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Coppelius, Der Schulz in Fulda, Kreuzsaal am 25.11.2010

Alle Jahre wieder bricht nicht nur der vorweihnachtliche Konsumterror nebst unerträglicher „Last Christmas“-Beschallung aus sämtlichen Lautsprechern über einen herein, nein, es gibt auch gute Nachrichten: die wackeren Zeitreisenden von COPPELIUS machen wieder halt in unserer Stadt. Dieses Jahr sind sie etwas spät dran, denn sonst lagen die Auftritte meist im Frühjahr und fanden im Kulturkeller statt. Dafür dürfen sie heute als Headliner im wesentlich grösseren Kreuzsaal aufspielen, wo sie in 2005 als Opener von SUBWAY TO SALLY zum ersten Mal meinen Weg kreuzten. Wie dem auch sei, als ich im Kreuz eintreffe, beendet die heutige Vorgruppe DER SCHULZ gerade ihren Set. In der Umbaupause wird deutlich, dass auf der grösseren Bühne die umfangreiche Dekoration mit Wänden und Einrichtungsgegenständen aus dem 18. und 19. Jahrhundert wesentlich besser zur Geltung kommt. Der Kreuzsaal ist mit knapp 200 Leuten zwar nicht ganz zur Hälfte gefüllt, aber diese Anzahl ist für Fuldaer Verhältnisse an einem Donnerstagabend schon als ziemlich gut zu bezeichnen.

Als dann das Licht ausgeht brandet erster Jubel auf und der Konzertabend beginnt mit dem gewohnten Deja-vu: Butler Bastille, mit Kerze und Kehrbesen bewaffnet, betritt den Salon, um denselben für seine Herrschaft herzurichten. Kein Staubkorn und kein schief stehender Stuhl entgeht dabei seinem wachsamen Blick. Dann erscheinen nach und nach die adligen Herren und von der Dramaturgie hätte ich als Opener jetzt passenderweise „Diener 5er Herren“ erwartet, aber Pustekuchen! Es geht gleich mit drei neuen Stücken, nämlich „Der Handschuh“, „Risiko“ und „Nachtwache“ los. Die Fans, und davon haben sich COPPELIUS in den letzten fünf Jahren hier etliche erspielt, sind textsicher und singen die Refrains mit.

Von der „Tumult“ folgt im Anschluss „Schöne Augen“, bevor mit „I Told You So“ wieder die neue Schellack-Platte „Zinnober“ bedacht wird. Nach „Phantom Of The Opera“ inklusive Klarinetten-Solo von Comte Caspar inmitten des Publikums ist es an der Zeit, für den orientalisch anmutenden Song „Gumbagubanga“. Es hat schon etwas mystisches, wenn von dem alten Zauberer mit seinem Liebestrank gesungen wird. Zur zweiten IRON MAIDEN-Nummer „Murders In The Rue Morgue“ dürfen dann einige Fans auf der Bühne die Mähnen kreisen lassen. Dann gehen COPPELIUS weit zurück: der Song „To My Creator“ stammt aus 2005. Die Schauergeschichte "Morgenstimmung" stand heute leider nicht auf dem Programm. Bei „Habgier“, „Coppelius hilft!“ und „Time-Zeit“ geben die Musikanten, die sich längst ihrer Mäntel und Zylinder entledigt haben, dann nochmal Vollgas, um sich anschliessend von einem restlos begeisterten Publikum zu verabschieden.

Insgesamt müssen COPPELIUS nach nicht verstummen wollenden „Da Capo“-Rufen noch dreimal zurück auf die Bühne. Nun kommen „I Get Used To It“, „Diener 5er Herren“ und „Genghis Khan“ zum Einsatz. Den Abschluss bildet wie immer das stimmungsvolle „1916“, die Musiker verlassen die Szenerie, Bastille sagt seinen Satz „Coppelius hilft“ und dann ist ein wieder mal rundum gelungenes Konzert vorbei. Aber allzu lange müssen wir nicht warten, denn COPPELIUS sind wohl für das Burg Herzberg Open Air im Juli nächsten Jahres im Gespräch.


geschrieben am 08.12.2010   von Armin
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