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Cripper, Hatred & Lost World Order - T. T. T. Tourtagebuch - Part 2 in Salzgitter u. Bad Oeynhausen am 24.-25.10.2008
Galerie Cripper, Hatred & Lost World Order - T. T. T. Tourimpressionen zum Livereview anschauen!

Die Triple Thrash Treat Tour von CRIPPER, HATRED und LOST WORLD ORDER ist angelaufen. Zwei Monate lang zieht dieses Chaos-Package durch Deutschland, um die Bühnen in Schutt und Asche zu legen. Im wöchentlichen Rhythmus veröffentlichen wir hier nun deren Tour-Tagebuch, damit Ihr nachlesen könnt, was die Bagage so alles erlebt hat. Nach Hannover und Vechta im ersten Teil, geht es nun weiter nach Salzgitter und Bad Oeynhausen

Freitag, 24.10., Salzgitter, Forellenhof

Cool, im Forellenhof wollte ich schon immer mal spielen, schließlich sind da permanent irgendwelche schönen Metal-Events. Clever, wie die Veranstalter sind, platzieren sie unsere Tour in einem zweitägigen Festival-Package, dessen Thrash-Freitag sich ein Death Metal-lastiger Samstag anschließt.
Zunächst ist jedoch Hinfahren angesagt, und wir kommen aus verschiedenen Gründen nicht besonders gut aus der Hüfte. Als wir uns dann endlich unsere wohlverdiente Pause am Autobahn-Burger King gönnen, bekommen wir einen mehr oder weniger panischen Anruf von CRIPPER-Schlagwerker Dennis. Die Band ist bereits vor Ort und sieht sich mit einer Ausbeute von gerade einmal zwei zur Verfügung gestellten Beckenständern konfrontiert. Des Rätsels Lösung: jede Band hätte Beckenständer mitbringen sollen, aber die Kommunikation hatte irgendwo ein Funkloch. Wir hätten das sowieso nicht machen können, da unser Drummer Draconiz ein Rack spielt und demzufolge gar keine separaten Beckenständer besitzt. Also fahren wir einfach weiter, ohne großartig über die Sache nachzudenken.
Vor Ort gibt es erst mal eine kleine Begrüßungsorgie. Die Veranstalter sind dieselben, die uns letztes Jahr für einen Gig in Braunschweig gebucht hatten, so dass man mehr bekannte als unbekannte Gesichter findet. Der Backstage-Bereich im Forellenhof ist recht gemütlich, und das Catering begeistert vor allem mit seinen Schmalzbroten. Ich steh ja tierisch auf das schmierige Zeug, was zumindest teilweise meinen Schmerbauch erklärt. Die ersten Biere schmecken ebenfalls sehr gut, so dass wir uns – unterhalten von einigen weiteren Jean Tré-Großtaten (heute geht es um gestapelte Bierkästen) – auf unsere Gigs einstimmen können.
Den Anfang machen heute LETHAL INC., eine sehr junge Band, die mit einem guten Auftritt – der lediglich ein wenig an der Schüchternheit der Musiker krankt – überzeugen und einigen Applaus auf der Habenseite verbuchen können. Allerdings wäre es nicht schlimm gewesen, wenn sich ein paar mehr Leute vor der Bühne eingefunden hätten. Das scheint in Salzgitter jedoch so üblich zu sein, ein Großteil der Anwesenden bleibt die ganze Zeit draußen vor der Tür und säuft sich dort die Hucke voll. Dafür werden im Verlauf des Abends dutzende Schlafsäcke in den Forellenhof bugsiert, die allesamt in der großen Übernachtungskammer landen. Das kann ja heiter werden.
Weiterhin leer bleibt es bei HATRED, die ein weiteres Mal hervorragende Arbeit leisten und mit ‚Resurrection’ einen stärkeren Opener als mit dem noch letzte Woche als Einstieg gespielten ‚Explosions’ in petto haben. Auch unser Gig kann nicht mehr Leute ins Haus locken, obwohl unser „Alfred J. Kwak“-Intro vollständig debil ist. Mit dem Auftritt können wir indes zufrieden sein, obwohl der matschige und höllisch laute Bühnensound uns schwer zu schaffen macht. Trotzdem kommt hinterher ein Zuschauer zu mir und betont, dass er uns eigentlich nicht so toll fand. Bis auf einen Song, der sei super gewesen. Wir können zwar herausfinden, dass er damit ‚Blood Addicted’ meint, warum er den Rest nicht mochte, kann er jedoch leider nicht in Worte kleiden, weshalb diese Kritik wenig konstruktiv leibt. Wenigstens hat er die Eier in der Hose, Kritik zu äußern, was ich ihm fernab jeglicher Ironie hoch anrechne.
Der CRIPPER-Auftritt sieht endlich mal ein paar mehr Zuschauer, was die Hannoveraner zu Höchstleistungen anstachelt. CRIPPER sind übrigens die einzigen, die jeden Tag die Reihenfolge der gespielten Songs umstellen. Legt man ein Repertoire von 13 Songs zugrunde, ergeben sich mathematisch gesehen y Kombinationsmöglichkeiten. Wer die richtige Lösung für y an mich schickt (mat[at] lostworldorder.com), erhält als Belohnung nach der Tour eine CD, auf der sämtliche bekloppten Intros zusammengestellt werden.
Nach der Pflicht kommt die Kür, - sprich: Aftershow-Party -, und es muss nicht lange erklärt werden, dass wir das eine oder andere alkoholhaltige Erfrischungsgetränk verhaften. HATRED-Sänger Matze streicht zwar frühzeitig in Folge von extremer Druckbetankung die Segel, der Rest erfreut sich jedoch an den musikalischen Tugenden eines David Hasselhoff, tanzt sich in einen Limborausch (ich habe ernsthaft am nächsten Tag Muskelkater im Allerwertesten) und grölt fröhlich den Möchtegern-Mauerfall-Hit ‚Looking For Freedom’. Der Versuch von Kört und mir, noch ein wenig auf den Gitarren zu klimpern, erweist sich in diesem Zusammenhang als wenig fruchtbar. Als irgendwann später die Bierdusche stattfindet, befinde ich mich glücklicherweise schon in waagerechter Position. Don’t hassel the Hoff!


Samstag, 25.10., Bad Oeynhausen, Druckerei

Im zackigen Militärton werden Tobi und ich unsanft von Henny aufgescheucht: „aufstehen, es ist 12 Uhr, Auto ist gepackt, Abfahrt in 5 Minuten!“ Ächz, da kann ich ja gut drauf. Vor allem, wenn ich in einem Raum zusammen mit mindestens dreißig anderen Personen liege, dessen Sauerstoffinhalt im Lauf der Nacht komplett gegen den Geruch von Schweiß, Alkohol und Fürzen getauscht wurde. Wenigstens kann ich noch ein wenig Zahnpflege betreiben und stelle dabei fest, dass mir meine sauberen Mitmusiker im Schlaf (!) einen Strich verpasst haben. Grund: ich soll meinen Hintern aufreizend ausgestreckt haben. So eine Frechheit!
Nach der Verabschiedung von den Einheimischen (an dieser Stelle noch mal Grüße und Danke an Anselm und den Rest!), geht es gen Heimat. Wir müssen erst bei uns zuhause vorbei, da wir in Bad Oeynhausen den Löwenanteil des Equipments stellen. Dankenswerterweise haben wir eine nette Uschi am Start (nein, keine Gummipuppe, sondern ein Navigationsgerät mit weiblicher Stimme), die die gesperrte Autobahnauffahrt erkennt und uns zielsicher umleitet. Das wäre sonst sicher weniger problemlos gegangen. Frühstück für Champions wird bei dem Restaurant mit dem goldenen „M“ eingenommen, um Kraft für das weitere Tagesgeschäft zu tanken.
Nachdem wir unseren Proberaum geplündert haben, geht es ab nach Bad Oeynhausen. In der Druckerei haben wir schon einige Male gespielt, und heute erhalten wir ein weiteres Mal Unterstützung unserer alten Freunde von HUMAN PARANOID. Die Band hat gerade eine schöne Aktion am Laufen und schleppt überall eine brandneue Gitarre mit, die sie von allen möglichen Musikern signieren lässt. In Bälde wird das gute Stück zusammen mit diversen anderen Goodies wie CDs und Shirts versteigert, und der Erlös soll einem guten Zweck zugute kommen. Natürlich tragen alle drei TTT-Bands ihr Scherflein dazu bei.
Das Aufbauen des Equipments ist kaum erwähnenswert, nur HUMAN PARANOID-Drummer Grobi sorgt dbaie für einen dicken Lacher. Beim Aufbauen seiner Fußmaschine parkt er die Verbindungsstange seiner Pedale kurzfristig auf dem Hocker, den er prompt umstößt. Die Stange fällt in den schmalen Spalt zwischen Bühne und Wand, Grobi flucht, wir lachen uns schlapp, und die Stange wird mit einem Magneten irgendwann doch noch gerettet.
Da es in der Druckerei kein Catering gibt, bestellt sich ein Teil der Musiker Pizza, wir suchen uns jedoch am Bahnhof eine Dönerbude. In dem Laden sitzen bereits einige offenbar russisch-stämmige junge Erwachsene, die bereits die erste Flasche Vodka intus haben und einen leicht aggressiven Eindruck machen. Dementsprechend machen wir uns schnell wieder vom Acker.
In der Druckerei wurde zwischenzeitlich ein dort hängendes Transparent textlich umgestaltet. Dadurch komme ich zu dem zweifelhaften Spitznamen „Kaba-Mätty“, der mich zweifellos noch Monate verfolgen wird. Irgendwann geht es auf die Bühne, und HUMAN PARANOID geben wie üblich alles. Der räudige Old School-Sound der Band macht immer wieder Spaß, und die Band nutzt ihren Heimvorteil. Netterweise widmet das Quartett jeder der anderen beteiligten Bands einen Song, was mich jedoch als Gast auf die Bühne zwingt. Zum Glück kenne ich den Text nicht. Schade.
HATRED sind gut wie immer, haben es mit dem Publikum jedoch relativ schwer. Ich muss allerdings zugeben, dass ich das Geschehen nicht unmittelbar verfolge. Bei CRIPPER läuft die Sache etwas besser, da sich die Band in der Region bereits ein gutes Following erspielt hat. Trotz ihres coolen „Barbapapa“-Intros können wir den internen Contest diesmal für uns entscheiden, denn Draconiz hat irgendwoher die Tonspur des Trailers zum „Die mit dem roten Halsband“-Pornos von anno Tobak aufgetrieben. Vor Lachen fallen uns beinahe die Instrumente aus den Händen. Der Auftritt gerät zu unserem bisher besten, und bei ‚Rock You Like A Hurricane’ stürmen eine Menge HATREDs und CRIPPERs unaufgefordert die Bühne und stellen sich vor allem auf Hennys Füße. Dadurch kann er beim Solo nicht auf die Midi-Leiste treten, aber wen juckt’s?! An den Drums sitzt bei dem Song Alex, unser Aushilsdrummer von letzter Woche, der mit Sprechchören begrüßt wird. Heute spielen wir ‚A Curse Upon Mankind’ als Zugabe, den Tobi allerdings nicht wirklich gelernt hat, so dass die Bassspur ein wenig – ähem – improvisiert klingt.
Insgesamt ein schöner Abend, der jedoch recht abrupt mit Abbau und Heimfahrt endet. Wir fahren hinterher noch ins Herforder X und geben uns den Rest, während speziell HATRED noch einen etwas weiteren Weg nach Hause haben.
Nach der Halloween-Pause ist unser eigentlicher Bassist McZ wieder dabei, und wir können’s kaum noch erwarten.

Mätty/LOST WORLD ORDER=


TTT-Tourdates:
CRIPPER, HATRED u. LOST WORLD ORDER
17.10.08 D – Hannover – Labor
18.10.08 D – Vechta – Gulfhaus
24.10.08 D – Salzgitter – Forellenhof
25.10.08 D – Bad Oeynhausen – Alte Druckerei
07.11.08 D – Würzburg – B-Hof
08.11.08 D – Bad Neustadt a.d. Saale - JuZe
14.11.08 D – Steinfurt – Talentschuppen
15.11.08 D – Dortmund-Scharnhorst – JZ Das Zentrum
21.11.08 D – Mainz – Kulturcafé Mainz
22.11.08 D – Weinheim – Café Central
28.11.08 D – Neuss – Haus Derikum
29.11.08 D – Siegen – Blue Box
05.12.08 D – Detmold – Alte Pauline
06.12.08 D – Herzebrock-Clarholz – Gasthof Muck
12.12.08 D – Bayreuth – Glashaus
13.12.08 D – Schweinfurt – Jugendhaus Schweinfurt






geschrieben am 06.11.2008   von Børge
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musikalischer Background des Verfassers
Hard Rock, Heavy/Power Metal, Speed Metal, Thrash Metal, Death Metal, Black Metal, 80er-Jahre Metal, US-Metal, NWoBHM, osteuropäischer Metal jeglicher Stilrichtung
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