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Opeth – Sorceress World Tour in Hamburg, Docks am 08.11.2016

Wenn man ein Konzert besucht, das keinerlei Erwartungshaltungen mit sich bringt, weil man nur als Ersatz für einen Kollegen eingesprungen ist, kann man durchaus auch positiv überrascht werden.

Im Fall von Opeth und Sahg war genau das der Fall. Pünktlich an der Halle trotz des abendlichen Verkehrs in Hamburg angekommen, ging es auch pünktlich um 19:00 Uhr los, denn schließlich mussten die meisten Fans ja am nächsten Tag wieder arbeiten. Sehr löblich, das auch auf solche Dinge einmal seitens eines Veranstalters geachtet wird. Die Norweger von Sahg machten ihre Sache gut, konnten die ca. 1000 Fans in den Docks mit ihrer Mischung aus Stoner, Doom und traditionellem Metal durchaus begeistern. Ein würdiger Support, der sich übrigens die Show von Opeth auch selber komplett ansehen wollte und vor allem Drummer Mads Lilletvedt als echten Fan zeigte. Knapp 40 Minuten boten sie einen Auszug aus ihren bisherigen 5 Alben, wobei der Schwerpunkt natürlich auf dem aktuellen Werk „Memento Mori“ lag.

Nach einer relativ kurzen Umbaupause von 30 Minuten, legten Opeth mit dem Titelsong ihres neuen Albums „Sorceress“ los. Gedämpftes Licht und großartiger Sound ließen von Anfang an eine ganz besondere Atmosphäre aufkommen, was widerum wunderbar zu den ausgedehnten Songs von Opeth passte. Die Band um Mastermind Mikael Åkerfeldt wirkte dabei extrem einheitlich, präsentierte sich als echte Könner ihres Fachs. Mikael überzeugte zudem mit seiner teilweise lustigen Art mit Zwischenrufen umzugehen, ging auf sie ein und wurde trotz einiger Verbalattacken nie respektlos, sondern zeigte sich als wahrer Gentleman alter Schule. Auch einige alte Anekdoten gab er zum Besten, was zusätzlich für eine fröhliche Stimmung sorgte. Das zweistündige Konzert zeigte die Band in unglaublicher Spiellaune, allen voran Bassist Martin Mendez und Drummer Martin „Axe“ Axenrot, die sich allerdings sehr im Hintergrund hielten und mehr durch ihr formidables Spiel auffielen. Hauptfigur der Band ist und bleibt natürlich Mikael, der sich aber auch das ein oder andere Solo mit Gitarrero Fredrik Åkesson teilte. Keyboarder Joakim Svalberg war ein wenig versteckt im Hintergrund der ohnehin schon spärlich ausgeleuchteten Bühne zu finden, setzte aber Akzente mit seinem Spiel.

Opeth verließen sich nicht auf aktuellere Alben, als der Prog Einzug hielt, sondern präsentierten auch ältere Songs, wobei besonders „Deliverance“ als Zugabe noch einmal ein echtes Highlight darstellte. Der gutturale Gesangsstil von Mikael, der in den frühen Alben vorrangig zum Einsatz kam, passt ausgezeichnet zu den entsprechenden Songs und geht selbst Fans der eher ruhigeren Gangart nicht auf den Keks. Die spielerische Virtuosität wirkt unprätentiös, wird dabei von einer effektiven Lichtshow unterstützt, die aber anonsten eher verhalten war. So schossen sie ihre harte Kost ins glückselige Publikum, das nach den bereits genannten zwei Stunden in die kalte Hamburger Nachtluft entlassen wurde.

Ein denkwürdiger Abend, der einmal mehr die Klasse von Opeth gezeigt hat und mit dem Support Sahg zudem eine Band dabei hatte, die ihrerseits sicherlich neue Fans dazugewinnen konnte.

Die Bilder der Show findet ihr hier: Bilder Opeth, 08.11.2016

Setliste:
1. Sorceress
2. Ghost Of Perdition
3. Demon Of The Fall
4. The Wilde Flowers
5. Face Of Melinda
6. In My Time Of Need
7. Will O The Wisp
8. Cusp Of Eternity
9. The Drapery Falls
10. Heir Apparent
11. The Grand Conjuration
12. Deliverance (Encore)
geschrieben am 11.11.2016   von Christoph
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