Interviews () alphabetisch:         0..9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Eden Weint Im Grab "Von Metal Zu Akustik Und Zurück – Ein Zwischenstand"
Obgleich zu recht früher Stunde im Programm angesiedelt, konnten Eden weint im Grab die Hangar Stage des M’era Luna-Festivals prächtig füllen für ihren Auftritt. Auf dem nahegelegenen Mittelaltermarkt findet sich anschließend ein ruhiges Plätzchen für ein Interview, für welches ich diesmal nicht nur Sänger Alexander Paul Blake, sondern auch die Gitarristen Marco und Motte, Schlagzeuger Zeus sowie die beiden neuesten Mitstreiter, Cellist Markus und Geigerin Kathrin zum Gespräch bitten durfte.
Weitere Infos zu Eden Weint Im Grab:
REVIEWS:
Eden Weint Im Grab Geysterstunde I - Ein Poetisches Spektakel Zu Mitternacht
Eden Weint Im Grab Nachtidyll - Ein Akustisches Zwischenspiel
Eden Weint Im Grab Geysterstunde Ii
INTERVIEWS:
Eden Weint Im Grab - Düster-metallisches Juwel Zu Mitternacht
Eden Weint Im Grab - In Einem Dunklen Zeitalter
Eden Weint Im Grab - Von Metal Zu Akustik Und Zurück – Ein Zwischenstand

Dieses Interview wurde geführt und verfasst von meinem Kollegen Laughing Moon!

Ich freue mich, dass ich euch diesmal gleich alle zusammen begrüßen darf. Wenngleich ihr mich vorhin etwas überrascht habt, denn ich habe eigentlich einen Akustik-Auftritt erwartet; eine Metal-Show habe ich gar nicht so recht auf dem Schirm gehabt.

Alexander: Und jetzt hast du die falschen Fragen vorbereitet! (Alle lachen)

Zeus: Da kommst du gleich zum Hauptproblem, denn seit unserem Akustikalbum haben wir manchmal den Eindruck, dass die Leute von außen denken, wir machen nur Akustik-Mucke, dabei ist dem gar nicht so. Es heißt ja nicht umsonst „Zwischenspiel“. Ich weiß ja nicht, wie kommt es denn nach außen hin an? Ist es so, dass man denkt, Eden weint im Grab ist jetzt eine Akustik-Band?

Ich kannte euch ja schon vor eurem Akustik-Album, aber Leute, die euch mit diesem Album erst kennengelernt haben, könnten sicher denken: Hui, Eden weint im Grab, heute wohl wieder eine Akustik-Show!

Alexander: Um es aufzuklären, ursprünglich sind wir selbst davon ausgegangen, dass wir akustisch spielen sollten, aber da sowohl uns als auch dem Veranstalter das reguläre Metal-Set lieber war, haben wir dieses gespielt.

Motte: Ich hab letztens geträumt, dass ich zum Gig die falsche Gitarre mitnehme!

Wie fandet ihr selbst euren Auftritt?

Motte: Das lief eigentlich ganz gut, oder? Ich hab zwar keine Ahnung was Zeus gemacht hat, da ich ihn nicht gehört habe, aber ansonsten war es gut! (lacht)

Marco: Es hat auf jeden Fall wieder Spaß gemacht.

Nehmt ihr euch die Zeit, auf dem M’era Luna auch noch andere Bands anzusehen?

Markus: Ja, natürlich.

Also seid ihr auch das gesamte Wochenende hier?

Kathrin: Von Anfang bis Ende sind wir dabei.

Motte: Also unsereins war ja schon am Freitag hier.

Marco: Nicht alle, im Schnitt sind wir seit gestern (Samstag – Anm. d. Red.) hier.

Kathrin: Stimmt, im Schnitt sind wir gestern um halb sieben losgefahren und fahren heute Abend um 23 Uhr zurück.

Wie zu sehen war, bestreitet ihr in der Besetzung mit Cello und Violine jetzt auch eure Metalshows. Markus und Kathrin, euch hat es bei Eden weint im Grab scheinbar so gut gefallen, dass ihr doch nicht wieder gehen wolltet?

Kathrin: Allerdings, wir wollten nicht wieder gehen und wollen sehr gerne noch lange bleiben. Denn es war ja ursprünglich so angedacht, dass wir nur die Aufnahmen zum Akustik-Album und die dazugehörigen Auftritte mitspielen, und nun sind wir fest mit dabei.

Markus: Genau, es hat uns beiden sehr gut gefallen wie auch dem Rest der Band, und wir haben uns auch recht einfach in das restliche Programm integrieren lassen.

Seid ihr auf Schwierigkeiten gestoßen, Cello und Violine in ältere EwiG-Songs einzubauen?

Alexander: Nein, denn die Songs, die schwierig geworden wären, haben wir vorerst noch nicht gemacht. (grinst) Wir haben mittlerweile fünf Alben, so dass es eigentlich keine Schwierigkeit war, genügend Songs zu finden, in welche die Streicher gut hineinpassen. Wir arbeiten derzeit an einem neuen Album, bei welchem die Streicher von vornherein ins Songwriting integriert sind.

Euer neues Album ist die „Geysterstunde II“. Welche Fortschritte macht das Album?

Alexander: Das Songwriting ist beendet, ebenso die Schlagzeugaufnahmen, und demnächst folgt der Rest der Instrumente. Wir arbeiten etappenweise, denn wir sind ja größtenteils keine Berufsmusiker, sondern müssen das immer nach Feierabend oder am Wochenende erledigen.

Also spielen bei euch alle Musiker nacheinander ihre Instrumente ein, je nach freier Zeit.

Alexander: Genau.

Kannst du bereits Details verraten, eine Kostprobe geben, auf welche Schauerwesen der Hörer diesmal stößt?

Alexander: Also das sollte man vorher noch nicht verraten! (lachen) Ich kann so viel verraten, es wird wieder ein typisches Eden-weint-im-Grab-Album werden, es wird sehr abwechslungsreich und es gibt viele Überraschungen. Ich glaube, dass sämtliche Facetten, die man von uns kennt, wieder enthalten sind, ebenso wie ein paar neue Eindrücke. Wir sind alle sehr zuversichtlich, dass wir ein gutes Album gemacht haben.

Beeinflussen sich beim Songwriting die Hauptband und dein Nebenprojekt Aethernaeum gegenseitig oder kannst du das getrennt halten?

Alexander: Wer sagt denn, dass das eine Haupt- und das andere Nebenprojekt ist? Ich sehe das so, dass man jede Band, die man führt, mit vollem Herzen führt. Jeder Band, für die man gerade Songs schreibt oder für die man auf der Bühne steht, widmet man sich zu hundert Prozent, und danach widmet man sich zu hundert Prozent der nächsten. Zur Beeinflussung, nein. Es hat jede Band ihren eigenen Stil, würde ich sagen, und diese sind relativ unabhängig voneinander. Natürlich merkt man es in manchen Songpassagen, dass ich das geschrieben habe, da ich gewisse Dinge automatisch mache, aber so etwas passiert unbewusst. Wir versuchen aber auf jeden Fall, beide Bands auf eigenen Säulen stehen zu lassen.

Sind denn mit Aethernaeum nach eurer Live-Premiere auf dem WGT schon weitere Konzerte in Planung?

Alexander: Ja, wir haben im September in Würzburg noch einen Gig, des Weiteren hoffen wir, Ende des Jahres noch eine kleine Tour auf die Reihe zu bekommen.

Eden weint im Grab verfügt seit neuestem über seinen eigenen Met, den Blutquell-Met. Wie kam es denn zu dieser Zusammenarbeit?

Alexander: Formulieren wir es diplomatisch: Wir haben eine Firma, die Met herstellt, im Freundeskreis. Und als die Idee aufkam, dass man unser Merchandise-Angebot erweitern könnte, lag es nahe, zu sagen: Wie wäre es denn einmal mit Met? Das ist im Metal- und Gothic-Publikum generell ein sehr beliebtes Getränk, warum nicht einmal einen Eden-weint- im-Grab-Met machen? Diese Idee kam sehr gut an.

Marco: Der Met wird unter sehr bienenfreundlichen Bedingungen hergestellt, das ist uns wichtig.

Motte: Es sind glückliche Bienen!

Alexander: Sagt man uns so, ja (grinst). Es war uns wichtig, dass das nicht irgendein zusammengepanschter und importierter Met ist, sondern dass wir die Hersteller persönlich kennen und wissen, dass es unter biologisch und ökologisch hochwertigen Bedingungen geschieht.

Nun bin ich mit meinen Fragen am Ende. Alexander, du kennst es bereits, die letzten Worte gehören wie immer der Band.

Markus: Wir hatten ein großartiges Konzert, das uns sehr, sehr viel Spaß gemacht hat. Wir hoffen auf eine noch glorreichere Zukunft!

Alexander: Wir bedanken uns an dieser Stelle auch bei allen, die uns in der Hangar Stage so eifrig unterstützt haben.

Zeus: Ich möchte auch noch dem Veranstalter danken. Es ist eine super Organisation hier, man merkt, dass die Leute dies nicht zum ersten Mal machen und wissen, was sie tun.

Marco: Da kann ich mich anschließen.

Das kann auch von mir bestätigt werden, die M’era Luna-Crew hat einen rundum klasse Job gemacht. Vielen Dank an Eden weint im Grab, dass sie sich die Zeit für dieses Interview genommen haben.

Copyright der Fotos: Philipp Rathke




geführt am 23.08.2013   von Gelal
Druckversion des Artikels:
Artikel an Kumpel versenden:

musikalischer Background des Verfassers
fast alles
X   Aktuelle Top6
1. Civil War "The Killer Angels"
2. Until Dawn "Horizon"
3. Helloween "Straight Out Of Hell"
4. Obscenity "Atrophied In Anguish"
5. Dungeon Rocks "Encounter"
6. Mechanical Organic "This Global Hives Part One"
X   Alltime-Klassix Top6
1. Metallica "Ride the Lightning"
2. Dissection "Storm of the Light's Bane"
3. Helrunar "Sól"
4. Iron Maiden "Killers"
5. Black Sabbath "Vol.4"
6. Venom "Black Metal"

[ Seit dem 23.08.13 wurde der Artikel 2693 mal gelesen ]