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Impericon Festivals 2016 in Oberhausen, Turbinnenhalle am 22.04.2016

- - - Live dabei gewesen und somit für diesen Bericht verantwortlich: Katrin Truckenbrodt- -

Dies ist wohl der frühste Festivalbeginn, den ich bis jetzt miterlebt habe. Am 22.04.2016 ist die Turbinenhalle in Oberhausen nun schon zum zweiten Mal Heimat für eines der interessantesten Indoorfestivals welches ich jemals besuchen durfte.
Zur – für den klassischen Metaller – eher unchristlichen Zeit von 14 Uhr öffnet die Turbinenhalle ihre Pforten. Offenbar hat aber das eher jugendliche Publikum kein Problem mit zeitigem Aufstehen und taucht standesgemäß bemützt in Scharen auf. Und auch wenn man durch den Ohrtunnel des Vordermanns über dem Einlass nicht das „Ausverkauft“ Schild entdecken kann, bilden sich auch zur frühen Stunde recht ansehnliche Schlangen. Dieses wird aber professionell vom Personal gelöst.

Wesentlich ärgerlicher ist hier die Regelung, dass Getränke nicht gegen Bares sondern gegen vorher zu erwerbende Bons ausgegeben werden. So muss sich der oder die Durstige vorher überlegen, wi eviele Spaß-Getränke zu konsumieren sind. Diese Bons kann man nämlich im Zweifelsfalle NICHT wieder in Bargeld zurücktauschen. Allerdings behalten sie für ein Jahr Gültigkeit, trotzdem eine Unsitte die über die man sich immer öfter ärgern muss.

Gespielt wird – ärgerlicherweise überschneidend – auf zwei räumlich getrennten Bühnen.

Nun aber genug der nackten Fakten und Lästereien, richten wir den Fokus auf das musikalische und die Unterhaltung. Und davon gibt es heute reichlich!


Bilder der Show in Oberhausen gibt es auf: https://www.facebook.com/metalglory.de

Oben erwähnte BonTransaktionen, die Suche nach einem Schließfach für Foto-Equipment sowie einige menschliche Bedürfnisse dauern bei einer gut besuchten Veranstaltung solang sie eben dauern. Und schwupp sind MINDCOLLISION auch schon rum.

Gut versorgt ,mit dem ersten Bier des Tages kann ich nun aber BLESSTHEFALL genießen. Die fünf Jungs aus dem sonnigen Arizona heizen dem Publikum schon ordentlich ein. Gefälliger (Metal)-core, engagiert dargeboten, die hin und wieder eingestreuten Breakdowns und die Klargesänge sitzen und bringen die Turbinenhalle auf Betriebstemperatur. Bin ich doch sonst mehr auf den Spuren des Heavy Metal unterwegs , wo es vor der Bühne erst zum Headliner so richtig voll wird, zeigt mir das Metalcore Publikum wie man von Beginn an so richtig Spaß haben kann. Ich stelle auch im Laufe des Abends immer wieder fest wie in beiden Hallen von der ersten bis zur letzten Reihe jeder ausgelassen mitfeiert.

Habe ich BLESSTHEFALL noch aus den hinteren Reihen angeschaut, zieht es mich bei BURY TOMORROW dann doch vor die Bühne. Die bei Nuclear Blast unter Vertrag stehende Band mag ich schon seit längerer Zeit hatte aber noch nie das Vergnügen sie live zu sehen. Leider ist der Sound beim cleanen Gesang eher mäßig bis schlecht oder liegt es an der mäßig bis schlechten Stimme von Sänger Jason Cameron? Als Fan entschließe ich mich dann dem Soundmenschen die Schuld in die Schuhe zu schieben. Man kann auf jeden Fall nicht sagen , dass sie auf der Bühne nicht alles geben würde – also körperlich gesehen- denn nach dem Gig treffe ich auf eine etwas genervte Fotografin die Daniel Bates und Kollegen kaum bildlich festhalten konnte. Ein Haufen Flöhe ist einfacher zu Fotografieren.

NORTHLANE aus Down Under sind da schon ein wenig schwerer zu verdauen. Mit den Gitarren mindestens eine Etage tiefer als noch ihre Vorgänger kommen sie live durchaus heftiger rüber als man annehmen möchte. Auch die höhere Breakdown-Frequenz wird vom Publikum dankbar aufgenommen und sorgt für Bewegung und den ein oder anderen Tritt in die Luft.

Ordentlich gerappelt hat es bei EMMURE. Frankie Palmerie ging nicht nur seiner ganzen Band verlustig, nein, irgendwer muss auch seine Jacke geklaut haben ohne die ihn noch nie jemand auf der Bühne gesehen hat. Mit komplett neuer Mannschaft und entsprechend vergleichsweise luftig bekleidet gibt Frankie sich auch ordentlich Mühe die Anwesenden zu überzeugen, daß er allein EMMURE ist. Teilweise gelingt das, denn die Meute geht schon ordentlich steil. Trotzdem fällt auf, dass die fehlende zweite Gitarre negativ ins Gewicht fällt. Und das nicht besonders abwechselungsreiche Songmaterial wird durch die neuen Mi(e)tmusiker auch nicht spannender.

Und nun wird’s spektakulär: Auf der Hauptbühne findet ein sogenannter „Band Battle“ zwischen CALLEJON und ESKIMO CALLBOY statt. Was auch immer das sein soll. Jede Band spielt abwechselnd einen Song, dazwischen gibt’s jede Menge Gequatsche. Um eventuell aufkommende Gerüchte klarzustellen: Moderiert wurde nicht von Thomas Gottschalk und auch Jürgen von der Lippe zog es vor dieser „Veranstaltung“ fernzubleiben. Ich übrigens auch, der Rundgang durch die Nebenräume war hier deutlich interessanter. Sogar einen Friseur gibt es. Und ob ihr es glaubt oder nicht: Die haben gut zu tun. Und spätestens hier wird die Kluft zum klassischen Metal ersichtlich. Oder denkt hier wirklich einer, daß ein Friseurstand auf einem SLAYER Konzert auch nur fünf Minuten heile geblieben wäre?

Die Headliner-Ehre hat heuer Jamie Jasta mit seinen unverwüstlichen HATEBREED. Und über einen HATEBREED Gig lange Worte zu verlieren ist wie Bier in eine Kneipe zu tragen. Natürlich frisst das Publikum Jamie aus der Hand. Natürlich sitzt jedes Riff und jeder Beat straff wie Pavarottis Hosenbund. Natürlich ist auf der Bühne mehr Bewegung als in einem Bienenstock. Und natürlich ist das wie immer geil. Kein Headliner, dessen Shows für hochgezogene Augenbrauen sorgt weil man den immer schon mal live sehen wollte, Gigs aber so selten sind. Aber ein Headliner der dieser Veranstaltung würdig ist. Bis zum nächsten mal.

Leider war es mir, als einziger Schreiberin , nicht wirklich möglich an zwei Bühnen gleichzeitig zu sein. So viel kann ich jedoch zur Second Stage sagen, der Sound war um keinen Deut schlechter als vor der Hauptbühne und auch hier wurde gut im Kreise gerannt bis die Mütze qualmte.

Mein Fazit : Ein wirklich gelungenes Festival in einer traumhaften Location. Mit friedlichen, aufgeschlossenen Fans und einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis.(Ticket 53 Euro, Bier 3 Euro, Essen ab 2,50 Euro )
Da bin ich im nächsten Jahr gerne wieder Gast und werde wohl auch demnächst mal das ein oder andere Metalcore-Konzert besuchen gehen.


…die Bilder der Show gibt es auf der Metalglory-Facebookseite
(copyright der Bilder für metalglory.de: Kabo Photografix)


MAINSTAGE

HATEBREED
CALLEJON VS ESKIMO CALLBOY
EMMURE
NORTHLANE
BURY TOMORROW
BLESSTHEFALL
MINDCOLLISION

SECOND STAGE

DESPISED ICON
NASTY
CHELSEA GRIN
ANY GIVEN DAY
HUNDREDTH
VITJA
COLDBURN
HELLIONS

- - - Live dabei gewesen und somit Verfasserin dieses Berichtes ist Katrin Truckenbrodt- - --
geschrieben am 26.04.2016   von Arturek
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musikalischer Background des Verfassers
...sehr viel
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3. Vader "alles"
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6. Edge of Sanity/Opeth/Katatonia "fast alles"

[ Seit dem 26.04.16 wurde der Artikel 3138 mal gelesen ]
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