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Danzig in Hamburg, Marthalle am 17.05.2005
Galerie Danzig, Hamburg/Markthalle, 17.05.2005 zum Livereview anschauen!

Niemand ist vor dem Altern sicher! Doch „das Rocken, Gasgeben und Durchdrehen“ bleibt davon vollkommen unberührt. Zum Glück! Denn das war mein Eindruck, beim Besuch des einzigen Konzerts der gesamten „Circle of Snakes-European-Tour“ der Rock-Ikone Glenn Danzig und seinen Mannen.

Doch bevor es LIVE losging, waren die Herren so gütig einige Fans im Hamburger Shop „Remedy Records“ eine Autogrammstunde zu geben.
Ich musste nun feststellen, das Herr Danzig bei seiner Autogrammstunde doch eher nett als irgendwie eingeschnappt wirkte, da er sich trotz der vielen Autogramme und der Smalltalks keineswegs blöd anstellte oder grimmig und gelangweilt daherblickte. Doch, wenn wir schon über das Alter und die vielen Jahre im Musikbusiness sprechen, dann muss man auch zugeben, dass auch er die Jahre gekommen ist. Keine Angst, dieses Thema will nicht weiterhin vertiefen, schließlich sind wir hier bei keinem „normalo“-Blatt der Unterhaltung!
Nette Tat von Remedy Records diese Autogrammstunde gewährleistet zu haben.

Gegen 21.00 war dann Markthalle am Marstall angesagt.

Bevor Danzig die Bühne betrat, durften noch die Jungs von Union Youth (www.unionyouth.de) die Gunst der Stunde nutzen, um sich und ihre Songs zu präsentieren. Mir waren die Jungs bis dato völlig unbekannt und werden es wohl auch bleiben. Ich kann leider mit der Punk-Rock-Metal-Alternativ-Ecke nicht viel anfangen. Genau eine solche Mischung gaben sie nun mal von sich. Klar ist und war, dass sie es schwer haben würden, schließlich ist ein Support für eine Kultband eine Sache für sich. Dementsprechend war die Halle kaum sonderlich gefüllt, wenn man die Maßstäbe einer Markthalle in Betracht zieht. Nach 40 Minuten war auch die Mischung aus Green Day, Motörhead und vielleicht etwas Rage against the Machine vorbei. Für einige, die mit einem Mix aus Punk und Rock etwas anfangen können, sollten Union Youth im nächsten Monat auf ihrer ausgiebigen Tour erleben. Aber das heutige Publikum war eher wegen Danzig da.

Begleitet von seiner Aushilfstruppe Jerry Montana (bass), Tommy Victor (Prong –guitar) und Johnny Kelly (Type o Negative - drums) war es dann doch endlich mal Zeit ein Konzert der Circle of Snakes Tour in Hamburg zu geben. Und siehe da, die Markthalle war nicht mal ausverkauft, geschweige denn angehend massig gefüllt. Vorbei die Zeiten, als Danzig noch die Hallen bis zur Ohnmacht füllte. Woran mag das wohl liegen? Preise, Desinteresse, Dienstag oder eben doch wieder das leidige Thema von oben? Aber hey, Vielleicht liegt es wirklich daran, dass wir alle nun tatsächlich älter werden und 90% des Publikums nicht aus den heutigen Bubis mit ihren Limp Bizkit/Slipknot-Shirts bestand.

Gegen 22.16 kamen dann die ersten Töne des Intros „Wotans procession“. Doch dieses Intro dauerte ganze 5 Sekunden! Es wurde in der Halle wieder hell und die Pfiffe blieben dabei natürlich nicht aus. Na ja, vielleicht musste da mal einer noch kurz zum stillen Örtchen, denn keine 3 Minuten später erklangen diese Intro-Töne erneut und die Herren traten auf die Bühne. Glenn natürlich zuletzt!
Es ging megaheftig los! Durchdrehen war angesagt! So rockig, brachial und voller Elan habe ich Danzig schon lange nicht erlebt. Zwar gab es schon bessere Zeiten und Konzerte des Herrn (u.a. Dynamo 1994), aber, dass er immer noch mit solcher Power kreischt und tobt, das hätte ich nicht erwartet. Die ersten Reihen und die Band tobten ständig, ob bei den neuen oder eben auch den „alten“ Tracks. Eine große Bandbreite an ausgewählten Songs wie u.a. „1000 Devils Reign“, „Until you call on the dark“, „Satan´s Child“, „Her black wings“, „How the gods kill“, „Bringer of death“ gab die Band an diesem Abend zum Besten. Begleitet durch anfängliche Soundprobleme, da es einfach zu laut war, hat dieser Gig den meisten sehr gefallen. Zumindest konnte man dies an dem Beifall, sowohl für die Tracks der neueren Ära, als auch der alten Tracks entnehmen. Auch wenn dazu erwähnt werden sollte, dass „How the gods kill“ und „Her black wings“ heftiger abgefeiert wurden, als u.a. „Satan´s child“. Mit „Twist of cain“ und „Mother“ sollte es dann gewesen sein. Doch Danzig hat wohl mit einer solchen kräftigen Resonanz des Beifalls nicht gerechnet und so mussten die Herren erneut auf die Bühne. „Dirty Black Summer“ war dann wieder einer dieser Hits, doch mit der nächsten Zugabe, wurden die meisten überrascht: „SKULLS“ . Ja, Misfits waren wieder da! Und es klang echt cool!
Geil, dass ein Herr wie Danzig auch noch etwas für seine ganz alten Fans übrig hat!
Doch dann war auch wirklich Ende und es war erst 23.30 Uhr! Dies bedeutete, dass der Gig gerade mal 70 Minuten Spielzeit betrug. Trotz der vielen Zugaberufe und Pfiffe blieben die Herren hinter der Bühne und das war es tatsächlich. Unglaublich aber wahr!
Nur diese Tatsache hat meine Laune und die vieler anderer Fans sehr deutlich getrübt.
Hallo, es ist das einzige Konzert der Tour in Deutschland, der Herr blickt auf fast 30 Jahre Musikgeschichte, hat unzählige Songs parat und dann kommt noch die Tatsachen hinzu, dass der Gig 25 Euro an der Abendkasse gekostet hat! ALSO, sind das keine Gründe die Menge mal, sofern sie das auch möchte, mit mind. 100 Minuten zu beglücken und somit freudestrahlend nach Hause zu schicken?! 70 Minuten reichen vielleicht für eine Band, die gerade mal 2 Alben hat, aber nicht für DANZIG!
Doch da wären wir erneut bei der Thematik mit dem Älterwerden....... vielleicht hat dies ja so auch seine Gründe.
Was noch enttäuschte, waren die mal wieder die Preise beim Merchandise! Kapuzenpulli 60 Euro, Girlie 32 Euro und ein Cap von Danzig für „schlappe“ 28 Euro!!!! Ähm, Leute, wo lebe ich denn? 28 Euro!!!
Nichts für ungut, der Herr Danzig rock allemal wie sau und das ist gut so. Er soll sich bloß nicht zur Ruhe setzen. Der Basser Jerry Montana war wie von Sinnen und erinnerte sehr an Rob von Metallica, Tommy Victor setzt seine Solis punktgenau ein und Johnny Kelly ist die Präzision pur. Alte Herren, aber fit wie ein neuer Turnschuh. Danke für diesen guten, aber leider sehr kurzen Gig.

Mein Dank geht an Wolf M.

Die restlichen Bilder vom Gig gibt es wie immer in der Galerie!


geschrieben am 20.05.2005   von Arturek
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