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Lenny Kravitz in Hannover, AWD Hall am 10.08.2008

“Love Revolution 2008 Tour”

Es gibt Tage, an denen man schon glaubt sein Pulver verschossen zu haben. Doch irgendwie gibt es dann doch hier und da Reserven, die mir an einem Tag wie dem 10.08. auch in der Nacht Power zum abrocken (und staunen) geben. Gründe dafür gibt es zu genüge, wenn man sich eben einem Gig wie dem von Lenny Kravitz hingibt. Gerade noch in Hildesheim beim M´era Luna Fields of the Nephilim geschaut, schon rein ins Getümmel der AWD Hall in Hannover, in der sich 3.200 Zuschauer von einem Multitalenten und seinen nicht minder weniger talentierten Mitstreitern begeistern lassen.



Was hier jedoch geboten worden ist, lässt sich eigentlich nicht in Worte fassen. Man kann daher eigentlich nichts dazu sagen. Dabei möchte ich darauf hinweisen, dass es keinen Unterschied macht, ob man mit dem Musikstil des Herren Kravitz nun etwas anfangen kann oder nur deshalb dort aufkreuzt, weil er eine Berühmtheit ist. Ich habe keine Ahnung, woher er diese Kraft nimmt eine solche Show abzuliefern, aber seit ich ihn mal 1999 in Hamburg erlebt habe, zählte schon dieser Auftritt zu den besten Konzerten, die ich bis dato erlebt hatte. Nun ist mir erneut klar geworden, dass er samt seinen Begleitern nichts an Power, Energie und Charisma eingebüßt hat. Ich versuche es trotzdem ein „bisschen“ zu beschreiben, was diejenigen verpasst haben, die sich womöglich an den heutigen Eintrittspreisen stören.

Leider habe ich aufgrund des M´era Luna die erste halbe Stunde selbst verpasst und bin somit mitten in einen der neuen Songs „Dancin till dawn“ – samt einigen Anspielungen auf Pink Floyds „Another Brick in the Wall“ und Michael Jacksons „Billy Jean“ – eingetroffen. Doch die AWD Hall war bereits zu diesem Zeitpunkt am Kochen.

Gewohnt, gekonnt bot Lenny Kravitz seine (Best Of) Hits (-siehe Tracklist unten) überwiegend in bekannterweise ausgedehnten Langversionen, die hier und da auch mal in ausgesprochen abgespacte Gitarrenriffs oder Trompeten- und Schlagzeugsoloparts endeten. Ob nun bei „Be“, dem Track einer jeden Show „Let Love Rule“ als auch „Stillness of heart“; es stimmte einfach alles, egal wie lang diese Songs auf einmal wurden. Die Musiker harmonieren hervorragend miteinander. Es macht sich eben bezahlt, wenn man den ein oder anderen bereits seit der Schulzeit kennt und in sämtlichen Pubs/Bars gespielt hat. Improvisation ist durchaus viel, aber dabei auch noch alles haargenau zu bedienen und zu beobachten, wie jeder Einzelne auf den Anderen eingespielt ist, versetzt den Zuschauer nur zu Staunen. Es hat den Anschein, als ob Lenny Kravitz im Stande ist mit seinen Stücken die Leute zu berieseln, davon abhängig zu machen. Gerade das Einbeziehen des Publikums in die Songs, ob nur Mitklatschen oder gerade das Mitsingen, es funktionierte. Dabei muss ich nicht besonders erwähnen, dass einigen, meist jüngeren Besuchern, allein das Charisma von Lenny Kravitz vollkommen ausreiche um hierbei umzufallen.

Auch wenn es traurig erscheint, dass es bloß einen Zugabesong mit „Are you gonna go my way“, der kurzerhand mit „Rock´n´roll is dead“-Riff eingestimmt worden ist, gegeben hat. So muss man abschließend bemerken, dass genau diese Zugabe den Rest gegeben hat. Wahnsinn! Selbst der kurze Schlagzeugeinsatz von Lenny Kravitz hat für eine kleine Überraschung gesorgt. Und wenn wir schon beim Staunen sind, so erschien mir, dass viele aus dem Publikum recht verdutzt waren, als Lenny seinen durchaus üblichen –Publikumsdurchlauf- bei „Let Love Rule“ vollzogen hatte. Das Blitzlichtgewitter glich einer Paparrazi Show am roten Teppich einer Hollywood Veranstaltung. Da hatten bestimmt einige Eltern „Angst“ um ihre Kids.
Natürlich hätte ich mir einige Stücke mehr gewünscht vor allem vom neuen Album oder etwas von „Circus“ als auch vor allen Dingen mehr von „5“, doch es scheint, dass auch ein solcher Star sich es nicht leisten kann reine Charts/Hits auszulassen und dafür etwas „Ungewöhnliches“ zu spielen.
Doch nun, die Botschaft der Liebe und des Friedens ist mal wieder angekommen und ich bin mir sicher, dass er noch sehr lange für diese wertvollen Dinge des Lebens so abrocken wird. Lenny ist God, gar keine Frage. Es ist einfach herrlich mit an zu sehen, wie auch ein alter (Musikbusiness)Hase derart in die Vollen gehen kann. Hut ab vor einem solchen Künstler, egal wie viel er nun schon verdient hat oder VIP Erfahrung besitzt.


Fazit: Yes it´s time for a Love Revolution. Peace, Love, Rock = Lenny Kravitz (& Band)!
Sound, Licht, Performance einfach Klasse, eben eine unbeschreibliche Show!!! Dieser Künstler ist jeden Cent wert. Wunderbar, wie ein solcher Künstler mehrere Generationen an sich binden kann.

Tracklist:
Bring it on
Always on the run
Dig in
Again
Fields of joy
It ain´t over
Dancin till dawn
Be
Stillness of heart
I´ll be waiting
Where are we runnin´?
Amarican woman
Fly away
Let love rule
Are you gonna go may way


Mein Dank geht an Stefan für die „zügige“ Fahrt:-) und Hannover Concerts.

Mehr zu dem Musiker der Superlative und für meine Begriffe einem der wenigen unerreichbaren Livekünstler gibt es auf der offiziellen Website @ http://www.lennykravitz.com - (auch wenn selbst hier das „Baptism“ Album in der Discografie fehlt….).


Trauriges am Rande:
Die T-Shirtpreise von 30 € einseitig bedruckt!) haben mal wieder dafür gesorgt, dass ein solch genialer Abend ein Manko aufweisen kann. Dabei wird doch schon so enorm viel bei solchen Megastars gesponsert. Bei den Eintrittspreisen und der Berieselung durch die Sponsoren müssten die Fans die Shirts gratis erhalten.


geschrieben am 14.08.2008   von Arturek
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