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Type-o-negative, Opeth in Herford / Kick am 26.06.2003
Galerie OPETH - Herford, Juni 2003 zum Livereview anschauen!

Ich muss schon zugeben, dass ich mich auf dieses eher ungewöhnliche Package an diesem Abend sehr gefreut habe. Nicht nur deshalb, da diese beiden Bands zu meinen Mitfavoriten seit vielen Jahren gehören auch daher, da das Herforder Kick mir sonst immer gut in Erinnerung blieb. Aber was diesmal mit dem Soundmenschen los war, keine Ahnung?! so etwas habe ich schon lange nicht auf und um die Ohren bekommen! So viele Rückkoppelungen und so furchtbare Instrumente aus den Boxen....nee, das geht auf keine Kuhhaut! Doch an diesem Abend hat nicht nur der „schlechte“ Sound seinen Senf zu meiner großen Enttäuschung dazu gegeben.

Opeth haben pünktlich um 20.30 Uhr losgelegt und kaum waren sie da, waren sie wieder weg. Gerade mal 4 Songs, was bei Opeth zwar immerhin knappe 40 Min ausmacht, wurden vorgestellt. Aber in Anbetracht dessen, dass lediglich zwei Bands an diesem Abend spielen, hätte ich schon etwas mehr erwartet. Aber was noch schlimmer für mich war: Es wurde kein neuer Song des letzten Meisterwerks „Damnation“ präsentiert.
Anfangs noch sehr zurückhaltend wurde die Menge erst mit dem dritten Song „Deliverance“ richtig wach und in den ersten Reihen wurde losgelegt. Was mich natürlich auch nicht mehr auf dem Platz halten konnte. Doch dann kam auch schon der letzte Song „Demon of the fall“, welcher am besten und sehr druckvoll sowie mit einer guten Lichtshow an diesem Abend präsentiert wurde......., aber der Sound tat sein übrigeres; wie bereits erwähnt. Doch Opeth waren gute Vorbereiter wie sich zum Schluss herausstellte. Es gab lautstarke Zugaberufe, die leider nichts gebracht haben. Anscheinend schon wieder nur und ausschließlich im voraus geplante Zeiten. Also war meine Enttäuschung erneut groß.
- Doch Hoffnung war noch da, schließlich geben sich die Mannen aus Brooklyn die Ehre.
Doch Pustekuchen, nach einer langen Umbaupause wurde der Sound auch nicht besser und die Stimme von Peter Steele war so schlecht wie noch nie. Was war denn das? Ich konnte meinen Ohren einfach nicht trauen, was sind das für Schreie, die Herr Steele da präsentiert? Hat ihm die lange Pause wirklich so schlecht getan? Vielleicht doch zu viele Sorgen und Drogen in letzter Zeit gehabt, Herr Steele?
Ständige Rückkoppelungen und ein viel zu leiser Gesang, geschweige denn hörbarer Bass waren an der Tagesordnung. Da half es auch nichts, dass sie mit „Unsuccessfully coping..:“ vom Debütalbum aus dem Jahre 1991 loslegten. Ob bei „Wolf Moon“, „Everyone I love is dead“, „World coming down“ oder dem nächsten Klassiker „Christian Woman“, welcher mit einem Riff von „Black Sabbath“ begann, es wurde und wurde einfach nicht besser. Zwar steigerte sich der Sound mit jedem Song, aber es war trotzdem nicht so wie es sein sollte bzw. man erwarten darf. OK, genug der Meckerei, denn fürs Auge wurde vieles geboten. Die Lichtshow, die Unterhaltung mit dem Publikum als auch die aktive Darbietung der „Borschen“ waren über das ganze Set gut. ABER: Warum zum Teufel sollen die Fans soviel Schotter (ganze 29 Euro für zwei Bands) zahlen und bekommen einen Sound, den man sich nicht mal in einer Kneipe zumuten würde.
- Doch das sollte wieder nicht alles an diesem Abend sein, was mich dermaßen enttäuscht hat.
Type O haben tatsächlich einen einzigen Song vom neuen Album gebracht und das auch noch als vorletztes Stück! Sorry, aber sieht so eine Promo-Tour für das neue Album aus? Wozu dann noch der Aufwand mit den neuen T-shirts, dem megagroßen Banner an der Wand und den coolen Bühnenoutfit (alle vier in grünen Krankenpflegerkittel)? Klar, ich bin auch ein Verfechter dessen, dass auch mal an die alten Songs angeknüpft werden sollte, wenn man schon mal live spielt, aber kann sich da eine Band, die schon sehr lange im Geschäft ist nicht eine neue Setlist überlegen? Sollen die Fans mit ständigen Wiederholung von „Love you to death”, “Prelude to agony”, „My gitrfreinds girfriend” und als Zuagbe „Black No.1“ zufrieden geben und das bei jeder möglichen Tour? Klar, die Songs sind und bleiben genial, aber wozu soll ich dann auf jede Tour dabei sein, wenn gerade mal nur ein neuer Song „I don’t wanne be me“ präsentiert wird und das zum stolzen Mainstream-Preis?! Sorry, aber das muss sich doch kaum jemand gefallen lassen, oder?!
Nach vier leeren Weinflaschen war es vorbei, wobei dieser Gig bloß knappe 85 Min. gedauert hat. Oh, so enttäuscht war ich schon lange nicht von Type O.
Soll ich noch mehr zur Enttäuschung beitragen: Die T-shirt-Preise waren auf stolze 25 Euro notiert. Sind wir Metalfreaks eigentlich nur Großverdiener und haben sonst nichts was wir bezahlen müssen? Bitte informiert mich darüber, dann möchte ich auch dazu gehören. Das sind fast 50 DM für ein T-shirt? Vor 3 Jahren waren schon 30 DM zu viel des Guten.

Fazit zum Gig von Opeth: Gute Präsentation, aber zu kurz und bei so schlechtem Sound nicht so sehenswert wie sie sonst sind. Aber das liegt ja nicht an der Band selbst!
Fazit zum Gig von Type O Negative: Holt euch die CD von Type O und hört sie euch at home an, da habt ihr mehr von.
Fazit meiner Enttäuschungen: Was glauben diese Künstler eigentlich, wofür man sein Geld ausgeben will bzw. muss? Leute, das waren zu alten „guten“ Zeiten fast 60 DM für ganze zwei Bands? Ich kann schwören, dass zu diesem Preis damals keiner diesen Gig gerne sehen würde. Heute hört sich neunundzwanzig besser als sechzig an, nicht wahr?: -) Können diese Mannen aus New York, wenn sie schon bloß ihre Klassiker bringen auch mal was anders ins Programm holen? Warum haben sie nicht mehr vom neuen Output gegeben, wenn es schon supportet werden sollte und unter diesem Werbebanner lief. Oder zumindest auch mal schon 2 h für einen Gig einplanen, wenn es schon so teuer und sehr rar (ganze 3 Clubgigs in Deutschland in diesem Jahr) ist diese Mannen zu sehen. Schließlich sind sie lange dabei und haben genügend Stoff um auch mal mehrere Minuten auszufüllen!

Mein Dank geht an Andrew (Zomba) und an mich selbst (krass, ich weiß!), da ich sehr viel Zeit für eine solche Darstellung aufwenden musste, aber damit werde ich auch fertig. Schließlich kann es nicht nur gute Konzerte geben, dann bräuchte man ja nicht mehr hin.
So, jetzt aber wieder „Damnation“ von Opeth rein danach „Bloody Kisses“ von...ihr wisst schon und den Abend beim Glas Wein genießen.


geschrieben am 01.07.2003   von Arturek
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