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 Pro-Pain (USA) "Fistful of hate" CD

Pro-Pain - Fistful of hate CD  


Label: Continental Entertainment  (4 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2004   (795 verwandte Reviews)
Spieldauer: 44
Musikstil: HardCore/MetalCore   (673 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Hardcore
Homepage: http://www.pro-pain.com
Weitere Links: http://www.soulfood-music.de


Weitere Infos zu Pro-Pain:
REVIEWS:
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Pro-Pain Fistful Of Hate
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INTERVIEWS:
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Pro-Pain - Mit Absoluter Power In Die Nächste Dekade…
Mehr über Pro-Pain in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Pro Pain! Wer kennt sie nicht, die alten New Yorker Hardcore Urgesteine? Es ist einfach geil, dass sie sich so lange so –weit- oben im Business halten konnten. Längst sind ihre ersten Alben „Foul Taste of freedom“ (1992) und „The truth hurts“ (1994) zu legendärem Ruhm im Hardcore Bereich aufgestiegen. Ich kann nicht verbergen, dass ich ein großer Verehrer der alten Sachen von Pro Pain war und bin. Unvergessen auch das „Contents under pressure“ Album, welches meiner Meinung nach einen Höhepunkt von Pro Pain darstellt, von dem aus sich die Qualität/Entwicklung kontinuierlich verschlechtert hat. Die danach folgenden Alben „Act of God“, „Shreds of dignity“, „Road Rage (live)“ und „Round 6” haben völlig den “alten Spirit” verloren und von dem letzten Album „Run for cover“ auf dem ausschließlich Coverversionen enthalten sind wollen wir mal gar nicht erst reden. Um die Sammlung abzurunden seien noch ZWEI Best of Scheiben und eine DVD, sowie ein Re-Release ihres Debüts „Pro Pain“ käuflich zu erwerben.
Diese Scheibe, die laut Info am 01.03.04 in Europa zu kaufen ist, hat mich echt beeindruckt. Back to the roots, oder watt is hier los ? Ich höre sie jetzt schon zum vierten Mal hintereinander und bin immer noch nicht gelangweilt, was mir bei den letztgenannten Alben schon beim ersten Versuch passierte. Es fällt mir jetzt allerdings schwer, Euch zu erklären, was das besondere ist. Zunächst einmal sind Gary Meskil und seine Rasselbande immer noch die Alten geblieben, soviel steht schon mal fest. Unverkennbar Pro Pain Style. Natürlich gab es in der über zwölfjährigen Geschichte schon ein paar Line-up Wechsel, aber wo gibt es die nicht?! Die neuen Songs sind aber irgendwie besser durchdacht, bzw. simpler und brutaler wie die „neueren Sachen“ von PP. Schließlich war es doch früher die Aggression, die stumpfe Rohheit der Songs, gepaart mit ein paar Riffs und dem „Gebell“ von Meskil, welche zu dem genialen und eingängigen Pro Pain Sound verschmolzen. Songs wie „Pound for Pound“ vom 92er Album waren einfach strukturiert, jedoch waren sie nicht billig bzw. aus Mangel an Talent so simpel gestrickt. An einem Baseballschläger, der einem ins Kreuz knallt gibt es auch keine Schnörkel und keinen Schnickschnack und dennoch hat er durchaus „durchschlagende“ Wirkung. Ich hoffe Ihr versteht den Spagat, den ich hier gerade versuche. Beim „Act of God“ Album haben die Jungs versucht auch andere Einflüsse aus dem Metal mit in Ihr Repertoire aufzunehmen, was ja an sich auch nicht schlecht ist. Die Ergebnisse waren jedoch für die Fans der ersten Stunde oftmals eine herbe Enttäuschung und sie wirkten häufig „wie mit heißer Nadel gestrickt“. (Nein, ich stehe nicht auf stricken...)
Die Songs auf „Fistful of hate“ sind zunächst einmal, wie ich schon erwähnte, besser durchdacht und es wurde mehr Augenmerk auf das Gesamtbild eines Songs gelegt. Hier und da haben sie aber dann immer noch nicht ihre Finger in Ihrer Schublade lassen können, und haben in nicht unbeachtlichem Maße wieder neue Einflüsse eingebaut. Nur mit dem riesigen Unterschied, dass hier alles passt, wie die sprichwörtliche „Faust aufs Auge“! Der Song „Godspeed“ zum Beispiel wird von einer Gitarre getragen, die zusammen mit den treibenden Drums schon fast punkig-poppige Züge hat. Natürlich macht Garys Stimme gleich unmissverständlich klar, dass hier der Hammer geschwungen, und nicht irgendwie rumgeschwult wird.
Zusammenfassend kann man sagen, dass sich hier „old-schoolige“ Songs mit Material neuerer Handschrift mischt. Der Song „American Dreams“ ist zum Beispiel auch wieder so ein typischer PP Stampfer, dessen Refrain jedoch wiederum stark nach Machine Head klingt. In der Mitte des Songs findet sich dann plötzlich ein zumindest für Hardcore Bands, verspieltes Gitarrensolo. Trotzdem passt es. Ich würde gerne noch ein paar andere Songs rauspicken und für Euch auseinander pflücken, doch das Review ist jetzt schon viel zu lang. Deshalb überlasse ich alles weitere Euren Ohren.

Fazit: Es schien so, als ob Pro Pain sich mit den ersten drei Alben ein Denkmal gesetzt haben und nun in der Versenkung verschwinden würden. Zum Glück haben sie diese Entwicklung auch erkannt und ihre Hausaufgaben gemacht. Dieses Teil ist ein Pflichtkauf für jeden Anhänger der Band, egal ob old- oder new-school. Wer nicht auf Hardcore steht, der wird hier nix neues entdecken. Ein kleiner Wehrmutstropfen ist die nur 99%ige Produktion. Deshalb gibt’s einen kleinen Abzug. Aber ich kann mich nur noch mal wiederholen: PRO PAIN IS BACK!!!
 
9.5 Punkte von Arturek (am 16.02.2004)
 
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[ Seit dem 16.02.04 wurde der Artikel 6694 mal gelesen ]
 
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