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Testament, Dew-scented & Bleed From Within in Rockfabrik, Nürnberg am 17.03.2013


--- Live dabei gewesen und somit Verfasser dieses Berichtes ist AndreasH---

Einer der schönsten Revivals ever! - Am 17.3. war es soweit – endlich entern TESTAMENT als Headliner wieder Deutschlands Bühnen und warten mit dem wirklich sehr starken Album „DARK ROOTS OF THE EARTH“ auf. Ort des Geschehens war Nürnberg, Rockfabrik und die Stimmung war im Vorfeld ausgezeichnet, da schon viele Metalheads zur Metalbörse kamen, die den Tag über dort ebenfalls statt fand. Volles Haus!

Mit BLEED FROM WITHIN aus Schottland und den kurzfristig eingesprungenen DEW SCENTED war das Package mehr als attraktiv auf dem Papier. Entsprechend voll war es denn dann auch schon nach kurzer Zeit in der Rockfabrik, in der man sich wie immer aufgrund der Höhe der Bühne eher auf einem 80.000 – Zuschauer – Open-Air als in einem zünftigen Metalschuppen wähnte.
BLEED FROM WITHIN starteten dann pünktlich recht pünktlich und durften rd. 30 Minuten ran. Die Schotten gaben viel bis alles, allein der Funke sprang nicht recht rüber und der Sound war dann doch deutlich zu mumpfig. Dazu kam, dass das Posing doch arg aufgesetzt wirkte – Posing eben. Alles in allem ein nicht sehr überzeugender Auftritt.

Umso höher waren die Erwartungen an DEW SCENTED. Dew-Scented–Mind Leif Jensen hatte sich ja in den letzten Jahren komplett reformiert und eine völlig neue Truppe um sich herum versammelt, insofern war ich gespannt, was da nun kam und so erging es dem Gemurmel der Zuschauer nach und den fragenden Blicken am Merchandising nach SHADOWS FALL – und viele waren durchaus erfreut ob der Norddeutschen, die Ihre Ehre im Frankenland gaben. Blickfang war der neue Mann an den 4 Saiten, der in Optik und Mimik den Lookalike-Contest mit Glenn 5 von ex-Anvil gewonnen hätte. Wie bei DEW-SCENTED gewohnt, war Ultrahochgeschwindigkeit das Markenzeichen und dies war auch am Sonntag so.

Leider dauerte es etwas, bis Publikum und der etwas ironische Leif Jensen an den Vocals harmonierten, und da D.S. leider nur auf die Tube drückten, ging die Qualität etwas unter. Dafür wurde in den 45 min das neue Album ICARUS ordentlich promotet, und Dew Scented haben hier scheinbar wieder ein Werk voll mit kompromisslosen Thrash hingelegt – allerdings fehlt durchaus mal bei aller technischer Finesse dieser Musik ein ordentlicher Midtempo-Moshpart. Auch hier war der Sound – wohl aber so gewollt – deutlich zu mumpfig – das geht auch als Support besser. Insgesamt verbleibt der Eindruck, DEWS SCENTED in altem Line-Up auch schon besser gesehen zu haben. Was soll’s den Franken gefiels, Dew Scented hatten dann auch irgendwann ihren Spaß und das ist es doch, worauf es ankommt… zumal Herr Jensen nicht müde wurde, auf den wahren Grund des heutigen Hierseins hinzuweisen – TESTAMENT!
So ging es dann um 21:10 auch halbwegs pünktlich los – und wie! Testament entern mit „Rise Up“ die Bühne, mit glasklarem Testament-Sound und einem Chuck Billy, der von weitem mit seinem Mikro-Ständer/Stab/Gitarrenersatz aussah, als wäre er Luke Skywalkers Bruder. Aber geil! Nach wenigen Sekunden fliegen Haare, Köpfe und die Fetzen. Eric Peterson und Alex Skolnick harmonieren zwar nicht optisch, aber technisch sehr (bis auf einen kleinen, sympathischen Verspieler von Mr. Peterson) und geben Druck und Gas und fetten Sound. Chuck Billys unverkennbares Organ ist dann auch bei „More than meets the Eye“ unverkennbar und spätestens nach der Solo-Show von Alex Skolnick und „Brnt Offerings“ fühlt man sich um Jahre bis Jahrzehnte verjüngt. Im Publikum wird’s immer enger und während die ersten nicht gerade kleinen Moshpits sich bilden, und dies sogar bei neueren Songs wie „Native Blood“, „True American Hate“ und dem monströs geilen „Dark Roots oft he Earth“, welcher mit einem gewaltigen und Chuck Billy sichtlich Spaß machenden Midtempo – Part aufwartet. Völlig aus dem Häuschen geht der Laden naturgemäß bei „Into the Pit“ und so langsam drückt es sogar an dem Platz weiter hinten – von hinten, genauso wie bei „Practise what you Preach“.


Irgendwie wird es immer wärmer, und Mr. Skolnick denkt gar nicht daran, seine Solo-Show selbst bei Thrash-Monstern wie „Over the Wall“, „The Hauting“ und „The New Order“ zu reduzieren – und trotzdem kommt hier jeder zu seinem Recht, sowohl das Rhythm-Guitar- Monster Peterson als auch der im Gegensatz zu Peterson abgemagerte Greg Christian, während an der Schießbude Glen Hoglan alles gibt. Und so endet bei wirklich gutem Sound der reguläre Set mit „DNR“, „3 Days in Darkness“ und abschließend „The Formation of Damnation“ vom Vorgänger.
Das Publikum ist begeistert – die Band verabschiedet sich – und kommt nicht wieder, es ist 22:40 Uhr. Keine Zugabe … es bleibt ein etwas fader Beigeschmack, denkt man zunächst, erinnert sich aber, dass man eigentlich voll bedient ist und das bei einer Band wie Testament ein regulärer Set mit allen Halsbrechern ohnehin 5 Stunden dauern müsste – also trotten wir glücklich und zufrieden den Heimweg aus dem Frankenlande an – und sind nach kurzer Zeit auch wieder tiefenentspannt auch ohne „Apocalyptic City“, „Do or Die“, „Disciples oft he Watch“, … […] … in diesem Sinne „See you very soon“ – Thank you, Testament! HINGEHEN!

Die restlichen Termine der Tour in Deutschland:

21.03.2013 Wiesbaden / Schlachthof
22.03.2013 Hamburg / Docks
23.03.2013 Köln / Live Music Hall
25.03.2013 München / Backstage
28.03.2013 Berlin / Huxleys Neue Welt


Live dabei gewesen und somit Verfasser dieses Berichtes AndreasH
((Tourflyer- und Tourdatenquelle: wizardpromotions.de / Bilder: AndreasH))

geschrieben am 21.03.2013   von Arturek
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...sehr viel
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