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Opening The Wounds Tour 2006 in Hildesheim, Rockclub am 17.11.2006
Galerie Das Scheit, Sinamore, Indigo Child zum Livereview anschauen!

Gothic, Industrial und chaotische Starallüren! Das waren die Ereignisse im Rockclub.

Da soll doch mal einer sagen, es lohne sich nicht die etwas kleineren Gigs zu besuchen. Was an diesem Abend im Hildesheimer Rockclub abging, ist einerseits völlig kurios wie auch irgendwie genial und andererseits wiederum vollkommen daneben. Doch es fing alles so ganz normal und überaus sehens- und hörenswert an.

Ich weiß, es ist ein leidiges Thema immer wieder die Zuschauerzahl zu nennen, aber auch dieses Mal kann ich es nicht unerwähnt lassen. Als die erste Band, die Slowenen Indigo Child (http://www.indigochildmusic.com) auf die Bühne gegen 20.30 Uhr kamen, waren vielleicht gerade mal 40 Leute im Saal. Im Rockclub selbst hat man jedoch den Eindruck, dass es gerade mal 10 Leutchen sind, wenn sich alle in die Ecken stellen. Auch wenn sich einige Zuschauer direkt vor dem Mischpult hingestellt haben, so gab es trotzdem viel Platz zwischen Bühne und Mischpult. Jedoch schien diese Tatsache der slowenischen Combo nicht sehr viel auszumachen.
Indigo Child präsentierten sich in bester Spiellaune und lieferten eine sehr ordentliche Vorstellung ab. Der Sound passte und die Songs gingen tatsächlich ins Ohr. Mir bis dato leider völlig unbekannt boten sie für meine Begriffe einen Sound, der sich noch am ehesten mit alten Therion meets Nightwish/Within Temptation beschreiben lassen kann. Der Industrial-Teil beschränkte sich auf einige Intros und Samples vom Band, aber das störte wohl kaum jemanden. Die beiden Vocals, klassische fast opernlastige weibliche Stimme und die tiefen Vocals des Sängers passten sehr gut in den dunklen rockigen Gitarrensound. Den einen Track habe ich immer noch im Ohr, es handelt sich dabei um „Involve Synthtic“, mit einem Akkordeonsample, coole Idee. Fast zum Ende hin wurde dann noch ein Coversong von Ultravox „Dancing with tears in my eyes“ gespielt, welcher wohl einige bekannt vorgekommen sein mag. Die Gothic Fans sollten sich diese Band mal merken.

Sinamore, die jungen Finnen aus dem Hause Napalm Records, haben gleich mit ihrem ersten Track dafür gesorgt, dass es rockiger wurde. Sofort mit dem Opener „Follow into the Cry“ war klar, dass es nun deftiger wird. Sinamore werden zwar schnell in die Gothic Ecke gedrängt, aber deren schneller und knalliger Gitarrensound ist eigentlich auch im Nu Metal zu finden. Daher würde ich sagen, dass deren Performance als auch der Sound sich ein wenig mit Machine Head oder Bullet for my Valentine vergleichen lassen können. Von daher, nennen wir deren Richtung mal „Nu Gothic Metal“! Allemal haben die „Antilover“ von ihrem Debütalbum „A new day“ einige weitere Tracks („Misery Carnival“, „A new day“) zum besten gegeben und nicht nur für staunende Gesichter gesorgt, sondern auch für etlichen Spaß unter den Crewmitgliedern. Diese haben nämlich lautstarke Zurufe –auf finnisch- von sich gegeben. Sinamore (http://www.sinamore.com) strahlten ebenfalls, trotz der wenigen Anwesenden, Freude aus und gaben wirklich alles. Die Power und der druckvolle Sound waren spürbar. Ich hätte sie auch viel länger als bloß knappe 30 Minuten ertragen können. Geile Songs, die sogar viel kräftiger und metallischer als auf ihrem Debütalbum vorgestellt wurden. Einzig und allein weiß ich absolut nicht, was es mit den Schuhen auf sich hatte, siehe Fotogalerie!

Das Scheit! (http://www.dasscheit.de). Eine, der Bands, mir vollkommen unbekannt war. Doch damit schien ich einer der Wenigen zu sein. Denn, als die ersten Töne der Industrial Wave-Goth-Rocker erklangen, tanzten einige Fans direkt vor der Bühne. Bei Das Scheit steht der waveartige Industrial-Sound im Vordergrund, auch wenn dabei die Gitarre rockigen Sound aufweist. Sie präsentierten ihre Songs des aktuellen Albums „Superbitch“ und sogar einen ganz neuen Track auf eine typisch für das Genre düstere Art und Weise. Dafür sorgte nicht nur deren Style, sondern auch die passende Lichtshow. Trotz des zeitweiligen Ausfalls der Gitarre, war es eine gute Vorstellung, auch wenn es für mich nicht so die wahre Musik ist.

Nach einer etwas längeren Umbaupause ertönte nun das Intro und die Headliner To/Die/For gaben sich die Ehre. Doch diese „Ehre“ dauerte wirklich nicht lange. Ganze 10 Sekunden nachdem die ersten Töne von „Wicked circus“ erklangen, flog das Mikro samt Ständer von der Bühne und traf fast einen der Fans. Zuvor gab es bloss ein „...give us the fuc*** lights….“. Die Band spielte zunächst unbeirrt weiter, doch der Jape (voc.) musste runter von der Bühne und sich das Mikro wiederholen. Oder hat der Herr etwa gedacht, dass sich die Fans erbarmen würden? Auf der Bühne angekommen sind weitere 10 Sekunden des Songs und wieder ein „What the fuck ist going on, turn the lights on, giv eus the light, fuck off“. Doch das Licht wollte nicht so richtig, denn nur drei weiße Strahler waren an, nichts weiter. Dann kam noch ein „Thank you, good night“ von Jape hinterher und er verließ wutentbrannt die Bühne. Seine Schäfchen, ähm Bandkollegen, folgten im zwar etwas verwundert, aber dennoch schnell.
Also Pi mal Daumen dauerte der Auftritt vielleicht ganze ca. 2 Minuten, inkl. Intro.

In der weiteren Stunde wurde das Problem mit der Lichttechnik zwar behoben, aber der Tourmanager musste leider eine schlechte Nachricht an die Fans bekannt geben. Zusammen mit Jape und Joonas verkündete er, dass sie heute nicht mehr auftreten würden. Zu allerletzt wurde noch verkündet, dass die Band sich gern im Club unter die Fans mischen wird, solange die Disco dauert. Jape fügte dem hinzu „Party on“. Natürlich waren lautstarke Buhrufe und das Gelächter die Folge. Stimmen nach Eintrittsgeldrückgabe gab es ebenfalls.
Also, was sollte der Mist?! Glaubt diese Band etwa, dass sie Stars sind und sich so etwas erlauben können? Hat Jape etwa Axl Rose als Vorbild? Woher nimmt sich eine zweit- bzw. drittklassige Band diese Frechheit heraus, so mit den Fans umzugehen? Kann man nicht einfach nur eine Pause einlegen, um das Problem mit dem Licht in den Griff zu bekommen? Frechheit!
Ja, ich denke auch, dass es LIVE immer wieder Probleme geben kann und einiges nicht zu ändern ist. Aber nun, man kann auch seine Wut -oder eben Problematik- auch anders loswerden, zumindest mit etwas Respekt gegenüber den Fans. Schließlich zahlen sie dafür und nehmen auch noch lange Fahrten auf sich.

Der Gig soll angeblich nachgeholt werden und die Karten ihre Gültigkeit behalten. Aber seien wir doch mal ehrlich, viele Leute waren an diesem Abend nicht im Club und wer will diese Combo noch wirklich sehen, wenn die sich so eine Darbietung erlebt haben? Nein, diese Combo sollte wirklich nicht supportet werden, ich sage: „F*** you To/Die/For!“ Mir tut nur der Veranstalter und der Rockclub etwas leid, die eigentlich wenig für diesen Abschluss des Abends können. Klar, Licht ist wichtig und solche Fehler dürfen nicht vorkommen, aber das kann man eben anders klären.

Fazit: Eigentlich wollte ich gar nicht groß über diesen Auftritt Berichten, da es irgendwie im Endeffekt doch „Support“ von To/Die/For wäre. Doch, andererseits bieten gerade solche Gigs, auch aufgrund der geilen Bands zuvor, Gesprächsstoff. So etwas passiert nun mal nicht so oft und man wird sich noch Jahre später drüber unterhalten. Wenn man eben dabei war. Von daher: sehr gute drei Bands an diesem Abend erlebt und eine „Vorstellung“, die ich sich vor allem To/Die/For hätte ersparen können. Eben: „Gothic, Industrial und chaotische Starallüren!“


Bilder der Liveshow, wie immer in der Galerie !


Mein Dank geht an Wolfgang und Marianne!

geschrieben am 22.11.2006   von Arturek
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