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Opeth - Pale Communion Tour 2014 in Hamburg, Große Freiheit 36 am 08.11.2014

Setlist OPETH - Hamburg, 08.11.2014 -
Spielzeit: 19:43 - 21:41 Uhr

1. Eternal Rains Will Come
2. Cusp of Eternity
3. Bleak
4. The Moor
5. Advent
6. Elysian Woes
7. Windowpane
8. The Devil's Orchard
9. April Ethereal
10. The Lotus Eater
11. The Grand Conjuration
Zugabe:
12. Deliverance

Mir bleibt diesmal leider keine andere Wahl, als eben diesen Konzertbericht mit dem Hinweis auf die Setlist anzufangen. Wer nämlich davon ausgegangen ist, dass Opeth sich ausruhen und tatsächlich das Konzert mit den letzten beiden rein "prog-rockigen" Alben vollziehen, zumal diese 2014er-Tour ja den eindeutigen Titel trägt, der hat sich mächtig geschnitten. Da haben nicht schlecht einige der Gäste im Publikum gestaunt. Doch viel mehr überrascht waren die Fans der ersten Stunde.

Unfassbar was Mikael & Co. seinen Fans so alles antun. Sowohl im positiven, auf der einen Seite und negativen Sinne, auf der anderen Seite. Schließlich werden Opeth ausreichend neue Fans durch "Heritage" als auch spätestens durch das aktuelle Werk dazugewonnen haben. Jene Fans, die dann auch entsprechend dem Tour-Titel hohe Erwartungen haben, also die seichte, mehr rein prog-rockige Seite. Doch Pustekuchen, nur drei Titel von "Pale Communion" und gerade mal einer von "Heritage" fanden den Platz auf dem knapp zweistündigen Set.
>>> Wie soll man das nun alles verstehen? Soll dies der Dank an die Fans der ersten Stunde sein, wenn eben Tracks wie "April Ethereal", "The Lotus Eater", "Bleak" oder gar "Advent" genial vorgetragen werden? Oder soll es die Fans auf ein neues Album vorbereiten, welches eben wieder mit heftigen Attacken und Growls versehen sein wird? Und noch schlimmer: sollen etwa alle Prog-Rocker, die gern auf die Growls verzichten und lediglich die letzten beiden Alben zu lieben gelernt haben, wieder vergrault werden?!
Alles egal oder? <<<

Galerie der Show in HH

Die Band hat und genießt ihre Freiheit, nicht nur in der Großen Freiheit 36. Genauso wie Mikael über jeden und die Szene selbst gern herzieht, auch bei jedem seiner Konzerte als Frontman. Denn ja, auch in Hamburg hat er seine "StandUp-Comedian-"Qualitäten aufgezeigt. Ob er dabei sich selbst als Udo Dirckschneider vorstellt, anmahnt, die Chartplatzierungen wegen Scooter verloren zu haben, sich über die Stimme von King Diamond "aufregt" oder eine Anekdoten zur Reeperbahn vorträgt. Herrlich, denn sowohl die Lachmuskeln als auch die Nackenmuskulatur (ich kann wieder nur auf die Setlist hinweisen - allein die Zugabe hat schon Nackenschmerzen zur Folge!) wurden an diesem Abend deutlich beansprucht.
Und zur Show selbst: Licht - hervorragend. Sound - durchaus gelungen, hat man aber allgemein betrachtet schon besser erlebt, zumal an die zwei kleine technische Aussetzern vorgekommen sind, nun denn, Liveshow eben. Und die Band selbst - die Männer funktionieren hervorragend, als Einheit. Axenrot ist ein Meister seines Faches. Er lässt sich durch keine Miene oder gewisse Anstrengung etwas anmerken. Spielt wie ein Uhrwerk, ob die ruhigeren Passagen oder mal mit cooler Double-Bass-Attacke, auch wenn er dazu nicht eine zweite Bassdrum benötigt. Martin am Bass, wie immer präzise und druckvoll, aber auch sehr konzentriert ohne jede Mimik und nun ohne Matte muss man sich immer noch dran gewöhnen. Die Sologitarrenparts von Fredrik sind ebenfalls erste Sahne. Er geht förmlich in seinem Spiel auf, nicht zuletzt die Gesichtsmimik verrät dabei so einiges. Joakim an den zahlreichen Tasteninstrumenten und "Bongo", eben typisch im Hintergrund still und heimlich coole, melancholische Begleitung, passt. Last but not least: Mikael, der Chef: er verdient einmal mehr zusätzlich eine Tour als reiner Entertainer-Comedian. Was den musikalischen Part an diesem Abend anbelangt - seine Stimme war schon mal besser, um ehrlich zu sein. Man ist eben deutlich bessere Tage von ihm gewohnt, zumal er selbst Maßstäbe setzt. Lag es vielleicht an den zahlreichen Growl-Songs, so genial die auch sein mögen, man merkte, dass er sich doch eher schonen musste. Oder war es doch eine gewisse Erkältung? Nun ja, mag ja auch sein, dass es als Joke gemeint war, was den Reizhusten anbelangt. Doch wirklich schlecht war es trotzdem nicht. Von daher, ein wirklich gelungener Abend mit einer sehr gut eingespielten Truppe. Auch wenn sich einige sicherlich mehr "jüngere" Tracks gewünscht hätten. Was uns wieder zu den Fragen von oben bringen würde.

Fazit der Show: -siehe Setlist-!

Ach so, eine Vorgruppe gab es diesmal auch, ALCEST.
Jene hat an dem Abend dann doch den einzsutimmenden, "ruhigeren" Part für ihre knapp 45 Minuten übernommen. Das letzte Album "Shelter" wurde ausführlich vorgestellt und das sogar auf die düster-sehnsüchtige Art und Weise. Melancholie pur. Eine durchaus gelungene Show, zumal als Support von Opeth auch passend. Dies haben auch zahlreiche Opeth-Fans am Merchstand zugeben müssen; was den Absatz an Alcest-Artikeln sicherlich rechtfertigte.

Setlist ALCEST in Hamburg, 8.11.14
Wings (inst.)
Opale
Là où naissent les couleurs nouvelles
Autre temps
L'eveil des muses
Percées de lumière
Délivrance

...und weil es so schön war, nochmal:

Setlist OPETH - Hamburg, 8.11.2014 - (nun inkl. Albumtitel)

"Eternal Rains Will Come" - Pale Communion
"Cusp of Eternity" - Pale Communion
"Bleak" - Blackwater Park
"The Moor" - Still Life
"Advent" - Morningrise
"Elysian Woes" - Pale Communion
"Windowpane" - Damnation
"The Devil's Orchard" - Heritage
"April Ethereal" - My Arms, Your Hearse
"The Lotus Eater" - Watershed
"The Grand Conjuration" - Ghost Reveries
"Deliverance" - Deliverance




...die weiteren Bilder des Abends gibt es auf unserer FB-Seite unter der folgenden Verlinkung: Metalglory-Facebookseite
geschrieben am 10.11.2014   von Arturek
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musikalischer Background des Verfassers
...sehr viel
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3. Lacrimas Profundere "Antiadore"
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5. St. Vitus "C.O.D."
6. Black Sabbath "13"
X   Alltime-Klassix Top6
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2. Mordor "Prayer to..."
3. Vader "alles"
4. Metallica "bis einschl. Justice for all"
5. Nick Cave & the Bad Seeds "alles"
6. Edge of Sanity/Opeth/Katatonia "fast alles"

[ Seit dem 10.11.14 wurde der Artikel 3063 mal gelesen ]
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