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Paragon "Do Or Die"
Paragon haben mit ihrem neunen Album „Force Of Destruction“ zu alter Stärke zurückgefunden. Warum das Album so wichtig für die Band ist und welch entscheidende Rolle die Rückkehr von Tieftöner Jan Bünning hatte, könnt Ihr im folgenden Gespräch nachlesen.
Weitere Infos zu Paragon:
REVIEWS:
Paragon World Of Sin & Chalice Of Steel
Paragon The Final Command
Paragon Revenge
Paragon Forgotten Prophecies
Paragon Screenslaves
INTERVIEWS:
Paragon - Do Or Die

Hallo Jan. Danke, dass Du Dir für dieses Interview ein wenig Zeit nimmst. Du bist interviewtechnisch schon sehr aktiv in diesen Tagen, oder?
Ja geht schon ganz gut ab. Allerdings denke ich, dass noch mehr kommt, da die Reviews erst jetzt langsam online gehen und bisher auch alle sehr gut ausfallen. Meistens kommen die Interviews dann ja eher hinterher!

Stimmt. Ist aber bestimmt ganz angenehmer Stress für Euch. Rezensionstechnisch liegt ihr - nach dem was ich bislang gelesen habe - fast ausschließlich im ganz oberen Bereich. Hättet ihr denn damit ernsthaft gerechnet? Ich kenne jetzt eine Kritik aus dem Metal Hammer, die nicht so euphorisch ausgefallen ist...
Wir sind natürlich froh, dass die Kritiken alle so positiv sind. Wir haben sehr viel Herzblut, Schweiss, Tränen und auch Geld in das Album gesteckt und haben natürlich gehofft, dass die Reaktionen gut werden. Dass sie so gut werden ist aber schon der Hammer! Es war aber auch klar, dass es ein „Do or Die“-Album wird! Hat wohl geklappt, he he...Tja und der Hammer. Was soll ich dazu sagen? Ausnahmen bestätigen die Regel? Oder dass dort inzwischen leider viele Leute arbeiten, die nicht viel Ahnung von der Materie haben bzw. keine Lust auf unsere Musik? Das Gefühl habe ich in dem Fall zumindest...

Ich sehe das zumindest so, dass eher negative Kritiken die anderen Rezensionen ein wenig glaubwürdiger erscheinen lassen. Die Veröffentlichung von Force Of Destruction war letzten Freitag. Ist jetzt einiges an Druck von Euch abgefallen oder habt Ihr dem Termin eher locker entgegen gesehen und die Anspannung steigt jetzt erst. Ich habe die letzten Tage ein wenig auf Facebook und Amazon verfolgt. Der Verkaufsstart war ja echt der Hammer....
Stimmt das war echt der Hammer. So weit oben waren wir noch nie bei Amzon. Ich hoffe das ist bei anderen Händlern auch so. Ich glaube das höchste war bei Hard + Heavy sogar Platz 25.
Naja - wir haben unsere Arbeit ja quasi getan, jetzt muss die Plattenfirma ran und der Vertrieb. Aber angespannt waren wir trotzdem etwas. Vor allem unsere „Neuen“. Die kennen sowas ja nicht so extrem. Aber für den Rest ist es auch eine neue Dimension mit Napalm Records/ Universal. War natürlich eine großartige Überraschung für uns!
Aber ich denke das Album hat es auch verdient gehört zu werden und jeder der Bock auf klassischen Heavy Metal mit ganz leichter Thrash Kante hat sollte mal reinhören.

Das denke ich aber auch. Vor allem, wenn man mal ein wenig in die jüngere Vergangenheit von Paragon schaut. Da würde ich jetzt schon gerne nochmal ein wenig nachhaken (das wird dann auch Deine Aussage mit dem „Do or Die“ erklären). Zunächst hat mit Martin Christian das Gründungsmitglied und der Hauptsongwriter die Band verlassen. Wie weit hat Euch das zurückgeworfen? Zumal die Gitarrenposition mit nunmehr acht Ehemaligen schon ein heißer Stuhl bei Paragon zu sein scheint...
Martin hat die Band gegründet und war offiziell bis 2010 dabei. Ich bin ja Ende 2009 wieder eingestiegen.Es war zuerst ein Schock und ich dachte das war es jetzt. Allerdings war dann doch recht schnell klar, dass Buschi (Sänger Andreas Babuschkin – der Verf.) ), Chris (Schlagzeuger Chris Gripp – der Verf.) und ich noch zuviel Bock haben. Und Martin hat auch ganz klar gesagt: Macht weiter! Tja, Günny (Günter Kruse – der Verf.) war schon vorher raus. Das hieß dann gleich ZWEI Gitarren zu ersetzen. Wir hatten dann recht schnell jemanden, der auch sehr talentiert war. Aber Anfang 2012 haben wir beschlossen uns von Ihm zu trennen, da er zwar musikalisch sehr geil ist, aber absolut nicht bandtauglich. Bis dahin hatte der andere Gitarrist Wolle (Wolfgang Tewes – der Verf.), der eigentlich nur aushelfen wollte, schon Riffs für 25 Stücke geschrieben und ich hatte so ca. 10 - 12 davon rausgesucht, arrangiert und dann haben wir Demos daraus gemacht. Wir wollten dann eigentlich zu viert ins Studio. Aber Chris kam dann mit Jan Bertram an und der passt echt wie "Faust auf´s Auge".
Martin war ja bis zu seinem Ausstieg durchgehend dabei. Es hat immer nur der „zweite“ Gitarrist gewechselt und einige waren auch nur sehr kurz dabei. Insofern hatten wir im Studio und für das Songwriting eigentlich immer nur einen Gitarristen. Und jetzt haben wir endlich ein Gitarren-Duo, das super miteinander harmoniert. Und auf „Force Of Destrcution“ hat Jan sogar nur Soli gespielt. Da kommt sicher noch mehr an Gitarren-Alarm auf uns zu von den beiden!

Ich finde es ja trotzdem beachtlich, dass dann trotzdem ein Album rauskommt, das 100% nach den „alten“ Paragon klingt. Ist Wolle eisenharter Fan oder hatte er klare Vorgaben für seine Riffs?
Wolle hat wie schon gesagt fast alles an Riffs geschrieben. Er kannte uns im Gegensatz zu Jan (der alle unsere Alben hat!) aber fast gar nicht. Ich habe mich dann mit Ihm hingesetzt und Ihm versucht zu vermitteln was einen Paragon Song ausmacht und was überhaupt nicht geht. Er hat sich dann recht schnell in die Materie rein gefunden und das Ergebnis kennst Du ja! Aber Buschi unserer Sänger hatte natürlich auch einen großen Anteil. Ohne seine Texte bzw. Gesangsmeoldien würde das Album auch nicht so klingen. Wir haben auch eine Pre-Production für alle Songs gemacht, so dass wir mit Soli, Gesang, Drums, Gitaren, Bass etc. optimal für das Studio vorbereitet waren. Allerdings sind drei Stücke dann doch erst kurz vor den Aufnahmen entstanden und die sind sogar für mich mit die stärksten Stücke geworden. Ach ja - Martin hat ja auch noch zwei Stücke als Abschied hinterlassen!

Jetzt bin ich mal gespannt, welche fünf Stücke das sind...
Na rate! He he - nee ist ok ich sag´s Dir! Von Martin sind „Blades Of Hell“ und „Rising From The Black“. Und die drei „Neuen“ sind „Iron Will“, „Tornado“ und „Blood & Iron“.

OK. Ich habe einfach mal drauf los geraten, während Du die Antwort geschrieben hast. Ich hätte auf „Blades of Hell“ und „Bulletstorm“ von Martin getippt und für die drei Top-Tracks „Iron Will“, „Tornado“ und „Dynasty“ gewählt...
Na nur zwei daneben. Du bekommst ein Bier bei unserem nächsten Gig!

Prost! Eine - für mich ganz entscheidene Tatsache, dass Paragon so gut wie nie klingen, ist der Produzent. Wie wichtig war es wieder mit Piet Sielck als Produzent zusammenzuarbeiten? Oder ist es schlicht und einfach Zufall, dass just die beiden schwächeren Releases von Claasen und Lulis produziert wurden?

Nur damit kein Gerücht umgeht: Forgotten Prophecies wurde nur von Andy Classen gemastert, nicht produziert! (Anm. Verfasser: Mein Fehler - Die Produzenten waren natürlich Steve Quellmalz und Arne Wachtmann)
Aber um auf die Frage zurück zu kommen: Das war fast schon eine Bedingung von mir für meinen Wiedereinstieg, dass Piet es macht. „Forgotten Prophecies“ und „Screenslaves“ waren beide keine schlechten Alben, aber weit unter den Möglichkeiten. Mit guten Sound und etwas mehr Arbeit am Arrangement wäre „Forgotten Prophecies“ sicher auch sehr stark geworden. „Screenslaves“ ist von der Soundqualität ok, allerdings ist es irgendwie nicht unser Sound. Und da kommt Piet ins Spiel. Er kennt uns gut, steht auf die selben Metal-Alben und holt immer das Beste aus uns raus. Allerdings waren wir diesmal komischerwiese deutlich schneller mit den Aufnahmen fertig! Aber wie schon geschrieben: Wir waren gut vorbereitet und Piet hat nicht so viel an den Stücken geändert. Ich denke aber es brauchte auf alle Fälle „Forgotten Prophecies“ und „Screenslaves“ damit „Force Of Destruction“ so gut wird!

Eine interessante Gemeinsamkeit haben Euere letzten Alben auch noch: Cover-Songs gehören mittlerweile bei Euch auf ein Album. Warum fiel die Auswahl diesmal gerade auf „Son Of A Bitch“ von Accept?
Gute Frage. Irgendwie schreiben die Leute öfter wir wären von jener oder dieser deutschen Band beinflusst. Fakt ist aber, dass die einzige deutschen Band, die uns beieinflusst hat Accept ist! Das ist also auf alle Fälle eine Art Stament dazu. Hinzu kommen dann noch diverse Ex-Mitgleider, Szene-Polizei und Business Leute, die uns die letzten Jahre mächtig geärgert haben. Denen ist das auch gewidmet. Wir hatten noch ein paar mehr Songs von Accept zur Auswahl, aber ich habe dann Piet gefragt und der sagte gleich „Son Of A Bitch“!

Ärgern Dich denn auch die Leute, die Paragon permanent mit Grave Digger in Verbindung bringen und - da gehöre ich ja auch dazu - den Begriff „Teutonen Stahl“ als Stilbezeichnung strapazieren?
Ich kann es ja bis zu einem Gewissen Grad verstehen. Buschi klingt ab und zu mal nach Chris von Grave Dinger. Aber insgesamt - sorry Chris - ist Buschi auf alle Fälle der bessere Sänger und einer, der auch mal hoch oder „sauber“ singen kann. Vom Riffing her orientieren wir uns eher an Priest, (alten) Maiden, Accept, Mercyful Fate, Overkill, Metal Chruch, diversen US Metal-Sachen und teilweise sogar Slayer. Das dann da solche Vergleiche kommen, liegt vielleicht daran, dass Grave Digger eben auch ähnliche Einflüsse haben. Der Witz ist: Wolle kennt Grave Digger gar nicht bzw. hat zumindest kein Album der Jungs zuhause. Ansonsten denke ich, dass wir eine recht eigene Mischung gefunden haben.

Auf jeden Fall. Ich denke auch, dass Buschi als quasi Lebendinventar der Band mit seiner Stimme einen großen Teil dazu beträgt. Ich wäre dann mit meinen Fragen so weit fertig. Weitere folgen, wenn wir uns auf Tour mal treffen. Wie sind denn da die Pläne?
Wir hätten dieses Jahr natürlich gerne etwas gemacht. Allerdings war das Jahr schon so weit fortgeschritten, dass keiner von uns noch genug Urlaub hatte. Deswegen klappte es dann nicht. Aber wir werden natürlich nächstens Jahr versuchen zu touren, Festivals zu spielen und viele Einzelshows zu machen. Mal sehen!!!

Mit so einem starken Label im Rücken sollte da wirklich Einiges gehen. Jan, mir hat das Interview echt Spaß gemacht. Die letzten offiziellen Worte dieser Unterhaltung sind für PARAGON !!!
Danke erst mal an Dich für die geile Kritik und das Interview. Und an die Fans: Hört rein in das Album. Das Teil ist eine zeitlose Heavy Metal Scheibe und jeder der Bock auf Metal hat sollte etwas damit anfangen können!
Metal is the LAW!












geführt am 25.10.2012   von Nameless
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