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Ozzy Scream Tour 2011 in Oberhausen, König-Pilsener-ARENA am 13.06.2011

Eigentlich muss ich über dieses Konzert nicht berichten. Es dürfte so einigen schlichtweg bekannt sein, was ein Ozzy-Konzert ausmacht. Von daher hat man nicht wirklich hohe Erwartungen. Aber, wenn man so derartig „verar….“ wird, dann muss ich einfach etwas darüber verfassen. Es grenzt an bodenlose Frechheit von den Fans Summen zwischen 55 und 75 Euro (nur das Ticket!) zu verlangen und dann so etwas abzuliefern. Von daher…

Eine gewisse Vorfreude auf das "Ereignis" in Oberhausen gab es, als die "Sondertickets" für knappe 19 Euro anstatt 75 Euro im Netz angeboten worden sind und dies kurz vor dem 16.09.2010. Dem Datum an dem das Konzert eigentlich stattfinden sollte. Zwei Tage vor dem Konzert kam dann doch die Absage. Ozzy hätte wohl „Rücken“ und muss die Termine in Deutschland, d.h. also Oberhausen canceln. Komisch nur, dass man herausfand, dass er andere Termine außerhalb Deutschlands wahrgenommen hat und in Oberhausen bis dato "kaum" Tickets verkauft worden sein sollen. Wir rechnen also 1 und 1 zusammen und...
Na ja, der Termin wurde nach mehr als vier Monaten Wartezeit dann doch nachgeholt und das Datum lautete also 13.06.2011.

Titel: „Scream“-Tour 2011 ging nun in die zweite, bzw. Nachholrunde. Diesmal mit als Support, der alte Bekannt von Ozzy, nämlich Zakk Wylde mit seinem Projekt Black Label Society.
Schön und gut, doch Oberhausen ist auch am 13.6. (Feiertag!) auch nicht ausverkauft; nicht mal im Ansatz. Was auch die „Verkäufer“ vor den legalen Kassen den Fans bereits vor dem Konzert deutlich gemacht haben.

Black Label Society kamen wohl nicht ganz pünktlich, sondern viel eher, auf die Bühne und geben in ihren von mir betrachteten gut 30 Minuten Vollgas (insgesamt soll es ca. eine Stunde gewesen sein). Zakk ist ein Tier und da erwartet man auch nichts anderes. Auch wenn mir sein Gesang an diesem Tag nicht zusagt, so beweist er einmal mehr, dass er zu den großen der Gitarrenfreaks gehört. Fett und druckvoll, als auch eben mit der Liebe zum Detail an der Gitarre. Cooler Opener, allemal.

Ein paar Minuten vor 21 Uhr war es dann soweit. Das Licht ging aus, Intro ertönt und Ozzy, ja der (eigenlich) wahre Prince of Darkness, begibt sich mit "den" gewohnten Schritten auf die Bühne und „I Don´t Know“ soll der erste Songs sein (wie so oft, ähm, immer). Doch bereits während des Songs gibt es schon den Satz, den er an die 100 Mal wiederholen soll. Ihr wisst schon, „I can´t fucking hear you“… Und der Eimer mit Wasser darf bereits während des zweiten Songs ran. Ein Wunder, Ozzy kommt sogar in die ersten Reihen mit dem Spritzwasser an.
Alles schön und gut, aber was ist mit seiner Stimme los? Kaum Power, viel zu langsam und alles klingt einfach nur, ja wirklich scheiße. Genau! Aber immerhin singt Ozzy wohl tatsächlich live. Trotzdem, die Stimme klingt eher matschig und oft zu langsam, als die Spielart der Band. Der Sound lässt hier und da einiges zu wünschen übrig und das Licht, na ja, bei der Größe ist man eigentlich was anderes gewohnt. Einzig und allein die Band legt sich gewissermaßen ins Zeug, allen voran natürlich Gus G. Aber trotzdem, man fühlt sich als Zuschauer von vornherein eher veräppelt. Und dieser Eindruck bleibt die guten 80 Minuten, der reinen Spielzeit von Ozzy selbst, dauernd hängen. Es wird nämlich nicht besser. Auch die Solobeilage(n) der Band bringen es nicht wirklich auf den Punkt, um dieses Konzert als etwas Gutes bzw. Besonders abstempeln zu können. (Solo: zunächst Gus G. mit Keyboarder, dann Gus G. alleine, dann wiederum Tommy am Schlagzeug alleine und dann alle zusammen ohne Ozzy. Womit gute 12 Minuten, also Pause für den Meister, erledigt wären).

Die darauffolgenden Songs bringen eben keine Erkenntnis, dass Ozzy die Pause gut getan haben könnte. Typische Sprüche, kleinere Patzer bei den Texten und irgendwie keinerlei Euphorie oder Begeisterung.
Doch was man zusätzlich vermisst und sicherlich die Songs als auch somit die eigentlich Show etwas mehr aufgepeppt hätte, ist eine Show selbst! Warum ist es nicht möglich bei den Preisen eine blöde Leinwand zu platzieren und Videoclips oder die Liveshow selbst zu zeigen? Oder was auch immer? (Ist nur ein Beispiel!).

Traurig ist auch die Tatsache, dass kein einziger neuer Song gespielt worden ist. Die noch „neusten“ Tracks waren vom No More Tears-Album, welches, wie wir ja wissen, mittlerweile 20 Jahre auf dem Buckel hat. Wir erinnern uns „Scream-Tour“ lautet der Titel dieses Nachholtermins! Natürlich kommen jetzt wieder die Hinweise, dass man ja Klassiker hören möchte. Doch warum heißt die Tour nicht „Best-Of-„ oder eben „30 Jahre Blizzard-Show“? Einfach unfassbar und eben fanunfreundlich hoch 10. Schließlich hat der Typ ja zwischen 1991 und 2011 so einige Platten, als auch Hiterfolge feiern können, die er sicherlich auch vom Text her beherrscht hätte können.
Und allen, die sagen, dass OZZY eben alt und man nicht viel erwarten sollte & Ozzy eben „Kult“ ist und man deshalb so viel Kohle ausgibt, um ihn einfach mal „nur“ LIVE zu sehen: Ja, das ist mir auch klar und Ozzy hat schon genügend Sachen produziert, die es eben als „kultig“ werten lassen können. Ohne Frage! Aber schaut euch mal Shows von gleichaltrigen Künstlern (Beispiele gibt es ja genug, wie u.a. Lemmy Kilmister, Alice Cooper, Glenn Hughes, Ian Gillan, usw.) an, dann wisst ihr was ich meine, wenn man es auch heut enoch als Fan erwarten kann, dass sich jemand Mühe gibt und eine echte Liveshow zum Besten geben will und auch kann.


Fazit: Ozzy live? Nein, danke. Lustlose, langweilige und im Endeffekt auch wenn es nicht anders zu erwarten gewesen sein mag, sehr traurige Sache.
(Bildquelle: mlk.com)




Setlist Ozzy Osbourne in Oberhausen (ohne Gewähr):
(Song/Album)
Intro
1. I Don't Know - Blizzard of Ozz
„I can´t fucking hear you“, „I can´t fucking hear you“,…
2. Suicide Solution - Blizzard of Ozz
„I can´t fucking hear you“, „I can´t fucking hear you“,…
3. Mr. Crowley - Blizzard of Ozz
„I can´t fucking hear you“, „I can´t fucking hear you“,…
4. Goodbye To Romance - Blizzard of Ozz
„I can´t fucking hear you“, „I can´t fucking hear you“,…
5. Bark At The Moon - Bark At The Moon
„I can´t fucking hear you“, „I can´t fucking hear you“,…
6. Road To Nowhere - No More Tears
„I can´t fucking hear you“, „I can´t fucking hear you“,…
7. Flying High Again - Diary of a Madman
„I can´t fucking hear you“, „I can´t fucking hear you“,…
8. Shot In The Dark - The Ultimate Sin
„I can´t fucking hear you“, „I can´t fucking hear you“,…
9. Guitar Solo / Drum Solo -Rat Salad-/ Band-Jam
„I can´t fucking hear you“, „I can´t fucking hear you“,…
10. Iron Man – Paranoid (Black Sabbath)
„I can´t fucking hear you“, „I can´t fucking hear you“,…
11. Fairies Wear Boots - Paranoid (Black Sabbath)
„I can´t fucking hear you“, „I can´t fucking hear you“,…
12. I Don't Want To Change The World - No More Tears
„I can´t fucking hear you“, „I can´t fucking hear you“,…
13. Crazy Train - Blizzard of Ozz
„I can´t fucking hear you“, „I can´t fucking hear you“,…
„I can´t fucking hear you“, „I can´t fucking hear you“,…
Zugaben:
„I can´t fucking hear you“, „I can´t fucking hear you“,…
14. Mama, I'm Coming Home - No More Tears
„I can´t fucking hear you“, „I can´t fucking hear you“,…
15. Paranoid - Paranoid (Black Sabbath)
„I can´t fucking hear you“, „I can´t fucking hear you“,…







geschrieben am 21.06.2011   von Arturek
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