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Divine Heresy in Hamburg, Logo am 21.12.2007
Galerie Divine Heresy live in Hamburg, Logo zum Livereview anschauen!

Kurz vor Weihnachten wurde noch einmal zum Tanz aufgespielt in Hamburg: Divine Heresy, die neue Band des ehemaligen Fear Factory Masterminds Dino Cazares suchte das Logo heim. Im Schlepptau hatten sie als Vorbands die Norweger von Blood Red Throne und die französischen Hacride.
Trotz des günstigen Termins an einem Freitag füllte sich das Logo nur langsam und nicht komplett. Vielleicht waren einige Leute schon für die Feiertage verreist, vielleicht hielt sie die eisige Kälte von dem Weg zum Konzert ab, doch vielleicht haben Divine Heresy auch einfach noch nicht den entsprechenden Bekanntheitsgrad erreicht, der ihnen eigentlich zusteht. Man mag von der Musik halten was man will, doch kein unabhängiger Beobachter würde dem Quartett die Spielfreude, Professionalität und Leidenschaft auf der Bühne absprechen können.

Zunächst begann der Abend aber mit Hacride. Die Franzosen boten einen recht anspruchsvollen aber mitreißenden Einstieg in den Abend. Ihr aggressiver und zugleich technisch-progressiver Modern Death Metal schlägt sehr stark in die Kerbe, die Meshuggah einst etablierten und in letzter Zeit von Bands wie zum Beispiel ihren Landsleuten Gojira oder den niederländischen Textures großartig ausgeweitet und zelebriert wurden. Mit Präzision und einem guten Gefühl für die richtige Mischung aus vertrackten Rhythmen und eingängigen Songteilen gaben sie einen sehr guten Opener ab, der jedoch leider beim Publikum eher auf Zurückhaltung stieß. Vielen der Zuschauer war diese Art von Musik wohl doch etwas zu abgefahren und so wurden Hacride größtenteils nur mit rhythmischem Kopfnicken und höflichem Applaus bedacht.

Nach den anspruchsvollen Franzosen folgte norwegisches Kontrastprogramm: Die Elchtöter von Blood Red Throne präsentierten sich mit klassischem Death Metal der alten Schule. Es wurde geknüppelt und gegrunzt, bis die Nieten an den Armbändern des Sängers wackelten. Instrumental machten die Herren dabei gar keinen so schlechten Eindruck, das kehlige Organ des Sängers ist und bleibt aber selbst für Death Metal Fans reine Geschmackssache. Folglich konnten daher auch Blood Red Throne das Publikum noch nicht zum fröhlichen Abmoschen bewegen. Nichtsdestotrotz waren jedoch ein paar wenige Herren anscheinend nur wegen der Nordmänner vor Ort und schalteten ihren Kopf auf vierzigminütigen Waschgang. Für den Rest des Publikums blieb es aber einfach nur ein netter - und unspektakulärer – Auftritt.

Danach war die Zeit für Divine Heresy gekommen. Ohne Rücksicht auf Verluste schmetterten die vier Herren einen Hassbolzen nach dem anderen ins Publikum und strotzten nur so vor Energie. Sänger Tommy Vext rannte wie ein Verrückter auf der Bühne hin und her, animierte das Publikum und schrie und sang sich die Seele aus dem Leib. Dino Cazares und Bassist Joe Payne wechselten häufig die Bühnenseite, ließen ihre Matten kreisen und lieferten nebenbei auch noch hier und da Backgroundvocals ab. Hinter all dem Treiben vorne auf der Bühne saß fast schon etwas versunken Drummer Tim Yeung hinter seiner Schießbude und baute das rhythmische Grundgerüst mit solch einer Präzision und Schnelligkeit auf, dass man fast schon Angst bekommen konnte! Nicht umsonst konnte Mr. Yeung 2006 den Preis als „weltschnellster Drummer“ absahnen. All diese seitens der Band dargebotene Energie verlief sich jedoch keineswegs im Sand, sondern wurde vom Publikum dankbar aufgenommen und mit gleichwertiger Begeisterung zur Band zurückgeschleudert. Seinen Höhepunkt fand diese Begeisterung wohl, als sich die Fear Factory Klassiker „Self Bias Resistor“ und „Replica“ zwischen die Divine Heresy Songs verirrten, doch auch jeder Song des komplett gespielten Albums „Bleed the Fifth“ wurde gebührend abgefeiert - Songs wie „This Threat is Real“, „Failed Creation“ und „Savior Self“ ließen das Publikum frenetisch mitsingen/-gröhlen.
Nach einer Stunde war das Ganze dann auch schon vorbei, doch in Anbetracht der unglaublich intensiven Show und der Tatsache, dass sämtliche Songs des (bisher einzigen) Albums und zwei (mehr oder weniger) Coversongs gespielt wurden, durfte man im Anschluß auch definitiv zufriedengestellt nach Hause gehen.
Daumen hoch für Divine Heresy!





(Danke an Börbel für die hier verwendeten Livepics!)



geschrieben am 16.01.2008   von Gorlokk
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