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Rage "Rage - Tierische Schlagzeuger, Ein Portnoy Jünger Und Die Burzum Katze"
Rage besuchten im Rahmen der Metal Firestorm Tour 2012 Aschaffenburg, wo sie ihr neues Album 21 den Volke live präsentierten. Dies nahm ich zum Anlass beim Gig aufzuschlagen und mir den Schlagzeuger Andre Hilgers zur Brust zu nehmen um ihn ein wenig auszuquetschen. Was dabei raus kam, müsst ihr jedoch selbst lesen!
Weitere Infos zu Rage:
REVIEWS:
Rage Speak Of The Dead
Rage 21
INTERVIEWS:
Rage - Speak Of The Dead
Rage - Rage - Tierische Schlagzeuger, Ein Portnoy Jünger Und Die Burzum Katze

BlackSchaf: Zu Beginn, wollte ich dich erst mal fragen: Wie geht es dir so?

Andre: Gut, gut. Wir haben heute exakt die Mitte der Tour, mit der heutigen Show. Uns geht’s gut, nur ist leider heute nicht so schönes Wetter hier. Haben jetzt auch schon ein paar Tage auf dem Buckel und ein paar geile Shows und freuen uns derzeit auf heute Abend, weil wir genau wissen, dass es hier auch wieder geil wird, da das Publikum ziemlich heiß ist.

Ihr spielt ja auch regelmäßig hier. Ich glaube so im 2 Jahres Takt.

Letztes Jahr waren wir auch schon hier.

Letztes Jahr?


Ja da waren wir hier.

Ich wollte mal ein bisschen mehr über deine Vergangenheit wissen. Wie bist du überhaupt zum Metal gekommen?

Zum Metal? Also, meine Tante war damals mit einem Musiker zusammen und ich bin eigentlich auch schon mit 6-7 Jahren immer von meinen Eltern, mit zu den Konzerten mitgenommen worden und bin hinterher dann auch mal alleine mitgegangen. Es war jetzt zwar keine bekannte Band, aber dadurch kam ich ein wenig an das Schlagzeug spielen heran. Mein Vater hatte damals auch ein Haufen LP’s zu Hause und ich hab die immer durchgehört, es fing dann auch mehr oder wenig damit an, ich weiß gar nicht mehr wie alt ich da war, auf jeden Fall Jung, da kam Highway To Hell gerade raus, war auf einem Sampler drauf, dieser Song und I Love Rock’n’Roll von John Jett, das gefiel mir. Da waren dann diese verzerrten Gitarren dabei und ich war zwar noch ein Kind, aber ich fand´s geil, da ich mit dem ganzen anderen Kram nix anfangen konnte. Meine Tante, die dann auch mit dem Musiker zusammen war, hat mir dann zum Geburtstag meine erste LP geschenkt. Das war ACCEPT – Metal Heart und von da an war das Thema erledigt. Das war so um 1985. Da war ich 11 und seitdem lass ich mir die Haare wachsen.

Naja, dafür sind sie aber ein bisschen kurz.

Ja, dafür sind sie ein wenig kurz, aber die werden ja auch immer wieder abgeschnitten. Oder sagen wir es besser so: Ich hab seitdem lange Haare.

Gut, wie bist du zum Schlagzeug gekommen?

Ehm.. Ich hab mich damals im Proberaum einfach ans Schlagzeug gesetzt, wo ich so jung war, und ich seh das jetzt auch bei meiner Tochter, die wird dieses Jahr 3. Schlagzeug ist laut und man kann damit Krach machen und dass sogar offiziell, als ich damals 7/8 Jahre alt war hat mir das auch tierisch gefallen und somit bin ich dann eigentlich zum Schlagzeug spielen gekommen. Hab dann aber auch mit 12/13 angefangen für 3-4 Jahre Gitarrenunterricht zu nehmen, hab ein bisschen Gesangsunterricht genommen, hab überall so ein bisschen reingeschnuppert, aber Schlagzeug hat mir jedoch am meisten Spaß gemacht. Für Gitarre war ich ein bisschen zu faul, denn für Gitarre musste ich ein bisschen mehr üben.

Stimmt, da müsste man auch was lernen…

Da musste man auch was lernen, beim Schlagzeug spielen muss man trainieren. Schlagzeug lag mir einfach besser.

Hast du da auch irgendwelche Vorbilder?

Ja, aber die haben sich mit der Zeit natürlich immer wieder geändert. Ich hab heute auch unheimlich viele Schüler, die mit Trommlern aufwachsen wie Joy Jordison von Slipknot. Man muss nicht unbedingt auf die Band stehen, aber, dass sind schon sehr, sehr gute Musiker, speziell der Trommler. Das ist dann sooo die Messlatte für die Jugend von heute. Unsere Vorlage war damals Lars Ulrich oder Nicko McBrain. Das hörte dann natürlich auf, weil Lars Ulrich, als ich jung und unerfahren war, durchaus noch ein Vorbild für mich war. Metallica, klar. Jeder ist irgendwie mit Metallica groß geworden, in meinem Alter, aber das hat sich dann natürlich irgendwann geändert. Heute bin ich, nennen wir es mal so, mehr oder weniger der Portnoy Jünger. Kenne aber auch Mike Mangini persönlich sehr gut, weil er auch ein Pearl Kollege ist, und finde schon, dass der Richtige bei Dream Theater den Job gekriegt hat. Da gibt’s noch mehrere, aber nie was Festes. Was wichtig ist, dass man selber schon Fan ist und man immer Mal noch Vorbilder hat, weil wenn das irgendwann aufhört, dann hat man, glaube ich, ein Problem.

Man hat ja dann auch keine Ahnung mehr, an wen man sich orientieren soll.

Joa, aber es gibt auch viele, die schon am Anfang denken, dass sie die Welt einreißen könnten. Die dann meinen, dass sie keine Vorbilder hätten. Ich bin halt groß geworden mit den Guten Tommy Aldrige, Tommy Lee, Vinnie Paul von Pantera, tierischer Trommler, tierisch. Technisch einwandfrei, aber immer nur kurz am Start und ansonsten voll auf die Glocke. Ansonsten Thomas Haake von Meshuggah. Tierischer Trommler, unfassbar geil. Das ist dann auch so die Mischung, die mir bei Portnoy am meisten gefiel. Er hatte eine tierische Technik, aber auch eine tierische Show dabei. Er war ein Showmaker. Und diese Mischung aus allen ist einfach cool. Er hatte natürlich auch noch diese Power dabei. Ich mag halt Schlagzeuger die schnell sind und eine gute Technik dabei haben und voll draufhau‘n. Einer den ich auch liebe ist Paul Bostaph, Testament.

Paul Bostaph ist ja mittlerweile wieder raus.

Kann sein das er wieder raus ist. Schade für die Band. Ich hab Paul auf jeden Fall bei 70.000 Tonnen kennengelernt und lange mit ihm geredet. Er ist auch ein super, super lieber Typ und ein tierischer Trommler. Also super sauber gespielt, sehr schnell, präzise, aber auch mit Eiern. Sowas mag ich halt. Ich bin da nicht so auf dem Death Metal Trip, weil viele Trommler im Death Metal meinen, dass sie mit Geschwindigkeit alle Rekorde brechen müssen, aber wenn man mal sieht was für eine Trigger Technik und was da an Fußpedalen am Start ist. Das ist für mich kein richtiges Schlagzeug spielen mehr. Jetzt nichts gegen die Jungs die Death Metal machen, ich will das nicht verallgemeinern, aber ich bin persönlich mehr auf der Seite der Trommler, die noch richtig arbeiten und draufhauen.

Nun wollte ich mal von dir wissen, wie du zur Band Rage kamst und wie es zu deinem Einstieg, glaub, im Jahr 2008 kam?

Das kommt jetzt relativ gut, da wir erst gestern in der Zeche Bochum gespielt haben. Ich komme ja gebürtig aus Remscheid und bin eigentlich in der Zeche Bochum aufgewachsen, bei den Konzerten. Ich gehörte da irgendwie zum Inventar. Alle Konzerte, die da waren, war ich dort und hab mich nun gestern selbst auf die Bühne gesetzt und da gespielt und das ist schon geil. Ich kannte die Band Rage halt, ich bin damit groß geworden. Ich war selber Fan damals. Ich habe jede Tour seit der Secret In A Weird World Tour gesehen. Damals habe ich die Karten gekauft, heute sitze ich am Schlagzeug. Ich kannte Victor schon sehr lange, schon 10 Jahre länger. Der Victor hatte damals bei Silent Force, meiner anderen Band, mal den Gesang produziert und daher kannte ich Victor. Wir hatten eigentlich immer ein gutes Verhältnis zwischen Silent Force und Rage, die Gitarristen von uns waren befreundet mit Victor und daher kam das alles. Dann war ich mit meiner Ex-Band auf einem Festival in Spanien, da haben wir gespielt. Nach uns hat dann Rage gespielt, aber damals noch mit Mike. Ich hab schon damals gemerkt, dass irgendwas nicht stimmt und ich kannte den alten Mischer Charlie noch und hab dann den ganzen Abend, nach der Show, im Hotel bei ein paar Bierchen, eigentlich nur mit Rage zusammen gesessen und kam mit Victor wieder ins Gespräch. Dabei hab ich ihm dann angeboten, dass er mich kontaktieren soll, wenn er mal einen brauch für ein Soloalbum oder sowas. Charlie steckte mir zu dem Zeitpunkt schon zu, dass da schon irgendwie Knatsch ist und daraufhin hab ich dann versucht den Kontakt zu halten. Victor hatte mich dann ungefähr, lass mich lügen, 2-3 Wochen später angerufen und hatte mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte für diesen Nuclear Blast Allstar Sampler für ihn zu arbeiten. Dabei ging es erst mal so um 1-2 Songs. Dazu sagte ich nur: Klar, warum nicht? Wir haben uns dann gemeinsam im Studio hingesetzt und die Sachen arrangiert und Victor wusste ganz genau, was er haben wollte und ich habe das dann auch so umgesetzt. Dabei hatte er natürlich die Möglichkeit mich zu testen. Wie tight spielt er, was kann er umsetzen, was hat er für eine Power und aus den 2 Songs wurden dann 4, 6, 8 und hinterher habe ich dann alle getrommelt. Inklusive „In Terrified“. Das war im Prinzip der erste Rage Song mit mir, den wir zusammen gemacht haben. Nach dieser Studiosession, die für Viktor natürlich auch ein guter Test war, ging es darum, dass die Jungs mich fragten, ob ich mir vorstellen könnte bei Rage einzusteigen. Und ich hab dann gesagt: Joa. Es gab natürlich auch Auditions mit großen Namen, also es waren auch sehr viele gute Leute im Gespräch und dann bin ich, im Prinzip, erst mal mit meiner Freundin in den Urlaub geflogen.
Hab da erst mal versucht nicht daran zu denken, was natürlich nicht geht, weil das schon ein großer Sprung war. Letztendlich haben die Jungs mir dann, vom Speak Of The Dead Album, die Lingua Mortis aufgebrummt. Die Nummer wollten sie mit mir spielen und das Ding geht ja irgendwie 27, 28 Minuten und das war halt die Nummer, die ich bringen sollte. Die haben wir auch gespielt. Und dann fragten sie mich, ob ich sonst noch was kann und dann haben wir noch, glaube ich, 12 weitere Songs gespielt. Wir hatten im Prinzip schon ein Live Set. Dadurch habe ich die Jungs wohl überzeugt, da ich das ganze Material schon kannte und so bin ich dann bei Rage reingekommen.

Mit „21“ habt ihr ja jetzt euer 21tes Album. War das der einzige Grund es so zu nennen oder was steckt dahinter?

Es war eigentlich zuerst eine Wortspielerei im Proberaum und irgendwie sind wir dann dabei darauf gekommen, dass dies jetzt, inklusive dem Avenger Album, das 21te Album ist. Dann ging es noch darum, dass wir einen Song auf dem Album haben, 21, wo es um Spielsucht geht, im Bezug auf BlackJack, und daraus resultierte dann letztendlich, weil es halt auch passte durch diese Doppeldeutung 21tes Album und, eigentlich Ausschlaggebend, diese Spielsucht durch BlackJack, und dadurch haben wir es dann so gemacht.

Was denkst du woher diese ganze Energie und Kreativität, vor allem von Peavy, kommt, nach all dieser langen Zeit, weiterhin Alben zu produzieren?

Naja, das liegt ja nicht nur an Peavy. Der Viktor schreibt mittlerweile fast die meisten Songs und ist bei Rage, wir nennen es so, der musikalische Leiter; die meiste Arbeit wird vom Viktor gemacht. Peavy schreibt natürlich auch noch die Songs, aber die Jungs haben sich eingepegelt in den letzten 12-13 Jahren wo sie jetzt zusammenarbeiten

2001 ist Viktor, soweit ich weiß, beigetreten.

Ja irgendwie sowas. Genau weiß ich das jetzt nicht. Die haben sich halt mittlerweile eingespielt als Songwriter Team und haben mir aber auch von Anfang an die Möglichkeit gegeben mich einzubringen, deshalb ist jetzt auf dem Album auch ein Song komplett von mir. Also Melodie, Gitarre usw. Viktor hat das Ganze natürlich ein wenig verfeinert.

Welcher Song ist das?

Das ist Psycho Terror.

Ah! Wie kam es eigentlich, dass ihr nach Jahren die Arbeit mit dem Lingua Mortis Orchester beendet habt und daraus zwei Bands gemacht habt?

Genau, wir haben die Arbeit nicht beendet, wir haben das lediglich gesplitted. Wir hatten schon Pläne im Vorfeld und wir haben viele neue Fans, die auf diese Progressive Orchestrale Seite von Rage stehen, wir haben natürlich auch sehr viele alte Fans, die noch auf die ganzen Sachen von vor 10-12 Jahren, ich will jetzt nicht die Thrash Phase sagen, aber die härteren Sachen, stehen. Dadurch war für uns dann klar, dass wir das nun splitten und ein wirklich hartes Album machen. Ohne Keyboards und orchestrale Geschichten und so weiter und sofort. Um uns dann als zweites komplett auf das Lingua Mortis Album zu konzentrieren, was ich hoffe, wir hoffen, noch planungstechnisch alles in unseren Terminkalender passt.

Wie sieht bei euch eigentlich der Schaffensprozess aus? Arbeitet ihr da nach einem Konzept oder was haltet ihr davon?

Es gibt da kein Konzept. Wir sind da, zum Glück, noch ziemlich Old-School. Wir nehmen uns eine Zeit, sagen wir mal 2-3 Wochen, da wird intensiv geprobt und die Jungs sammeln Ideen, Riffs und teilweise sagen sie dann schon, ich stell mir das so und so oder so vor. Und dann fangen wir, im Prinzip, einfach an zu jammen und suchen Parts. Dann hat Viktor auf einmal eine neue Idee mit einem Riff oder ich spiel gerade einen guten Groove. Wir pushen uns dann gegenseitig hoch, dabei ist dann eine tierische Kreativität im Raum und dadurch geht das dann bei uns relativ flott. Das ist immer sehr intensiv und kurz, aber an Ideen fehlt es uns nie.
Wie stehst du zu dem Thema Konzeptalbum? Also würdest du vielleicht selbst sowas mal machen?

Ja.. aber wer brauch sowas? Also Konzeptalbum war bisher bei uns noch nie ein Thema.

Wer von euch kam eigentlich auf die Idee, dass Peavy mal anfangen könnte zu growlen? Und warum?

Die Idee kam daher, dass Viktor für sein nächstes Soloalbum, was er derzeit plant, solches Growl haben wollte und Peavy gefragt hat, ob er das nicht ausprobieren könnte. Da Peavy auch derzeit ein sehr großer Opeth Fan ist, hat er sich daran versucht. Wir haben das dann im Proberaum ausprobiert, das gefiel uns auch und dann hat er das richtig lange geübt. Er wollte im Grunde einfach mal was Neues ausprobieren und im Prinzip klingt’s gut, da man ihn dennoch irgendwie raus-hört. Für mich ist das allerdings kein growlen, nach dem heutigen Stil, er klingt eher so wie Chuck Billy zu den guten alten 80er Testament Zeiten. Das ist einfach nur schön auf die Fresse.


Was ist dein persönlicher Lieblingssong auf 21? Und warum?

Normalerweise müsste ich jetzt sagen…

Psycho Terror.

Ja, aber… Mein persönlicher Lieblingssong… Das ist gar nicht so einfach, weil die irgendwie alle gut sind, aber ich denke „Forever Dead“. Sehr geil. Wir werden den dann auch Live spielen, weil man die Reaktion vom Publikum sieht und spürt, dass der Track sehr gut ankommt. Dazu kommt, dass es mir unheimlich viel Spaß macht ihn Live zu spielen, deswegen muss ich das immer von 2 Seiten sehen. Einen Song hören ist die eine Seite, einen Song spielen, die andere. Daher kann ich das nie so genau sagen. Viktor hat einmal sehr gut gesagt, dass das eigentlich alles unsere Babys sind. Es ist auch so, dass wir Songs schreiben und die kommen alle auf das Album. Wir haben nie Ausschuss. Wir konzentrieren uns wirklich auf das wesentliche, weil wir einfach keinen Bock haben irgendwelche Scheiße zu machen, sondern machen das, was wir für richtig halten und anscheinend haben wir mit 21 irgendwas richtig gemacht.

Jetzt kommen wir mal vom Lieblingssong zum Lieblingsalbum. Was ist dein persönliches Lieblingsalbum von Rage?

Black in Mind und Unity.

Und warum?

Weil Black In Mind zur damaligen Zeit einfach den besten Sound, die besten Songs, das Komplettpaket von Rage einfach… Ich fand’s geil. In der Terrana Ära gefällt mir Unity am besten.

Du hast ja schon am Anfang erwähnt, dass dies heute Abend die Mitte der Tour ist. Was waren bisher die Tour-Highlights?

Nürnberg und Bochum.

Warum?

Öhm…

Warum waren diese Abende besser als die anderen?

Wir brauchen, wenn wir auf Tour sind, auch mal so 1-2 Shows wo wir mit der Crew, wir haben eine komplett neue Crew am Start, welche einen super Job macht, wo sich erst mal alles einpegelt. Es hat aber auch immer was mit der Halle, mit dem Sound der Halle, mit dem Publikum zu tun. Sehr oft schätzt man das aber auch falsch ein. Wenn das für uns eine geile Show war, heißt das noch lange nicht, dass das die Fans genauso sehen. Ich bin auch schon von der Bühne gekommen und dachte mir, was war das heute für ein Dreck von mir, und jeder kommt dann an und sagt mir, boah war das heute geil. Man kann das also nicht richtig einschätzen. Aber vom Sound her, von der Band her, wie wir gespielt haben, und gerade vom Publikum, gerade gestern bei unserem Heimspiel in Bochum, war das sensationell.

Und worauf freust du dich noch? Also welche Locations?

Also ich freue mich jetzt noch besonders auf das Z7 in Pratteln. Das ist übermorgen. Das ist auch der geilste Club in ganz Europa und das liegt nicht nur an der Waschmaschine und den Trockner, den sie da stehen haben, sondern das Essen von Babsi, dem Veranstalter, die Halle, das Umfeld, die Crew vor allem. Das sind alles Vollprofis und da fühlt man sich immer direkt zu Hause in Pratteln. Also darauf freuen wir uns besonders.

Was würdest als dein musikalisches Highlight in deiner Karriere beschreiben?

Also Karriere oder Erlebnis?

Allgemein.

Ich denke das war, aus der jüngsten Zeit, letztes Jahr das 70.000 Tonnen. Wir waren im Prinzip auf der ersten Route dabei, letztes Jahr. Das war schon eine sehr, sehr geile Sache. Sehr speziell. Aber insgesamt, denk ich mal, dass Rock Hard Festival letztes Jahr als Headliner, mit dem Orchester, und 2007 Wacken, mit dem Orchester. Also das ist unschlagbar.

Was war für dich so besonders an den 70.000 Tonnen Stahl?

Für alle Bands war das eigentlich so, dass wir uns letztendlich darauf eingelassen haben, dass es nur einen riesen großen Backstage Bereich gibt. Als Band hatte man die Möglichkeit sich zurückzuziehen, wenn man in seine Koje gesprungen ist. Man hat morgens mit den Fans gefrühstückt, man hat mit denen Mittag gegessen, mit denen am Pool-Deck ein Bier getrunken; und darauf haben wir uns alle eingelassen. Speziell bzw. sehr geil ist das natürlich für die Fans, aber ich muss auch dazu sagen, dass das alles so entspannt war. Die sind uns nicht auf den Keks gegangen, uns hat keiner genervt, sie waren sehr respektvoll und für uns war das auch letztendlich so ein bisschen Urlaub, da durch die Karibik zu tingeln. Das war schon geil.

Ich wollte mal langsam zum Ende kommen. Was würdest du als deine 5 All Time Lieblingsalben bezeichnen?

All Time?

Jap.

Pantera – Cowboys From Hell
Whitesnake – 1987
Dream Theater – Images And Words
Judas Priest – Turbolover
Mötley Crue – Doctor Feel Good

Was hörst du derzeit an Bands bzw. Alben?

Zuletzt habe ich die neue Shinedown gehört. In die neue Meshuggah hab ich letztens mal reingehört, aber dadurch, dass ich derzeit auf Tour bin, ist das ein wenig schwierig. Ich hab eigentlich immer so den ganzen neuen Kram da und dann hört man alles mal irgendwie. Das eine mehr, das andere weniger intensiv. Mein Musikgeschmack ist auch breit gefächert. Ich höre auch mal gerne die alten Sachen von Phil Collins bis hin zu The Gathering von Testament, ich steh nicht so auf diese ganzen Death Metal Geschichten, wobei diese richtig extremen Bands wie Meshuggah schon ganz geil sind. Aber ich kann mir davon nicht mehr wie 4 Songs am Stück an hören. Ich musste das neue Meshuggah Album auch in 2 oder 3 Schritten hören, weil das war einfach too much. Du wirst einfach wahnsinnig.

Verständlich bei der Schlagzeug Technik von Haake.

Ja, die ganze Band ist einfach sensationell und das Ganze macht mich nervös, sagen wir es mal so. Was ich aber auch sehr, sehr lange gehört habe, weil es auch gerade so in unsere Produktionsphase mit rein lief, war definitiv das letzte Album von Dream Theater. Das habe ich im Prinzip aufgesogen. Ich habe auch die DVD mit diesen Drum Auditions mit dem Drummer angeguckt und das ist alles schon interessant. Dazu freue ich mich natürlich auf die neue Blu-Ray von Maiden und Alter Bridge. Die kam leider heute raus und ich war hier im Media Markt und die hatten sie nicht. Wenn die bei uns genauso gut gearbeitet haben, dann Gute Nacht!

Testament soll ja eigentlich auch noch dieses Jahr was rausbringen.

Das wär cool.

Nun zu meiner letzten Frage. Gibt es eine Frage, die dir noch nie gestellt wurde, aber du mal gerne beantworten möchtest?

Prinzipiell eigentlich nicht. Da fällt mir jetzt nichts ein, aber ich kann dir sagen, was dieses Jahr die bescheuertste Frage war.

Dann schieß mal los.

Da hat mich irgendeiner von einem Online Magazin interviewt und der hat mir ein Foto von seiner Katze mitgeschickt. Mit dem Namen Burzum. Der hat mich dann allen Ernstes in einem Rage Interview gefragt, was ich denn von seiner Katze halten würde. Das war so ziemlich das bescheuertste, was ich jemals in meinem Leben erlebt hab.

Und was hast du darauf geantwortet?

Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, ich weiß nur noch, dass ich dieses Interview dann sehr, sehr schnell beendet habe.

Gut. Das war dann meine letzte Frage und ich bedanke mich dafür, dass du dir für das Interview Zeit genommen hast. Die letzten Worte gehören dir.

Kein Thema. Danke an alle Fans, die unser Album gekauft haben. Wir sehen uns auf Tour, auf Festivals und bleibt alle so wie ihr seid. Bringt eure Freunde und Kumpels mit, die uns noch nicht kennen, kauft unser Merchandise, macht uns reich. Die Zeiten werden immer härter und Rage liebt euch!

Dieses Interview wurde geführt und geschrieben von BlackSchaf und von mit lediglich veröffentlicht!

Rage im www:

geführt am 30.04.2012   von Gelal
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