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Orlog "Eine Zeitenwende Steht Bevor"
Die deutsche Formation ORLOG existiert zwar erst seit dem Jahre 2000 und dennoch konnte sie mich bereits mit ihrem ersten Demo "Erfüllung" begeistern. Im Folgenden erfahrt ihr mehr über das Wirken und Denken dieser talentierten Pagan Metal Formation!
Weitere Infos zu Orlog:
REVIEWS:
Orlog Reinigende Feuer
Orlog Erfüllung
Orlog Elysion
INTERVIEWS:
Orlog - Eine Zeitenwende Steht Bevor

Seid gegrüßt!Orlog existieren seit relativ kurzer Zeit, könnt ihr uns trotzdem kurz über die bisherige Vergangenheit der Band aufklären?
Die Idee zu diesem Projekt entstand in den letzten Monaten des Jahres 2000. Es verging aber noch einige Zeit ehe wir alles richtig realisieren konnten. Die Suche nach einem geeigneten Schlagzeuger stellte sich als weitaus schwieriger heraus, als wir anfangs dachten. So entschlossen wir uns Mitte des Jahres 2001 erst einmal mit einem Schlagzeugcomputer zu spielen. Dies hat sich bis jetzt auch noch nicht geändert. Die Gründungsmitglieder Orlogs sind Angantyr (Gitarre/Flöte), Randwig (Bass) und Wolfram (Gesang). In dieser Besetzung wurde im Januar 2002, unter Mithilfe von Isacaar (Aufnahme und Abmischung), die Demokassette „Erfüllung“ aufgenommen. Im Sommer trat Isacaar als fester zweiter Gitarrist der Gruppe bei. Kurz darauf wurden, nun zu viert, zwei neue Lieder für eine 7“-EP aufgenommen. Die Schallplatte wird den Namen „Zeitenwende“ tragen und in den ersten Monaten des Jahres 2003 das Licht der Welt erblicken.
 
Woher rührt der Name „Orlog“?
Eine schwierige Frage, welche man nicht einfach so schnell beantworten kann. Wenn man es überhaupt irgendwie erklären kann. Orlog wird in der germanischen Welt als das externe, ursprüngliches und alles entscheidende Gesetz des Universums beschrieben. Orlog ist der entscheidende Zweck, der große Plan der Kreation. Es sind viele Aspekte des Schicksals, der vorbestimmten Bahn, in Orlog vertreten. Es bedeutet aber nicht „vorherbestimmt“ im Sinne von „unvermeidbar“. Viele Menschen betrachten das Schicksal als eine Art Entschuldigung für ihr Nichtstun. Jeder wird mit bestimmten Fähigkeiten, Stärken und Schwächen geboren. Orlog steht aber auch dafür, mit diesen bestimmten Fähigkeiten zurecht zu kommen und damit zu arbeiten. Orlog wird meistens auch mit Schicksal übersetzt, hat aber nichts mit „vorherbestimmt“ im christlichen Sinne zu tun, sondern bedeutet wortwörtlich „Urschichten“ oder „Urgesetze“, die durch frühere oder vergangene Handlungsweisen entstanden sind. Diese selbstverursachten Schichten aus vergangenen Taten stellen die Gesetze dar, denen Götter und Menschen unterworfen sind. Es sind nicht die unabänderlichen Gesetze der Natur, sondern eher jene, welche die Gesetze der Wesenheiten aufgrund von Handlungen und Geschehnissen der Vergangenheit bestimmen. Es ist dieses kosmische Prinzip, auf dem das allgemeine germanische Gesetz aufgebaut ist. Es ist ein dynamisches Werden, das sich immer wieder selbst gestaltet und aus seinen Ursachen hervorbringt.
 
Wer ist der Hauptverantwortliche bei Orlog? Wer schreibt die Musik, wer die Texte?
Als erstes sei gesagt, dass Orlog aus vier gleichwertigen Mitgliedern besteht und jeder Rechte und Pflichten in der Gruppe inne hat. Dennoch kann man Angantyr schon als Hauptverantwortlichen sehen, da so gut wie die ganzen musikalischen Ideen von ihm kommen. Es wird aber nur Musik unter dem Namen Orlog erscheinen, die jeden der Mitglieder zu 100 % zufrieden stellt. Für die Texte ist größtenteils Wolfram verantwortlich. Randwig ist für die gesamte optische Gestaltung und Isacaar für die Aufnahme und Abmischung bei Orlog zuständig.
 
Euer erstes Demo „Erfüllung“ ist mittlerweile seit geraumer Zeit veröffentlicht. Was gibt es über die Aufnahmen zu berichten, gehe ich doch einmal davon aus, dass es die ersten Aufnahmen mit Orlog waren?
Ja das stimmt, es waren die ersten Aufnahmen die wir mit Orlog machten und es gibt eigentlich nichts negatives darüber zu berichten. Es war eine schöne Zeit und wir sind mit dem Resultat relativ zufrieden. Sowohl die Musik, als auch die Produktion. Natürlich entwickelt man sich als Musiker und nicht zuletzt auch als Mensch immer weiter und denkt im Nachhinein, dass man doch noch einiges anders und besser hätte machen können. Dennoch ist es das erste Lebenszeichen von Orlog und darauf sind wir sehr stolz.
 
Als sehr gelungen erachte ich die visuelle Gestaltung dieses ersten Demos. Laut Booklet habt ihr dafür Werke des Bildhauers Josef Thorak verwendet. Was gibt es über ihn zu berichten?
Das freut uns, dass die Gestaltung auch anderen Menschen gefällt. Es sind ja, wie gesagt, monumentale Werke, welche allein durch ihre Perfektion des Lebens den Betrachter in ihren Bann reißen. Zumindest geht es uns so. Und da die Kunst vor dem Jahr 45 des letzten Jahrhunderts aus unseren Köpfen gelöscht und ausgemerzt werden soll, wollten wir diesen Arbeiten unseren Tribut zollen. Denn was Kunst ist und was nicht, wollen wir nicht in Frage stellen, denn diese Antwort zu finden würde Hunderte von Jahren dauern und keine definitive Lösung hervorbringen. Deshalb darf man Künstlern nicht einfach ihren Nährboden nehmen und deren Werke im Zuge einer anderen Politisierung vernichten. Das wäre wie, wenn man uns die Instrumente nehmen und unsere Platten zerstören würde. Aus diesen Gründen haben wir uns entschieden einige Arbeiten des Bildhauers Josef Thorak auf unserem Kassettenbeiblatt zu verewigen. Es gibt natürlich noch viele weitere bedeutende Künstler, die man hier erwähnen könnte, aber wir wollen dieses Thema nicht weiter ausdehnen und lieber auf ein Buch verweisen. In diesem Buch namens „Josef Thorak“, vom VAWS-Verlag, kann man noch mehrere Werke dieses Bildhauers bestaunen. Eine Biographie und zusätzliche Informationen zu Thorak sind auch in dem Taschenbuch zu finden.
 
Wie würdet ihr euren Stil umschreiben? Laut Info haben wir es ja mit einer heidnischen Metalformation zu tun. Grundlegend würde ich eure Musik allerdings als eine gelungene Mischung aus Black- und Pagan Metal, mit einigen folkloristischen Einflüssen, bezeichnen. Was meint ihr dazu?
Da geben wir dir Recht. Grob gesagt würden wir Orlog als Pagan Metal bezeichnen, der seine Wurzeln im Black Metal hat. Trotz alledem möchten wir uns auf keinen Fall in irgendwelche Schubladen stecken lassen, deswegen auch „Metalformation“. Wir wollen einfach die Musik spielen, die uns bis in unser tiefstes Inneres mit Zufriedenheit erfüllt. Dies wird natürlich immer extremer Metal sein, der aber auf keinen Fall auf jeder Veröffentlichung gleich klingen wird. Es kann für einen „Künstler“ auf keinen Fall hilfreich sein, wenn man sich in einem begrenzten Raum bewegen muss.
 
Wo liegen, musikalisch gesehen, eure größten Einflüsse?
Die größten musikalischen Einflüsse liegen auf jedem Fall im (extremen) Metal-Bereich. Aber auch andere Musikrichtungen werden von uns sehr gern gehört. Platten von Gruppen der Neofolk-Sparte oder der klassischen Musik drehen sich des öfteren in unseren Plattenspielern. In dieser Hinsicht sind wir eigentlich sehr „offen“. Nur eines ist uns wirklich sehr wichtig, es muss von Herzen kommen. Musik die nur zur Belustigung der Masse oder aus kommerzieller Sicht gemacht wird, wird von uns zu tiefst abgelehnt.
 
Im Lied „Wiederkehr“, welches als Instrumentalstück daherkommt, wird auch eine Flöte verwendet, welche das Lied zum besten des Tapes macht. Warum fand sie in den anderen Stücken keine Verwendung?
Wir haben auf jeden Fall auch in Zukunft vor, weiter mit ihr zu arbeiten. Dennoch wird sie keine tragende Rolle bei Orlog spielen und nur in vereinzelten Stücken eingesetzt werden. Die Flöte ist zwar ein sehr schönes Instrument, mit der man gut verschiedene Gefühle/Emotionen ausdrücken kann, trotzdem bleiben wir größtenteils bei der alten klassischen Metal-Instrumentierung.
 
Euer Demo ist auf 500 Stück limitiert. Wie viele konntet ihr bisher davon absetzen und woher kann man sie beziehen? (Sofern es noch welche geben sollte...)
Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben wir um die 350 Exemplare in Umlauf bringen können. Man kann also noch unter folgenden Adressen unser Demo für 5 Euro (inkl. P & V) bestellen: Orlog, PF 1106, 08226 Rodewisch oder orlog-post@web.de
 
: Unter den drei Eigenkompositionen befindet sich auch ein Lied auf dem Band, dessen Text von einem gewissen Franz Jahn stammt, der diesen 1870 niedergeschrieben hat. Wieso habt ihr euch dazu entschieden, ein Stück dieses Poeten zu verwenden? Von was handelt das Gedicht, welches ja auch zugleich Titel der Veröffentlichung ist?
Um ehrlich zu sein, ist es das einzige Gedicht was wir von ihm kennen. Es geht aber auch nicht um den Dichter, sondern hauptsächlich um das, was mit diesem Werk zum Ausdruck gebracht wird. Das Gedicht handelt vom Kyffhäuserdenkmal und der damit verbundenen Geschichte. Der Sage nach ruht Friedrich II. in diesem Kyffhäuserberg. Wenn die Not in Deutschland am größten ist, wird er zu seinem Volk zurückkehren, um es zu neuer Größe und Pracht empor zuführen. Das Phänomen dieser Sage hat uns schon seit langer Zeit sehr fasziniert und beschäftigt. Im Kyffhäuser, kann man sagen, ruht der deutsche Urgeist, der zur richtigen Zeit erwacht und unser Schicksal bestimmen wird. Aus diesem Grunde war das Gedicht auch würdig genug den Titel für unser Demo zu geben.
 
: Das vierte Lied „I am the black wizards“ stammt von den Norwegern Emperor und ist mit Sicherheit eines ihrer besten Stücke. Auch wenn ihr es zweifellos gut umgesetzt habt, passt es stilistisch, meiner Meinung nach, nicht ganz zum restlichen Material. Wie seht ihr das? Was haltet ihr von Emperor?
Natürlich gibt es bei den beiden Gruppen einen gewissen stilistischen Unterschied, der aber unserer Ansicht nach nicht zu groß ist, um mit diesem Lied einer großartigen Gruppe unseren Respekt zu erweisen. Orlog spielen, wie bereits gesagt, Pagan Metal. Unsere Lieder stellen eine Symbiose von germanischer Mythologie/Geschichte gepaart mit tiefen emotionalen Empfindungen des Schreibers dar. Da diese Punkte sehr tiefe, dunkle Aspekte des menschlichen Lebens zum Ausdruck bringen, sehe ich eigentlich keinen riesigen Unterschied zu einer Gruppe wie Emperor, die sich mit den Jahren auch textlich immer weiter entwickelt haben. Musikalische Unterschiede sehe ich noch weniger. Für den Großteil Orlogs sind Emperor eine Ausnahmegruppe die großartige, intelligente Musik mit Herz und Gefühl erschaffen haben. Auch wenn es am Ende nicht unbedingt mehr Black Metal war.
 
Und welche Meinung habt ihr über andere norwegische Black Metal-Bands? Waren sie generell ein großer Einfluss für Orlog?
Ja. Die Musik und die dunkle Aura der damaligen Gruppen hat uns auf jeden Fall sehr inspiriert. Von diesem Gefühl kann man heute leider fast nicht mehr sprechen. Aber wir sind trotzdem nicht der Meinung, dass der Black Metal tot ist, wie von vielen Leuten propagiert.
 
Thematisch geht es, soweit man dies an einem selbst geschriebenen Text beurteilen kann, um die nordische Mythologie. Wie sieht es bei Orlog mit dem Glauben aus?
Da dies eine sehr persönliche Frage ist, wird jedes Mitglied von Orlog diese einzeln beantworten. Wolfram: Auf die Frage, ob ich ein religiöser Mensch bin, kann ich nur mit „ja“ beantworten. Wenn man dann aber fragt welche Religion dies sei, weiß ich keine konkrete Antwort. Ich versuche mein Leben gemäß den Instinkten, Werten und Emotionen zu leben, von denen ich fühle, dass sie für meine Person richtig sind. Ich bin ein Mensch der versucht im Einklang mit der Natur zu leben. Ich bin mir meiner Vorfahren, meinem Land und vor allem meiner Kultur bewusst und sehr stolz ein Erbe dieser zu sein. Ich setze mich seit jeher mit unserer Mythologie, unseren Göttern auseinander und versuche zu begreifen, zu lernen welchen Einfluss sie auf mich, auf mein Wesen, mein Tun und Handeln haben. Diese Suche ist bestimmt nicht vergebens, da bin ich mir sicher. Dennoch möchte und, vor allem, kann ich nicht sagen, dass Asatru/Odinismus das ist, was mich wirklich zu 100% in meinem Herzen erfüllt. Das kann ich nicht. Leider habe ich bis jetzt noch nicht meinen Frieden gefunden. Man kann schon irgendwie sagen, dass meine Religion die Suche ist. Eine Suche die wahrscheinlich niemals enden wird. Fragen wie: „Was kommt nach dem Leben?“, „Warum lebe ich eigentlich?“, Was ist Leben/Was ist Tod?“ zerreißen mich. Vielleicht dürfen diese Fragen auch gar nicht beantwortet werden, aber ich werde (hoffentlich) immer auf der Suche nach diesen Antworten sein. Um vielleicht meinen Frieden zu finden. Und solange man danach sucht und Fragen stellt, hat doch alles einen Sinn. Trotzdem bin ich mir ziemlich sicher, dass ich irgendwann einschlafen werde, ohne zu wissen was die Antworten sind. Doch vielleicht weiß ich es ja danach. Vielleicht! Randwig: Soweit bin ich eigentlich ähnlicher Meinung wie Wolfram. Da man aber für einen festen Glauben auch die bodenständige Realität loslassen können muss, ist es für mich sehr schwer, 100%ig diesem nachzugehen. Trotzdem ist für mich die Mythologie, das Leben und die Geschichte unserer Ahnen ein sehr wichtiges Interessen- bzw. Forschungsgebiet, welches mich zu tiefst beeindruckt und führt. Ich stelle mir oft auch die Frage, warum ich hier bin, woher ich komme und was mein Auftrag ist. Dies sind Fragen die von der Religion/dem Glauben unabhängig sind, denn sie betreffen jeden einzelnen von uns. Ich möchte auch erfahren, wer die wahren Vorfahren unserer Urahnen sind und welches deren Werte, Brauchtümer und Lebensinhalte waren. Mein Interessen- und Glaubensgebiet geht auch geschichtlich weiter zurück, als unsere Vorfahren dieses fruchtbare Land noch nicht besiedelt haben. Ich glaube aber, dass dieses Thema den Rahmen hier sprengen würde. Angantyr: Glauben und die Suche nach spiritueller Erfüllung ist für mich ein elementarer Bestandteil meines Lebens und ist eng mit dem Begriff Orlog (unabhängig davon, dass es unser Bandname ist) und der Mythologie unserer Vorfahren verbunden. Auch wenn mir bewusst ist, dass mein Wissen unvollständig ist und ich immer noch am Anfang stehe, so fühle ich mich dennoch immer wieder zu diesen Themen hingezogen. Es ist mir ein inneres Bedürfnis die Welt aus dieser Sicht zu betrachten. Wer Antworten von mir/uns erwartet wird sicher enttäuscht sein, denn zumindest ich bin immer noch jeden Tag auf der Suche nach mir selbst. Doch ich weiß, dass ich auf dem richtigen Weg bin und ihn weitergehen werde, weil ich damit meinem Herzen folge.
 
Viele Bands beschäftigen sich heutzutage mit dem nordischen Götterglauben. Teilweise sind diese Bands aus Italien, Tschechien oder Frankreich, sprich Ländern, welche mit nordischer Mythologie nichts am Hut haben. Was ist eure Meinung dazu? Wird hier nur ein weiteres Thema bis aufs letzte ausgeschlachtet?
Das ist eine sehr gute Frage. Hierzu muss man den Sachverhalt aber aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Zuerst möchten wir aber sagen bzw. feststellen, dass sich die Entwicklung vom antichristlich-satanischen Black Metal zum heidnisch-germanischen Pagan Metal vollzogen hat. Das ist unserer Meinung nach zwar keine schlechte Sache, aber leider ist bei vielen Leuten eher der Schein als das Sein zu beobachten. Es scheint sich hier wieder ein Trend in dieser angeblich trendfreien Szene zu etablieren. Das finden wir nicht gut, denn wir ehren eher eine Person die zu ihrer Meinung steht (egal was kommt oder ob sie unserer entgegengesetzt ist), als einen Menschen, der durch sein Mitlaufen von sich reden macht. Um nun aber auf die Gruppen aus den besagten Staaten zu kommen. Das ist natürlich wieder einmal nicht einfach zu beantworten. Wir möchten niemanden etwas unterstellen, denn auch diese Länder waren von den Wanderungen und Umsiedlungen der germanischen Völker aus dem Norden betroffen. Wie wir ja wissen, haben diese selbst noch viel weiter im Süden gesiedelt. Daher gibt es schon eine geschichtliche Grundlage für ein gemeinsames heidnisch-germanisches Standbein (wenn wir das mal so nennen wollen). Aber wir finden es dennoch nicht schön, wenn wir ein Demo einer griechischen Gruppe in der Hand halten, welches vollkommen mit Runen bestückt ist. Gerade diese Länder haben doch ebenso eine stolze Vergangenheit mit einer interessanten und vielschichtigen Mythologie, welche auch gar nicht so fremd der germanischen ist. Also würde es uns besser gefallen, wenn Gruppen aus anderen Ländern auch eher ihre ursprüngliche Mythologie besingen. Sehr interessant finden wir auch baltische und russische Gruppen die ihre ursprüngliche slawische Kultur und Folklore vertonen. Denn die vielen verschiedenen Unterschiede der heidnischen Kulturen machen die ganze Sache noch viel interessanter.
 
Hier nun eine kurze Auflistung willkürlich gewählter Bands/Projekte, welche sich mit nordischer Mythologie befassen. Bitte um kurze Stellungnahme.
Burzum: kultiger Black Metal, hat uns sehr beeinflusst; die Keyboard-Sachen sind aber auch nicht schlecht – sehr schlicht, aber dennoch erhaben und depressiv Falkenbach: sehr schöner folkloristischer Pagan Metal, würden gerne mal was neues von diesem Soloprojekt hören Hagalaz´ Runedance: schamanenhafte folkloristische Klänge - wirklich sehr gut, was Andrea „Nebel“ Haugen uns präsentiert; Mythos-Brauchtum-Folklore, alles vereint Sonne Hagal: guter Neofolk aus hiesigen Landen; leider kennen wir nicht allzu viel von ihnen, außer einigen Live-Auftritten und früheren Veröffentlichungen Enslaved: eine der ältesten Viking Metal-Gruppen – kultige Musik, sind aber in den letzten Jahren irgendwie abgestiegen (siehe auch die letzte Veröffentlichung) Forseti: wieder eine sehr gute Gruppe aus unserer Gegend – wunderschöner Neofolk mit interessanter Instrumentierung; haben aber nicht wirklich nordische Texte, sondern eher zeitkritische Bergthron: gutes Projekt aus dem schönen Vogtlande; die Person steht wirklich hinter dem was sie sagt
 
Was bedeutet es in der heutigen Zeit Heide zu sein?
Es bedeutet seine Herkunft zu erkennen und sich der Verantwortung die daraus erwächst zu stellen. Es bedeutet jeden Tag einer Welt entgegenzutreten, deren Werte gegen jedes Naturgesetz und jede Überzeugung eines Heiden sind. Und es bedeutet sich seine Freiheit immer wieder neu erkämpfen zu müssen.
 
Wie haben Presse und Hörerschaft bis zum jetzigen Zeitpunkt auf Orlog reagiert?
Bis jetzt gab es eigentlich fast nur positive Reaktionen auf unser Demo. Wir hoffen natürlich, dass jede Einschätzung offen und objektiv ist und jeder seine ehrliche Meinung (natürlich auch Kritik) uns entgegenbringt. Natürlich ist es, wie gesagt, nicht perfekt, aber es ist unser erstes Lebenszeichen und ich glaube die Zuhörer merken ob es eine Gruppe ernst mit ihrer Musik meint oder nicht.
 
Kann man in naher Zukunft eine zweite Veröffentlichung von euch erwarten? Was sind eure konkreten Zukunftspläne?
Wie schon erwähnt haben wir zwei neue Lieder aufgenommen, die dann im Frühjahr 2003 auf einer limitierten 7“-EP (500 Stück) erscheinen werden. Des weiteren kam in diesem Februar das erste T-Hemd von Orlog heraus. Danach würden wir irgendwann gerne eine MCD herausbringen, die dann auch auf einer 10“-Schallplatte erscheinen soll. So sind derzeit unseren Vorstellungen. Und natürlich irgendwann ein komplettes Album. Aber da lassen wir uns die nötige Zeit und überstürzen nichts. Qualität statt Quantität!
 
Orlog treten als Trio in Erscheinung, welches einen Drumcomputer verwendet. Darf man über kurz oder lang mit einer Livepräsenz von Orlog rechnen? Habt ihr vor, noch einen Schlagwerker in die Band aufzunehmen?
Wie zu Beginn bereits erwähnt, hat sich die Besetzung Orlogs auf vier Mitglieder erweitert. Bis jetzt hat sich leider noch kein geeigneter Schlagzeuger gefunden der sich, so wie wir, mit dieser Gruppe identifizieren und eine gute spielerische Grundvoraussetzung aufweisen kann. Also werden wir, gezwungenermaßen, erst einmal mit dem Schlagzeugcomputer weiter arbeiten. Dennoch sind wir natürlich immer noch auf der Suche nach einem festen Schlagzeuger, der sein Handwerk versteht. Falls also jemand Interesse hat, aus Sachsen oder Thüringen kommt und sein ganzes Herzblut in diese Gruppe stecken kann, sollte sich schnellstens bei uns melden (Kontakt über untenstehende Adressen).
 
Wie sieht es mit Labels aus? Gab es schon Anfragen von einigen Firmen?
Um ehrlich zu sein hat sich bis jetzt noch kein Label, zwecks einer Veröffentlichung, bei uns gemeldet. Wir haben aber ein noch sehr junges Label gefunden, welches unsere EP mit uns veröffentlichen möchte. Wir sind eigentlich sehr zuversichtlich, was das alles angeht. Das Label trägt den Namen DGF-Det Germanske Folket, und es arbeitet nach dem gleichen Motto wie wir: Qualität statt Quantität!
 
geführt am 11.03.2003   von Björn Springorum
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musikalischer Background des Verfassers
Ganz klar aus dem frostig-kalten Black Metal kommend, jedoch ist eine starke Tendenz zu elektronischen Klängen harscher Natur und folkigen Klängen überaus sanfter Natur zu erkennen...fügt man nun noch eine Prise Yann Tiersen dazu...voila!
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[ Seit dem 22.11.03 wurde der Artikel 9340 mal gelesen ]
 
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