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Subway To Sally in Osnabrück / Hyde Park am 26.12.2002

Dass Subway to Sally eine der charismatischsten und sympathischsten Live-Bands aus deutschen Landen sind, dürfte längst jedem bekannt sein. Ob einem die Musik dieses multiinstrumentalen Ensembles, das auf einzigartige Weise Mittelalter-Flair und Folklore mit modernen Rock- und Metalsounds verbindet, gefällt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Man muss wohl sagen: Entweder man liebt sie oder hasst sie. Dieses Review sei dennoch in erster Linie der ersteren Spezies gewidmet.

Der Hyde-Park in Osnabrück war am zweiten Weihnachtsfeiertag sehr gut besucht, schon fast ein wenig voll, aber da man von fast jedem Teil der Halle sowohl eine gute Optik als auch Akustik hat, schwand das Völle-Gefühl schon bald. Während eine mir namentlich leider nicht mehr präsente, recht schräge, psychedelische Hippie-/Grunge-Band die Ohren einiger umstehender Fans beleidigten, freute man sich bereits auf den Auftritt der Potsdamer Barden, auf dass Sie zum Tanz aufspielten.

Die Weihnachtsparty der etwas anderen Art begann mit „Sag dem Teufel“ in einer etwas umarrangierten Form, was die Begeisterung des Publikums aber wenig beeinträchtigen konnte. „Tag der Rache“, „Mephisto“ und „Henkersbraut“ folgten und schon hatte die Band allen voran natürlich Über-Frontmann Eric Fish das Publikum in der Hand. Das aus gegebenem Anlass recht passende „Kruzifix“ vom Bannkreis-Album und das meiner Ansicht nach vermeidbare „Sabbat“ vom Hochzeit-Album folgten und schienen der grölenden Menge zu gefallen. Im Anschluss ließen es die Jungs dann mit den etwas härteren Hochzeit-Stücken „Das Opfer“ und „Böses Erwachen“ ordentlich krachen, bevor es mit dem besinnlichen „Maria“ von Foppt den Dämon wieder ruhiger wurde.

Es folgte nun eine aus dem inzwischen zweifellos groß gewordenen Fundus an Klassikern eine Auswahl, die, wie sollte es anders sein, natürlich auch Wünsche offen ließ (u.a. fehlte leider das kongeniale „Unterm Galgen“ und auch „Der Sturm“), die gierige Meute (den Verfasser inbegriffen) aber ein nicht enden wollendes Grinsen ins Gesicht zauberte und aufgrund der immer wieder krachenden Pyros und Feuerfontänen eine Gänsehaut nach der anderen über den Rücken jagte. Die Hits des Herzblut-Albums „Die Schlacht“, „Kleid aus Rosen“ und „Veitstanz“ wurden zwischen den älteren Live-Standards „Die Hexe“, „Liebeszauber“ und „Ohne Liebe“ gekonnt in das Programm eingebaut. Das neue Stück „Falscher Heiland“ (Veröffentlichung im Februar 2003) hingegen konnte sicher nicht sofort jeden begeistern, offenbarte aber bereits Ohrwurmqualitäten aufgrund des sehr eingängigen Refrains. Im Zugabenteil wurden dann noch das intensive „Herrin des Feuers“, das textlich großartige „Wenn Engel hassen“, und natürlich die aus einem Subway-Gig nicht wegzudenkenden Carrickfergus und Julia und die Räuber zum Besten gegeben. Den schlussendlichen Höhepunkt setzte das Stück Grabrede vom 1995er Album, bei dem sich Eric Fish noch mal durchs Publikum tragen ließ. Zu guter letzt folgte noch das geniale Arche in einer neu interpretierten Version. Schade eigentlich, denn das Original war kaum wiederzuerkennen, da die Geschwindigkeit des Stücks dem auf einem Gitarrenkoffer über das Publikum surfenden Roadie angepasst wurde. Nichtsdestotrotz, diese Band schafft es jedes Mal wieder zu begeistern, ohne Langeweile aufkommen zu lassen. Man darf gespannt sein auf das am 03.03.2003 erscheinende inzwischen sechste Album „Engelskrieger“ und die Tour im März/April des Jahres.


geschrieben am 30.12.2002   von Schneider
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