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Deep Purple In Rock 2010 in Hamburg, Alsterdorfer Sporthalle am 27.11.2010
Galerie Deep Purple & Marillion - In Rock Tour 2010 zum Livereview anschauen!

Zwei Jahre nachdem DEEP PURPLE mit den Schweizern Gotthard für durchweg ausverkaufte Hallen in Deutschland sorgten, meldet sich die Rocklegende auf unseren Bühnen zurück. Und man war wohl auch dieses Jahr nahe dran am Sold Out, aber gänzlich ausverkauft schien die Alsterdorfer Sporthalle dann doch nichtDem Genuss der Show kam es zumindest positiv zugute. Und am Support kann es auch nicht gelegen haben, denn mit den englischen Neo-Progrocker MARILLION präsentierte man auch diesmal einen nicht minder hochkarätigen Special Guest. DEEP PURPLE Live scheint wohl für viele auch ein Familienevent zu sein. Bei einem Ticketpreis von 67€ kann das schon ein recht kostspieliges Unterfangen werden, das durchaus für Löcher in der vorweihnachtlich strapazierten Familienkasse sorgen kann....
Trotzdem hatten einige für die Samstagabendunterhaltung kurzerhand ihre Zöglinge mitgebracht, damit der Nachwuchs mal fachgerecht in Sachen Rock unterwiesen wird.

Und die bekamen wie alle anwesenden die erste Lektion von den großartig agierenden MARILLION geboten. Aber so recht wollte der Funke beim Publikum nicht überspringen. Die Frage nach dem Warum ist natürlich Spekulation. Aber vermutlich lag es einfach daran, das die Show der Engländer eher statischer Natur ist und man einfach die Musik für sich sprechen lässt. Songs wie ’Cover my Eyes’ oder ’King’ sind sicherlich großartig, sind aber trotzdem keine treibenden Rocknummern vorm Herren die eine Halle zum kochen bringen. Einzig der überaus charismatische Steve Hogarth sorgte am Mikro neben der fein inszenierten Lichtshow für visuelle Erlebnismomente. Allerdings blieb dieses Vergnügen, ihm bei seinen Ausdruckstarken Mimikspielen erleben zu dürfen ein Vergnügen für die vorderen Reihen. Denn die installierten Leinwände blieben bei MARILLION schwarz. Sicher hätte man die Pioniere des Neo Prog Rocks ein wenig mehr gefeiert, wenn alle an „H“’s – wie er sich selbst nennt – Darbietungen hätten teilhaben können. Das alleine ist nämlich ganz großes Kino. Das soll aber die Leistung der restlichen Musiker in keinster Weise schmälern, alle lieferten eine saustarke Leistung. Aber richtig Stimmung brandete leider erst bei vorletzten Song ’Kayleigh’ auf, was aus so ziemlich jeder Kehle lauthals mitgesungen wurde. Nach Sechzig mehr oder weniger sehr unterhaltsamen und kurzweiligen Minuten (je nachdem wie nah man MARILLION war) mussten die Engländer die Bühne dann aber unter dem braven Applaus des Publikums auch schon wieder räumen. Die etwas zahme Resonanz des Hamburger Publikums war dem tollen Gig allerdings nicht vollauf würdig.




Der Zeitplan war, wie eigentlich alles an diesem Abend, sehr starr und minutiös durchgeplant. Und der Plan wurde exakt eingehalten. MARILLION 20:00 Uhr-21:00 Uhr, DEEP PURPLE 21:30 – 23:15 Uhr. Man konnte seine Uhr tatsächlich danach stellen.
Als die Altmeister des Hammond Orgel geschwängerten Hard Rock ihren Set fulminant mit ’Highway Star’ eröffneten war sofort Stimmung in der Halle. Mit der legendären MK II Besetzung kann das aktuelle Line-Up Ian Paice, Ian Gillan, Roger Glover, Steve Morse und Don Airey in puncto Charme und Ausstrahlung vielleicht nicht ganz mithalten, aber DEEP PURPLE funktionieren Live eigentlich in jeder Besetzung. Ian Gillan glänzt am Mikro immer noch und ist der Dreh und Angelpunkt der Show, Steve Morse an der Gitarre die personifizierte Coolness und Roger Glover legt am Bass immer noch die meisten Bühnenmeter zurück. Alles in allem sehr lebhaft was die Altmeister bei bestem Licht und Sound präsentieren. Am Rande bemerkt: DEEP PURPLE haben den Beweis geliefert, das man auch in der Alsterdorfer Sporthalle guten Sound hinbekommt, wenn man will...

Aber zurück zum Geschehen: Auf eine sehr abwechslungsreiche und ausgewogene Setlist gestützt bietet das Quintett in der Folge eine großartige Performance.Da wird bei ’Fireball’ gewaltig gerockt, bei ’Lazy’ ordentlich Bluesy die Halle in Schwingung gebracht und bei ’The Well Dressed Guitar’ mutiert Ian Gillan selbst zum Gitarristen. Sieht schon lustig aus, wenn Mr. Gillan mit Pinker Federboa ums Arbeitsgerät geschwungen über die Bühne stakst. Selbst das fast Acht Minuten währende Keyboard Solo von Don Airey versprühte mehr kurzweil denn langweil und war ein überaus gelungener Übergang zum letzten Teil der Show. Der wurde mit ’Perfect Strangers’, dem Live stets zündenden ’Space Truckin’’ und natürlich dem All Time Classic ’Smoke on the Water’ zum Triumphzug und brachte die Halle noch mal richtig zum kochen. Einzig der unbekannte, aber sehr nach Ritchie Blackmore Gedächtnisstatist aussehende, zweite Gitarrist beim überschwänglich gefeierten ’Smoke on the Water’ war für manchen Geschmack ein wenig, naja, zuviel der Show. Danach war vorerst Schluß Aber die vehementen Zugabeforderungen der Fans blieben natürlich nicht ungehört. Nach kurzer Pause kehrtenDEEP PURPLE noch mal zurück und brachten eine grandiose Version von ’Hush’ zum Besten, bevor man mit ’Black Night’ die Anwesenden in die kalte Hamburger Nacht entließ


DEEP PURPLE Live steht auch 2010 immer noch für einen Rock Event vom Feinsten. Die Altstars sind immer noch mit offensichtlichem Spaß bei der Sache und konnten vollauf überzeugen. Aber auch MARILLION trugen zu einem erfolgreichen Gelingen des Abends bei, auch wenn hier die Publikumsreaktionen deutlich verhaltener ausfielen. Aber ihr Job war auch ungleich härter, denn DEEP PURPLE sind nun mal eine lebende Legende der man so schnell nicht den Rang abläuft. Und genau das haben DEEP PURPLE an diesem Abend mit keiner pompösen Inszenierung, aber trotzdem sehr intensiven Show vollauf bewiesen.






Setlist Marillion

The Invisible Man
King
Easter
The Great Escape
Cover My Eyes
Slàinte Mhath
Hooks In You
Kayleigh
Neverland


Setlist Deep Purple

Highway Star
Hard Lovin' Man
Maybe I'm a Leo
Strange Kind of Woman
Rapture of the Deep
Fireball
Silver Tongue
Contact Lost
Guitar Solo (Steve Morse)
When a Blind Man Cries
The Well Dressed Guitar
Almost Human
Lazy
No One Came
Keyboard Solo (Don Airey)
Perfect Strangers
Space Truckin'
Smoke on the Water

Zugabe:
Hush (Billy Joe Royal cover)
Black Night






















geschrieben am 06.12.2010   von Blizzard
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musikalischer Background des Verfassers
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