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Eigenproduktion Elvenpath (Deutschland) "Gateways" CD

Elvenpath - Gateways CD  


Label: Eigenproduktion  (2046 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2004   (795 verwandte Reviews)
Spieldauer:
Musikstil: Heavy/Power Metal   (1874 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Heavy Metal
Homepage: http://www.elvenpath.com


Weitere Infos zu Elvenpath:
REVIEWS:
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INTERVIEWS:
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Mehr über Elvenpath in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Ich habe mir mit diesem Review bewusst viel Zeit gelassen. Zum einen lernte ich Elvenpath als eine äußerst sympathische Gruppe im Vorprogramm der Russen Krüger kennen. Zum anderen kannte ich neben dem ersten Demo auch schon einige Stücke der "Gateways" und meine Erwartungen an diesen Silberling waren recht hoch. Also habe ich die CD über den Zeitraum von einem Monat immer wieder laufen lassen und kann nun ohne Probleme sagen, dass Elvenpath weder Sympathiebonuspunkte brauchen noch an hohen Erwartungen scheitern werden.
Gateways ist richtig gut geworden und ist der Grundstein der Frankfurter Elfen zur Spitze des progressiven Power Metal.

Beim Vorgänger wurde noch an der einen oder anderen Stelle moniert, dass die Refrains zu häufig auftauchten. Damit ist jetzt Schluß. Das Album enthält gerade mal 5 Stücke, die aber alle die 7-Minuten-Marke knacken und den Silberling damit auf eine Spielzeit von über 40 Minuten bringen. Elvenpath haben die schon auf "2002" bewährten Zutaten Mano-Maidenween um einige progressive Elemente erweitert. Und so legt "The Land That Could Not Be" gleich mit ordentlich Dampf unterm Hintern und einem fetten Ohrwurm-Refrain los. Speziell bei der Gitarrenarbeit muss ich immer wieder an die Werke aus einer Zeit denken, in der Kai Hansen noch ein Kürbiskopf war. Der recht lange Instrumental-Solo-Part ist wunderbar in das Songgefüge eingebaut, songdienlich gehalten und passt dramaturgisch wunderbar in dieses inhaltlich nachdenkliche Stück über Kurdistan.
Danach kommt ein ganz interessantes Stück. Beim ersten Hören wollte ich schon anfangen den Text von Aria's Torero zu singen. Fehlanzeige. Auch wenn der Anfang sehr ähnlich klingt und wohl die nicht gestellte Frage nach dem größten Maiden-Fan der Band("Shade Of A Wolfsface"stammt aus der Feder von Tieftöner Christian Flindt) beantwortet, klingen die Frankfurter nicht wie ein einfaches Plagiat. Dieser Track steigert sich zu einem kleinen Epos mit unglaublicher Atmosphäre. Ein ganz, ganz feines Stück.
Und dann ist es an der Zeit die "Amazone Queen" bzw. die "Warrior Princess" zu huldigen. Ein typische Metal-Hymne im Manowar-Stil mit Doppelgitarren. Hier könnte ich mir richtig gut vorstellen, wie Lucy Lawless (Darstellerin der Xena) auf ihren Pferd durch Frankfurt galoppiert und den feinen Bänkern und Managern den Metal näher bringt. Dieses Stück ist allerdings auch das einzige, wo ich mit dem Gesang von Gitarrist Michael Petrick nicht so ganz glücklich werde. An dieser Stelle sei auch mal gesagt, dass Michael seine Gesangsleistung enorm verbessert hat. Auf der anderen Seite wäre es vielleicht nicht schlecht einen reinen Sänger auf den Pfad zu holen, denn speziell der Gesangsbereich ist noch stark ausbaufähig.
Weiter geht es mit "Winterland", dem meiner Meinung nach am interessantesten arrangierten Stück der CD. Der Track fängt ganz ruhig und verträumt-gemächlich wie eine wunderschöne Ballade und steigert sich nach und nach zu einer episch anmutenden Hymne um dann als klassisches Uptempo-Stück zu enden. Klingt alles wie aus einem Guss und zeichnet einen wunderbaren Spannungsbogen.
Der letzte Track ist mit über 10 Minuten zugleich auch der längste. "The Sacred Talisman" basiert textlich auf dem Roman von Stephen King. Ein gelungener Abschluss, bei dem die Frankfurter nochmal ihr ganzes Können zeigen: ein eingängiger Refrain, tolle Soloparts, sägende Riffs und treibendes Schlagzeug.

Die Produktion kann den enorm hohen musikalischen Standard leider nicht halten und klingt wie ein typisches Demo. Das ist schade. Auf der anderen Seite denke ich, dass Elvenpath bald eh keine Demos mehr aufnehmen, sondern uns mit professionellen Produktion beehren. Die CD gibt es für 5 Euro auf der Bandhomepage.

Sicherlich eine der hoffnungsvollsten Bands im deutschen Underground, die sich 9 Punkte wirklich verdient haben, auch wenn "Metalwar" nicht den Weg auf die CD gefunden hat.

Till Oberboßel - guitars
Martin Weber - drums
Christian Flindt - bass
Michael Petrick - guitars, vocals


 
9.0 Punkte von nameless (am 10.02.2004)
 
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