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Anathema "25 Jahre Und Der Blick Nach Vorn!"
Vincent hat sich bei der speziellen Resonance - Tour in Bochum zum 25-jährigen Jubiläum von Anathema unseren Fragen gestellt. Jens und meine Wenigkeiten haben daher die Möglichkeit genutzt, um auch mal zu erfahren, ob es nicht an der Zeit wäre auch mal Songs mit Duncan und Darren aufzunehmen, zumal sie schon bei der Tour als spezielle Gäste dabei sind. Doch Vincent ist ja einer, der lieber nur nach vorne blickt, als zurück.
Weitere Infos zu Anathema:
REVIEWS:
Anathema A Moment In Time
Anathema Hindsight
Anathema Weather Systems
Anathema Universal
Anathema Distant Satellites
INTERVIEWS:
Anathema - Images & Words
Anathema - 25 Jahre Und Der Blick Nach Vorn!

Wie fühlst Du Dich bzw. ihr als Band euch, nach einigen der Shows dieser speziellen Art? Zumal es sicherlich eine andere Konzentration & Probephase war, als bei den „übrigen“ Tourneen?
Grundsätzlich fühle ich mich sehr gut, es macht wirklich Spaß. Wir haben schon einige Shows mit dieser Performance gegeben, u.a. in Ungarn, Tschechei und Polen, wie eben auch beim Roadburn und in Stuttgart. Aber das richtige Feeling, die genaue Abstimmung für diese speziellen Sets ist wohl so richtig bei der Show in Stuttgart aufgekommen. Seit diesem Tag in Stuttgart sind wir sozusagen „…in the groove..“, weißt!? Was nun für die übrigen Shows einiges leichter gestaltet. Seit dem brauchen wir ohnehin nicht viel Proben oder Soundchecks. Wir haben zwar natürlich einigen Proben vor dem Start der Tour gemacht, aber nie wirklich die gesamte Show durchgeprobt, eingespielt oder so. Eben nur hier und da mal einen Song aus den Sets. Von nun an, fließt es einfach.

…und wie war die bisherige Resonanz des Publikums, zumal ihr auch die speziellen Gäste dabei habt als auch ganz alte Songs im Set?
Es war bisher überwiegend gut, das Publikum hat es gut aufgenommen, auch wenn es immer davon abhängig ist, wie sich das Publikum an die Songs nähert. Es schien in Paris einige sehr junge, überwiegend sozusagen „neue Gesichter, neue Fans“ im Publikum gegeben zu haben, als es sonst bei den Shows gewesen sein mag. Doch zum Ende der Show, beim dritten Set dann, da ging es auf einmal ab. Die Die-Hard-Fans kamen alle nach vorn gestürmt, als sie allein schon Darren auf der Bühne gesehen haben. War schon spannend.

Und wie fühlt sich das an diese, vor allen Dingen, sehr alten Songs zu präsentieren, ja, gerade auch mit Darren und Duncan auf der Bühne?
Für mich persönlich fühlt sich das sehr, sehr gut an, weil ich auch unter anderem zum späteren Zeitpunkt „nur“ der Gitarrist auf der Bühne bin. Ich lehne mich eher zurück, muss nicht der Frontman sein und spielen die Gitarre. Ich denke, dass dies einer meiner „fave“ Parts der Show ist. Es macht durchaus Laune sich etwas zurückzuziehen, wenn man normalerweise der Frontman ist. Und musikalische betrachtet kommen etliche Erinnerungen hoch, zumal ich mir sonst nie die eigenen Platten anhöre. Ja, ich schreibe Songs, spiele sie ein und trage sie gern live vor, aber höre sie mir nie so mal an. Und mit Darren als auch Duncan auf der Bühne, ja, sehr cool und einfach: just very easy! Das Wichtigste ist nun mal bei dieser Sache, dass es unsere eigene Idee gewesen ist eine solche Tour durchzuziehen. Aber natürlich hatten wir nicht sofort die Überzeugung, dass es auch funktionieren wird, vor allem ja auch mit den beiden, die wir seit etlichen Jahren nicht auf der Bühne hatten. Doch jeder von uns ist sich dessen bewusst und kennt den anderen, wie sich das Leben verändert hat, vor allen Dingen was wir alles erschaffen haben, seit wir damals als Teenager gemeinsame ein paar Songs eingespielt hatten. Es ist jetzt eine Art „Testament“ der Freundschaft, der Brüderschaft, dass wir gemeinsame wieder auf Tour sind. Wir sind uns wirklich sehr nah und es ist eine Ehre diese alten Songs mit diesen Jungs zu spielen. Wir zollen Tribute an die Anfangszeit und zeigen auf, dass wir uns immer noch mögen. Ist auch eine Art von Dank an Darren und Duncan und aufzuzeigen welchen wichtigen Anteil sie daran hatten, was aus Anathema geworden ist. Welche eine wichtige, visionäre Rolle sie mit eingespielt haben, am Anfang der Karriere, was für die Identität der Band wichtig war.

…ja, cool, wie kam es denn überhaupt zu dieser Idee dieser „Resonance-Tournee“ zum Anlass des 25jährigen Jubiläums in diesem Format?! Soll heißen, wer war die treibende Kraft dabei, um auch Duncan und Darren vielleicht zu überreden?!
Danny war es, der die grundlegende Idee hatte. Und jeder war sofort mit bei der Idee, um sie umsetzen zu wollen, doch ich war eher die letzte Person, die sich dann überzeugen ließ und eben damit anfreunden konnte. Das hat auch eher nur damit zu tun, dass ich ungern zurückblicke, ich bin nicht der altmodische Typ. Gerade bei der Musiksache, da blicke ich nie zurück & schaue eben nur nach vorne. Das ist, wie ich lebe, wie ich für mich persönlich vorgehe. Die Idee dazu kam auch zu Stande, weil wir immer öfter mit Darren und Duncan Zeit verbracht hatte, die Jungs können sehr lustig sein. Von daher, war das eher auch eine locker Art und Weise, wie es zu solchen Fragen aufkam, wie „…es wäre mal wieder lustig mit denen auf Tour zu gehen oder?...“; „…ja, wäre es..“ usw.

Welches Album der „Resonance-Tour“ würdest Du an sich favorisieren, um es eben vorzustellen, was ist dein sozusagen Lieblingsalbum vergangener Tage, um es in diesen Shows zu genießen?
Ich würde nicht sagen, dass ich ein bestimmtes Album favorisieren würde. Es ist eher, dass ich den ein oder anderen Songs sehr gern spiele. Es ist nicht an ein bestimmtes Album gebunden, was ich gern spiele. Es sind bei mir eher einzelne Songs, die ich sehr gern mag und natürlich so auch für die Shows mit ausgesucht hatte. Zum Beispiel „Shroud Of Frost“ vom Silent Enigma-Album, weil es wie eine Wand aus verschiedenen Geräuschen wirkt, es bietet etwas trance-artiges in sich, dann hat das Stück diese bestimmte Melodielinie. Das Stück ist so effektvoll und ich mag so etwas sehr gern. Auch die Eternity-Songs gehören zu den bestimmten Songs, hier mit „Eternity - Part 1“ und „Eternity - Part 2“, die wir in eins durchspielen. „Mine Is Yours“ und „Kingdom“ würde ich wohl dem hier hinzufügen.

Wird es von dieser Show eine Veröffentlichung in Form einer Jubiläumsauflage (DVD, CD etc.) geben? Zumal es sicherlich nicht jedem Fan möglich sein wird, in den Genuss dieser knapp drei-stündigen Show zu kommen. Eine DVD oder eben zumindest CD-Liveversion samt einem Blick auf die letzten 25 Jahren wäre doch sicherlich eine gute (Marketing-Merchandise-)Idee?
Vielleicht, aber momentan ist etwas derartiges nicht geplant und vorgesehen. Es wird auf der Tour zumindest nicht gefilmt oder so. Aber wir werden mal sehen, was so noch alles passiert; who knows?!

25 Jahre -(Pagan Angel) ANATHEMA: Was würdest Du heute anders machen und warum?
Da gibt es viele Dinge, die man vielleicht anders erleben wollen würde, aber ich denken nicht, dass es schlecht oder umsonst gewesen ist, dass man eben spezielle Erfahrungen gemacht hat oder eben machen musste. Ob gut oder schlecht, man hat die Entscheidung getroffen, die man damals als richtig betrachtet hatte. Von daher wäre es unsinnig sich zu fragen, wie wäre es denn, wenn man die eben nicht getroffen hätte usw. Was ich jetzt jedoch sagen kann, ich habe einen sehr guten Platz in meinen Leben. Ich würde daher nichts ändern wollen. Ich wollte immer der sein, der ich nun geworden bin, eben jetzt bin. Und ja, man darf kein Narr sein, man sollte aus Fehlern lernen. Es ist wichtig Erfahrung zu sammeln und auch Fehler zu machen, aber man sollte daraus lernen und nie den gleichen Fehler machen. Das trifft für alles im Leben zu, meiner Meinung nach.

Hast Du nun Zukunftspläne, wenn wir schon bei 25 Jahren Anathem sind. Was erwartet uns von Anathema in den nächsten 25 Jahren, wenn wir heute darauf blicken, dass Bands wie u.a. Scorpions ihr 50stes Jubiläum auch mit einer Tournee feiern?!
…ähm, als nächstes Plane ich zum Frisör zu gehen, um mir die Haare schneiden zu lassen, ha, ha. Das wäre mein Plan. Aber nein, was die Zukunft von Anathema anbelangt, da habe ich mir nie und mache ich mir nie viele Gedanken. Klar, ich kann mir ausmalen bzw. wie ich vorhabe oder plane, dass das nächste Album klingen zu lassen, in welche Richtung sich die Musik bewegen wird, aber ich bin auch eben in der glücklichen Position in einer Band zu spielen, um mir nicht viele Gedanken machen zu müssen. Ein immer weiteres Album wird eben nie so klingen, wie ein eins zuvor oder welches wir schon gemacht haben. Wir waren schon immer evolutionär, progressiv eingestellt und wir wollen nicht das Gleiche abliefern. Unsere Fans erwarten das sicherlich auch nicht, niemand möchte eigentlich das gleiche Album wie zuvor einspielen. Ich als Fan erwarte auch eher von anderen Künstlern, dass sie eben Künstler bleiben und sich nicht nur kopieren. Wir schauen immer nach vorne, probieren viele andere Sachen aus…
…also ist es eher ausgeschlossen, dass ein „Old-School-Album“ von Anathema (mit u.a. Darren/Duncan) mal veröffentlicht wird (wie es z.B. heute Paradise Lost, Moonspell usw. mit ihren Wurzeln vereinbaren):
Ja, definitiv. Nie, nie, nie würde ich wieder ein Album wie damals aufnehmen! Klar, die Gigs sind toll und wir mögen uns alle, aber ich kann mir nicht vorstellen gemeinsam wieder etwas aufzunehmen. Unsere Musiksicht geht immer nur nach vorne und nicht zurück, das ist auch der Grund, warum wir existieren in meinen Augen. Wir selbst haben uns nie in einer bestimmten Richtung gesehen oder gar drängen lassen. Wir haben nie irgendwelche Schubladen bedienen wollen oder so etwas und haben auch nicht ein vergleichbares Album zwei Mal gemacht. Wenn also Bands zwei bis drei gleichklingende Alben gemacht haben oder machen und sich so eine bestimmte Fanbase erkämpft haben, dann bleiben die auch oft daran hängen in meinen Augen. Sie kommen da auch schwer wieder raus, vielleicht sogar nie, da sie auch die Fanbase nicht verlieren oder enttäuschen wollen. Von solchen Bands gibt es zahlreichen, wie wir wissen. Wir hatten jedoch nie damit ein Problem, was den Sound von Anathema anbelangt, weil wir uns immer verändert haben, und das ist auch der einzige Weg, den wir auch bestreiten können & wollen. Sobald du dir als Künstler von anderen sagen lässt wie du zu sein scheinst, danach dich richten sollten, dem Label, nur den bisherigen Fans oder Medien zu gefallen, dann hast Du für meine Begriffe verloren. Das ist dann nicht mehr deine eigene Musik mehr. Es klingt nicht ehrlich, das wäre auch egoistisch. Cheers

Livebericht aus Bochum

Galerie der Show aus Bochum
geführt am 10.06.2015   von Arturek
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musikalischer Background des Verfassers
...sehr viel
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[ Seit dem 10.06.15 wurde der Artikel 2498 mal gelesen ]
 
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