, sondern man muss schon sagen, dass die Resonanzen, nicht zuletzt auch die Zuschauerzahlen, so viele Massen in so kurzer Zeit in die Konzerthallen zu locken, der Höhepunkt an sich war. Da wird auch eine Chartplatzierung nachrangig. Bei dem, was wir auf der Tour an Emotionen erlebt haben, in unserem Mono Inc.-TV kann man das ganz gut sehen, vergisst man sich ja teilweise selbst schon ein bisschen. Und wenn man sich dann sagt: Komm wir schauen uns heute mal wieder die ersten Viva Hades-Shows an, sich erinnert, so und so war das, und was das für ein unglaublich tolles Wir-Gefühl war, das war DAS Highlight 2011.

Wir haben ja auch generell ein ziemlich turbulentes Jahr hinter uns. Verfolgen Mono Inc. die politischen Themen, die dieses Jahr heiß diskutiert wurden?
Fast alle bei Mono Inc. Ich kann nicht für alle meine Kollegen sprechen, aber die meisten sind sehr interessiert und auch immer komplett up to date. Wir haben alle moderne Kommunikationsmittel, haben Tagesschau.de oder Spiegel Online auf den iPhones, so dass wir sofort wissen wenn irgendwas passiert. Und wenn dann was passiert, wo sich einer denkt dass es mehrere interessieren könnte, dann erfährt das sofort die ganze Band. Als zum Beispiel Amy Winehouse gestorben ist, hat das vielleicht eine halbe Stunde gedauert, dann wusste das jeder.´

Ein immer wieder beliebtes Politikum habt ihr ja bereits mit dem Song „Revenge“ angesprochen, das Thema Religion. Was gab es an Feedback zu diesem Stück?
Erschreckenderweise hauptsächlich Positives! Es gab wenige negative Gästebucheinträge oder Fans, die uns die Freundschaft gekündigt haben, weil sie vielleicht nicht so genau die Texte verfolgt haben und nicht wussten, worum es bei uns geht. Die waren dann ganz überrascht: Ach, ihr seid gar nicht einverstanden mit dem System der katholischen Kirche? Nein, sind wir nicht! Aber die meisten haben uns darin bestärkt, dass man so ein im weitesten Sinne nicht glaubwürdiges System anprangert. Da bekommen wir eine Menge Zuspruch, auch von Journalisten und Medien.



Gab es dieses Jahr auch Momente der Erholung für euch oder wart ihr ganz Workaholics?
Ja, Erholung. Wenn ich jetzt Profi wäre, würde ich sagen: Auf Tour zu sein ist ja Erholung! Nein, Erholung gab es tatsächlich sehr wenig. Es nimmt sich jeder seine zwei Wochen Jahresurlaub, aber wie du schon sagtest, wir haben ein Album herausgebracht, haben eine EP produziert, haben Liveaufnahmen gemacht, die ausgebessert werden mussten. Wir sind zwar mit sehr viel Spaß bei der Sache, aber sind natürlich auch sehr gefordert. Wir haben dieses Jahr glaube ich 60 Shows gespielt, und das bleibt ja nicht ohne Spuren.

Im letzten Interview mit Metalglory sagtest du, dass ihr 2012 zunächst etwas kürzer treten wollt. Gilt diese Aussage noch uneingeschränkt, oder gibt man sich dann doch dem Tatendrang hin?
Die Aussage gilt mit Abstrichen. Wir werden in Deutschland kürzer treten, da wir ja eine große Tournee im Herbst 2012 spielen, und wollen uns einfach nicht vorher schon verausgaben. Wir werden aber in andere Territorien vordringen, etwa Skandinavien, Benelux, Osteuropa stehen auf dem Programm. Es wird sicherlich nicht ganz so heftig sein wie die letzten zwei Jahre in Deutschland, aber wir werden nicht verlernen, was wir am besten können, nämlich live spielen.

Im April habt ihr ja bereits ein bandeigenes Festival geplant, das Dark End Festival in Herford, selbstverständlich mit Mono Inc. als Headliner. Wer von euch hatte die Idee dazu?
Das kann ich spontan gar nicht beantworten. Ich glaube die Idee kam aus der Situation, dass wir viele sehr angenehme Vorbands hatten in den vergangenen zwei Jahren, und wir dann gesagt haben, wenn wir außerhalb der Tour ein Konzert spielen, dann lasst uns doch „Lord of the Lost“ fragen ob sie nicht Lust hätten, ach und „Unzucht“ wäre doch auch cool. Ja, und da sitzt du dann zusammen mit den Agenturen und Konzertveranstaltern, die diese Sachen dann letztendlich umsetzen sollen, und irgendeiner kommt auf die Idee, was machen wir wenn da vier Bands spielen? Na da machen wir ein Festival draus! Und so entwickelt sich das, wie ein Schneeballsystem. Solche Dinge entstehen einfach aus Kreativität und Verbundenheit zu anderen Bands.

Wäre das nicht auch eine gute Gelegenheit, den Gig mitzuschneiden? Die Nachfrage nach Livematerial vonseiten der Fans dürfte sicher hoch sein, oder?
Die Nachfrage ist extrem hoch! Aber diese Nachfrage haben wir ja auch schon ein bisschen befriedigt, auf der letzten EP haben wir uns immerhin schon drei Livesongs gegönnt. Wir wollen natürlich auch mal ein komplettes Livealbum machen, aber ob wir da speziell in Herford aufzeichnen glaube ich nicht. Ein Livealbum aufzunehmen ist für die Band immer dann sinnvoll, wenn man eine gewisse Tourroutine hat, und die werden wir in Herford wahrscheinlich nicht haben. Dort ist dann erst mal alles neu und da ist die Crew tonmäßig meistens genug damit beschäftigt, überhaupt das Festival so gut wie möglich zu machen. Dann noch eine Liveaufnahme zu machen, wäre nicht so schlau. Ich könnte mir aber vorstellen, dass wir auf der After The War-Tour im Oktober regelmäßig mitschneiden. Nach zwei, drei Shows hat man ein stehendes System und dann kann man brav und voller Elan mitschneiden. Irgendwann müssen wir dieser Nachfrage ja tatsächlich mal begegnen, und Liveaufnahme heißt ja heutzutage auch der Anspruch auf eine Live-DVD, und dafür dann das entsprechende Filmteam zu haben und schicke Hallen die man hinterher auch auf einer DVD wiedersehen möchte, das kommt natürlich nicht immer einfach so. Aber um zu deiner Frage zurückzukommen: in Herford eher nicht.

Last but not least soll 2012 auch euer nächstes Album erscheinen. Kannst du uns schon etwas darüber erzählen?’
Ich kann dir schon etwas verraten, wir haben neun Titel fertig, haben die Ambitionen noch drei bis acht weitere Titel dazuzuschreiben und zu produzieren. Wir werden wieder eine ähnliche Mischung haben wie bei den letzten beiden Platten, also krachende Rocknummern, Midtempo, wir werden sicherlich auch besinnliche Momente haben. Es gibt wieder eine sehr besinnliche Ballade, die sich mit dem Tod unseres Ex-Sängers beschäftigt, der uns ja vor anderthalb Jahren verlassen hat. So kann man also letztendlich sagen, dass die CD eine Summe der Erfahrungen ist, die wir mit unseren Fans und auf der Tour gesammelt haben, und da ist dann auch alles dabei. Eine Mono Inc.-Show ist von totalem Rock’n’Roll bis hin zu Emotionen, wo sich alle in den Armen liegen. Es gibt viele verschiedene Stimmungen, und es wäre uns zu langweilig, immer nur auf die Mütze zu geben oder immer nur angezogene Handbremse. Wir sind ja so eine vielschichtige Kapelle, dass wir alle Einflüsse da mit einbringen können, und genauso fällt das Album aus.



Also 100% Mono Inc.?
Es kommt natürlich immer mal der ein oder andere Einfluss dazu. Es gibt eine Nummer, die ist deutlich rockiger als wie wir es bis jetzt gehabt haben, aber man kann halt nicht unterm Strich sagen, das Album wird rockiger oder elektronischer. Es kommt irgendwo eine Idee, aber alleine geprägt durch die Stimme von Martin ist das Ganze immer 100% Mono Inc.

Gut, dann bleibt mir nur noch, euch jetzt viel Erfolg für euren Auftritt zu wünschen!

(An dieser Stelle auch ein Dankeschön an die Rahel fürs Fotografieren!)


Diese Interview vor dem Konzert beim Darkstorm Festival hat unser Mitstreiter Laughing Moon geführt und von mir lediglich hier eingestellt. Für den Inhalt zeichnet sich Laughing Moon (Basti) allein verantwortlich!
geführt am 27.12.2011   von Arturek
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