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Deadend In Venice "Sackgassen"
Sackgassen sind eigentlich immer schlecht. Aber nur „eigentlich“, denn wenn es eine Sackgasse in Venedig ist, kann es sich um den aufregenden Newcomer aus Sachsen handeln. Eher zufällig ergab sich die Gelegenheit mit der fast kompletten Band (lediglich Basser Steven Philipp war verhindert) „Deadend in Venice“ ein Chat-Interview zu führen.
Weitere Infos zu Deadend In Venice:
REVIEWS:
Deadend In Venice A View From Above
INTERVIEWS:
Deadend In Venice - Sackgassen

Da ich selbst über die Band außer dem aktuellen Album wenig bis keine Informationen hatte, durften sich die netten Sachsen erst einmal vorstellen.
Wer seid ihr , welche Rolle spielt ihr in der Band und warum macht ihr überhaupt Metal?

Christian Litzba: Juten Abend! Ich bin Litzer und schreie. Warum ich Metal mache? Weil es das ist, mit dem ich aufgewachsen bin, was ich höre, schon seit Jahren mache. Ist anscheinend eine Lebenseinstellung.
Annabell Klein: Ich bin die Annabell und singe! Und Metal mache ich, weil ich schon durch meinen Vater nichts anderes zu hören bekam und heute den lieben langen Tag noch kaum was anderes anhöre!
Frank Koppe: Ich bin Frank und der Schlagzeuger der Band. Ich bin damals über den Freund meiner Schwester zum Metal gekommen. Der hatte mir das "...And Justice for All" von Metallica gezeigt und seitdem bin von der Musikrichtung nicht mehr los gekommen.
Tim Schmidtke: Also ich bin der Tim und mein Part in der Band ist hauptsächlich Rhythmus-Klampfe. Metal mache ich, da ich an für sich auf etwas härtere Musik stehe und ich auch durch meine Eltern schon mit Hard Rock bzw. Heavy Metal aufgewachsen bin.
Kevin Klein: Also ich bin der Kevin spiele einer der beiden Gitarren. Zum Metal gekommen bin ich durch Annabell als ich mit Ihr zusammen kam. Metal höre ich weil es so ziemlich die einzige Musik ist die mich zum großen Teil anspricht.

Interessant finde ich ja, dass euer Bandname fatal an Metalcore erinnert. Das an "The Walking Dead" erinnernde Endzeit-Cover Eures ersten Albums übrigens auch. Ich hätte Euch sofort in diese Ecke gepackt. Das passiert Euch doch bestimmt öfters?

Christian Litzba: Kommt schon vor. Oft gibt es das als Randerwähnung bei Reviews etc. Oft allerdings dann auch gleich mit dem Anhang, dass die Musik dann vom Gegenteil überzeugt.


Wobei ich persönlich ja mit Eurer Stilbeschreibung "Melodic Death Metal" auch nicht 100% glücklich bin und eher Melodeath-Power-Metal sagen würde...

Kevin Klein: Hehe! Ja, dieser Ansicht sind wir inzwischen auch. Melodic Death ist ein verdammt altes Anhängsel von welchem wir uns einfach noch nicht getrennt haben.
Christian Litzba: Mittlerweile kann das wohl so hinkommen. Hören wir jetzt öfter. Es ist aber so, das Melo-Death auch eher als Wurzel gesehen wird. Eine Entwicklung ist unabdingbar.

Entwicklung ist ein gutes Stichwort. Wie entwickelt eine junge Band so früh einen doch recht eigenen Stil. Kam das eher zufällig? Absicht? Oder war das alles Annabells Schuld?

Christian Litzba: Auch da liegen die Wurzeln tiefer. Die Grundsteine für den Stil der Band gab es eher. Ein gemeinsames Interesse an ähnlichen Bands ebenso. Der Rest entsteht aus den Musikern selbst heraus. Zusammenarbeit und eine Summe an Wurzeln. Das ergibt in unserem Fall eben DEADEND IN VENICE.
Annabell Klein: Wir sind ja alle am Schreibprozess beteiligt, also liegt es nicht nur an mir! :-)
Frank Koppe: Ich bin der Meinung, es liegt an der Kombination der Musiker und dem Kompositionsvorgang an sich, bei dem auch viele Sachen zufällig entstehen.
Kevin Klein: Da stimme ich den anderen zu. Hinzu kommt, dass wir mit den Songs erst zufrieden sind, wenn uns diese auch wirklich gefallen.


Klingt nach einem echten Team und ich finde das hört man auf CD auch. Bei welchen Bands seht ihr denn Eure Wurzeln im Melodeath-Bereich und bei welchen - wenn überhaupt im Power Metal-Genre?

Christian Litzba: Für mich persönlich war es ziemlich zeitig und von Anfang an In Flames. Erst später zog es mich zu Children of Bodom und dann auch Soilwork.
Kevin Klein: Ich für meinen Teil empfinde Bands wie Wintersun, Ensiferum (erste 3 Alben), und Nightwish als meine Wurzeln.
Frank Koppe:Bbei mir ganz klar In Flames, Soilwork und im Power-Metal vielleicht Iron Maiden, obwohl das ja auch eher Heavy Metal ist.
Kevin Klein: Ok. Maiden füge ich gern noch bei mir hinzu.
Annabell Klein: Hat zwar nichts mit diesen Musikrichtungen zu tun, aber für mich war es immer Nightwish. Ich bin Fan seit ich 13 bin und wollte auch immer so etwas Ähnliches machen.
Kevin Klein: Weshalb die erste Band, die wir gemeinsam hatten auch nur mit Annabell am Mikro war.
Tim Schmidtke: Bei Melodeath auf jeden Fall Children Of Bodom. Das Powermetal-Genre fügt sich wahrscheinlich aus mehreren Sachen zusammen. Und wie Kevin schon sagt: Klassiker wie Maiden haben für mich auch immer eine große Rolle gespielt.


Ein sehr hochklassige Auswahl an Bandnamen. Interessant, dass Amon Amarth nicht gefallen ist, die ich doch immer wieder aus „A View From Above“ herausgehört habe. Und jetzt sind wir dann beim aktuellen Album. Das ist doch im weiten Sinne schon eine Eigenproduktion, oder?

Annabell Klein: Das Einzige, was ich mit Amon am Hut habe, ist ein Song und eine Flagge über meinem Computer! xD
Frank Koppe: Aufgenommen haben wir im Echolux-Studio von Andy Schmidt (Disillusion). Allerdings hatten wir bei der Produktion kein Label im Rücken und haben alles finanziell selbst gestemmt. Also kann man schon von einer Eigenproduktion im Entfernten sprechen.
Kevin Klein: Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nie ein Amon Amarth Fan war . Wir haben uns relativ viel Zeit für das Album genommen und es mit Hilfe von Pledge, einer Crowdfunding-Plattform, teilfinanziert. Wir wollten uns erst nach den Aufnahmen an ein Label wenden. Jedoch hatten diese kein Interesse. Daraufhin haben wir mit Rajk von KickTheFlame einen Partner gefunden, mit dem wir das Album in Deutschland, Österreich und der Schweiz releasen konnten.


Finde ich unglaublich, wie professionell das Ganze wirkt. Ich denke, dass ihr auch entsprechende Rückmeldungen bekommen habt. Gab es auch Feedback von den Printmagazinen?

Christian Litzba: Bisher nur eine nicht-erwähnenswerte. Aber es werden sicher noch einige folgen.
Kevin Klein: Naja sagen wir mittelmäßig. Wir haben aber auch viel positives Feedback erhalten. Es ist einfach eine Geschmacksfrage. Leider kommen viele nicht wirklich mit dem Mix zurecht. Weshalb wir vorhaben unseren Stil weiterhin auszubauen und uns weiterhin treu bleiben.


Ganz ehrlich: Bei mir hat es auch erst beim dritten oder vierten Durchlauf "Klick" gemacht als mich mitten beim Staubsaugen der „Call From The North“ erfasst hat. Bringt mich direkt zur nächsten Frage: Ich finde es immer wieder interessant zu hören, wie die Musiker ihre eigene Musik sehen. Was ist Euer persönliches Lieblingsstück auf dem Album und warum?

Frank Koppe: Für mich ganz klar „Call From The North“, weil das einen enorm geilen Drive hat und verdammt viel Spaß macht am Schlagzeug zu spielen.
Kevin Klein: Mein absoluter Favorit ist „Nothing's Left In Long-Closed Eyes”. Ich finde, dass der Song eine hervorragende Abwechslung hat und die Stimmen von Annabell und Christian perfekt rüber kommen. Dicht danach folgt „Call from the North” und „In Dawless Days”.
Christian Litzba: Bei mir wechselt das immer mal. Zunächst hätte ich sofort „Changing Directions“ gesagt. Doch in letzter Zeit kämpfen auch andere Stücke um diesen Rang bei mir. Allerdings bin ich nicht ganz konform mit dem allgemeinen Tenor („Call“ und „Dawnless Days“). Mir gefallen eher Stücke wie „Devolution Of The Crown“ oder „The Overview“.
Frank Koppe: Ok… „The Overview“ groovt in den Strophenparts auch gut und würde bei mir an zweiter Stelle kommen
Annabell Klein: Mein Lieblingssong ist „The Overview“. Ich singe das Lied am liebsten und ich mag die Rhythmik!
Tim Schmidtke: Ganz klar sind „Call From The North“ und „In Dawnless Days“ meine Favoriten. Ich stehe auch extrem auf hymnische Sachen und das gibt mir das Lied „Call“.
Über was singt ihr eigentlich? Und hat euer Bandname in diesem Zusammenhang auch eine tiefere Bedeutung?

Christian Litzba: Beim ersten Album war das definitiv der Fall. Venedig als Sinnbild für eine untergehende Welt kombiniert mit Songs wie „Tomorrow Never Comes“ und auch dem Albumtitel "See You on The Ground". Ich hatte damals die Idee Venedig als Bild zu verwenden. Es steht im Allgemeinen für romantische Gedanken, Kunst und Eleganz. Im Gegensatz dazu ist es eine dreckige Stadt, die schwer mit dem steigenden Meerespegel zu tun hat. Dann die Texte. Sie waren zu Zeit des ersten Albums mehr gesellschaftskritisch und endzeitthematisch angehaucht. Wir griffen damit klar das Thema unseres Band- und Albumnamens auf. Jetzt haben wir uns weiter auf den Menschen und sein Innerstes konzentriert. Also Human-Thema passt da schon. Verletzte Gefühle, das Gefühl allein gelassen zu sein, aber auch Hoffnung zu schöpfen und zu nutzen. Also hat sich auch der Stil der Lyrics gewandelt. Angerissen wurden solche Themen zwar auch auf dem Debut, doch jetzt gehen einige der Titel doch noch tiefer. Dieses "von außen betrachten" und reflektieren, wollte ich dennoch wiederum im Gegensatz zum alten Albumname bringen. Deswegen also „A View From Above“.
Kevin Klein:Mit Äxten gen Norden ziehen?
Christian Litzba: Ja, es gibt auch Ausnahmen in den Texten. Ist aber auch ein Inneres Gefühl. Let's go to the North! ?


Zum dem Human-Thema passt ja auch irgendwie das Cover...

Annabell Klein: Ich befasse mich gerne mit abgedrehten Dingen und eines Tages habe ich etwas über Rattenkönige gelesen, da es bei uns in der Nähe den größten mumifizierten Deutschlands gibt. Das sind Ansammlungen von vielen Ratten, die an ihren Schwänzen zusammen geknotet bzw. verklebt sind. Diese Massen, werden von den anderen, noch freien Ratten, gefüttert und können dann noch sehr lange überleben. Ich habe mir gedacht, das Ganze auf den Menschen zu übertragen und das Füttern im Sinne von Medien/Fernsehen zu sehen. Also eine Verbildlichung des Menschen aus der heutigen Zeit, der mit dem Strom schwimmt. Das kann man natürlich noch weiter spinnen und auf verschiedene Lebenslagen projizieren. So ist das neue Album-Cover dann mit Hilfe von Dani Hofer (Archetype Design) entstanden.


Interessante Ausführungen, die es sicher nicht einfacher machen die Band mit prägnanten Begriffe greifbarer zu machen. Dennoch: Mit welchem drei Worten beschreibt ihr Deadend in Venice?

Christian Litzba: Always straight forward
Frank Koppe: eingängig - abwechslungsreich - effizient
Tim Schmidtke: hooklastisch, melodisch, Familie
Kevin Klein: Quadratisch - Praktisch – Gut…nein…hm das ist schwer
Annabell Klein: Herzblut-Leidenschaft und Ohrwurmcharakter!
Kevin Klein: Deadend in Venice - Ehrlich - Abwechslungsreich - Furchtlos
Christian Litzba: Die sechs (!) Musketiere.


Wie sehen denn die Live-Pläne der venezianischen Musketiere aus?

Christian Litzba: Zu manchem darf man noch nichts und zu anderem kann man noch nichts sagen.
Kevin Klein:Ja das ist etwas schwierig - wir haben bisher einen bestätigten Gig, jedoch dürfen wir diesen noch nicht bekannt geben und sind in Verhandlung für eine eventuelle Tour. Auch diese ist noch nicht sicher. Aber wir hoffen, dass wir einige Festival Shows 2014 spielen können, um unser Album auf die Bühne zu tragen.
Frank Koppe: So sieht es aus! Es sind paar Sachen am Köcheln, aber leider noch nichts Konkretes.


Ich drück Euch echt die Daumen. Wär schön, wenn ihr mal ins Saarland kommt. Auf jeden Fall an dieser Stelle ein dickes Danke, dass ihr Euch alle die Stunde für das Interview genommen habt. Dauert zwar etwas hier im Chat, aber ich fand es echt interessant. Wenn Ihr noch was an die Leser von metalglory.de oder den Rezensenten Eures Albums loswerden wollt....

Kevin Klein: Keep metal m/ und schaut auf unsere Website für kommende Shows und News!
Tim Schmidtke:…und demnächst in unseren neuen Shop !
Christian Litzba: Wir hoffen euch gefällt unser straighter Mix und wir sehen viele von euch auf den (mit Sicherheit) kommenden Live Shows! Besucht unsere Seiten und werdet ein Teil von DEADEND IN VENICE. Wir freuen uns auch euch! Keep metal! m/
Frank Koppe: Always straight forward !
Annabell Klein: Bleibt geschmeidig!
geführt am 03.12.2013   von Nameless
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