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Anvil - Juggernaut Of Justice Tour 2011 in Hamburg, Knust am 08.07.2011
Galerie Anvil - Hamburg 2011 zum Livereview anschauen!

 
Seit Sacha Gervasis Banddokumentation „Anvil - Die Geschichte einer wahren Freundschaft“ und des gleichnamigen Buches der beiden Protagonisten, sind diese vermeintlich „alte Herren“ (oder auch alte Hasen des Geschäfts) durchaus angesagter denn je. Zumindest scheinen sie endlich die Blütezeit ihrer Karriere zu erleben. So viel Aufmerksamkeit und medialen- wie auch Zuschauer-Zuspruch haben Sie allenfalls zu ihrer Glanzzeit Anfang der 1980er erhalten (wenn überhaupt).
Daher wunderte es uns, d.h. AndreasH und meine Wenigkeit, nicht wirklich, dass ihr geplanter Hamburger Gig vom kleineren Laden Logo in den Knust umgelegt worden ist. Doch nach einer derartigen Vorstellung, wie dieser am Freitag, 8.7., hätten wir uns auch eine Show in der Großen Freiheit 36 oder gar den Docks vorstellen können. Ja, dieses Trio weiß genau, wie sie das Publikum auf ihre Seite bekommen.



Machen wir uns nichts vor, in Sachen Songwriting als auch Produktion müssen die Herren durchaus hier und einiges nachlegen, um ggfs. den wünschenswerten Megaerfolg ein zu heimsen. Doch haben sie das wirklich nötig, wenn sie LIVE eine derartige Erfahrung, Perfektion und den Spaß mit sich- und vollbringen? Denn genau so war es in Hamburg. Anvil sind auf der Bühne einfach nur ECHT, echt Metal! Sie schwitzen, sind voller Begeisterung dabei und reißen sich förmlich den Arsch auf, ohne dabei ihr Können oder den Sound außer acht zu lassen.

Rund 400 begeisterte – und dabei von sehr jung (insbesondere sehr viele junge Damen) bis grauhaarig mit schütterem Haar – konnten sich von den wirklich guten Livequalitäten des Trios ein Bild machen. Frenetisch gefordert, kommen, Lips – stilecht mit Flying V, Robb Reiner an den Drums und G5 mit unglaublich pumpenden Bass auf die Bühne und legen mit „March of the Crabs“ brachial los. Und schwups, ist Lips von der Bühne verschwunden und spielt mittendrin im Publikum, welches er liebt und was (anscheinend) ihn auch liebt. Man geht ab, lacht mit und bangt was das Zeug hält. Was für eine Opener!




Sehr überzeugend insgesamt der Sound an diesem Abend, was nicht nur für die donnernden Drums, die in wirklicher Perfektion und unendlicher Leidenschaft von Robb Reiner gespielt, malträtiert und gestreichelt (letzteres weniger) werden, und einem Glenn Five am 5-Saiter, der in Punkto Spielfreude seinen beiden Bandkollegen in nichts nachstand und einen hervorragenden Sound und eine irre Power zu diesem perfekt aufgelegten und eingespielten Trio beitrug.

Ob nun mit alten Hits oder den brandneuen Stücken des Albums „Juggernaut of Justice“ – das Publikum war voll dabei, was insbesondere aufgrund der Tatsache, dass Anvil 5 (in Worten: Fünf!) neue Stücke zum besten gab, fast verwunderte, aber die Leute gingen ab und feierten die alten Klassiker wie „666“, „School Love“, „Winged Assassins“ oder „Mothra“ (inkl. gewohnter Dildo-Show!) genauso wie die neuen Stücke, die ähnlich fett rüber kamen. Dabei muss man wirklich festhalten, dass Anvil die Band ist, bei der der Unterschied zwischen Album und Live-Performance am extremsten ist – was für ein Druck, und mit welcher Power die seit 34 Jahren unaufhörlich im Geschäft stehenden Kanadier hier ans Werk gingen, ist allemal beeindruckend, so dass die ein oder andere Verschnaufpause („This is Thirteen“, „Thumg Hang“ oder das neue, massiv groovige „New Orleans Voodoo“) gut platziert war. Auch, dass Robb Reiner ein Schlagzeug-Solo darbot, weil keinesfalls fehl am Platze, sondern wirklich gut und auch hier sah man, wie sehr die Jungs lieben, was sie tun. Gefühlt viel zu schnell kam dann auch schon das Ende des regulären Sets mit einem glänzend aufgelegten Lips, der „Metal on Metal“ anstimmte, um dann nach 3 Zugaben seinen wohlverdienten Joint anzukündigen und sich dann mit allen im Saal noch treffen zu wollen…was dann auch geschah...





Fazit:
Man mag sich über ihre Musik als auch den angeblich "kultigen" Status (vor allem aufgrund des Debütalbums und der Filmdoku) nun streiten oder auch nicht. Ihre Freude am Spielen, ihr Können als auch der Enthusiasmus sprechen allemal für sich. Sie sind eine echte Liveband, die wirklich zu überzeugen weiß. Ein toller, sehens- und hörenswert Metalabend, wie er sein soll: eben METAL on METAL!!!




Setlist ANVIL in Hamburg am 8.7.11:
March (of the Crabs)
666
School Love
Juggernaut Of Justice
Winged Assassins
On Fire
This is Thirteen
Mothra
Thumb Hang
White Rhino
Fuckeneh!
New Orleans Voodoo
Metal On Metal

Forged In Fire
Jackhammer
Running






Alle weiteren Bilder des Abends in der Galerie.

Vielen Dank an Olly SPV und natürlich ANVIL!



(Bericht in Zusammenarbeit mit AndreasH enstanden)


geschrieben am 17.07.2011   von Arturek
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