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Down in Berlin, Huxleys am 30.03.2008

Nachdem ich mir schon vorwerfen lassen muss, PANTERA nie live gesehen zu haben (Heul!...), war klar, dass ich mir DOWN bei ihrer (nach 2006) zweiten Stippvisite in Deutschland nicht entgehen lassen würde. Also ab nach Berlin ins Huxleys und endlich Phil Anselmo und seine Sidekicks live erleben.



„An evening with Down“ lautete ja das Motto der Tour und das durfte man auch gleich zu Beginn des Abends wörtlich nehmen. Vor und während des Pre-Show-Movies (anstelle einer Vorband) mischten sich nämlich Kirk und Pepper höchstselbst völlig relaxt und ohne Berührungsängste unter das Publikum. Dies gab nicht nur Gelegenheit für den ein oder Anderen einen kurzen Plausch mit den Jungs zu halten, es war auch Ausdruck der beeindruckenden Coolness einer Band, die später noch groß aufspielen sollte.



Das knapp 60-minütige Filmchen fiel für meinen Geschmack auch durchaus unterhaltsam aus, wechselten sich doch kultige 70er-Live-Ausschnitte von Bands wie DEEP PURPLE, SCORPIONS, LYNYRD SKYNYRD, THIN LIZZY usw. mit Tourtagebuch-Aufnahmen von 2006 inkl. Hotelzimmer auseinander nehmen mit Zakk Wylde (BLACK LABEL SOCIETY) etc. ab. Eine kurzweilige Angelegenheit und gute Einstimmung auf das Konzert war es auf jeden Fall.





Direkt im Anschluss ging es dann auch Knall auf Fall los und die Supergroup enterte mit „Underneath Everthing“ vom „Nola“-Debut furios die Bühne. Im Publikum brachen alle Dämme und auch der Autor konnte sich einer mittelschweren Gänsehaut nicht verwehren. Die Götter waren gelandet! Mit „The Path“ von der neuen Platte und dem düster-brachialen Opener von Down II „Lysergic Funeral Procession“ nahm der Hit-Reigen seinen Lauf und sowohl Phil, der stilecht im POSSESSED-Shirt auflief, als auch Kirk, Rex und Pepper wirkten souverän, abgeklärt und keinesfalls arrogant, auch wenn Phil mitunter - allerdings absolut zurecht- das ein oder andere Mal den schwerst charismatischen Entertainer raushängen ließ. Dennoch bedankte er sich stets höflich mit einer fast unterwürfigen Geste für den Applaus des Publikums.



Die Stimmung im Huxleys steigerte sich merklich von Song zu Song, wobei „Lifer“, der Nackenbrecher „Ghosts along the Mississippi“ und das tolle (neue) „On march the saints“ nicht nur von mir euphorisch abgefeiert wurden. Doch entgegen so manch anderem Konzert in der letzten Zeit, bei dem der Headliner nach `ner Stunde bereits die Bretter verließ, war hier noch lange nicht Schluss. Im Gegenteil: Es wurde immer besser. Voller Spielfreude wurden jetzt die „Nola“-Classics „Losing all“ und „Eyes of the South“ runtergeholzt, auch wenn man ehrlicherweise sagen muss, dass der Sound an diesem Abend gerne ein wenig besser hätte sein können. War für viele aber offenbar nebensächlich, schließlich war man froh die Band überhaupt mal zu Gesicht zu bekommen. Dann verließ die Band erstmal die Bühne, nur um standesgemäß für weitere vier Zugaben zurück zu kommen: „New Orleans is a dying whore“, das legendäre „Stone the Crow“, das melancholische “Jail” und das abschließende Mini-Epos “Bury me in smoke” beendeten ein rund 2-stündiges Set und damit einen grandiosen Konzertabend.



So großes Damentennis bekommt man heute nicht mehr allzu oft geboten. Also wenn Ihr noch die Möglichkeit habt, sie zu sehen (am 17.04.2008 spielen sie den letzten Deutschland-Gig in Wiesbaden), nix wie hin.

http://www.down-nola.com/tour.htm










Don`t regret the rules i broke
when i die
bury me in smoke

















geschrieben am 06.04.2008   von Schneider
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musikalischer Background des Verfassers
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