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Stratovarius "Matias Kupiainen über Tour Und Album"
Das letzte Konzert ihrer aktuellen Tour mit Amaranthe führte STRATOVARIUS in den Rosenhof nach Osnabrück. Bevor sich „The Nordic Nexus Of Nemesis“ weiter auf den Weg nach Finnland und danach nach Südamerika macht, hatten wir die Gelegenheit, mit Stratovarius-Gitarrist Matias Kupiainen ein Interview zu führen. Im Rosenhof nahm sich der sympathische Finne ausgiebig Zeit für unsere Fragen.
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Stratovarius - Matias Kupiainen über Tour Und Album

Matias, schön, dass Du Zeit für uns hast. Heute abend ist das letzte Konzert in Deutschland für Stratovarius und Amaranthe. Ihr seid zunächst von Deutschland, über Spanien, durch Frankreich und die Niederlande gereist – nächste Woche geht es zurück nach Finnland. Bist Du froh wieder zu Hause zu sein?
Ja, schon ein bisschen. Es ist für uns schon ziemlich hart gewesen, weil alle dauernd krank sind. Ich glaube das ist für uns alle ganz gut, wenn wir für ein paar Tage wieder nach Hause kommen, um ein bisschen zu relaxen und sich zu erholen.

Eure nächsten Shows sind in Tampere und Helsinki…
Ja, und noch ein par weitere – danach kommt eine kurze Pause, bevor es weiter geht nach Südamerika. – Das wird alles ziemlich hektisch.
Wie haltet ihr euch fit auf so einer anstrengenden Tour?
Ich trinke viel Wasser, manchmal auch dieses Magnesium-Zeug. Aber…wenn du im Tourbus mit 20 Leuten lebst, und einer krank wird, werden alle krank. Also eigentlich sollten wir diese „Biohazard-Sticker“ auf dem Bus haben, dass auch ja keiner aus Versehen reinkommt (lacht)…im Prinzip hilft nur gesunde Ernährung.
Musstet ihr auch Shows absagen?
Ja…wir mussten ein Konzert absagen, ziemlich früh auf der Tour (27.3. Nürnberg, Anm. des Verf.). Timo hatte die Grippe erwischt, danach ging aber alles gut zum Glück.

Euer Album Nemesis ist seit Februar im Handel. Wie hat das Publikum die neuen Songs aufgenommen?
Sehr gut!...Wir sind alle ein bisschen überwältigt, wie gut die Leute die neuen Songs schon kennen und die Lyrics mitsingen. Die neuen Songs wurden wirklich gut angenommen und es ist immer eine große Freude für uns zu sehen, wie die Fans zu dieser Musik feiern können.

Für einige gelten STRATOVARIUS als Pioniere des Melodic Power Metal. Was sagst du dazu?
Schwierig zu sagen…auf eine Art und Weise sicherlich, wenn man sich den skandinavischen Power / Melodic Metal anschaut. Damals gab es sonst eigentlich nur..Helloween und …naja, Helloween (lacht), die diesen Power Metal mit starken Melodien gespielt haben. Ich glaube Timo Tolkii hat damals diese Richtung gewählt und typisch skandinavische Elemente hinzugefügt, er hat die Melodien noch weiter ausgebaut. Ab Mitte der Neunziger war die Band dann im Melodic Power Metal angekommen…es gibt sicher noch tausende anderer Bands, aber ich würde schon sagen, dass Stratovarius Mitte der Neunziger die Pioniere des Melodic Power Metal waren.



Kommen wir zum neuen Album Nemesis. Es klingt schon ein bisschen anders als die Vorgänger Polaris und Elysium. Wo liegt aus deiner Sicht der größte Unterschied?
Diesmal haben wir uns genau die Zeit genommen, die wir gebraucht haben, was natürlich dem Songwriting, dem Komponieren und der Produktion zu Gute kommt. Wir hatten also keinen Stress und keine Hektik beim Komponieren. Ich glaube „Polaris“ war ein bisschen die „Survival-Story“ für die Band. „Elysium“ mussten wir sehr schnell fertig stellen, vielleicht wäre da noch mehr möglich gewesen – obwohl ich mit „Elysium“ trotzdem sehr zufrieden bin, da gibt es ein paar richtig coole Songs drauf.


Aber jetzt, bei „Nemesis“ haben wir uns alle Zeit der Welt genommen. Wir haben bestimmt 30, 40 Lieder geschrieben und dann ausgewählt. Es ist immer gut, so viel Material zu haben, weil du dann nur die besten auswählen kannst. Bei der Produktion ist es wichtig, dass du genug Zeit hast. Bei „Elysium“ war es schon ein bisschen chaotisch. Ich habe damals zum Teil 50 oder 60 Stunden am Stück im Studio verbracht. Die Tour mit „Helloween“ stand an und wir hatten eine Deadline. Nach dem letzten Tag im Studio musste ich damals sofort weiter zum Flughafen und die Tour ging los…das war total hektisch für uns alle.

Nemesis ist das erste Album mit euren neuen Drummer Rolf. Wie passt sein Stil zu dem neuen Songmaterial?
Absolut großartig! Ich bin sehr glücklich, dass wir so einen talentierten Drummer gefunden haben. Rolfs Spielweise gibt den Songs noch mehr Energie und das kann man auf jeden Fall heraushören. Auch für mich als Produzent war es schön einfach. Er spielte die Tracks ein und ich musste fast nichts nachbearbeiten. Der Drum-Sound klingt dadurch sehr natürlich und echt, das ist sehr cool für den neuen Sound der Band.

Matias, Im Jahr 2009 warst du in derselben Situation wie Rolf. Damals warst du den neue Gitarrist – wie ist es, als neues Mitglied zu einer Band dazu zu stoßen?
Das war damals, als die Band für „Polaris“ ins Studio gegangen ist. Ich kann mich erinnern: Timo schickte mir diese E-Mail mit dem gesamten Backkatalog, irgendwas zwischen 40 und 50 Songs, und ich hatte zwei Monate Zeit, die alle zu üben. Es war ein enormer Stress, dazu kamen die Aufnahmen, dann die Tour. Es hat mich insgesamt ein halbes Jahr gekostet um die Band richtig kennenzulernen und zu erfahren, wie sie sich auf der Bühne verhalten.

Rolf macht das alles super schnell. Er hat diese Tricks an den Drums drauf und passt super ins Team, ich denke er fühlt sich auch wohl bei uns.

Als Gitarrist hast du die meisten Songs mit Timo zusammen komponiert. Wie läuft so ein Songwriting ab?
Schwer zu sagen, manchmal habe ich ein gutes Riff…aber 99% der Zeit verbringe ich damit, eine gute und eingängige Melodie zu finden. Es passiert im Bus oder Zug oder sonst irgendwo. Mir fällt eine super Melodie ein und ich sehe zu, dass ich so schnell wie möglich ins Studio komme um sie einzuspielen. Dort füge ich dann eine Bass-Line hinzu, passe die Melodie an Timos Stimmlage an…aber alles andere kommt dann an zweiter Stelle. Zuerst muss ich diese eine Hookline haben, der Rest wird später dazugefügt.

Welche Songs auf „Nemesis“ hast du hauptsächlich geschrieben?
Lass mich überlegen…“Abandon“, „Unbreakable“, „Halcyon Days“, „Stand my ground“, „One must fall“ und „Nemesis“…ziemlich genau die Hälfte also.

Zu dem Song Halcyon Days gibt es auch ein offizielles Musikvideo….
Ja, wir haben überlegt, welcher Song sich für ein Musikvideo eignen könnte. Der Regisseur Pekka Hara hat uns diesen Song empfohlen. Wir sind dann nach Riga geflogen, um das Video aufzunehmen. Wir waren nur einen Tag da für die Band-Aufnahmen. Am nächsten Tag hat Pekka die Geschichte um das Mädchen gedreht, mit ihrem ganzen Fan-Zeug. Am Ende hatten wir fast 200 verschiedene Stratovarius-T-Shirts, Poster usw., das war echt der Wahnsinn, wieviel Merchandise-Artikel es über uns gibt...

Was ist dein wichtigster Ratschlag für Newcomer-Bands im Metal Business?
Gute Songs schreiben! Das ist das Wichtigste. Dann natürlich bei der Sache bleiben, nicht den Mut verlieren und die Band voranbringen. Wenn du zuhause ein paar gute Songs hast, hilft es dir nicht weiter. Du musst die Musik nach draußen bringen, so geht es voran. Dann kommt mit ein bisschen Glück natürlich...irgendwann der Plattenvertrag.

Was sind deine Pläne für diesen Sommer, wenn die Tour vorbei ist, bleibt dann ein bisschen Zeit zum Erholen?
Ich glaube der Sommer wird stressig...Unmittelbar nach der Tour werde ich wieder ins Studio gehen, da werde ich ab Juni dann eine finnische Death Metal Band produzieren…danach produziere ich eine Melodic Metal Band aus Finnland, danach sind ein paar Gigs angesagt…also man kann sagen, dass mein ganzer Sommer schon verplant ist…etwas bis Ende Oktober.

Matias, Vielen Dank für das Interview und deine Zeit, wir freuen uns auf das letzte Konzert hier in Deutschland.
Ich habe zu danken und viel Spaß bei der Show!


Setlist vom Konzert im Rosenhof, Osnabrück, 14.04.2013

1. Abandon
2. Speed of Light
3. Halcyon days
4. Dragons
5. Drum Solo Rolf Pilve
6. Eagleheart
7. Fantasy
8. Destiny
9. Stand my ground
10. Black Diamond
11. If the story is over
12. Unbreakable
13. Hunting High And Low




geführt am 15.04.2013   von Shylock
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musikalischer Background des Verfassers
Melodic Metal, Melodic Rock, AOR, Sleaze-Glam, Progressive, Power Metal
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