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Moonsorrow, Swallow The Sun, Debauchery in Hannover, Musikzentrum am 17.04.2007
Galerie Moonsorrow, Swallow The Sun, Debauchery zum Livereview anschauen!

Ein bunter Haufen im Musikzentrum! Diese These traf nicht nur für die gemischten Stile der auftretenden Bands, sondern auch auf das bunte/re Publikum zu. Aber dies war auch zu erwarten. Früher hätte man sich nie vorstellen können, dass so unterschiedliche Combos eine derart ausgiebige Tournee durchziehen. Die Zeiten ändern sich; zum Glück.

Debauchery (http://www.debauchery.de) knallten los, noch bevor es eigentlich um erst 21 Uhr los gehen sollte. Trotz der „sehr“ wenigen Besucher haben sie ihren monotonen und durchaus kopierbaren Death Metal druckvoll und (für mich allemal) überzeugend präsentiert. Dass die Schwaben immer wieder mit Vergleichen leben werden, dies hat auch das letzte Album gezeigt, aber ob so etwas immer nur negative zu werten ist, steht wieder auf einem anderen Blatt.

Auch wenn ich von dem blutverschmierten Zeug nicht viel halte und die Band sich einen Gefallen damit tun sollte, sich davon zu verabschieden, so hat mir deren Auftritt in der halben Stunde Spielzeit durchaus gefallen. Debauchery wirken trotz etlicher Line-Up-Wechsel eingespielt und spielfreudig. Zudem ist der Shouter hervorragend am Gesang (ähm, Growl!) und kann, mit Ausnahme von ein paar „komischen Anmerkungen“, sehr gut mit dem Publikum umgehen; - so geschehen auch während zwingender Pausen, in denen etwas nicht so funktionieren wollte. Schwer genug hat man es ja sowieso als Opener, vor eher wenigen Leuten und dann auch noch in einem Package, was gerade nicht so richtig zusammenpasst.
Vor allem die paar junge Fans in der ersten Reihe hatten ihren Spaß; grölten und bangten was das Zeug hielt. Auch wenn der Sound nicht immer so wollte wie er vielleicht sollte, war es eine durchaus coole Show mit Tracks wie u.a. „Blood For The Blood God“, „Torture Pit“, „Chainsaw Masturbation", "Back In Blood", "Lords Of Battle“, „Masters Of The Killing Ar“ und einer funny - (Midtempo-) Akustikversuch; was nach einem Mix-Versuch aus Deep Purple und Six feet Under klang!


Als Swallow the Sun (http://www.swallowthesun.net/) die Bühne betraten, tat sich auch endlich was im Publikum. Geschätzte 80 bis 100 Leute fanden Platz, schön verteilt, da das Musikzentrum eigentlich viel mehr verkraften kann.
Los ging es mit mit einem melancholischen und sehr langen Track „The Giant“. Sofort hat man den Schalter umgelegt und sich nur diesen düsteren, depressiven und schleppenden Parts gewidmet. Vergessen waren die Death Metal Attacken vor einer knappen Stunde der Vorgruppe. Um so mehr wurde einem bewusst, wie unterschiedlich doch die Welten im Metalbereich sein können.
Sound passte immerhin nahezu in der gesamten Stunde der Finnen, auch wenn die Vocals zum Ende hin leider etwas zu leise wurden. Stageacting der Jungs? Na ja, da muss man nun auch zugeben, dass es sich hier um die melancholischen Tracks handelt. Aber nichts desto trotz legten auch die Finnen genügend Showeinlagen hin; mit Ausnahme von Mikko; Jonas Renkse lässt irgendwie grüßen, was den (cleanen) Gesangsstil und die Gestik/Mimik betrifft. Dabei ist es nicht notwendig, dass Mikko nun stolz jedem zeigt, dass er Katatonia Fan ist (T-Shirt und Aufnäher).
Das Publikum (vor allem die ersten Reihen) nahm jedoch auch die etwas härteren und somit aggressiveren Passagen gerne entgegen und bedankte sich mit tobendem Applaus und Headbang-Attacken. Zum Glück haben die Finnen sie auch die beiden Knallersongs „Don´t fall asleep“, bei dem einige auch heftigen mitgesungen haben und das geniale Stück „These Hours of Despair“ zum Besten gegeben. Letzterer ist einfach eine Granate, was einen Livesong angeht. Mitreißend, gefühlvoll und eben elektrisierend.
STS erschufen mit Songs wie “The Giant”, “No Light, no Hope”, “Don´t fall asleep”, “Through her silvery body”, “These Hours of Despair” und “Swallow” eine Atmosphäre, die genau bei diesem Doom Death Metal so wichtig ist.
Einfach eine absolut geniale Show, die vielleicht in einem kleineren Club viel düsterer und noch wirkungsvoller empfunden worden wäre.
Diese Band sollte man allemal im Auge behalten. Eine Tour mit Bands wie Dark Suns, Katatonia, Opeth oder gar My Dying Bride wäre der Hammer für diese Jungs.

Moonsorrow (http://www.moonsorrow.com): tja, das ist eine Band für sich. (fast) Jeder (!) will deren Shirts tragen, fast jeder ist von deren Alben begeistert und fast jeder kann was mit dem „Folkanteil“ anfangen. Doch für meine Begriffe.... na ja, lassen wir das, es geht hier um die Livequalität. Doch auch wenn ich den Eindruck hatte, dass die Leute im Saal, hierbei auch leider bloß die vorderen Reihen, ihren Spaß hatten, so hat es auf mich keinerlei Wirkung erzielt. Der Sound wollte zu Anfang leider nicht so richtig, wie es eigentlich sein sollte.
Aber die jungen Borschen strahlten trotzdem Spielfreude und eine konzentrierten Eindruck aus. Doch für mich war das nun wirklich nichts, was die Musikrichtung angeht, daher enthalte ich eine weitere Meinung; Fairness muss schon sein.
(Anm. in eigener Sache: wie kommt es, dass Lex und Barbar so auf diese Band stehen?)
Von daher ersparte ich mich die restlichen Minuten der Show und verschwand grinsend aus der Halle, um vor allen Dingen Swallow the Sun gut in Erinnerung zu behalten.

Mein Dank geht an Jan (SSW) und Living Concerts, die sich einem solch bunten Package für Hannover angenommen haben.


geschrieben am 19.04.2007   von Arturek
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