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Deicide - The Stench Of Redemption Tour 2007 in Hannover, Musikzentrum am 29.01.2007
Galerie The Stench of Redemption Tour 2007 - Deicide zum Livereview anschauen!

Dieser Gig der „The Stench of Redemtion“-Tour stand irgendwie nicht unter einem guten Stern. War da etwa der Teufel mit im Spiel, wer weiß das schon?!

1. Glen Benton hat die Tour abgesagt, obwohl es zwischenzeitlich auch Gerüchte gegeben hat, dass er dazustößt. Die „familiären Probleme“ sind wohl weiterhin nicht behoben worden! Na ja, es ist ja nicht das erste Mal, dass dieser Herr eine Tour platzen lässt. Daher Respekt, dass die Amis auf die schnelle mit Garbaty (den polnischen Basser und Sänger von von Dissenter http://www.dissenter.ins.pl ) einen Ersatz gefunden und auf diese Weise die Tour durchgezogen haben.
2. Die Australier Psychroptic (http://www.psycroptic.com) mussten die Tour nach dem Gig in Essen (26.01.) leider abbrechen.

Doch allen anfänglichen „negativen“ Vorkommnisse zum trotze, ging es gegen 19.30 Uhr los, wie mir berichtet worden ist. Die Hannoveraner KREON (http://www.kreon-reich.de) sind nämlich für die Neuseeländer kurzerhand eingesprungen. Noch vor knapp 30 Leuten boten die Jungs ihren deftigen und schnellen Death Metal. Habe mir sagen lassen, dass Kreon ihr Set ganz gut hinter sich gebracht haben. Ich selbst habe leider nur den letzten Track und den Ausrutscher von Morti (voc) mitbekommen, der zum Schluss allen im Publikum viel Spaß mit „CRYPOTPSY“ gewünscht hat. Trotzdem möchte ich wohl meinen, dass es sich für die Hannoveraner gelohnt haben muss; wann hat schon eine so junge Band die Möglichkeit als Support von Deicide zu spielen?!

Als die Schweden von VISCERAL BLEEDING (http://www.visceralbleeding.com) auf die Bühne stürmten, wurde es ein wenig voller im Raum. Sie sind nun mal keine Unbekannten mehr, vor allem nicht denen, die die letzte Tour von Deicide miterlebt haben. Ohne Kompromisse legten die Burschen sich ins Zeug und zeigten auch nach einer fast einmonatigen Tour - an diesem vorletzten Tag- noch was in ihnen steckt. Schnell, krass und eben voll in die Fresse mit Tracks wie "Remnants of deprivation", "Disgust the Vile", "Rip the flesh" sowie "Fury unleashed". Vor allem der Sänger ist mir aufgefallen, da er eine sehr tiefe und brachialwirkende Stimme zu bieten hat. Auch wenn der Drummer wie ein Reaggefan aussieht, so war er trotzdem Death Metal Pur und schien fast immer in seinem Element zu sein, auch wenn es manchmal noch etwas schneller und technischer hätte sein dürfen. Zudem vermisste ich im Allgemeinen den Widererkennungswert. Irgendwie klang im nachhinein alles gleich. Ihr wisst schon, dies ist eine der vielen Bands des Genres, die kaum einer so richtig unter den anderen Bands auseinander halten kann. Typischer 08/15 Brutal Death eben. Aber trotzdem für eine knappe Dreiviertelstunde ein echt angenehmer Support.

Umbaupause für DEICIDE (http://www.deicide.com/) und die Halle füllte sich allmählich. Für einen Montag mit ca. 100 bis 150 Leuten, nicht schlecht. Gegen 21.30 Uhr ging es mit einer Ansprache von Steve Asheim los, der sich natürlich für das Fehlen des „Chefs“ entschuldigte. Jack, Ralph und Garbaty stoßen hinzu und es dröhnte der erste Track „Once upon the cross“ aus den Boxen. Cooler Sound, heftige Drums und siehe da tatsächlich gar nicht so schlechte Vocals! Doch dem nicht genug, Garbaty wurde wohl nicht nur aufgrund seiner Stimme als Ersatz ausgesucht, sondern wahrscheinlich, weil er auch noch im Gesicht dem „Chef“ sehr ähnelt (siehe Fotos in der Galerie ). Ja, er könnte durchaus sein Bruder sein.
Setlist konnte sich allemal hören lassen, u.a. gab es „The Stench of Redemption“, „Death to Jesus“, “When heaven burns”, “When Satan rules the World”… Doch Garbaty & Co. machten auch nicht vor altbewährten Krachern halt „Sacrificial suicide“, „Lunatic of God´s creation“, „Dead by dawn“ oder „Dead but dreaming“ folgten auf ihre –fast- normal bekannte Art und Weise und allemal hart und aggressiv daher. Dazwischen bei „Kill the Christian“ gab es bei einigen Fans kein Halten mehr. Ein kleiner aber heftiger Mosh-Pit bildete sich auf der Seite von Ralph, wo sich dann auch einige zum Stagediven wagten. Dies schien dem Ralph nicht gefallen zu haben, wobei er einen der Fans (ich nenne ihn jetzt mal den Metal-„Indianer“-Hannovers ) einfach von der Bühne getreten hat. Zudem teilte er sofort mit Handzeichen dem Securityman mit, dass es doch aufhören soll. Für meine Verhältnisse etwas zu viele Starallüren, die er sich da bei einem solchen Konzert erlaubt, vor allem wenn auf der Bühne doch so viel Platz ist. Zudem wäre es deswegen auch noch fast zu einer Schlägerei gekommen, da sich die Security nicht lange lumpen lässt. Doch die Metalfans sind ja meist friedlich, also konnte sich der „Pulk“ beruhigen und weitermoshen. Man einigte sich sogar darauf nur von der ganz kleinen Ecke ganz am Rande der Bühne zu diven. Es schien den Beteiligten ein guter Kompromiss zu sein und Ralp konnte ohne Bedrängnis seine Solo-Parts bieten.

Abschließend muss ich natürlich zugeben, dass es eben nicht so richtig Deicide gewesen ist, was an diesem Abend präsentiert wurde, aber trotzdem hat man vor allem bei den Tracks des letzten Albums kaum ein Unterschied zwischen Glen und Garbaty gemerkt. Ich würde sogar drauf wetten, dass einige, die davon nicht gehört haben, eben diesen Polen für Glen gehalten haben könnten. Diese Wette hätte ich bestimmt gegen einen der Fans verloren. Dieser eine besagte „Fan“ ist nicht nur mir aufgefallen. Aufgrund seiner lauten Äußerungen nach dem dritten Song, war dies auch nicht anders möglich bzw. nicht zu überhören. Wutentbrannt verließ er nach seinen Äußerungen wie etwa: „Hört bloß auf mit dem Scheiß, ihr W...., das hört sich doch an wie eine schlechte Coverband...“; „...holt endlich den Glen...., alles verarsche hier..“, die Halle. Doch unabhängig davon ob der Abend für den ein oder anderen cool war oder nicht, eben aufgrund des Fehlens einer „Hauptperson“ wird man über diese Tour immer reden. Genau aus diesem besagten Grund. Daher kann ich den Abend trotzdem als positiv bewerten. Deicide waren an diesem Abend wirklich nicht schlecht. Es war eben anders, aber trotzdem sehenswert. Schließlich war der Sound voll OK, die Songauswahl gut getroffen und auch die eine Zugabe „Serpents of the Light“, zwar ohne Bass, aber dafür mit Martin (Visceral Bleeding) an den Vocals, hat eine heftigen Abschluss von knappen 65 Minuten Show geboten. Und die Leute haben Deicide auch mal OHNE Glen erlebt. Wie oft hat man dazu (noch!) die Gelegenheit?


Mein Dank geht an Emilio. Mach nur weiter so und hol noch mehr coole Bands nach Hannover!

Bilder der Liveshow, wie immer in der Galerie !







geschrieben am 30.01.2007   von Arturek
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