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Cast Away, Tyrant Eyes, Torian, Disturbed Mind in Zuckerfabrik, Frankenthal am 19.01.2007

Metal-Sudoku in der ZuFa:
4 Bands, davon 3 aus der Region, 1 aus Paderborn, zusammen mit 2 Alben bei Underground Symphony spielen für 5 Euro und die Hütte ist zur Überraschung aller erstaunlich gut gefüllt.




Zum Auftakt dürfen die wilden Heppenheimer Cast Away ran. Bei dem Bandnamen muss ich ja immer an Tom Hanks als abgemagerten Schiffbrüchigen denken, der mit seinem Volleyball Wilson plaudert. Die drei Heppenheimer sind zwar auch Schlackse, lassen allerdings keine Versuchung zu, dass man sich in ein Gespräch mit dem nächsten Aschenbecher vertieft anstatt den Auftritt zu genießen.
Denn die junge Band liefert den besten Beweis, dass auch ein Trio eine unglaubliche Energie entfesseln kann. Zweite Gitarre nicht notwendig! Erstaunlich, dass die Band aus ihren limitieren Showmöglichkeiten erstaunlich viel macht und man die Aufmerksamkeit gerne richtig Bühne wendet. Denn dort passiert immer was. Akkustisch steht sauschneller, melodischer Metal gepaart mit richtig guten Melodien und einer gehörigen Kauz-Attitüde durch Gitarrist und Sänger Michael auf dem Programm. Dass bei den technischen Fertigkeiten noch einiges Verbesserungspotential besteht, weiß die Band selbst. Das kann man lernen. Gute Songs schreiben nicht. Und die haben Cast Away auf jeden Fall. Man darf auf die weitere Entwicklung wirklich gespannt sein.





Mit gewisser Spannung dann der Blick auf die zweite Band des Abends: Tyrant Eyes. Denn die haben einen neunen Sänger. Der heißt Mehmet, ist ein osmanischer Bulle, sang schon bei Irony und hat einen ganz anderen, raueren und kantigeren Gesangsstil als sein Vorgänger xxx. Dass die Band mit ihrem neuen Fronter offensichtlich einen Glücksgriff getan hat und er hervorragend in die Band passt, mag auch daran liegen, dass Tyrant Eyes auf der Bühne deutlich härter und ungeschliffener klingen als auf CD. Wer nach den Alben „The Darkest Hour“ und „Book Of Souls“ der Meinung war, dass die Odenwälder so hart sind wie ein weicher Kebab, wird sich an diesem Stahldöner jetzt die Zähne ausbeißen. Ein Stück wie „Night of Defender“ ist jetzt zu einem richtig wohltuenden Schlag in die Fresse geworden. Sehr gut so! Jedenfalls ist sich das anfänglich skeptische, aber fachkundige Publikum einig: Tyrant Eyes können die Fahnen endlich wieder auf Sturm setzten.




Die dritte Stahlproduktion kommt von Torian aus Paderborn. Deren wuchtiges Album „Dreams Under Ice“, meiner Meinung nach immer noch eines der besten deutsche Debüt-Alben, hat mittlerweile auch schon gute zwei Jahre auf dem Rücken. Dass einige Pappnasen jetzt die ZuFa verlassen, zeugt einerseits von der leider nur mäßigen Bekanntheitsgrad der Westfalen, spricht aber auch anderseits nicht gerade für die Aufgeschlossenheit der Fans. Wer an diesem Abend nicht kennen mit nicht sehen müssen gleichsetzt, müsste sich zur Strafe eigentlich selbst so richtig krachend in den Arsch treten. Denn wenn es in Deutschland eine Band gibt, die den Weg weitergeht, den Rage nach „Secrets in A Weird World“ dummerweise verlassen habe, dann eben jene Paderborner. Und das belegen sie nicht nur mit den bekannten Nummern wie „Into The Winter“, „Torian“ und „Souls Of Fire“, sondern untermauern dies zusätzlich mit einer ganzen Reihe an neuen, saustarken Stücken. Da in Bälde das zweite Album ansteht, kann ich nur empfehlen: Sinne schärfen und Augen ganz weit auf, denn das wird wieder ein mächtiges Eisen. Da sich die beiden Neuen, Bengt am Bass und Gonzo am Schlagzeug, bestens in die Band eingefügt haben, ist der Auftritt der Westfalen mit dem sehr bewegungsfreudigen Sänger Marc Hohlweck der professionellste und beste von den vier Bands an diesem Freitag.



Daran ändert auch der Headliner Disturbed Mind, eine blutjunge Band aus Frankenthal und Umgebung, die ein zahlreiche Fanschar mitbringt, nichts. Klar, als frischgebackener Gewinner des Rockpreises der Stadt Frankenthal hat man auch einen Ruf zu verteidigen. Das gelingt auf ganzer Linie. Sänger Daniel Schäfer glänzt durch seine wuchtige Ausstrahlung und seine tolle und vor allem sehr variable Stimme. Darüberhinaus haben sich die Jungs einen 2. Gitarristen als Verstärkung geholt, der ihrem Sound sehr zu gute kommt. Disturbed Mind anno 2007 haben eine kontinuierliche und bemerkenswert rasche
Entwicklung hinter sich. Das Songmaterial ist wesentlich ausgereifter und eingängiger als es noch die letzten Demoaufnahmen vermuten lassen. Live absolut tight und erstklassig vorgetragen- Hut ab ! Da ist eine Band herangewachsen, die bald überreginal auf sich aufmerksam machen wird, sobald erstmal eine reguläre CD mit professioneller Produktion vorliegt. Das neue Material und die völlig überarbeiteten Demosongs haben jedenfalls stahlharte Hooklines mit denen man im Golf von Mexiko Hochseefischerei
betreiben könnte. Die etablierten Bands der Umgebung müssen sich einer neuen Herausforderung stellen ! (Merci Chris für die Rezi zu Disturbed Mind)


geschrieben am 06.02.2007   von Nameless
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