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Witherscape "Das Neue Baby Von Dan Swanö"
…gibt es noch Worte, um das „(Heavy)Musikgenie Dan Swanö zu beschreiben? In der Metalszene wohl eher nicht. Kaum jemand dürfte diesen Herren nicht kennen?! Soll heißen, zumindest eins seiner zahlreichen Werke & Projekte, an denen er mitgewirkt hatte, ob nun soundtechnisch oder mit eigenen Kompositionen. So langsam aber sicher blicken die Wenigsten durch wie viele Bands, Projekte usw. er schon hatte. Doch damit nicht genug, welch ein Glück. Denn, nun ist mal wieder Zeit, um ein ganz neues Kapitel in der Laufbahn des Schweden kennen zu lernen. Der Name lautet WITHERSCAPE und das Debütwerk, welches zahlreiche Genres des Rock und Metal aus der Feder des Dan bedient, trägt den Namen „The Inheritance“ und wird am 26.07. erscheinen. Grund genug Dan mal wieder per E-Mail zu „nerven“, um zu erfahren welche Erbschaft er nun meint, zumal die Rückmail mich noch am gleichen Tag erreichte. Um es in Dans Worten auszudrücken: „I am the Lucky Luke of answering emails ;)“ - also: viel Vergnügen!
Weitere Infos zu Witherscape:
REVIEWS:
Witherscape The Inheritance
Witherscape The Northern Sanctuary
INTERVIEWS:
Witherscape - Das Neue Baby Von Dan Swanö


Dan, Du startest -wie so oft- ein neues Projekt, dazu unter einem neuen Namen. Ist schön zu hören, aber was war nun diesmal der Auslöser? Die Fans werden doch so langsam verwirrt sein, wenn es um die zahlreichen Projekte geht, die Du anfängst - und dies oft unter verschiedenen Namen? Warum also nicht einfach „The Inheritance“ als Dan Sawnös zweites Debütalbum; nach „Moontower“ von 1998?
Ich werde schon ein neues Dan Swanö-Album machen, aber dieses wird auch sicherlich zu 100% mein eigenes Ding sein. Ich spürte diesmal, dass es toll wäre mit einer sauberen Weste loszulegen und nicht immer mit dem Erbe früherer Alben. Und für Ragnar ist es besser ein 50/50-Partner des Projektes zu sein, als eher ein “Mitglied” eines Soloalbums von mir.

Stichwort: Witherscape! Die Mischung aus epischen Heavy Metal, viel progressiven Anleihen sowie Death Metal als auch dem puren (Hard) Rock lässt sich bei "The Inheritance" nicht von der Hand weisen. Easy listening – ist eher was anderes. Was willst Du den Fans damit aussagen, ist das etwa der „Dan Swanö-Style“ anno 2013? Es klingt nämlich für mich, wie eine Art (An)Sammlung all Deiner Favoritenalben jeglicher Bands als auch Deiner eigenen Projekte seit etlichen Jahren? (Vielleicht könnte man es sogar als etwas bezeichnen wie: -Dan vermisst eine Art „Crimson-/Moontower“-Zeit und macht eben „The Inheritance“-!?)

Ich wollte einfach ein Album machen, bei dem all meine Einflüsse vom Hard Rock, Heavy Metal über Thrash und Death bis sogar etwas Black Metal-Vibes von Zeit zu Zeit vorhanden sind. Ich habe es nur zu meinem eigenen Vergnügen so entschieden und getan. Ich wusste bei diesem Projekt von Anfang an, dass sich ein Label schnell finden würde dies auch so zu veröffentlichen, wenn es so gut wird, wie ich es mir vorgestellt hatte. Denn, manchmal in der Vergangenheit war es nämlich so, dass ich nur Alben gemacht habe, um gewisse Vertragsklauseln zu erfüllen. Und hierbei war es eben ganz und gar nicht so der Fall. Was übrigens sehr nett war.

Dein bereits erwähnter Partner des Projektes -Witherscape- ist ein gewisser Ragnar Widerberg. Erzähl uns mehr über diesen Typen, wie ihr auf die Idee gekommen seid und welchen „background“ er hat, wenn es eben um (Heavy)Musik geht?!
“Ragge ist nur ein super Mensch und ein ausgezeichneter Musiker und „riffmaker“!!! Wir haben ein paar Jahre zusammen am selben Ort gearbeitet und irgendwann ganz einfach entschieden etwas musikalischen zu kreieren. Und es funktioniert, wie man eben bei „The Inheritance“ hören kann. Ragge ist co-writer einiger Power-Metal-Sachen und war öfter bei einigen lokalen Bands in der Örebro-Szene tätig; die helfende Hand bei den Riffs, Gitarrenparts aufnehmen usw. Er war also eher nicht bei einer sehr bekannten Band zuvor.

Das Album ist extrem vielschichtig im instrumentalen Teil. Doch die lyrische Seite erzählt sogar eine Geschichte, die eben ein Konzeptalbum ergibt. Erzähl doch etwas darüber? Wer ist für die Geschichte verantwortlich, was soll sie aussagen und wie kam es überhaupt zu dieser Idee?
Die Geschichte ist Ragnars und meine „Erfindung“. Aber für die lyrische Umsetzung wollte ich schon jemanden haben, der auch Englisch als Muttersprache hat. Paul Kuhr ist ein cooler Typ und hat fantastische lyrische Werke für Novembers Doom bereits verfasst. Daher war er meine erste und einzige Wahl für diese Sache. Die Geschichte selbst beginnt in Stockholm zum Ende des 18. Jahrhunderts, als Familienmitglieder des Hauptcharakters an einer heftigen und seltenen Krankheit sterben. Schließlich bleibt er sozusagen allein, als eines Tages ein Anwalt der Familie auftaucht und ihm erzählt was passiert ist und was als Nächstes folgt. Er übergibt ihm einen Schlüssel für eine Immobilie im Norden ("estate in the north" –als Erbe-). Der Protagonist ist überrascht, da er von diesem Ort noch nie was gehört hat bzw. nie etwas darüber erzählt worden ist. Dennoch ist er neugierig und begibt sich dorthin. Sein Erbe sieht so er zum ersten Mal, wie es auf dem Frontcover dargestellt ist. Tja, „to be continued“ (wenn Du/ihr die CD kauft, :-) ha, ha)!


Hört sich ja sehr spannend an. Übrigens, es ist schön zu hören, dass Du auch mal wieder richtig “growlst”! Zumal Du einige Jahre zuvor dem eher abgeschworen und daher u.a. extra Rogga Johannson für „Crimson II“ dafür „singen“ lassen hattest. Wie geht es Dir mit der wieder gewonnenen Stimmgewalt der aggressiven und heftigen Art?!
Ich wusste zwar schon immer, dass ich growlen kann, aber das nur für ein paar kurze Gesangslinien am Tag. Es zählt für mich jedoch nicht die Tatsache, dass ich gut „growlen“ kann, sondern, dass man auch in der Lage sein sollte eine Show durchzuhalten ohne abgefuckt fertig zu sein. Ich musste daher öfter viel mehr üben und es auch dabei belassen pro Tag einige kurze Aufnahmen einzusingen, um auch die 100% Coolness in der Growl-Stimme zu erhalten. Ich finde, es hat super geklappt, und ich werde die gleiche Methode für die zukünftige Growl-Attacken verwenden – aka „future growlery“!


Mal was Allgemeines zum Thema des neuen Projektes: Meinst Du aber nicht, dass sich die Fans “veräppelt” fühlen, wenn Du immer wieder neue Projekte eröffnest, obwohl man eben Deine Handschrift direkt immer erkennen kann. Gut 25 Jahre bist Du nun tief im „Musicbusiness“ tätig und hast etliche (mitunter) geniale Alben, Projekte und Studioarbeiten abgeliefert. Wie fühlt es sich für Dich an, wieder was „brandneues“ entdeckt und eben realisiert zu haben, zumal wir von einigen der eher reinen „Heavy Metal“-Werke u.a. Godsend, Odyssey oder Steel so gut wie nie viel gehört haben?
Es ist allemal schön wieder zurück zu sein. Und übrigens, die letzte Platte von Odysseywird neu aufgemotzt und daher wiederveröffentlicht. Auch wenn es eben eher ein Projekt aus den 1990er Jahren war und eben überwiegend nur Coversongs enthält. Ist daher nicht wirklich was Neues gewesen, als es 2010 veröffentlicht worden ist. Und man kann Odyssey eher als etwas bezeichne, was seit mehr als 15 Jahren tot ist. Und bei Godsend habe ich nur einen bezahlten Job als Gastsänger und Keyboarder damals erledigt. Ich habe derzeit keine Ahnung was mit Gunder los ist. Nun, bei Steel war vor ein paar Jahren eine Veröffentlichung als CD geplant. Doch es gab ein paar Probleme mit dem Management einiger Mitwirkenden. Daher ruht die Sache ein wenig, wie ich das sehe. Die Songs sind jedoch auf YouTube vorhanden, daher weine ich dem nicht wirklich so nach.

Wenn wir schon dabei sind, meinst Du nicht, dass gerade auch der neue Stoff "The Inheritance" eine Alternative wäre (aufgrund der Vielfalt der Musikstile), als ein Odyssey-Werk veröffentlicht zu werden? Um eben gleichzeitig so auf dieses nun “alte” Projekt mehr aufmerksam zu machen? Zumal "Reinventing the Past" ein wirklich gelungenes Werk gewesen ist, unabhängig von der Tatsache, dass es mehr Coversongs als eigene Songs beinhaltet?
Definitiv nein. Witherscape ist, was es ist! Und Odyssey ist eben für mich seit 1998 tot. Ich denke kaum, dass es wieder zum Leben erweckt wird. Und ich persönlich mag nicht besonders die "baggage" der alten Projektnamen:-)


Ich weiß, das erste Witherscape-Album wird erst am 26.07. via Century Media das Licht der Welt erblicken (u.a. auch als Special Limited Version) und daher ist alles sehr frisch, aber denkst Du vielleicht jetzt schon an eine längere/weitere „Zukunft“ als Witherscape? Liveaktivitäten werden wir wohl kaum von Dir erwarten können, bist ja nicht der Konzerttyp, wie man weiß? Selbst mit Nightingale waren die Konzerte rar, zumal hier die Musiker sowieso schon integriert sind. Was bei diesem neuen Projekt schwierig werden könnte oder?

Ja, tatsächlich, ich habe durchaus darüber nachgedacht, was mit Witherscape passiert. Weißt, wenn sich Festivals anbieten sollten, bei denen die Veranstalter viel Kohle für uns ausgeben wollen, dann hätte ich schon gewisse Leute, die ich fragen könnte, damit sie eine gute Show abliefern können, um in kürzester Zeit das komplexe Material zu erlernen. Zudem würde ich einen geeigneten Growler finden, da ich mich eher auf die cleanen Vocals konzentrieren würde als auch das Schlagzeug. Aber nun, im Moment ist nichts wirklich geplant, bin durchaus offen für Vorschläge:-)

Hört sich ja gar nicht so schlecht an, diese „Idee“:-). Ok, eine Frage noch außerhalb des Protokolls. Was ist los mit Nightingale, deiner eigentlichen aktiven Hauptband? Wie geht es da nun weiter.......schließlich sind fast fünf Jahre seit dem Album “White Darkness“ vergangen?!
Yeah, gute Neuigkeiten für jeden. Wir haben an diesem Montag mit den Schlagzeugideen fürs neue Album begonnen. Wenn wir das erst mal im Kasten haben, werde ich meine Parts aufnehmen, so früh wie es nur mein Terminkalender zulässt. Und hoffentlich, nach einigen Besuchen in Schweden, um den Stoff von Dag und Erik anzuhören als auch einzuspielen, wird das Album Anfang 2014 fertig sein und vielleicht noch vor dem Sommer veröffentlicht.


Ich freue mich schon darauf, aber bis dahin werde ich noch „The Inheritance“ genießen. Alles Gute mit dem neuen Projekt und auf gute Zusammenarbeit mit einem Label wie Century Media, die hoffentlich einiges an Werbeetat für Witherscape übrig haben werden?! Es dürfte sich bei der derzeitigen Progressiv-Metal/Rock-Welle lohnen…
Die machen durchaus einen der besten Job, die ein Label für mich bis dato getan hat. Vielen Dank für Dein Interesse an Witherscape!!!





WITHERSCAPE im Netz:
http://www.witherscape.com
und
https://www.facebook.com/witherscape






Quelle der Bilder/Logo, als auch Videoclips: centurymedia.com


geführt am 05.07.2013   von Arturek
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