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Helmet in Bielefeld, Forum am 13.02.2009

„Meantime“ und „Betty“ waren Anfang/Mitte der 90er Platten, die mit dem Aufkommen der Alternative-Welle auch vielen Metallern nicht verwehrt geblieben sind. Die knochentrockenen Gitarrenriffs verbunden mit dem rhythmisch-aggressiven Shouting von Page Hamilton waren zu mächtig um es als Fan harter Gitarrenklänge ignorieren zu können. Als die Band sich nach „Aftertaste“ 1997 auflöste, musste man schon befürchten, die Band „livehaftig“ gar nicht mehr zu Gesicht zu bekommen. Im Jahr 2004 rappelte man sich aber wieder auf und veröffentlichte seitdem zwei neue Langspieler und präsentierte sich auch schon mehrfach wieder auf deutschen Bühnenbrettern. Bisher leider ohne mein Beisein. Daher war es höchste Zeit diese legendäre Truppe endlich live zu begutachten.



Opener waren an diesem saukalten Winterabend im Bielefelder Forum aber die Kalifornier TOTIMOSHI, die in klassischer Dreierbesetzung frickeligen, teils psychedelischen Stonerrock irgendwo zwischen den MELVINS, CLUTCH und KYUSS zelebrierten. Auch wenn die Performance der Truppe recht statisch wirkte, dem neugierigen Publikum, das überwiegend aus älteren Semestern bestand, schien es zu gefallen, was sich in eifrigen Zwischenrufen äußerte. Trotz durchaus beeindruckender Solo-Einlagen des Sängers/Gitarristen Antonio Aguilar gefielen mir TOTIMOSHI am besten, wenn sie stumpf und anhaltend nach vorne groovten. Die kesse Bassistin machte dabei in ihrer hautengen Jeans eine ansehnliche Figur und lockerte zuweilen ein wenig die Performance-Handbremse. Nach rund 45 Minuten war Schluss und man konnte von einem insgesamt recht unterhaltsamen Auftritt sprechen.





Während der Umbaupause wurde es zunehmend enger vor der Bühne und das Publikum positionierte sich zum kollektiven Kopfnicken. Wenn ich mich recht entsinne gings los mit „Pure“, dem famosen Opener der „Aftertaste“-Platte und gleich kam Bewegung in die riffhungrige Menschentraube. Man konnte zwar sofort merken, dass man stimmlich vom herb ergrauten Hünen Page Hamilton heute keine Glanzleistung erwarten durfte, dies sollte aber schon der einzige Kritikpunkt an diesem Abend bleiben. Höchst routiniert, sympathisch und selbstbewusst leitete Hamilton mit deutschsprachigen Zwischenreden und keckem Minenspiel durch den Abend und feuerte immer wieder seine derben Riffwalzen und versierten Soli in die ausrastende Menge. Soundtechnisch gab es nichts zu meckern und auch Hamiltons aktuelle Begleitmannschaft konnte vollends überzeugen, allen voran Drummer Kyle Stevenson, der seine Kessel mit der Präzision eines Uhrwerks verdrosch. Nach u.a. „Exactly what you wanted“, „Unsung“ und „Milquetoast“ beendete das euphorisch aufgenommene „Wilma`s rainbow“ das reguläre Set. Als Zugaben wurde das unvermeidliche „In the meantime“ und etwas überraschend sogar „Just another victim“ (im Original zusammen mit den Hip-Hoppern von HOUSE OF PAIN auf dem legendären „Judgement Night“-Soundtrack) zum Besten gegeben. Dazwischen sang Hamilton ein Loblied auf den allseits beliebten Jägermeister, was die Band prompt zum Anlass nahm, ein Tablett desselben runterzukippen und das Finale einzuleiten. Dann und wann flog tatsächlich noch ein Stagediver mit einem breiten Grinsen von der Bühne, bis schließlich nach gut 70 Minuten Schicht im Schacht war, sich die Band verabschiedete und den Fans artig Rede und Antwort stand. Tolles Konzert einer Ausnahmeband.

















geschrieben am 20.02.2009   von Schneider
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