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 Adaro (Deutschland) "Schlaraffenland" CD

Adaro - Schlaraffenland CD  


Label: Inside Out  (195 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2004   (795 verwandte Reviews)
Spieldauer: 53:47
Musikstil: Folk/Mittelalter   (229 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Mittelalter
Homepage: http://www.adaro.de
Weitere Links: http://www.insideout.de


Weitere Infos zu Adaro:
REVIEWS:
Adaro Schlaraffenland
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Diskussion zum Review
im Forum

Die Beschreibung des Schlaraffenlandes durch die Band Adaro ist leider wenig Metal kompatibel. Die fünf versierten Musiker und ihre Gäste halten sich da doch sehr an die altertümliche Sage. Wobei doch sämtliche Metalglory Redakteure und Leser sicher eine ganz andere Vorstellung von dieser Traumregion haben. Da gäbe es statt Lebkuchen und Kreutzkäs sicher eher Currywurst und Burger. Beim Thema „Geld fürs Furzen“ wäre man sich wahrscheinlich einig, jedoch denken Adaro nicht daran, dass vom Himmel Iron Maiden und Slayer dröhnen müssen. Sie sind eben keine Metal Band.
So geht es auf „Schlaraffenland“ zwar sehr mittelalterlich, aber auch ziemlich seicht zu. Songs wie der Opener, gleichzeitig auch der Titelsong, oder „Lieg still“ treiben jeden Rock Fan zur „Skip“ Taste. Wenn Adaro nicht aufpassen, rutschen ihre Gesangslinien beinahe ins Schagerniveau ab.
Zum Glück sind sie meistens mit allen Sinnen bei der Sache und erschaffen interessant vertrackte Rhythmen und ausgeklügelte Melodieführungen. Die Songs sind mit vielen Schnörkeln und Details versehen, so dass man auf „Schlaraffenland“ durchaus auf Entdeckungsreise gehen kann. Sehr traditionelles Liedgut wird in eine neue Zeit transportiert und mit viel Können dargeboten. Einmal kam mir beim Hören dieser CD der Begriff „mittelalterlicher Volksprog“ in den Sinn. Die männliche Stimme von Christoph Pelgen ist mir persönlich zu glattgebügelt. Frontfrau Konstanze Kulinsky ist da schon eher nach meinem Geschmack, schafft sie es doch sphärisch und dennoch mit Substanz zu trällern. Beide verstehen auf jeden Fall ihr Handwerk.
Wie auch der Rest der Musiker. Neben den klassischen Rockinstrumenten, die eher selten in gewohnter Weise zum Einsatz kommen, verwursteln Adaro Dudelsack, Drehleier, Bombarde, diverse Flöten und Krummhörner.
Gut gefallen mir das melancholische „Nu ruh mit Sorgen“, das traurige „Es ist Schnee gefallen“ und das sehr abwechslungsreiche „Minne ist ein süßer Nam“. Ein besonderes Augenmerk möchte ich auch auf die ausgefallenen Stücke „Der Edelfalk“ und „Komm her zu mir“ richten. Ersteres beeindruckt mit einem beseelten Sprechgesang. Letzteres wirkt fast ein wenig wie Faith No More am Hofe von König Artus.
Das Booklet hält zu jedem Song eine Hintergrundinformation bereit. Schöne Idee. „Schlaraffenland“ ist übrigens bereits Punkt Nummer 4 in der Diskografie von Adaro. Metaller sollten hier ob der weitestgehend fehlenden Rock Attitüde vorsichtig sein. Mittelalterpuristen ebenso. Riskiert aber ruhig mal ein Ohr. Adaro wackeln zwar nicht ansatzweise am Thron von Schandmaul. Sie bereichern jedoch das Mittelaltergenre auf ihre eigene wenn auch sehr sanfte Weise.

 
7.5 Punkte von Christian (am 03.03.2004)
 
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musikalischer Background des Verfassers
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2. Doomsword "Let battle commence"
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5. Black Sabbath "Mob Rules"
6. Volbeat "Guitar Gangsters & Cadillac Blood"

[ Seit dem 03.03.04 wurde der Artikel 6532 mal gelesen ]
 
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