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Overkill: Killfest Tour 2010 in Osnabrück, N8 am 07.02.2010

Nachdem mein Umzug erfolgreich vonstatten gegangen ist, wird es Zeit über einige „Altlasten“ zu berichten. Ein Event der schon vor einiger Zeit, genaugenommen war es der 07.Februar 2010, in Osnabrücker N8 über die Bühne ging war die KillfestTour der Thrash Veteranen Overkill. Als Support fungierten dabei Griechenlands neue Thrashhoffnung Suicidal Angels, Englands Senkrechtstarter Savage Messiah und last but not least die Hannoveraner Cripper.

Als wir um kurz vor halb acht die Halle betraten, waren Savage Messiah allerdings noch fieberhaft damit beschäftigt ihre technischen Probleme, nicht die letzten an diesem Abend, in den Griff zu bekommen. Aufgrund des straffen Zeitplans ging dies von ihrer Spielzeit ab, sodaß die jungen Engländer gerade einmal drei Songs zum besten geben konnten. Das taten sie mit ihrem melodischen Thrash, irgendwo zwischen Testament und Metallica einzuordnen aber sehr respektabel und das zwangsläufige best of the best Programm bestehend aus: ’The Serpent Tongue Of Divinity’, ’The Absence Of Liberty’ und ’Spitting Venom’ konnte sich durchaus hören lassen.

Danach wurde es Zeit für Thrash Metal "Made in Hannover": Cripper, die sich mit Savage Messiah den Opener Posten teilten waren an diesem Abend (glücklicherweise) als zweite ran. Und sie nutzten die Chance der etwas längeren Spielzeit und heizten dem Osnabrücker Publikum amtlich ein. Frontfrau Britta begibt sich kurzerhand ins Publikum und animiert die vorderen Reihen zum hemmungslosen Moshen. Derartige Publikumsnähe kommt gut an, so dass sich recht zügig ordentlich Bewegung in den ersten Reihen breitmacht. Die Power und Dynamik die die fünf an diesem Abend auf der Bühne entfesseln zeigt einmal mehr wie weit Cripper mittlerweile als Band gereift sind. Songs wie ’Fire’, ’Short Cut’ oder ’Junkie Shuffle’ werden mit toller Performance dargeboten und vom Osnabrücker Publikum gebührend abgefeiert bevor man sich ebenfalls etwas früher als geplant verabschieden muss und für die Griechen Suicidal Angels die Bretter räumen muss.

Die gehen dann auch alsbald zu Werke wie die berühmte Axt im Walde. Ihr sehr straighter, schnörkelloser „Auf die Fresse...“ Thrash erinnert an Frühtaten aus dem Hause Slayer. Auch wenn die Resonanz des Publikums hier recht euphorisch ausfällt, mir war das ganze persönlich etwas zu stumpf vorgetragen. Sicher, die Herrschaften glänzen mit aggressiv sägenden Gitarren und einem nicht minder aggressiven Sänger, aber in der Summe fehlt es Live doch an der nötigen Abwechslung. Handwerklich sicher ein gutes Niveau, aber auf Dauer auch sehr monoton und ermüdend. Da hatte der Rezensent sich mehr versprochen.

Aber Overkill sollten ja noch kommen, und die enttäuschen bekanntlich nie. So auch an diesem Abend. Nach kurzem Intro stieg man mit ’The Green and Black’ vom famosen neuen Album „Ironbound“ fulminant in das Set ein. Bobby fungierte einmal mehr als genialer Anheizer und trieb die Temperaturen in der Halle dem Siedepunkt entgegen. Auch nach 25 Jahren sind Overkill immer noch eine Macht und bieten das was die Fans von ihnen erwarten: Eine energiegeladene Show und die volle Thrash Breitseite. Natürlich kann die Band dabei auf ein Repertoire an Klassikern zurückgreifen von dem andere nur Träumen können aber darauf verlassen sich Overkill nur selten. So standen dann mit ’Ironbound’ und ’Bring me the Night’ zwei weitere Stücke des neuen Albums auf dem Programm. Und man muss attestieren: Diese Songs reihen sich nahtlos zwischen Klassiker wie Rotten to the Core, Powersurge, Hello from the Gutter, Overkill, In Union we stand, Feel the Fire oder Gasoline Dream. All diese Songs werden von den Amis in einer Manier runtergezockt, die seinesgleichen sucht. Und selbst als ein stark angetrunkene Fan den guten Bobby recht aufdringlich auf die Pelle rückt, bleibt dieser cool und routiniert. Fannähe war eben schon immer die Stärke von Overkill. ’ Elimination’ läutet dann das vorläufige Ende des Gigs ein, wobei die Band natürlich lauthals auf die Bühne zurück gefordert wird. Bobby, DD Verni und Co lassen sich auch nicht lange bitten und lassen es noch mal richtig krachen. Allerdings nur kurz, denn ein Stromausfall (nicht der erste im N8) beendet die Vorstellung unfreiwillig. Einzig Schlagwerker Ron Lipnicki berührt das nicht. Trommelt der gute Mann doch einfach den Rhythmus weiter, den Rest erledigt das Publikum; That’s Rock’n Roll!
Nachdem alle Klampfen und Bobbys Mikro wieder mit Leben gefüllt wurden gab’s Necroshine dann einfach noch mal. Großartig! Elimination, Old School und natürlich Fuck You (diesmal mit Sonic Reducer als Intermezzo) besorgten den Rest und rundeten einen neuerlichen Hammerauftritt der New Yorker Veteranen Stilvoll ab.

Unterm Strich ein sehr gelungener Abend im N8, wenngleich die technischen Probleme zu Beginn und zum Ende etwas den Gesamteindruck schmälern. Wenn Overkill die Zeit haben einen eine halbe Ewigkeit dauernden Stromausfall zu überbrücken und danach einfach noch einmal neu in den Zugabenteil starten, warum müssen Savage Messiah dann die technischen Probleme im Vorfeld mit einer kürzeren Spielzeit büssen? Schade für die sympathischen Engländer.....









geschrieben am 19.04.2010   von Blizzard
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