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Satyricon in Hamburg, Knust am 20.12.2008
Galerie Satyricon -Knust, Hamburg 20.12.08 zum Livereview anschauen!

Nach einem solchen Ereignis fühlt man sich ins Teenageralter versetzt. Die Zeit, als man noch die ersten Konzerte erlebte, bloß fasziniert gewesen ist und allen darüber erzählte wie cool es doch gewesen ist. Kennt ihr das Gefühl einfach nur zu staunen und mit dem offenen Mund dazustehen? Diese Konzerte, bei denen sich im jungen Alter der Gedanke gefestigt hatte Musiker zu werden?! Wie man dies so oft in den Interviews nachlesen kann?!
Genau so erging es Jens und mir am Samstag beim einem der besten Konzerte* in diesem Jahr. Auch wenn wir schon weit über diesem angesprochenen Alter hinaus sind und bestimmt keine Rockstars mehr werden (wer weiß?:-)), so waren wir uns - und ich denke jeder zahlende Gast des Abends im ausverkauften Knust- einig:
Satyricon boten eine exzellente Vorstellung, die an Professionalität, Präzision und Energie kaum zu übertreffen ist!!! (…und ich übertreibe nicht einmal)




Der letzte Tag einer vierwöchigen Tournee durch Europa. Der letzte Abend voller Power, Perfektion und sehr viel Schweiß. Und dies alles ausgerechnet in Hamburg – St. Pauli. Was für ein Glück für die Besucher des Gigs vom Samstag. Das einzige was einem nun nicht so zugesagt haben könnte, ist die angebliche Sperrstunde auf St. Paul. Schließlich mussten Satyricon um 20.15 Uhr anfangen, um vor 22 Uhr fertig zu werden. Hallo, St. Pauli und Sperrstunde, auch noch auf einen Samstag?! Habe ich da was verpasst?
Zum Glück haben diese eher ungewöhnlichen Bedingungen die extravaganten Musiker aus Norwegen nicht viel ausgemacht, was einmal mehr die Professionalität einer erfahrenen Band unterstreicht.

Satyr und Frost samt ihrer Begleiter sind an diesem Abend eine absolut einwandfreie und gewaltige Macht. Böse, abgebrüht und doch perfekt auf einander eingespielt.
Schon das Intro sorgte für Furore, bevor es dann richtig schön düster, ergreifend und mitreißend mit dem Opener „Rapined Bastard Nation“ wurde. Der Club bebte, die Stimmung kochte von der ersten bis zur letzten Minute. Selbst nach der dritten Zugabe wollte das Publikum die Band nicht gehen lassen.
SATYRICON überzeugte nicht bloß aufgrund der Setlist (siehe unten), sondern sowohl vom Sound, der Lichtshow als auch vom Stageacting her. Und auch wenn man es nicht übersehen kann, dass gerade Satyr der Boss ist, so ist sein eher als arrogant wirkendes Verhalten an diesen Abend keineswegs zu unterstreichen. Im Gegenteil. Auch wenn er dabei sehr konzentriert und kühl wirkt, so reißt er mit seine stark wirkenden und ergreifenden Art und Weise ungemein das Publikum auf seine Seite.
Und Frost? Der Typ ist einfach nicht von dieser Welt! Sein exaktes Geballer und technische Spielart grenzt an ein Wunder. Man könnte meinen, es käme alles vom Band, wenn man es nicht tatsächlich selbst gesehen und gehört hätte. Der pure Wahnsinn. Präzision und Ausdauer sind wohl seine ständigen „Begleiter“. Daher zählt er, zusammen mit Inferno (Behemoth) und Daray (Dimmu Borgir, ex-Vader, Vesania uvm.), nach dieser Show und dem aktuellen, genial produzierten „The Age of Nero“ definitiv zu den derzeit besten Schlagwerkern der (Death/Black) Metalszene – wenn nicht sogar darüber hinaus. Natürlich werden das viele schon seit Jahren so sehen, aber nun, man muss ja auch diesen Typen auch in einer solchen Vorstellung erlebt haben.



Ach so, zuvor spielten ZONARIA als Special Guest, die ja bereits bei ihrer Tour mit Pain bewiesen haben, dass sie durchaus Potenzial besitzen und sich den Arsch aufreißen. So auch am Tag in Hamburg, als sie mit ihren coolen Stageacting „Headbanging over St. Pauli“ für Aufsehen sorgen konnten. Auch wenn hier der Sound nicht der allerbeste gewesen ist, so konnten die Jungs mit ihrem publikumsnahen und redseligen Frontman doch für einige begeisterte Gesichter in der Meute sorgen.
Doch bei einer Vorstellung wie der von Satyricon, vergisst man dann doch schnell wer so als Vorband noch bei dieser Tour dabei gewesen sein mag…so leid es mir auch für einen derartigen Support auch tun mag.

Auch wenn man kein Black-/Death Metal-Fan ist, so sollte man sich einen solchen Gig nicht entgehen lassen - sofern sich mal wieder die Gelegenheit dazu bietet. Doch (leider) wie schon erwähnt, war dies erstmal der letzte Tag der "The Age Of Nero"-Tour, bevor es im Januar für die Norweger auf US-Tour weiter geht.

Fazit:
Grandios!!!
Satyricon zählen zu den besten Livebands, die wir derzeit in der Metalszene haben!
Ein überaus energiegeladener als auch kraftraubender, doch daher nicht umso weniger perfekter Auftritt einer wahren Ausnahmeband.
Die 90 Minuten reiner Spielzeit, auf diesem hohen Niveau ist nicht typisch und schon gar nicht alltäglich. Allein daher verdienen sie den Orden als beste Liveband des Jahres 2008!


Satyricon – Hamburg (St. Pauli) im Knust am 20.12.2008

Intro: AC/DC “Hells Bells”
Rapined Bastard Nation
The Wolfpack
Now, Diabolical
Havoc Vulture
Black Crow On A Tombstone
Forhekset
Commando
The Rite Of Our Cross
Last Man Standing
Die By My Hand
The Pentagram Burns
-----------------------
K.I.N.G.
Fuel For Hatred
-----------------------
Mother North


Mein Dank geht an Theresa (RR) und Jens!


*(weitere geniale Gigs in 2008: Opeth in Hamburg, Vader in Warschau, Lenny Kravitz in Hannover – natürlich aus meiner persönlichen Sicht)





geschrieben am 22.12.2008   von Arturek
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musikalischer Background des Verfassers
...sehr viel
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6. Black Sabbath "13"
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2. Mordor "Prayer to..."
3. Vader "alles"
4. Metallica "bis einschl. Justice for all"
5. Nick Cave & the Bad Seeds "alles"
6. Edge of Sanity/Opeth/Katatonia "fast alles"

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