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Overkill, Prong - Tour 2014 in Bremen, Tivoli am 08.11.2014

--- Live dabei gewesen und somit für diesen Bericht verantwortlich: AndreasH! ---

Am 8.11. im bis auf den allerletzten Platz mit 700 Mann und Frau gefüllten Tivoli stieg das neuerliche Killfest 2014 mit den New Yorker Thrash Urgesteinen OVERKILL. Als Support hatte sich OVERKILL für PRONG entschieden, die ja auch die US-Tour bereits unterstützt hatten.
Nicht ganz pünktlich begann Darkology, aber mit einem ordentlichen und soliden Auftritt, den der Verfasser aufgrund des Interviews mit Blitz nicht wirklich mitbekommen hat. ENFORCER aus Schweden hingegen haben sofort Aufsehen erregt – man fühlte sich optisch wie musikalisch in die Mitte der 80er Jahre zurück versetzt: Nieten-Leder-Oberarmarmbänder waren nur das äußerliche Zeichen, das Posing passte ebenfalls und eine wirklich unglaublich peinliche Bühnen-Deko mit „Heavy Metal“ – Schriftzug und eingequetschter Dame sowie einem wirklich unnötigen Schlagzeug-Solo. Nun gut, wer’s mag … allerdings haben sich ENFORCER im wahrsten Sinne des Wortes den Arsch abgespielt und für ersten Druck gesorgt, einfacher, aber straighter, und irgendwie auch echt ehrlicher Heavy Metal. Offen gesagt – nicht schlecht und als Support wirklich was wert. Man zücke den Hut.

PRONG hingegen kamen auf die Bühne und waren sofort da – auch wenn der Bass sofort weg war. Jason Christopher an den 4 Saiten wurde aber schnell wieder elektrifiziert und so böse und wütend er darüber war, so böse und wütend agierte er auch das ganze Konzert über. Eine geniale Auswahl echter PRONG – Klassiker über die gesamte Band-Ära, beginnend mit „For Dear Life“, einem fulminanten Sound von Tommy Victor, einer brachialen Bühnenpräsenz von Gitarre und Bass und einem wie von Sinnen exakt hämmernden Schlagzeug in einer ohrenbetäubenden Lautstärke. „Beg to Differ“ und „Unconditional“ brachten schon früh die Massen zum Toben und Kreisen, was bei „Ruining Lives“, dem neuen Album von Prong, auch nicht wirklich weniger der Fall war und scheinbar eine Kaufempfehlung ist – zumindest der Live-Performance nach zu urteilen. Danach wurd es nur noch heftig, schnell und gemein und technisch von Tommy Victor einfach nur glänzend: „Cut-Rate“, „Rude Awakening“und am Schkluss selbstverständlich „Snap your Fingers“. Die bislang sehr ambivalenten reviews zu PRONG live kann ich wahrlich nicht teilen – ein klasse Auftritt, der Headlinerstatus künftig gewährleisten sollte.

Pünktlich um 22:15 Uhr nach schier endlosen „OVERKILL, OVERKILL“ – Rufen startete „XDM“ und OVERKILL enterten, nein, eroberten die Stage und sorgten gleich mit „Armorist“ für fliegende Schädel, kreisende Körper, der Bühne entgegengerichtete Fäuste und eine wahrlich lautes Auditorium. Als ein sensationell gut gelaunter Dave Linsk dann mit „Overkill 1“ bereits den zweiten Song begann, wusste jeder, dass der Abend perfekt würde und die Massen nicht mehr aufhören würden zu toben. Was soll man schreiben – perfekter, druckvoller Gitarrensound und mit Derek Taylor und Dave Linsk zwei hervorragend eingespielte 6-Saiter, D.D. Verni als die Pump-Gun der Bassisten dieses Erdballs schlechthin, Ron Lipnicki, der es schafft, die Bassdrum immer ncoh einen Tuck schneller zu spielen als man dachte, dass es möglich sei und BLITZ, der über die letzten 33 Jahre nichts an seiner Bühnenpräsenz, Urtümlichkeit, Publikumsnähe eingebüßt hat und darüber hinaus stimmlich die Massen nach vorne peitscht. Da war es fast egal, was OVERKILL zum Besten gab, aber nach „Electric Rattlesnake“ und „Wrecking Crew“ gab es auch wirklich erst mit „Black Daze“ eine kleine Verschnaufpause. Sympathisch wie immer gestaltet BLITZ die Zwischenansagen und verkündete nicht ohne Stolz – und der ist angesichts „WHITE DEVIL ARMORY“ auch berechtigt – dass OVERKILL Platz 20 der deutschen Charts und damit das beste Ergebnis der Bandhistorie in Deutschland eingefahren hat. Damit der Erfrischungsgetränkekonsum im Tivoli aber weiter stieg, ging es mit „Rotten to the Core“ und „Bring me the Night“ mit diabolisch schnellen Nackenbrechern weiter und dem überraschenden, aber fettest vorgetragenen „End of the Line“. Die Setlist enthielt u.a. mit dem noch folgenden „PIG“ (was für ein Hammer-Song!) und „Bitter Pill“ noch zwei weitere neue Songs, bevor es dann leider nach etwas mehr als 90 Minuten Thrash Metal vom Allerfeinsten mit „Elimination“ und natürlich „Fuck You“ zu Ende ging. Grenzenlos großartig und ein Pulk von bestens gelaunten 700 Metallinen und Metallern (ja, ein erheblicher Frauenanteil darf hier nicht verschwiegen werden!) schob sich an der nebenan stattfindenden Ü50-Party vorbei – und dürstete nach Merchandise, Getränken und der Frage nach dem nächsten Killfest. Wann kommt OVERKILL 2015 noch gleich wieder?

----> Interview von Andreas mit "Blitz"!

--- Live dabei gewesen und somit für diesen Bericht verantwortlich: AndreasH! ---
geschrieben am 11.11.2014   von Arturek
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musikalischer Background des Verfassers
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