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Die Apokalyptischen Reiter, De/test in Hannover / Faust am 14.02.2004

Valentinstag, wie er besser nicht sein könnte. Das könnte wohl die Überschrift für diesen Bericht sein, doch lassen wir das sentimentale Geschwafel. Mehr oder weniger spontan kam ich dazu mir „Die Apokalyptischen Reiter“ in der Faust in Hannover anzugucken. Was tut man nicht alles für die werte Leserschaft... Zunächst mal zur Location: Die Faust ist eine ehemalige Fabrikhalle und sehr schön hergerichtet um hier das eine oder andere Metal-Schlachtfest zu veranstalten Licht, Sound, Bühne usw. sind gut und es passen so ca. 400 Leute rein. Und an die 300 Maniacs waren an diesem Abend anwesend!!!
Den Anfang machten die Hannoveraner De/Test um kurz vor neun. Ich habe bisher noch nichts von denen gehört und ich kann sagen: Ja, sie haben mich sehr positiv überrascht. Der Sänger ging ab, wie der kleine Bruder von Corpsegrinder und auch die Kapelle leistete sich keine Schwächen. Eine sehr energiegeladene Mischung aus Hardcore und Thrash mit Heavy Elementen. Keine Ahnung, wie ich sie sonst beschreiben soll: Mir fällt als Vergleich sofort MERAUDER ein. Deren „Life is pain“ Scheibe kommt dem Stil von De/Test schon ziemlich nahe... Ich liebe diese CD und von deshalb werde ich die Band zukünftig im Auge behalten. Das Publikum ging auch gleich ab und feierte die Lokalmatadore. Nach noch einer knappen halben Stunde war dieser Gig leider schon vorbei und das Publikum war sich nicht so ganz einig: Eine Hälfte wollte „Reiter, Reiter, Reiter...!“ und die andere Hälfte forderte lautstark eine Zugabe. Die erste Hälfte setzte sich jedoch durch. Schade, denn aufgrund dessen, dass es nur eine Vorband gab, hätten sie auch ruhig etwas länger spielen können!!!
Nach kurzem Umbau war es dann soweit. Die Apokalyptische Reiter betraten die Bühne. Sänger Fuchs (bzw. Eumel!) läutete das Spektakel mit einer kleinen Feuerspucker Show ein, wobei die geringe Deckenhöhe es für die erste Reihe ganzschön brenzlig werden lies. Den Vogel hat aber bei diesem Einmarsch unserer Gladiatoren ganz klar der Keyboarder Dr. Pest abgeschossen (wer auch sonst?!). Er trug eine schwarze SM-Ledermaske, welche er noch stilecht mit ca.10 cm langen Stachelnieten (auch an den Ohren) verschönert hatte und in der Hosentasche verbarg er eine Lederpeitsche. An beiden Armen trug er Nietenarmbänder, die er sich wohl bei Immortal ausgeliehen. Was für ein geniales Bild! Los ging es mit „Seid willkommen!“ gefolgt von „Vier Reiter stehen bereit“. Das Publikum war bereits nach den ersten beiden Stücken aus dem Häuschen. Danach fackelten die Reiter ein Feuerwerk ab, das seines gleichen sucht. Ein Klassiker jagte den nächsten und immer dachte man: „Jetzt kann’s nicht mehr geiler bzw. „reiterer“ werden!“, aber immer wieder konnten Fuchs und Co. noch eins draufsetzen. Ich kann hier nicht alles aufzählen, aber um Euch einen kleinen Überblick zu verschaffen, werde ich mal einige nennen: „We will never die!“, „Smell of death“, „Unter der Asche“, „Reitermania“, „Du kleiner Wicht“, „Licked by the tongues of pride“, „Gone“, „V.a.d.e.r.“, „Heavy Metal“, „Iron Fist“, „Erhelle meine Seele“, „Sometimes“ usw.!! Jedem Reitermaniac muss beim Lesen dieser Titel ein wohliger Schauer über den Rücken laufen. Mein Gott was für ein geiles Konzert. Das Publikum war mittlerweile von Euphorie in Raserei übergegangen. Jeder sang die Songs mit so laut er/sie konnte. Stagediving und das anschließende Surfen auf der Menge wurde ausgiebig betrieben und Fuchs hatte sichtlichen Spaß an der Show. Er ließ auch einige kleine Parts von Leuten aus dem Publikum singen. Ergebnis: Alle Fans waren absolut sattelfest im Text. Nicht nur den Besuchern, sondern auch der Band schien der Auftritt an diesem denkwürdigen Valentinstag Spaß zu machen, denn Ihre Energie färbte förmlich auf jeden Anwesenden ab. Zum Glück war ich nüchtern und konnte mich einigermaßen im Zaum halten, ansonsten wäre für meinen Nacken alles zu spät gekommen. Die Songauswahl hätte nicht besser sein können! Auch der Sound war geil. In der Mitte der Show wurde von Fuchs die Band vorgestellt und das Publikum staunte nicht schlecht, als Dr. Pest sich für eine kleine SM Einlage ein Girl aus dem Publikum auf die Bühne holte. Fuchs kommentierte dies mit: „Der Doktor braucht Fleisch!“. Die Dame wollte ihren Allerwertesten allerdings nicht so wirklich für Dr. Pest’s Peitsche hergeben. Spaßig war es trotzdem auf jeden Fall. Sofort darauf ging es weiter mit dem eingangs geschilderten Fest für die Ohren.
Gegen Ende des Gigs war dann plötzlich das halbe Publikum auf der Bühne und feierte mit Volk-Man, Fuchs, Sir G., Dr. Pest und dem Zigeuner-Gitarristen. Nach ca. 70 Min. und 16 Songs verließen sie dann völlig erschöpft die Bühne begleitet von der äußerst lautstarken Forderung nach mehr. Natürlich ließen sie sich nicht lange bitten und kehrten noch mal zurück um uns den finalen Todesstoß zu versetzen. „Terra Nola“ wurde angestimmt und das Publikum mobilisierte noch mal alles was da war. Im Verlauf des zweiten Aktes wurde natürlich auch das längst legendäre „Dschingis Khan“ gebracht. Dazu noch mal ein wenig Feuerzauber von Eumel und das Finale war perfekt. Nach sechs (!) Zugaben und insgesamt ca. 90 Minuten war der Spuk dann endgültig vorüber und in der Faust herrschte Friede, Freude, Eierkuchen = Reitermania!
Beim Wacken 2003 haben mich die Apokalyptischen Reiter schon schwer beeindruckt und nachdem ich sie schon einige Male auf der Bühne gesehen habe, muss ich feststellen, dass dieses Konzert neben dem Wacken-Gig das beste von allen war. Für Fans ist diese Tour ein absolutes Muss!! Keine Ausreden, sonst ärgert ihr Euch für den Rest Eures erbärmlichen Lebens! Aber auch für alle anderen Freunde der metallischen Klänge sind die Reiter blind zu empfehlen! Wie das mit dem Sound aussieht, ist natürlich immer abhängig vom Club, aber die Zutaten, die von der Band beigesteuert werden, garantieren ein Erlebnis besonderer Art. Das verspreche ich Euch. Würde es Punkte für Konzerte geben , dann gibt’s von mir elf von zehn! Die Apokalyptischen Reiter zählen für mich zu der mit absolut führenden Band im deutschen Metal-Bereich! Wenn sie sich auch zukünftig mehr ins öffentliche Bewusstsein bringen können, dann sehe ich nichts, was diese Band noch auf ihrem Siegeszug stoppen könnte. Wir können nur gespannt sein, was da noch in Zukunft auf uns zukommt!!!
Reiter = genial, witzig, wild, verrückt, großartig, offen für neues, unberechenbar und sie machen das, was sie wollen......!!!!!
geschrieben am 17.02.2004   von Arturek
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