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Die Apokalyptischen Reiter in Hannover, Faust am 19.11.2004

Reitermania in Hannover
19.11.2004 Hannover Faust

Am Freitag den 19. November war es mal wieder so weit: DIE APOKALYPTISCHEN REITER gaben sich die Ehre. Das bedeutete natürlich: Ausnahmezustand! Aber fangen wir mal etwas früher an, denn vorher gibt’s auch noch was zu berichten. Bedingt durch einen teuflische Heimtücke meines Navigationsgerätes und eine schier nicht enden wollende Schlange bei Mc. Donalds ergab es sich, dass ich erst um 20:40 bei der FAUST in Hannover eintraf. Der Opener DE/TEST hatte schon vor 5 Minuten begonnen. Arthurek (Metalglory) war schnell gefunden und so hieß es dann: Nix wie rein und DE/TEST hören. Ich habe diese Band ja schon beim letzten Gig der APOK. REITER in der FAUST gesehen, wo sie mir gleich gefallen haben. Erwartungsgemäß fand ich sie auch an diesem Abend ausgezeichnet. Bedingt durch die Tatsache, dass die Jungs aus der Hannoveraner Gegend kommen, hatten sie natürlich das Publikum voll auf ihrer Seite. Sie wurden total abgefeiert und mit ihrem groovenden Thrash-Core haben sie die Meute schon mal gehörig auf Temperatur gebracht. Leider spielten sie nur eine gute halbe Stunde und dann war schon Schluss.


Als nächste Band standen die EXCREMENTORY GRINDFUCKERS auf dem Programm. Ich liebe die Scheiben der Band, die ja eigentlich nur aus 2 Personen besteht. Somit war ich dann auch äußerst gespannt, was mich denn da nun erwartete. Ich habe mit einer witzigen Playback-Show gerechnet, oder mindestens mit einem Drumcomputer. Aber ich lag weit daneben: Diese Psychos haben doch glatt eine komplette Band zusammengetrieben und darüber hinaus noch eine zusätzliche Sängerin. Da war ich schon mal erstaunt, aber als es dann losging, kriegte ich meine Kinnlade nicht mehr hoch. Das war wirklich ein absolut geiler und in jeder Hinsicht überraschender Gig. Natürlich kann man geteilter Meinung sein, wenn es um die „inhaltliche Qualität“ der Songs geht. Schließlich haben es sich die E.G.’s zum Ziel gesetzt das deutsche Liedgut und auch internationale (Peinlichkeits-) Ohrwürmer in den Fleischwolf zu stopfen und zu nicht gerade bekömmlichen aber dennoch leckeren Grind-Bulletten zu verwursten. Mir machte dieser Gig aber unheimlich Spaß und auch die Band spielte wirklich gut zusammen und alles passte. Nicht wirklich berauschend fand ich nur die Stimme der Sängerin, aber man halte sich mal vor Augen, dass es hier um Spaß und Grindcore geht. Es war ein toller Auftritt und das Publikum war absolut aus dem Häuschen. Bei Songs wie „Es gibt kein Grind auf Hawaii“ oder der Granate „Grindcore Mexikana“ brannte die Hütte. Jeder und Jede waren am Headbangen, ausflippen, abtanzen, crowdsurfen und durchdrehen. Wahnsinn!!!

Normalerweise hätte man den Abend aus konditionellen Gründen nach dem Auftritt der GRINDFUCKERS abbrechen müssen um die Besucher vor Schaden an Leib und Leben zu bewahren. Der Veranstalter kannten aber keine Gnade mit uns und so kamen dann nach kurzer Umbaupause DIE APOKALYPTISCHEN REITER auf die Bühne. Sänger Fuchs läutete das Spektakel mit schöner Feuerspuckerei ein und dann wurde wirklich der Ausnahmezustand verhängt. Die REITER ließen nichts anbrennen und übertrafen jede noch so kühne Erwartung um Längen.


Ein Hammersong folgte dem nächsten und die Setlist beinhaltete sowohl altes als auch ganz neues Material von der kürzlich erschienenen „Samurai“. Um den armen Menschen, die nicht dort waren, einen kleinen Einblick zu geben hier mal ein paar der Songs die mir jetzt so einfallen: „Instinct“, „Unter der Asche“, „Reitermania“, „Reitermaniacs“, „Dschingis Khan“, „Kleiner Wicht“, „Die Sonne scheint“, „Barmherzigkeit“, „Wahnsinn“, „Roll my heart“, „Metal will never die“. Das Publikum war jetzt wirklich dem totalen Kollaps nahe und wer sich bei den GRINDFUCKERS noch auf dem Klo versteckt hatte um nicht beim Headbangen ertappt zu werden, gab jetzt auch noch mal alles. Alle der ca. 400 Anwesenden wurden von den mitreißenden Songs und der euphorischen Ausstrahlung der Band in einen Bann oder besser Rausch gezogen. Dieses Phänomen hat eigentlich nur einen treffenden Namen: REITERMANIA.

Es war also eine spontane reitermanische Masseninfektion. Das ging sogar soweit, dass ein Fan (nicht ganz nüchtern) sich zur Einstimmung auf den Song „Die Sonne scheint (mir aus dem Arsch)“ auf der Bühne die Hose runterzog und dem Publikum seine Schokoladenseite präsentierte. Der darauf folgende Song entschädigte aber rundum. Ich habe sogar einige der immer übercoolen Ordner gesehen, die ein wenig mitgenickt haben. Man konnte sich dieser Kraft einfach nicht verschließen. Keyborder Dr. Pest hatte wieder seine geile Sadomaso-Maske am Start und peitschte dem Publikum im wahrsten Sinne des Wortes gehörig ein. Sir G. in der Schießbude ballerte von langsam bis hyperschnell alles so präzise zusammen, als hätte er ein schweizer Uhrwerk im Arsch. Gitarrist Pitrone und Bassist Volk-Man waren sich auch nicht zu schade und gaben alles, ohne dabei jemals in musikalischer Hinsicht zu schwächeln. Jedes Riff saß wie ein Nackenbiss eines Pitbulls.


Bei einem Stück griff sogar Fuchs zum Sechsaiter um seinen ohnehin schon schwer beschäftigten Kollegen Pit zu unterstützen. Fuchs selbst war mal wieder ein menschgewordener tasmanischer Teufel. Barfuss raste er über die Bühne, als wäre der Teufel hinter ihm her. Ein perfekter Auftritt einer großartigen Band. Wer die REITER schon mal gesehen hat, wird wissen was ich meine. Dieser Abend war mehr als gelungen und ich würde diesen Gig als den besten dieses Jahres (den ich gesehen habe) bezeichnen.

Danach haben wir (Arthurek und Karsten) dann auch noch ein Interview mit Fuchs gemacht, welches Ihr auch bald hier auf www.metalglory.de lesen könnt. Diese ganzen tollen Dinge lassen dann auch vergessen, dass ich auf der Rückfahrt in übles Schneegestöber mit Glätte und geistesgestörten niederländischen LKW-Faherern geraten bin und um mein Leben bangen musste. Alles egal, Hauptsache so bald wie möglich wieder Reitermania. Wer die Chance hat, der/die MUSS sich die REITER auf dieser Tour, die noch bis zum 18.12.04 geht, reinziehen. Danach werden sie am 18.02.05 wieder auf eine ausführliche Headliner-Tour gehen. Guckt diesbezüglich am besten gleich mal auf www.reitermania.de! Wer sie sich dann immer noch nicht anguckt, dem/der ist nicht mehr zu helfen. …May the Horse be with you!...

Die ganzen Fotos findet ihr in der Galerie ! Unbedingt angucken !! :-)

Unser Dank gilt diesmal Ingo und Adda, und vor allen Dingen natürlich Volk – Man und den REITERN für diesen echt coolen Abend.
-RIDE ON !!-












geschrieben am 22.11.2004   von Karsten
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musikalischer Background des Verfassers
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