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 3 (USA) "Wake Pig" CD

3 - Wake Pig CD  
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
Sehr Gut!
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufempfehlung!


Label: Metal Blade  (302 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 16.1.2006   (1295 verwandte Reviews)
Spieldauer: 57:33
Musikstil: Progressive Metal/Rock   (1175 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Emo-Rock-Prog-Metal usw.
Homepage: http://theband3.com
Weitere Links: http://www.metalblade.de
 Leserwertung
7 von 10 Punkten
bei 2 Stimmen
 

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Weitere Infos zu 3:
REVIEWS:
3 Wake Pig
3 The End Is Begun
Mehr über 3 in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

So leichtfüßig kann Kreativität klingen. Wo andere Bands bemüht klingen, wenn sie mal über den Tellerrand einer Stilrichtung hinaus wollen, hüpft die Band mit dem seltsamen Namen 3 mit einer sympathischen Spielfreude und erfrischenden Eleganz über eine kaum wahrnehmbare Vielzahl an Tellern Tassen und sonstigem Porzellan. Teils erinnert der Sound an die verzaubernden Momente des Oceansize-Debuts Effloresce. Manchmal ploppen die abgedrehten Parts der Lamb Lies Down... von Genesis hoch. Ein jazziger Bass, ein bisschen Tool, ein irrer Flamenco-Gitarrist. Die nächste Sekunde klingt nach Zappa, dann Depeche Mode, plötzlich ein Saxophon, dann altfloydiges Gewaber, begleitet von einem wunderbar hektisch präzisem Schlagzeug. Insgesamt erschaffen die Jungs eine moderne Vielfalt in einer Frische und mit einem Kreativitätsdrang, der vielleicht dem der ersten Mogwai- oder Radiohead-Scheiben entspricht, oder Mars Volta ohne Herzinfarktgefahr. Nie wirken die Songs überladen oder willkürlich, sondern man fragt sich eher, wie Metal bisher ohne Flamenco-Gitarren ausgekommen ist. Auch entsteht nie der Eindruck, die Jungs würden abkupfern, dafür steckt zu viel Kreativität in der meist extrem harmonischen Mischung der unterschiedlichen Sounds.

Gewöhnungsbedürftig und nicht jedermanns Geschmack dürfte die zwar rockige, aber etwas androgyne Stimme von Joey Eppard sein. Sie ähnelt der von Claudio Sanches von Coheed And Cambria -- laut Presseinfo sind die Sänger sogar Kumpels. Eppard singt mit Normalstimme ohne viel Variation, lässt aber manchmal ein paar Synthesizer mitlaufen.

Vor allem die vier ersten Songs Alien Angel, Monster, Dregs und Wake Pig bringen den Stil der Band auf den Punkt. Gitarristen sollten danach in das nur mit Akustikgitarre aufgenommene Bramfatura reinhören. Trust geht Emo-Rock-lastig schon als radiotauglich durch. Dogs of War ist die 3-Version von Singer/Songwriter gemischt mit Floyd-Psychedelic.

Danach folgen ein paar schwächere Songs: Soul To Sell mag einigen Lo-Fi-Fans gefallen, Franz Ferdinand in etwas anspruchsvoller. One Way Town fluppt bei mir nicht und bietet für über fünf Minuten Länge zu wenig. Queen kombiniert wieder gekonnt Metal- mit Akustik-Gitarren und einem fast jazzigen Schlagzeug, hat aber einige Längen. Circus Without Clowns ist etwas anspruchsvollerer Britpop.

Where's Max scheinen Jello Biafra und Zappa bei ein paar Dutzend Bier aufgenommen zu haben -- jetzt ist die Band wieder wach. Amaze Disgrace kommt als Emo-Rocker erster Güte und würde auch Dredg oder Perfect Circle gut stehen, ja übertrifft sie sogar an Ideenfülle. Der Song dauert nur 7:30, danach kommt eine achtminütige Version von Trust, in der sich der Drummer ein paar Minuten lang hörenswert austobt.

Post-Emo, New-Metal, Emo-Prog, wie auch immer man die Musik von 3 nennen will, sie fasziniert mit vielen Ideen, auf der Wake Pig transparent produziert und präzise gespielt. Wer Bands der Richtung A Perfect Circle, Coheed and Cambria, Dredg, Mogwai oder Oceansize mag, sollte auch bei den Newcomern von 3 mal reinhören -- nur nicht gerade in obige Schwachstellen der Platte...

3 entstand Mitte der 90er in Woodstock und hat 2000 mit Paint By Number das Debut veröffentlicht. 2003 erschien Summer Camp Nightmare und 2004 Wake Pig, alle drei bei Planet Noise Records. 2005 haben sie bei Metal Blade Records unterschrieben und bringen nun Wake Pig mit geändertem Cover, Songtiteln, zwei neuen Songs -- den schwachen One Way Down und Circus Without Clowns -- und ein paar Remixen erneut heraus.


 
Tracklist: Lineup:
1 - Alien Angel 3:45
2 - Monster 2:37
3 - Dregs 3:23
4 - Wake Pig 3:14
5 - Bramfatura 1:40
6 - Trust 4:09
7 - Dogs of War 4:17
8 - Soul To Sell 2:34
9 - One Way Town 5:13
10 - Queen 3:33
11 - Circus Without Clowns 4:18
12 - Where's Max 2:17
13 - Amaze Disgrace ca. 7:30 / Trust Remix ca. 8:00
 
Gesang, Gitarre: Joey Eppard
Schlagzeug: Chris Gartmann
Bass: Daniel Grimsland
Gitarre, Effekte: Billy Riker
Keyboards, Percussion: Joe Stote

 
8.0 Punkte von kacior (am 15.02.2006)
 
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musikalischer Background des Verfassers
Progressive Metal, Heavy Metal, Melodic Metal, bisschen Gothic/Dark, aber auch ProgRock, Emo
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3. Pink Floyd "Animals"
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5. Dream Theater "Awake"
6. Oceansize "Effloresce"

[ Seit dem 15.02.06 wurde der Artikel 7158 mal gelesen ]
 
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