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Him, The Rasmus, Negative in Hannover am 14.02.2006
Galerie HIM, THE RASMUS, NEGATIVE zum Livereview anschauen!

Als das Package im Oktober 2005 bekannt wurde, war klar: SUOMI POWER kommt auf Tour! Wahnsinn. Drei der wohl derzeit angesagtesten Gothic Rock Bands sind nun seit Februar auf Europa Tour. Der erste Schock war jedoch schon im Oktober vorhanden: der Eintrittspreis! Klar ist: heute sind die Preise einfach bei allen „bekannten“ Bands hoch, gar überdimensional, daher hilft es nicht mehr sich immer wieder aufzuregen. Man muss bzw. müsste es eben boykottieren. Aber nun, gemessen an den Tatsachen, dass die Preise eben so sind, wie sie sind waren diese 40 Euro von daher irgendwie gerechtfertigt. Schließlich sind das hier drei sehr bekannte Bands. Man könnte sogar das Motto „value for money“ in den Mund nehmen.
Aber leider stellte sich dieser Leitspruch im nachhinein nicht ganz so passend heraus.
Diese Einsicht lag jedoch bloß an dem Headliner, was wohl niemand der über 4000 Zuschauer an diesem Abend zuvor vermutet hätte.

Doch kommen wir zum Anfang der Show.
NEGATIVE (http://www.negative.fi) legten pünktlich los und boten in ihren guten 30 Minuten eine der besten Rockshows einer Nachwuchsband, die ich je zu Gesicht bekommen habe. Noch intensiver, rockiger und professioneller als sie es noch bei MeraLuna 2005 geboten haben. Das ganze fing schon mit einem Intro „Pulp Fiction“ und der coolen Lichtshow an. Rock der allerfeinsten Sorte. Vibrierende Gitarren, heftiger Bass und einfach 100%ige Hingabe. Auch wenn zum Ende der Show die Stimme des Jonne etwas verbraucht und heiser klang, so gab er trotzdem alles und bot hauptsächlich der weiblichen Fans die Show des Abends (Stichwort: Mikro in der Hose!).
Songs ihres zweiten Outputs „Sweet & Deceitful“ waren natürlich im Vordergrund der Setlist, daher wurden die Singleknaller wie „Frozen to lose it all“ oder „The Moment of our love“ abgefeiert. Aber auch der Coversong „My, my, hey, hey (out of the bllue)“ von Neil Young durfte nicht fehlen.
Man mag ja denken was man will, wenn es um den Inhalt der Texte, die softige Art des Rock und die Girlie-Anhänger (damit muss man bei solchem Package ja rechnen) geht, aber diese Jungs wissen was sie wollen. Egal was man zu Purpur-violett-lila Lichtern und dem sog. Mädchen-Metal sagen will, Negative bilden eine Einheit und rocken was das Zeug hält. Auch wenn Larrys posing dabei ständig an Slash erinnert.
- Geile Show. Das Geld schon mal wert.
(Interview mit Larry wird bald hier zu lesen sein. Eine neue Touredition der letzten CD ist vor kurzem erschienen!)

Kurze Umbaupause mit allem drum und dran, Licht, Banner, Drums etc. Doch auch bei THE RASMUS (http://www.therasmus.com/) ein pünktlicher Anfang. Mir waren die Jungs bis dato kaum bekannt, ausgenommen der MTV/VIVA-Tracks. Aber gleich zu Anfang der Show hat mich vor allem die Gitarre in ihren Bann gezogen. Sie und der Bass erinnerte in vielen Parts an gute alte 70er Rockbands. Geile Riffs, treibende Parts und einfach eine rockige, tighte und gefühlvolle Show. Auch wenn ich persönlich mit der Stimme des Frontmanns Ylönen nicht viel anfangen kann, da sie mit der Zeit einfach zu lasch und eben langweilig wirkt, so überzeugte mich seine Bühnenpräsenz enorm. Agil wie kein anderer und wie von der Tarantel gestochen flippte er aus und machte sein Kilometergeld klar. Natürlich durften ihre bekannten Hits wie u.a. „Sail away“ nicht fehlen. Etwas unpassend waren die beiden balladesken Stücke, die leider direkt hintereinander angesetzt wurden. Diese ruhigere Phase war jedoch mit den beiden letzten Stücken bereinigt, als „No Fear“ und „In the Shadows“ das Publikum zum Wahnsinn trieben. Aber genau diese Fans gaben der Band genügend Futter, um in den 60 Minuten das Beste aus sich herauszuholen.
- Coole Show und wie Negative auch das Geld wert!

Nach einer etwas längere Umbaupause kamen dann endlich mit einer 10-minütigen Verspätung die Headliner des Abends. Die Finnen, die selbst mal ganz klein waren und den Markt für den darken Gothic Rock für Skandinavien eröffnet haben waren nun an der Reihe. Und man muss sagen, dass sie es nach den beiden sehr guten Vorstellung durchaus schwer haben könnten. Siehe da, gleich zu Anfang merkte man förmlich die Lustlosigkeit und Arroganz des Ville Valo. Kein Mumm, keine Power, keine Bewegung nichts war in dieser Bühnenpräsenz des Herrn Ville vorhanden. Die Stimme war kaum zu hören, aber auch der beste Mann am Mischpult hätte hier nichts ändern oder zaubern können. Schließlich schien Ville so voll („blau“) zu sein, dass er keinerlei Kraft besaß sich überhaupt am Mikro verausgaben zu wollen. Zudem vergaß er Textzeilen, Mikro fiel ihm aus den Händen, wackelte am Mikrofonständer und na ja, die Augen verrieten vieles oder gar alles (siehe Galeriebilder). Da halfen auch es auch nicht, dass Gas (drums) sowie Migé (bass) ihr Bestes zu 100% herausholten, um so den Abend zu retten. Zudem musste Migé kräftig und deutlich mehr als sonst mitsingen.
Einzig und allein an der guten Lichtshow, der Bühnedeko (u.a. ausfahrende Kronleuchter) und der Songauswahl kann man nicht meckern. Aber ehrlich gesagt, war bei der Tatsache eines eher wackeligen Frontmanns egal. Die Ärgernis über die arrogante, langweilige und unrauchbare Präsenz des Herrn Ville überwog eben. Der Frontmann ist doch die mit treibende Kraft einer Show, das ist die direkte Verbindung zwischen dem Publikum und der Band darstellt!
Von einer 95minütigen Show waren an die 20 Minuten fürs Gelabere und Pausieren des „Herren“ eingegangen. Das sagt doch wohl alles über einen „vermeintlichen“ Headliner aus.

Ich kann von Glück reden diese Band schon in anderer Verfassung erlebt zu haben, ansonsten hätte ich schon längst nach dieser Show alle meine CDs verbrannt. Woher nimmt sich dieser junge Herr das Recht in einer solchen Verfassung sich dem Publikum/den Fans, die ihn ja mit dazu gemacht haben was er nun ist bzw. wovon er lebt, so hochnäsig, unverantwortlich und fies auf der Bühne zu präsentieren?! Ich meine, ich bin ja kein Unmensch und finde saufen ist ja ok, aber muss sich Herr Valo nicht mal fragen, dass die Leute die Musik hören wollen und keine Stories oder lallende Mikrodarstellungen? Er müsste professionell genug sein und könnte sich ohne Probleme nach der Show die Kante geben.

Sorry, für so etwas habe ich als Redakteur und vor allen Dingen Fan keinerlei Verständnis.
Eigentlich sind schon diese vielen Sätze über diese Band an diesem Abend zu viel des Guten.
- Katastrophale Show, nicht mal einen Cent wert!


Fazit: HIM waren jahrelang die Vorreiter für diese Art des „dunkleren“ Rock, aber die Zukunft gehört den jungen aufstrebenden und energiegeladenen Bands wie eben u.a. Negative und The Rasmus. Diese Jungs haben den Abend gerettet. Wenn HIM allen voran Herr Valo denken, dass so das Show-Musik-business aussieht und man sich auf seinen Lorbeeren nun ausruhen kann, dann sollten sie lieber aufhören. Für diese Vorstellung sind sogar sich doch sogar die Girlies zu schade, die lange auf einen solchen Abend sparen und warten mussten.

Mein Dank geht diesmal an die beiden Roadrunner Sylvie und Martin.


Die Bilder gibt es wie immer in der Galerie


geschrieben am 16.02.2006   von Arturek
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