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Hell On Earth in Wien - Arena am 29.09.2005

Der 29.09.2005, der Tag, auf den ich schon seit fast 3 Monaten gewartet hatte, war nun endlich gekommen. Dieses Tourpackage, das hier von METALBLADE und CENTURY MEDIA auf Reisen geschickt wurde, ist wahrlich nicht zu verachten. Das Ganze nennt sich 'HELL ON EARTH' und ist in ganz Europa unterwegs. Hier in Österreich war mal wieder sauschlechtes Wetter, Handwerker hatte ich auch noch in der Wohnung und so geschah es dann, dass ich mich leider erst 2 Stunden später als geplant von zu Hause losreißen konnte. Ab ins Auto, durch den Regen 350 km bis Wien.

Dank dem umwerfenden Werksverkehr und dem vorgezogenen Einlass, war ich natürlich leider zu spät gekommen, was an diesen Abend wirklich wehtat. Denn als Opener diesen Abend waren AGENTS OF MAN an der Reihe, die ich mir nur zu gerne angesehen hätte. Leider kann ich jetzt über ihre Live-Qualitäten kein Urteil abgeben, aber die Resonanzen waren nicht schlecht, vom Hörensagen her.

Ich schaffte es allerdings noch rechtzeitig in die Halle, um den letzten 4 Songs von END OF DAYS beizuwohnen, die genau das Inferno entfachten, das ich letztens im CD-Review schon prophezeite.

Pünktlich zu 'March of the hollow', schaffte ich es rein und was die Jungs live bieten ist der absolute Hammer. Allen voran Kevin (voc), der auf der Bühne zum totalen Berserker mutiert. Mit 'Nothing but disgust' ging’s weiter - was für ein Orkan - aber die Leute schienen entweder etwas Fußlahm zu sein oder die Mucke ist dem durchschnittlichen Hardcore/Metalcore Fan einfach zu brachial. Nach den Gesprächen um mich herum zu urteilen, trifft wohl eher Zweiteres zu. Mit 'Turned to death' fand das Spektakel dann ein jähes Ende. Mit mehr als nur Höfflichkeitsapplaus belohnt, zogen die Jungs von dannen.

Als nächstes wurden dann schon NEAERA ins Rennen geschickt, die wiederum alles in Grund und Boden donnerten, mit ihrer hammerharten Mischung aus Todesblei schwedischer Abstammung und Hardcore-lastigen Breakdowns. Interessanterweise waren bei NEAERA viel mehr Leute mit den Tracks vertraut als noch vorhin bei End of Days und somit wurden auch lauthals Nummer verlangt wie 'Walls instead of bridges', dem sie auch gleich nachkamen. Weiters versuchten sie noch mit Tracks wie '...to oblivion' oder 'Hibernating reason' die Wiener Arena in Schutt und Asche zu legen. Energiegeladener Set, technisch einwandfrei, sehr agiler Brüllwürfel, einziges Manko – die cleanen Vocalpassagen, die sich auf CD perfekt einfügen, kamen Live einfach nicht zur Geltung. So klangen sie leider mehr nach 'leise ins Mikro gemurmelt' als nach 'kräftig gesungen'.

In der Pause gab es dann noch einen kurzen Plausch mit Kevin von End of Days, aber aufgrund der doch kurzen Umbaupausen ging’s dann auch gleich wieder zurück zum Auftritt von EVERGREEN TERRACE.

Das letzte Album war nicht so der Bringer, aber die Liveumsetzung dazu läßt keine Wünsch offen. Der leicht punkig angehauchte Hardcore kam auf der Bühne viel besser rüber, da die ,auf CD so glatt polierten, Tracks live viel dreckiger dahergeschmettert werden und somit Tracks neueren Datums wie 'Dogfight' oder 'Brave reality' viel mehr Energie frei setzten. War die Audienz auch bei Neaera noch etwas lahm, so ging bei EVERGREEN TERRACE dann doch mehr die Post ab. Der quirlige Sänger hatte die Massen sehr gut in der Hand, aber das mit dem CirclePit wollte dann doch nicht so richtig klappen. Mit dem Cover von 'Sunday bloody Sunday', das von allen lauthals mitgegrölt wurde, fand ein sehr unterhaltsamer Auftritt nach knapp 35min. auch schon wieder sein Ende.

An den hereinströmende Massen merkte man gleich, dass der 'heimliche' Headliner diesen Abends, HEAVEN SHALL BURN, nicht lange auf sich warten lassen würde. Nach einem kurzen Abchecken der Halle und 2 Zigaretten, gingen dann auch schon die Lichter aus und das Gemetzel begann.

Was sich bei HEAVEN SHALL BURN abspielte war ein Augenschmaus. Die Stagediver flogen im 15sec. Rhythmus von der Bühne, vor der Bühne tobte der Mob und es wurde gemosht, mitgesungen, getanzt und gesprungen, als wenn es kein Morgen gäbe. Mit 'netten' Plaudereien stachelte Sänger Marcus Bischoff die Meute nur noch mehr an, was in einer absolut gesitteten, aber dennoch heftigen 'Wall of Death' endete.Auch HEAVEN SHALL BURN versuchten einen CirclePit in die Fans zu zaubern, aber auch ihr Versuch scheiterte kläglich. Wenn man das Ganze von weitem betrachtet, sieht es fast so aus als wenn sich Wien einfach nicht einig wäre, in welche Richtung es denn nun gehen sollte. Aber das wird schon noch ;-) ...hehe...

Nach einer elendslang anmutenden Umbaupause (ca. 30Min. ja sogar ein komplett neues Drummkit mußte her!) betrat nun endlich der Headliner des Abends die Bretter, die die Hardcore Welt bedeuten - AS I LAY DYING. Nicht sehr gesprächig und auch nicht so agil wie vermutet, absolvierten die 5 Jungs einen eher soliden und routinierten Auftritt statt eine Hardcoreshow, die Knochen knacken läßt. Technisch tadellos, ältere Songs wie 'Forver', wie auch neuere Songs 'Meaning in tragedy' oder 'The darkest nights' und ein Drummer, der 'Dauer-Propeller-Banging' betreibt und trotzdem alles trifft, ist mir auch noch nicht untergekommen. Auch sie versuchten die Leute zu einem CirclePit zu animieren, aber auch bei ihnen scheiterte es kläglich. Also, das muß ja hier wahrlich noch geübt werden! Dass Mr. Headliner aber nach 45min. bereits die Bühne wieder verlassen hat, war wirklich ein Witz! Es war weder spät, noch war der tobende Mob vor der Bühne richtig ausgepowert. Keine Zugabe, keine Bonusminute, rein gar nichts. Das ist doch keine Spielzeit von 'nem Headliner!! Sorry, das war wohl nix. Netter Auftritt aber viel zu kurz.

Randnotizen:
Die Preise waren fabelhaft, da sollten sich einige andere Bands mal eine Scheibe davon abschneiden.

T-Shirts im Schnitt zwischen 12 bis 18 Euro und Kapuzenjacken gab es sogar für 30 Euro.

Eintrittspreis für dieses Mörderspektakel in der Wiener Arena: 18 Euro im Vorverkauf. So etwas nenn’ ich wirklich 'Fan-freundlich'.

Wenn dieses Package irgendwo in euerer Nähe stattfinden sollte, dann besorgt euch schleunigst eine Karte und ab in den Pit, laßt die Knochen knacken und schwingt das Tanzbein, denn ein so musikalisch fein abgestimmtes Indoor-Festival bekommt man nur ganz, ganz selten geboten!!! Beiden Daumen hoch!!

(die Fotos sind nicht von Wien, da ich leider meinen Fotoapparat vergessen hatte)










geschrieben am 10.10.2005   von Meaningless
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