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 Bloodbound (Schweden) "Nosferatu" CD

Bloodbound - Nosferatu CD  
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
einfach Genial!!
 
Kaufwertung für Euch:
Eine Kaufaufforderung :)!!


Label: Metal Heaven  (84 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2006   (1295 verwandte Reviews)
Spieldauer: 53:02
Musikstil: Heavy/Power Metal   (1874 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Melodic Power Metal
Homepage: http://www.bloodbound.se
 Leserwertung
9 von 10 Punkten
bei 1 Stimme
 

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Weitere Infos zu Bloodbound:
REVIEWS:
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Bloodbound Stormborn
Mehr über Bloodbound in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Großartig! Ich bin hin und weg. Diese Scheibe ist der Hammer. Bloodbound sind für mich das nächste große Ding der traditionellen Metal Szene. Ich bin kaum in der Lage, meine fanatische Freude über dieses Werk in Worte zu fassen. Bloodbound bringen das Kunststück fertig, die Musik von Iron Maiden, Helloween und Nocturnal Rites auf einen Punkt zu bringen. Das Ergebnis ist beinahe alles überragender traditioneller Metal mit coolen Riffs, zweistimmigen Maiden Leads, fantastischen Melodien und mitreißenden Refrains. Auf „Nosferatu“ ist nahezu jeder Track ein metallischer Kracher aller erster Güteklasse, der sich bedingungslos im Ohr fest krallt. Wer sind diese Wahnsinnigen, die quasi aus dem Nichts der nordschwedischen Wälder erscheinen und mal so eben alles an die Wand spielen? Die Band wurde im Sommer 2004 von Fredrik Bergh (Bass, Keyboards) and Tomas Olsson (Lead & Rhythmus Gitarre) gegründet. Die beiden sind schon seit vielen Jahren gute Freunde und haben bereits in einigen Kollektiven zusammen gezockt. Ihr unerschütterlicher Glaube an den Heavy Metal und der gegenseitige Respekt vor den Fähigkeiten des Anderen bilden die Grundlage des Duos auf dem Weg zum Ziel: die beste und wahrste Metal Musik zu erschaffen, die je geschrieben wurde. Und diesem Ziel kommen sie mit „Nosferatu“ verdammt nahe. Aber dazu später. Auf der Suche nach weiteren Musikern erinnerte sich Bergh an seinen alten Mitstreiter Urban Breed, seines Zeichens Frontmann der schwedischen Ausnahmekönner Tad Morose. Einen Drummer fand man in dem ebenfalls enorm talentierten Oskar Belin, der sich bereits im zarten Alter von neun Jahren als Jazz Trommler versuchte. Diese vier herausragenden Künstler stellen allerdings alles andere als ein seelenloses Projekt von Soloartisten dar. Der Name Bloodbound ist Programm, und das hört man in jeder einzelnen Note des Debüt Albums. Die Songs sind dermaßen auf den Punkt gebracht, dass es einem alten Metaller wie mir eine wahre Freude ist. Die CD beginnt beinahe zurückhaltend mit einem klassischen Riff und vorsichtigem, nahezu beschwörendem Gesang. Doch schon nach wenigen Takten schwillt die Musik an und artet in einen wunderbaren Maiden Instrumental Part aus. Die Strophe von „Behind the moon“ wird getragen von einem herrlichen Oldschool Gitarrengehoppel, bis schließlich eine meisterhafte Bridge in einen hymnenhaften Refrain überleitet. Ich habe dieses Album wirklich schon gute zwanzig Mal gehört und kann mich immer noch nicht entscheiden, ob mir die Bridge oder der Chorus besser gefällt. Beide sind einfach nur geil. Das folgende „Into the dark“ erinnert anfangs etwas an modernere Helloween, entwickelt jedoch eine von der Melodieführung her an Dio erinnernde Strophe. Interessante Mischung. Diesmal entpuppt sich der Refrain als relativ aufwendiges und dennoch funktionierendes Konstrukt, und wir merken bald, dass wir es hier mit klassischem Schweden Metal zu tun haben. An dritter Stelle steht der überragende Titeltrack „Nosferatu“. Er glänzt mit einer Einleitung, wie sie auch auf der „Dance of death“ hätte stehen können. Was dem folgt, ist nur schwer zu begreifen: Metal at it’s best. Hört es euch am besten selbst an. Mit „Metal monster“ haben Bloodbound eine neue Hymne für alle motorradfahrenden Heavies geschrieben, die nicht auf Biker Mucke stehen. Ein Song, der nur so strotzt vor Energie, Spielfreude und Spaß am Leben. „Crucified“ tritt das Gaspedal weiter runter und gefällt mir nicht ganz so gut wie die anderen Stücke. Geht ein wenig in Richtung Italo Metal – ist aber immer noch ein Hammer, und ich könnte mir vorstellen, dass es da draußen nicht wenige unter Euch gibt, die „Crucified“ lieben werden, gerade weil es sehr plakativ komponiert ist. Mir gefällt „Desdemonamelia“ viel besser, nicht zuletzt wegen der coolen und enorm groovenden Bass Parts. Hier werden 80er Heavy Rock Zeiten heraufbeschworen. Aber die heftigen davon. Und da ich mir die letzte Nacht haufenweise Clips aus dieser Zeit gegeben habe, kommt der Track gerade heute besonders gut bei mir an. Bis hierher haben wir nun schon ein paar heiße Brocken unglaublich guter Musik diskutiert. Die eigentlichen Sahnestücke kommen aber erst jetzt. „Fallen from grace“ ist Kiske Helloween pur. Erinnert vielleicht etwas zu sehr an den Opener der Keeper II. Doch wen interessiert es? Mir macht der Song gerade deswegen ganz besonders viel Spaß. Auch die Gesangslinien von „Screams in the night“ meint man schon einmal gehört zu haben. Ich kann mich jedoch beim besten Willen nicht mehr daran erinnern, wo das gewesen sein soll. Drauf gepfiffen also, denn dieser Track ist so dermaßen stark, dass der Kritiker ungläubig und andächtig vor seiner Anlage verharrt, nur um sich eine Stunde später beim Shopping in der Stadt dabei zu ertappen, wie er völlig gedankenversunken die Kaufhof Kunden mit diesem Stück Musik aus eigener Kehle gesungen beglückt. „For the king“ ist der einzige Moment auf „Nosferatu“, der keine Begeisterungsstürme bei mir hervorruft. Trotzdem lässt mich der treibende Beat grinsend mitwippen. Bei späteren Durchläufen habe ich hier jedoch ein ums andere Mal vorgespult. Das überragende Abschlussdoppel „Midnight sun“ und „On the battlefield“ ist einfach zu verlockend. Denn da gibt es noch einmal Schweden Metal und noch einmal Maiden Huldigung. Einfach nur genial.

Wenn ihr bis hierhin mit dem Lesen gekommen seid, habt ihr es sicher bemerkt. Mich hat es mal wieder erwischt. Ich bin neu verliebt. In eine Band aus Schweden, die ganz genau weiß, wie traditioneller Metal in eine neue Zeit gebracht werden kann. So lange es Musiker wie Bloodbound gibt, müssen wir unsere Kutten nicht in die Altkleidersammlung geben. Und das beste habe ich noch gar nicht erwähnt. Die Jungs scheinen auch showtechnisch einiges auf dem Kasten zu haben. Zu einer guten Rock und Metal Show gehört meiner Meinung nach auch das Entertainerische. Das haben Bloodbound auch begriffen. Surft mal auf die Homepage und besucht die Herren, dann werdet ihr schon sehen, was ich meine.




 
9.0 Punkte von Christian (am 29.01.2006)
 
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