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Never Say Die! Club Tour 2007 Mit Comeback Kid, Parkway Drive ... in Hamburg im Uebel & Gefährlich am 21.11.2007
Galerie Never Say Die Club Tour mit Comeback Kid Parkway Drive etc. zum Livereview anschauen!


Nach den bereits im Sommer gut besuchten „Never say Die!“ – Festivals mit u.a. DYING FETUS und CONVERGE haben meine erklärten Lieblingsbooker von Avocado auch für die kalte Jahreszeit ein illustres Tour-Package geschnürt, das diesmal aber stilistisch deutlich mehr in die traditionellere Hardcore-Ecke tendierte. Mit den äußerst tourfreudigen Metalcore-Abräumern PARKWAY DRIVE aus Australien als Zugpferd konnte man aber sicher auch genügend Metal-(Core)-Anhänger zu den insgesamt 23 Euro-Dates (an 23 Tagen ohne Day-Off) locken. In Hamburg sollte das Mosh-Fest in dem mir bis dato noch unbekannten Club „Uebel & Gefährlich“ am Heiligengeistfeld steigen. Der Club liegt im vierten Stock eines riesigen Bunkergebäudes direkt am Hamburger Millerntorstadion und entpuppte sich vom ersten Moment an als absolute Top-Adresse, nicht nur für diesen Event. Super-Ambiente, Top-Service, Wahnsinns-Sound, kein Gedränge und Geschwitze in Menschenmassen und dennoch war es gut besucht. Durch ein mit Sofas besetztes höher gelegenes Podest an der Seite und dem stufenweisen Anstieg im hinteren Bereich vor der Bühne konnte man zudem von fast überall vernünftig sehen. Die sonstige Organisation war ebenso vorbildlich. Pünktlich um 19:30 Uhr ging`s los mit der ersten Band und alle weiteren Bands folgten ohne lange Umbaupausen.

SOLDIERS aus New York, die dieser Tage ihr Longplay-Debut auf Trustkill veröffentlichen und sich unter anderem aus THIS IS HELL-Musikern rekrutieren, legten fulminant und mit klarem, druckvollen Sound los. Eine gute Viertelstunde boten die Jungs old-schooligen Hardcore mit Metal-Kante für die TERROR- und DEATH BEFORE DISHONOR-Fraktion. Die Jungs hatten während ihrer gut 15 Minuten reichlich Spaß in den Backen und überzeugten durch Spielfreude und dicke Moshparts. (7/10)

Als nächstes waren THIS IS HELL themselves an der Reihe, wobei der Drummer von SOLDIERS einfach sitzen blieb und der Shouter nun die Klampfe übernahm. THIS IS HELL, die ihrem „Sundowning“-Album (2006) kürzlich eine EP mit drei Coversongs und drei eigenen Songs folgen ließen, boten eine solide, nach vorne gehende und mitunter dezent melodische Old-School-Show, allerdings ohne mich besonders vom Hocker zu reißen. Das mag allerdings nicht unbedingt am Songmaterial sondern vielmehr am laufend um sich rotzenden Travis Reilliy gelegen haben. Sowohl seine Stimmlage als auch seine arrogant-asoziale Art liegen mir irgendwie nicht. Ist wohl Geschmackssache. Nach rund 35 Minuten war jedenfalls Schicht. (6/10)

Nun war es Zeit für eine Band, die ich bis dato noch gar nicht live erleben durfte. Die Hardcore- /Crossover-Institution THE WARRIORS aus Kalifornien standen auf dem Programm. Die mitunter schwergewichtigen Burschen sind ja mit ihrem inzwischen dritten Longplayer auf Victory Records gelandet und können demzufolge auf reichlich Songmaterial zurückgreifen. Mit u.a. „Dice Game“, „War is Hell“, „Red, Black and Blue“, „Stone Grinds“ und “New Sun Rising” bot man einen repräsentativen Querschnitt aller drei Scheiben und überraschte zudem durch einen Gastaufritt von PARKWAY DRIVE-Sänger Winston, der dem ohnehin schon guten Auftritt noch einen besonderen Kick verlieh. Anscheinend ein Ergebnis der bereits im Vorfeld gemeinsam absolvierten Australien-Tour. Leider klang bei den WARRIORS der Gitarrensound teilweise etwas merkwürdig und trübte das Bild etwas. Dennoch waren jetzt vermehrte Mosh-Aktivitäten vor der Bühne zu vernehmen. (7,5/10)

Dass die Hardcore-Punker von CANCER BATS aus Toronto so weit oben im Billing standen, war zwar etwas verwunderlich, aber sicher nicht völlig unverdient. Mit ihrem Debut-Album „Birthing the Giant“ in der Hinterhand wurde ein fett groovendes Monsterriff nach dem Anderen in die Hütte geschmettert und Frontmann Liam Cormier bewies einmal mehr seine herausragenden Entertainerqualitäten. „Golden Tanks“, „100 Grand Canyon“ oder „French Immersion“ knallen einfach ohne Ende und machen mächtig Laune. Dachten sich auch die immer lebhafter werdende Pogo-Meute, die sich sogar zu einem Circle-Pit hinreißen ließ. Dreckiger Rock`n`Roll mit Hardcore-Attitüde, der zum Ende des Sets dann leider doch etwas eintönig wirkte. Dennoch sicherlich eine potente Band, von der man noch mehr hören wird. (7/10)

Aber nun war es Zeit für eine amtliche Portion Metalcore an diesem Abend. Mit dem Debut „Killing with a smile“ (2005) haben sich die Australier von PARKWAY DRIVE quasi über Nacht an die Speerspitze der gesamten Metalcoreszene katapultiert und kürzlich mit „Horizons“ zwar nicht überragend aber zumindest standesgemäß nachgelegt. Ein Song wie „Boneyards“ gehörte an diesem Abend jedenfalls zu den ganz dicken Mosh-Brettern. Überhaupt gefiel mir die Truppe an diesem Abend unheimlich gut, was sicher auch an dem dicken Sound lag. Fronter Winston McCall ist sowieso eine Bank und auch die Instrumentalfraktion wirkte sehr tight. Noch nie kamen Abrissbirnen wie „Gimme a D“, „Romance is dead“ oder „Smoke ‚em if you got em“ so fett. Brachialste Moshparts und zentnerschwere Breakdowns brachten die Hütte zum Kochen. Vor der Bühne tobten die ersten fünfundzwanzig Reihen als gäb`s kein Morgen. Als Schmankerl kam dann auch noch die Revanche von WARRIORS-Fronter Marshall Lichtenwaldt, der es seinem PARKWAY DRIVE-Kollegen gleichtat und der befreundeten Band seine Gast-Shouts spendete. Leider war auch bei PARKWAY DRIVE schon nach gut 35 Minuten Schluss und ehrlich gesagt war damit auch der heimliche Headliner schon durch.(8,5/10)

Aber da waren ja noch die kanadischen Hardcore-Heroen von COMEBACK KID, die eigentlich spielend in der Lage sind, ein sehr gutes Stimmungslevel noch einmal deutlich anzukurbeln. Mit Brettern wie „False Idols fall“, „Die Tonight“ und dem genialen „Broadcasting…“ gings auch verflucht lässig los und ein Uptempo-Hardcoregeschoss jagte das nächste und vor allem einem Andrew Neufeld ist es zu verdanken, dass die komplette Show ein hohes Stimmungslevel hatte, für meine Begriffe aber beispielsweise nicht an die Hamburg-Show auf der 2006er Persistence-Tour rankam. Ein bisschen zu routiniert, ein bisschen zu eintönig, ein nicht ganz so euphorisches Publikum (das vielleicht auch von der PARKWAY DRIVE-Show schon etwas ausgepowert war)…wie auch immer, insgesamt war es eben für COMEBACK KID-Verhältnisse etwas lau an diesem Abend. Mit Songs wie „Partners in Crime“, „Defeated“ und natürlich „Wake the Dead“ lagen COMEBACK KID letztlich aber auch bei mir genau richtig und zelebrierten damit einen würdigen Abschluss eines Klasse-Konzertabends. (7,5/10)

Mein Dank geht an Buko (Inspire Art Photography), der wieder einmal Klasse-Fotos geschossen hat. Galerie demnächst online.























geschrieben am 30.11.2007   von Schneider
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