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Baden In Blut 2008 in Lörrach am 12.07.2008
Galerie Baden in Blut 2008 zum Livereview anschauen!

Samstag, 12 Juli 2008, 7:00h morgens, der Wecker klingelt. So ein Wecker kann schon ein Arschloch sein, aber in Anbetracht dessen, dass es auf ein illustres Festival in Lörrach geht, kann man das verschmerzen. Nach kurzem Zwischenstopp in Freiburg, wo ich Gastfotografin, ihres Zeichens Cousine und Nicht-Metallerin(!!), Laura aufgesammelt habe, sind wir dann nach Lörrach weitergestochen.

Entweder lag es an der Unfähigkeit des Fahrers, der des Navis, oder an der spärlichen Beschilderung, denn beim ersten Versuch das Festivalgelände zu finden, sind wir bei einer Sportanlage gelandet. Dort wurde zwar auch eine Party, mit Fleisch, Bier und Metal vorbereitet, allerdings lag dann zumindest meine Präferenz auf echten Livebands. Am anderen Ortsende fanden wir dann auch endlich das Baden in Blut. Der Weg dort hin war an markanten Stellen mit A3-Schildern ausgewiesen, die ich wohl im Eifer des Gefechts übersehen habe.

Das Auto konnte man kostenfrei quasi neben dem Festivalgelände abstellen, schöne Sache. Das Areal des Parks an und für sich ist riesig. Weite Wiesen, gemütliche Lichtungen mit Bänken und die eigentliche Festival-Area, die Weidenkuppel. Umgeben von einer spiralförmigen Hecke, erstrecken sich die Weiden in die Höhe, die das Kuppelgebilde tragen. So waren zumindest trockene Füsse gewährleistet, wobei das Wetter den ganzen Tag über gnädig war und sich gegen Abend sogar die Sonne zeigte.

Gegen 13:00h eröffneten dann die Schweizer von DARKMOON das diesjährige Festival. Zahlreiche Fans hatten sie mitgebracht und mit ihrem Mix aus Deathmetal mit blackigem Einschlag hatten sie das Publikum fest in der Hand. Nach dem sehr geil rausgehauenem Hypocrisy-Klassiker "Roswell 47" hatten sie auch mich erobert. DARKMOON sind live wirklich klasse. Der Review von Kollege Meaningless rät zum Kauf der aktuellen Scheibe, also nicht zögern.

Die Umbaupausen waren in der Regel relativ kurz und konnten zum Essen und Trinken genutzt werden. Die Preise für Essen und Trinken waren, wie im Vorfeld angekündigt, fair gehalten. Für Bier oder Softgetränke hat man 2€ bezahlt, Steak und Currywurst mit Fritten, so zwischen 3 und 4 €. Die Bezahlung erfolgt über das altbewährte Bon - System. Man kauft sich an einer Kasse Bons und kann dann im Gegenwert für z.B. 2 Bons was zu Trinken holen. Bin ich persönlich kein Fan von, wenn man plötzlich feststellt, dass man zu wenig Bons hat musst man erst wieder welche holen gehen. Aber dass es aus organisatorische Gründen einfacher ist, als überall mit Geld zu hantieren, ist klar und auch in Ordnung. Toll war, dass man generell nicht lange Anstehen musste, wenn man etwas wollte. Und das Essen war echt in okay!

WOLFCHANT, die bayrischen Pagan-Metaler waren die nächsten auf dem Plan. Da die CD des Sound - Engieers einen Kratzer hatte ging es eben ohne obligatorisches Intro los, was der Sache allerdings keinen Abbruch getan hat. Schöne melodische Gitarrenläufe gepaart mit schnell-brutalen Atillerie-Attacken. Songs wie "The betrayal", "Sacrifice" oder "A Wolfchant From The Mountain Side" haben großen Gefallen im Publikum gefunden, da vorher wohl nur wenige Wolfchant gekannt haben.

Das Baden in Blut zeichnet sich nicht nur durch die schöne Location und die freundlich-familiäre Atmosphäre aus, sondern auch das breitgefächerte musikalische Spektrum. Ob Deathmetal, Gothic, Thrash, symphonischen Blackmetal und Powermetal, für jeden ist was dabei.

DEADLOCK schlagen eher in die Core-Ecke mit deathigen Elementen. Zwar sind die Dual-Gitarrenläufe recht nett und auch die Alternation zwischen den klaren, weichen Vocals von Sabine und den tiefen Growls von Johannes klingen recht gut, allerdings konnte ich mit DEADLOCK bis dato nicht viel anfangen.

Danach war es Zeit für mein erstes Hightlight auf Baden in Blut, STORMLORD. Die Italiener haben mir schon immer sehr gut gefallen, allerdings sind ihre Tourdaten in Deutschland eher spärlich gesäät. Um so toller, dass es den Organisatoren gelungen ist, sie an Land zu ziehen! Nach einer etwas längeren Umbaupause ging es dann los und unter der Weidenkuppel wurde es dichter und vor der Bühne immer enger. Die Römer legten mit ihrem Klassiker "Where my spirit forever shall be" einen furiosen Start hin und die Mähnen flogen durch die Luft. Mit "Mare Nostrum" hatten die Jungs ein neues Album im Gepäck, das auch live sehr geil ankommt und demensprechend auch rausgeballert wurde. Neben dem Titeltrack fand auch "And The Wind Shall Scream My Name" den Platz auf der Setlist, ebenso wie "The Gorgon cult" und "Death of Medusa". Dann war aber auch schon fast Schicht im Schacht. Allerdings nach frenetischen Stormlord-Stormlord und Zugabe-Rufen gab es dann noch ein extra Stück.

Die etwas längere Umbaupause wurde ausserhalb der Weidenkuppel mit einem Intermezzo von den Freiburger Spielleuten von "Heidenspass" überbrückt. Seitens des Veranstalters natürlich ein ganz toller Coup. So langweilt sich niemand, auf der Stage kann in Ruhe gewerkelt werden und man hat die Gelegenheit sich etwas zu entspannen. Die ganz fitten tanzen natürlich zu den mittelalterlichen Klängen oder lauschten der Gaukelei.
Nach einer gefühlten halben Stunde ging es mit den Powermetallern von MYSTIC PROPHECY weiter. Und an der Bühne tummelten sich jetzt die Kuttenträger mit biergeschwängerten Atem. In Lörrach wird ausgebieg gefeiert und so fingen die ersten mit Crowdsurfen und Schupsen an. Das Quintettt, dass erst seit knapp sieben Jahren existiert, kann auf eine amtliche Diskographie zurückblicken. Ihr neuster Output wurde dann auch beim BiB 08 beackert. "Rock the night", "Sacrifice me", und passenderweise "Demons blood" brachten durchaus das Blut des Publikums zum kochen. Hüpf-Tiranden, Gruppenmoshen und spätestens bei "Paranoid" war lauthalses mitgröhlen angesagt. Bisher sind MYSTIC PROPHECY an mir vorbei gegangen, allerdings wussten sie durch ihre eingängigen Melodien und dem harten Groove zu überzeugen. Sehr geil. Leider war aufgrund des engen zeitlichen Rahmens für Zugaben keine Zeit.

Eigentlich wäre es danach Zeit für "END OF GREEN" gewesen, die haben wir uns von außen angehört, denn es war an der Zeit, ein paar Impressionen vom Festivalpublikum, von der Location und dem Flair zu sammeln, außerdem hatten wir Hunger.

Das Schöne am "Baden in Blut" ist, dass es in einem öffentlichen Park stattfindet. Sie trifft unweigerlich die Metal-Kultur "in Action" auf die "Normalbevölkerung. Und so mancher hat schon mal interessiert de Hals über die Hecke gereckt, um zu sehen, was dahinter passiert. Oder sich einfach mit dazu auf die Bierbänke unter den Bäumen gesetzt, zum kurzen Plausch oder zum Spielen mit den Kindern, von denen es vor Ort nicht wenige gab.Das Baden in Blut zieht nicht nur Leute aus der Region an, sondern auch überregional, aus Karlsruhe, Heidelberg, Mannheim, Stuttgart, waren Leute zugegen.

Wieder einmal sollten die Spielleute von HEIDENSPASS die Zeit bis zum Gigstart der Todes-Tulpen von GOD DETHRONED überbrücken. Und die machten mit ihrem holländischen Deathmetal der bösesten Sorte die Weidenkuppel fast dem Erdboden gleich. Circle / Moshpits nonstop, da mussten schon ein paar Dreck fressen. Die Jungs hauten Keulen wie "2014" oder die Midtempo-Walze "Soul Sweeper" mit einem Affentempo raus und sie hatten sichtlich Spass an ihrem Gig. Frontsau Henri sind die kleinen familiären Gigs mit Nähe zum Publikum auch die Liebsten, laut Ansage ans Publikum. Nach einer knallharten Vorstellung gab es als Zugabe "Arch Enemy Spain", auch wenn sich so mancher das Über-Cover "Evil Dead" gewünscht hätte.

Auch wir waren am Ende unserer Kräfte und angesichts der langen Heimfahrt haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, die badische Thrasher von DESTRUCTION ausfallen zu lassen. Auf dem Weg nach draussen sind wir dann noh an einem ca. 6 Meter hohen brennenden Kunstwerk (??) stehen geblieben.

Fazit: Ich bin voll des Lobes für "Baden in Blut". Das Festival ist gut organisiert, die Leute und die Musik stimmen, ebenso das drumherum. Bleibt den Jungs und Mädels vom Metal Maniacs Markgräferland e.V. für die kommenden Jahre nur weiterhin Erfolg zu wünschen.

Bis zum nächsten Jahr!


Grüße gehen diesmal an: Jürgen & Gastphotographin Laura





geschrieben am 13.07.2008   von Margesh
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