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Thrashfest 2011 - Exodus, Sepultura, Destruction in Braunschweig, Meier Music Hall am 28.11.2011

Live dabei gewesen und somit Verfasser dieses Berichtes ist AndreasH

Am 28.11.2011 war es endlich soweit – das Thrashfest 2011 kam nach Braunschweig und hatte ein unglaublich attraktives Package parat: Mit Mortal Sin, Heathen, Destruction, Sepultura und Exodus waren sowohl was die Thrash-Vielfalt als auch die Qualität angeht für jeden was dabei.

Die Frage war nur: wie kriegt man auf einem handelsüblichen Montagabend 5 Bands dieser Qualität irgendwie zeitgerecht sprichwörtlich über die Bühne?



In Meier’s Music Hall war schon kurz nach dem Einlass klar: Heut wird’s voll. Schon bei MORTAL SIN war die Halle mit rd. 1500 Leuten dicht gefüllt und kaum schlug es 18:15 Uhr (kein Schreibfehler!), legten die Mannen aus dem australischen Buschland auch schon los. Und zwar mächtig! Leidre konnten Mortal Sin sich nur rd. 30 Minuten austoben, hatten aber u.a. mit „Lebanon“ und „Mayhemic Destruction“ zwei Oberkracher dabei und durften sich – als einzige des Abends, soviel vorweg – auch einen neuen Song von der „Psychology of Death“ erlauben.

Insgesamt ein für mich überraschend guter, sauberer, fetter und soundtechnisch einwandfreier Auftritt der Jungs aus Down Under!

Nach einer kurzen Umbaupause (rd. 20 Minuten) enterten dann HEATHEN die Bühne, und wer jetzt den Weg zurück an die Pinkelrinnen gesucht hat, hatte Schwierigkeiten, hier wieder raus zu kommen, so voll war’s dann doch. Angesichts des glasklaren Sounds, der Spiellaune sowohl von Lee Altus als auch und insbesondere Kragen Lum an den 6 Saiten war das auch gar nicht nötig. HEATHEN legten einen großartigen, oberfetten Sound hin und sprühten vor Freude, was sich durchaus auf das sonst ja eher verhaltene Braunschweiger Publikum auch gut übertrug. HEATHEN konnte auch mit der Setlist voll überzeugen und hatte von der „Breaking the Silence“ und der „Victims of Deception“ natürlich alles dabei, was der geneigte „Classics-Tour“-Jünger dann auch benötigte.
Lee Altus, der ja einige Zeit später am Abend noch bei Exodus ran musste, sei hier besonders Respekt gezollt!!


Besonders bei HEATHEN – das muss hier noch mal gesagt sein – war es natürlich schade, von der 2010er Scheibe „The Evolution of Chaos“ angesichts des Motto’s „Classic“ genau gar nichts zu hören. Aber so hat HEATHEN insbesondere mit den alten Songs überzeugt, wobei sicherlich „Hypnotized“ besonders geil rüber kam, aber auch die rasend schnellen „Goblin’s Blade“, „Mercy is no Virtue“ und zum Abschluss natürlich das obligatorische „Death by Hanging“ den großartigen Set krönte.
Zum Glück hat David White angekündigt, dass ich 2012 eine neue Scheibe rauskommt – und hier hoffen wir mal auf eine anständige Tour mit deutlich mehr Spielzeit als nur 45 Minuten. Großartig!

Da hatten es dann DESTRUCTION, die rd. 50 Minuten Spielzeit eingeräumt bekommen haben, natürlich schwer. Aber auch hier war Schmier und vor allem Mike Siffringer an den 6 Saiten anzumerken, dass sie Bock hatten. Der Gitarrensound ist wie immer Geschmackssache, und gegen die fette Wand von Heathen anzuspielen war sicher eine schwere Aufgabe. Gleichwohl ist es immer wieder erstaunlich, wie grade Gitarrero Mike eine veritablen Soundteppich – eben mittig eher, aber so isses nun mal – als alleiniger Axeman hinbekommt. Bei DESTRUCTION kam der Höhepunkt erwartungsgemäß schon mitten im Set mit „Mad Butcher“, aber auch die anderen klasischen Kamellen waren sauber, leidenschaftlich und gut vorgetragen.
Langeweile kam nicht auf, und Schmier hat sich sprichwörtlich den Arsch abgespielt … und auch das Publikum ging entsprechend gut mit.



Umso gespannter waren natürlich alle, als SEPULTURA nach einer erstmal rd. 35-minütigen Umbaupause samt neuem Schlagzeug die Bühne erklommen haben. Nun bin ich alles andere als ein Freund von SEPULTURA, muss aber gestehen: Das war was. Oh Man. Andreas Kisser legt einen Mördersound dahin, dass sich die Braunschweiger Balken bedrohlich bogen, und mit „Beneath the Remains“ und natürlich dem schon mitten im Set auftretenden „Chaos A.D.“ und „Arise“ war die Stimmung großartig und wer das Brüllen von Shouter Derrick Green mag, der im Übrigen wie immer eine unglaubliche Bühnenpräsenz ausstrahlte, der konnte nach 70 Minuten glückselig gen Biertresen wanken.
Das war auch nötig, denn nach einer erneut 35-minütigen Umbaupause und schon zu fortgeschrittener Stunde um 23:15 Uhr fingen dann die Headliner EXODUS endlich an und gaben ein Potpourri der ersten Scheiben. Nicht nur die vom Publikum gewählten „Toxic Waltz“ und „Piranha“ kamen großartig, sondern grade „Bonded by Blood“, „A Lesson in Violence“, „Metal Command“ (lang nicht live gehört) und „Strike of the Beast“, aber auch von der Fabulous Disaster „Last Act of Defiance“, „Fabulous Disaster“ und „Brain Dead“ sowie „Chemi-Kill“ waren Schmankerl, die man natürlich heutzutage auf einem Exodus-Gig nicht alle Tage hört.



Insgesamt ein guter, wenn auch nicht sensationeller Auftritt, nachdem Gary Holt’s Klampfe einige Male den Geist aufgab und der sichtlich genevt von seinem Roadie war (wenn der jetzt noch sein Roadie ist…). Auch könnte Exodus auf so hammerblöde Hardcore-Analogien wie eine „Wall of Death“ locker verzichten – Schwachpunkt der Band ist und bleibt Rob Dukes und war es auch an diesem Abend. Aber nicht zuviel Kritik, EXODUS war ein würdiger und geiler Headliner.

Fazit:
Ein geiles Package, an dem es eigentlich wenig zu mosern gibt. Ob so eine Veranstaltung allerdings mit 5 Bands sein muss – ich weiss es nicht. Angesichts der scheinbar in Braunschweig recht früh fahrenden letzten Busse und/oder Bahnen an einem Montagabend, wäre weniger vielleicht für den Einen oder Anderen mehr gewesen – auch wenn ich jetzt nicht wüsste, auf wen man hätte verzichten sollen. Was man in jedem Fall sparen sollte, sind 35-minütige Umbaupausen bei diesem Package – da bitte mal dran arbeiten – dann klappt’s für Jung-Metal-Freaks auch mit der letzten S-Bahn.

Ich freu mich aufs Jahr 2012 – aber wie kann man dieses Thrash-Package noch toppen?



Und bis dahin gibt es das Thrashfets 2011 in folgenden Städten Europas:
05.12.11 - DE Hamburg, Markthalle
06.12.11 - SE Göteburg, Trädgarn
07.12.11 - DK Aarhus, Voxhall
08.12.11 - DE Berlin, C-Club
09.12.11 - PL Katowice, Mega Club
10.12.11 - DE Leipzig, Hellraiser
11.12.11 - SK Bratislava, Majestic
12.12.11 - HR Zagreb, Boogaloo
13.12.11 - SI Ljubljana, Kino Siska
14.12.11 - IT Bologna, Estragon
15.12.11 - CH Pratteln, Z-7
16.12.11 - NL Eindhoven, Effenaar
17.12.11 - DE Stuttgart, LKA
18.12.11 - AT Wien, Arena
Alles Weitere gibt es natürlich hier: http://www.thrashfest.eu



Live dabei gewesen und somit für diesen Bericht verantwortlich: AndreasH!


geschrieben am 05.12.2011   von Arturek
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musikalischer Background des Verfassers
...sehr viel
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2. Mordor "Prayer to..."
3. Vader "alles"
4. Metallica "bis einschl. Justice for all"
5. Nick Cave & the Bad Seeds "alles"
6. Edge of Sanity/Opeth/Katatonia "fast alles"

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