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Nickelback - Here & Now Tour -, Support Daughtry in o2 World, Hamburg am 19.09.2012

Und täglich grüßt das “Nickelbäckchen”! Oder wie jetzt?

Irgendwie kommt mir das bekannt vor. Vor etwas mehr als zwei Jahren gastierten nämlich die kanadischen Rock-Superstars ebenfalls in Hamburg, an gleicher Stelle und auch Daughtry waren hier der Support (siehe Bericht von Matthias). Klar, damals trug die Halle noch den Namen „Color Line Arena“, aber sonst? Hätte es da nicht spätestens bei allen Verantwortlichen „Klick“ machen müssen, um die Bands in einer anderen Norddeutschen Großstadt auftreten zu lassen oder zumindest einen anderen Support zu präsentieren? Klar, die Preise haben sich verändert, natürlich nach oben, die Halle heißt nun o2 World und die Bands haben je ein neues Album im Gepäck, aber…
Das komische ist, dass ich auch diesen Bericht mit ähnlichen Worten anfangen kann, wie Matthias im Februar 2010, nämlich: „Rob, who the f*** is Rob?“. Timmy ist nicht mehr, nun ist Rob der „Aushilfsmusiker“ bei einem Song von Nickelback. Doch der Reihe nach.

Daughtry
Spielzeit (Brutto): 19:55 - 20:35
–Setlist in Hamburg (ohne Gewähr)
Renegade
Outta My Head
Crawling Back to You
Over You
No Surprise
Home
Feels Like Tonight
It's Not Over
There And Back Again

DAUGHTRY mit ihrem seichten Alternative Rock, der oft poppiger wirkt, als das Aussehen des Sängers Chad (die Rockantwort auf Vin Diesel!) haben ihre gut 40 Minuten Spielzeit genutzt um sich vorzustellen, mehr aber auch nicht. Klar, die Musik ist weiterhin ähnlich wie Nickelback, Creed und Co., was auch die Freundschaft zwischen den beiden Chads erklären möge. Doch man fragt sich wirklich, muss das sein, dass man ähnliche Bands auftreten lässt und Chad Daughtry genau so agiert wie vor zwei Jahren? Gegen ihre musikalische Qualitäten und Setlist, auch wenn sie heute mit Soundproblemen zu kämpfen hatte –oft zu leise, vor allen Dingen die Keyboards und die zweite Gitarre-, mag ich nicht viel rummeckern. Doch mit der Zeit, auch trotz aller Bemühungen das Publikum mit einzubeziehen, wirken die Songs eben langweilig. Daher zitiere ich an dieser Stelle gern aus dem Bericht von Matthias: „Das Potential war erkennbar, musikalisch dicht an Nickelback und Creed – aber heute nur eher Regionalliga.“

Nickelback
Spielzeit (Brutto!): 21:10 - 22:50
–Setlist in Hamburg (ohne Gewähr)
This Means War
Something in Your Mouth
Never Again
Photograph (mit Rob)
Far Away
Too Bad
Animals
Trying Not to Love You
Rockstar (mit Chad Daughtry)
Someday
Lullaby
When We Stand Together + Schlagzeug-Solo
Figured You Out
How You Remind Me

Gotta Be Somebody
Burn It to the Ground


Die halbstündige Umbaupause wurde mit genialen Stücken der 1980er/90er Jahre Rock/Metal überbrückt, u.a. AC/DC, Accept, Metallica, Def Leppard, Guns´n Roses als auch Pantera – wobei gerade bei der letztgenannten Band es dann doch mit den Kanadiern NICKELBACK endlich losging. Doch diesmal gab es keine wirklich besondere Bühne, die z.B. weiter in den Innenraum reichte. Es gab auch keine Pyroshow, keinen besonderen „WOOOOM“-Effekt. Doch zum Glück gleich drei Krachersongs zum Auftakt (siehe Setlist). Man war also bedient und die Typen schwitzen wie sau, gut so.
Die logische Folge, die etwas leichtere Nummer „Photograph“. Doch was war allgemein los? Die Meute, vor allen in den ersten Reihen, sowohl vor der Bühne als auch auf den Rängen, hat die Band abgefeiert; auch wenn die Arena diesmal nicht proppenvoll gewesen ist. Selbst im Innenraum hatte man genügend Platz, um das Bierchen zu holen. Aber Chad und Co., lassen sich nicht viel anmerken. Sie spielen ihr "professionelles" Vorgehen durch. Dies bedeutet zwar, dass es eben keine Regionalliga ist und eben immer noch C.L., aber dafür sind es meist die gleichen Sprüche und Aktionen, die es schon bei der letzten Tour zu sehen und hören gab. Doch das alles auch eben ohne Pyro, als auch einer speziellen Bühnenperformance. Diese sah nämlich dürftig aus.
Sicher, das Werfen der Biere in die Menge als auch die T-Shirt-Kanonen haben was, doch trotzdem gab es das doch schon. Und mehrfach die gleichen Sprüche klopfen wie “I Love you“, „Hey, Hambuuuuurg“, „Screeeeam“ und „Who want´s a party tonight“, was soll das? Alles schon gehört und wirklich nah am Publikum, eben leidenschaftlich, überzeugend, wie eben vor zwei Jahren, war das diesmal wirklich nicht. Zudem waren die riesigen Leinwände hinter der Band wirklich genau gut ausgerichtet und die Kameraführung voll in Ordnung. Aber nach mehr als 10-mal die gleichen Personen aus dem Publikum auf der Leinwand zu zeigen, wirkt dann doch ebenfalls „langweilig“. Auch wenn es sicherlich humorvoll ist.

Zur Setlist muss ich auch nicht wirklich viel loswerden. Natürlich müssen solche Megabands ihre Hits bringen, das muss man eben hinnehmen. Aber sich nur immer wieder nur auf überwiegend die „gleichen“ Songs zu besinnen und dann vom neuen Werk lediglich die Singles zu präsentieren, ist bei den Preisen der Tickets, dieser großen Band als auch der reinen Nettospielzeit von knapp 90 Minuten (inkl. Drum-Solo) wirklich zu wenig und daher schade! Was auch schade war, dass die T-Shirts mal wieder die Marke von 30 Euro hatten. Und das bei Bands, die doch sowieso schon längst den großen Status erreicht haben.
Doch es gab auch Gutes, was einem den Abend doch nicht ganz so vermiesen konnte. Der Sound war durchaus okay, sehr laut und die Lichtshow hatte es bei den meisten Songs des Headliners in sich. Spektakulär, vor allen bei den härteren Nummern zum Anfang der Show und einem Stück wie „Burn It To The Ground“. Klar ist auch, dass die Band eben sehr professionell agiert und eben durchaus Qualität abliefert. Doch reicht das aus, wenn sie ansonsten nicht wirklich viel Bewegung zeigt/en (mit Ausnahme von Mike) und daher lediglich ihr Standard-„Sprüche/Positionen“-Ding durchzieht/en? Ich denke nicht, vor allem nicht bei eben solch großen Bands und den Massen von Fans.

Lag es nun an der Auftaktveranstaltung der deutschen Termine? Oder doch an der Routine der Welttourneen? Ist mir wirklich egal, aber ich bin der Meinung, dass man als Fan, für sein hart verdientes Geld öfter auch mal Überraschungen, etwas Anderes eben geboten bekommen sollte (wie u.a. Pyro, mehr Hingabe und Leidenschaft als auch Nähe zum Publikum). Daher bin ich eher froh darüber, dass die 2010-Tour mitbekommen habe.
Also, beim nächsten Mal doch eher Hannover, Bremen, Kiel oder Oldenburg als Austragungsort für Nickelback in Norddeutschland einplanen - und vielleicht nicht unbedingt wieder mit Daughtry?


Die weiteren Termine der NICKELBACK-„Here & Now Tour“ 2012 in Deutschland:
21.09. - Lanxess Arena - Köln,
22.09. - Festhalle - Frankfurt am Main,
25.09. - Schleyerhalle - Stuttgart,
26.09. - Olympiahalle – München.

Ein rockiger Gruß und Dank der metalglory.de-Crew geht an die Karsten Jahnke Konzertagentur.



geschrieben am 20.09.2012   von Arturek
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musikalischer Background des Verfassers
...sehr viel
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