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Opeth, Cynic, The Ocean in Hamburg, Markthalle am 12.12.2008
Galerie OPETH, Cynic - Markthalle, Hamburg 12.12.08 zum Livereview anschauen!

Bereits im Vorfeld hat Gorlokk mir mitgeteilt, dass man sich wohl kaum „das Konzert des Jahres“ entgehen lassen dürfe. Und nach dem Erlebten vom Freitag, gibt es auch nicht viel mehr zu sagen, außer vielleicht, dass chicken (Marc) als auch meine Wenigkeit sein Statement unterstreichen können (wie ihr sehen könnt, war Metalglory.de gut vertreten - „…Spießer? Bitte nur nicht ins Auto kotzen!“)!

Auch wenn das Ereignis des Jahres am 30.08.08 in Warschau beim 25-jährigen Jubiläum von VADER stattgefunden hat, so ist tatsächlich die Livevorstellung von OPETH in der Hamburger Markthalle der absolute Wahnsinn gewesen und mit Sicherheit das geilste Konzert des Jahres 2008. Doch wer mich kennt, wird nun wissen, dass ich natürlich auch Mankos finden kann, was jedoch auch fairerweise erwähnt werden darf. Bemängeln kann man definitiv, dass die Clubveranstalter es nicht wirklich gemerkt haben oder nicht merken wollten, dass es arschkalt gewesen ist und auch wenn man kein Weichei ist, so ist es nicht sonderlich angenehm mehr als eine Stunde vor der Halle warten zu müssen. Dies alles bloß, weil der sog. „Check in“ vor dem Eingang auf der Treppe stattgefunden hat und wirklich jeder dran glauben musste. An dieser Stelle ist es auch ratsam zu erwähnen, dass die Show im Vorfeld ausverkauft gewesen ist. Daher die Frage: Können die Veranstalter nicht mitdenken und vielleicht den Personencheck auf Drinnen verlegen? Oder zumindest etwas eher mit der „Durchsuchung“ anfangen?! Stichwort „Tagesschau“!


Nur aufgrund dieser, in meinen Augen fanunfreundlichen Aktion haben so einige die Show von THE OCEAN und etwas von CYNIC verpasst. Daher überlasse ich nun ein paar Sätze dem Gorlokk zu diesen beiden Vorbands:
Glücklicherweise waren wir bereits sehr früh an der Markthalle angekommen und durften uns als Gegenleistung zu 40 Minuten Warten in der Kälte dann immerhin die erste Band des Abends THE OCEAN zu Gemüte führen. Das internationale Musikerkollektiv mit der Wahlheimat Berlin konnte mit seinem technischen und gleichzeitig atmosphärischen Extreme Metal den Löwenanteil der ca. zur Hälfte gefüllten Markthalle auf seine Seite ziehen und bot dreißig Minuten lang einen (trotz wenig Spielraum auf der Bühne) energiegeladenen und überzeugenden Auftritt. Mit einem massiven Schwerpunkt auf ihrem letzten Doppelalbum „Precambrian“ und einem druckvollen Sound machten THE OCEAN ein sehr gutes Bild und weckten starkes Interesse auf die im März 2009 anstehende Headliner-Tour! Freunde modernen Extreme Metals mit Death Metal, Prog und leichten Core-Einflüssen sollten diese Herren unbedingt anchecken. Nach einer sympathisch kurz gehaltenen Umbaupause starteten die Tech-Death-Urgesteine CYNIC sofort vom Soundcheck aus in ihr halbstündiges Set und forderten nun wesentlich mehr Aufmerksamkeit als ihre bereits nicht wirklich einfachen Vorgänger. So fielen die Publikumsreaktionen dann auch teilweise etwas verhaltener aus, doch merkte man auch deutlich, dass CYNIC für ein paar angereiste Metaller der heimliche Headliner des Abends waren. Mit einem massiven Fokus auf ihrem neuen Album „Traced in Air“ boten die vier Mannen Hits wie „Evolutionary Sleeper“ und „Integral Birth“ und ließen nach dem sehr kurzen, aber ebenfalls überzeugenden Set die ersten Zugabe-Rufe laut werden.
Für die Mehrheit der Anwesenden war der ungeheuer progressive und komplexe Sound der Amis aber wohl eine Spur zu deftig und so wurde im Großen und Ganzen zwar viel Beifall und Respekt gezollt, eigentlich aber immer mehr dem eigentlichen Headliner des Abends entgegengefiebert.


OPETH enterten wie angekündigt gegen 22:45 die Bühne. Nebel, blaues Licht, die weichen Klänge vom zweiten Track des „Watershed“ Albums – und die Meute flippt komplett aus. Von der ersten bis zur letzten Minuten war die kochende Stimmung nicht wegzudenken. Doch dafür spricht allein die Setliste bände (siehe unten).
Mikael mit seiner humorvollen Art hat mal wieder für einige Klopfer gesorgt. Ob nun als David Coverdale, Fan von Shogun, bzgl. seines „hohen“ Alters (!) oder einfach der neuen deutschen Wörter wie „F…dich“, herrlich mit anzusehen und anzuhören, wie er sich selbst auch auf den Arm nehmen und das Publikum um so mehr auf seine Seite bringen kann. Dabei muss er das gar nicht, so professionell und konzentriert wie er samt seiner Crew auf der Bühne agieren. Und dies alles obwohl er sich an diesem Tag ein neues Tattoo auf den Unterarm hat stechen lassen. Hamburg sticht nun mal zu!



Martin „Axe“ war wie ein Tier. Allerdings ein absolut perfektionsgeladenes Tier. Der Wahnsinn, wie präzise er seine Drums beherrscht. Die Lichtshow war phänomenal, da es zu jeder Sekunde genau gepasst hat. Was natürlich bei einer Band wie Opeth nicht immer einfach erscheint. …und der Sound? Da gab es zum Glück nur ganz zu Anfang etwas zu meckern. Die Stimme von Mikael war etwas zu leise bei den ersten Songs. Doch ansonsten ein wirklich hörenswerter Sound. Vor allem, wenn man bedenkt, welche Luftfeuchtigkeit in dieser Halle mal wieder herrschte. Selbst ohne mit zu bangen, sich zu bewegen schwitze man wie ne Sau. Von daher kann ich folgendes zusammenfassen. Die Markhalle war für einen solchen Gig viel zu klein. Es zeigt sich einmal mehr, dass man als Veranstalter doch manchmal flexibler sein sollte, um Gigs zu verlegen, wenn man im Vorfeld weiß, dass etwas restlos ausverkauft ist. Zudem bin ich der Meinung, dass man auch vorher hätte merken können, dass bloß drei Konzerte für ganz Deutschland nicht ausreichend sind, um diese Band ihr aktuelles Werk vorstellen lassen zu können. Dies unabhängig davon, dass fast jede Show der Tour in Europa als -sold out- gekennzeichnet werden musste. Die Labelverantwortlichen sollten sich wirklich mal solche Shows anschauen, um zu sehen, dass Opeth eine Menge Fans haben, die auch tatsächlich zu ihren Shows gehen und sich mit Merchandise und deren Alben zudecken.

Fazit:
Ein phänomenaler Abend! Ein grandioses und daher auch unvergessenes Konzert!
„Konzert des Jahres“, wie Gorlokk es eben im Vorfeld angedeutet hatte.





Setlist OPETH - 12.12.08 in Hamburg, Markthalle, ca. 90 Minuten!
Heir Apparent - (Watershed)
The Grand Conjuration – (Ghost Reveries)
Godheads Lament – (Still Life)
The Lotus Eater – (Watershed)
Hope Leavens – (Damnation)
Deliverance – (Deliverance)
Demon of the Fall – (My Arms, Your Hearse)
The Drapery Falls – (Blackwater Park)


Mein Dank geht an Theresa von Roadrunner Records!




geschrieben am 16.12.2008   von Arturek
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