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 Ajattara (Finnland) "Äpäre" CD

Ajattara - Äpäre CD  
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
Sehr Gut!
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufempfehlung!


Label: Spikefarm Records  (34 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 3.3.2006   (1295 verwandte Reviews)
Spieldauer: 32:20
Musikstil: keine Angabe   (1140 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Avantgarde Doom Black Metal
Homepage: http://www.myspace.com/ajattara
Weitere Links: http://www.spinefarm.fi
 Leserwertung
7.67 von 10 Punkten
bei 3 Stimmen
 

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Weitere Infos zu Ajattara:
REVIEWS:
Ajattara Äpäre
Ajattara Tyhjyys
Ajattara Kalmanto
Ajattara Noitumaa
Mehr über Ajattara in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

“Äpäre” ist finnisch und bedeutet soviel wie “bastard child”. Und was soll ich sagen – selten war ein Albumtitel bezeichnender, denn die Musik des Trios aus dem hohen Norden ist gar nicht so leicht einzuordnen und steht strenggenommen zwischen sämtlichen Genrestühlen – ein waschechter Bastard reinsten Wassers eben ...
So kommt es dann auch wie es kommen muß, nämlich daß ich bei „Musikstil“ eben einfach ein paar gängige Begriffe wie „Avantgarde“ „Black Metal“ usw. in die Waagschale geworfen habe, aber genausogut hätte ich mir auch Adjektivkonstruktionen wie „industiell kalt, aber dennoch episch“ aus den schwarzen Rippen leiern können und auch dies würde dem sehr breitgefächerten Schaffen von AJATTARA nicht annähernd gerecht werden.
Am nähesten kommen dem Ganzen noch ihre Landsleute von ... AND OCEANS, welche ein ähnlich umfassendes Ambiente verbreiten, jedoch etwas melodischer sind.
Dabei gehen die Recken aus dem Land der 1000 Seen überaus eigenständig zu Werke und weben in ihren unwiderstehlichen dunklen Seelenteppich ergreifender Melancholie allerlei Versatzstückchen aus sämtlichen Spielarten der dunklen Musik, schaffen stimmungsvolle Samples und setzen mit allerlei Soundcollagen, sonoren wohldosierten in Moll gehaltenen Klaviertonpassagen und kurzen hörspielartigen Momenten weitere Tupfer in ein Gesamtkunstwerk, welches in sich stimmig ist und so etwas wie emotionale Atemlosigkeit versprüht.
Läßt man sich jedoch mit all seinen Sinnen auf eines dieser betörenden aufwühlenden Zwischenspiele ein, dann überrollt einen die unweigerlich folgende pechschwarze Welle geballter frostiger Riffgitarren begleitet von tonnenschweren Drums und haßerfüllltem Black-Metal-Gekeife um so intensiver und endgültiger.

Dies ist eines der Alben, welches den Zuhörer ganz und gar fordert, mit Haut und Haaren, mit sämtlichen Eingeweiden und Sinnesorganen – aber dem, der sich darauf einläßt, gibt „Äpäre” auch eine ganze Menge zurück; dieser in digitale Spuren gebrannte sinistre Alptraum ist nach dem mittlerweile dritten Durchlauf unterm Strich eines der intensivsten Alben, welchem ich mich je hingegeben habe und das selbstverständlich in einem Stück konsumiert werden muß.

Die Texte sind durchwegs finnisch und die Jungs gehen offenbar unbeeindruckt von sämtlichen Klischees, Modeströmungen und derlei Zierrat mehr unbeiirrbar ihren Weg, was doch eine gehörige Portion Respekt erheischt, denn dies ist unverkennbar nicht der einfachste und kommerziell lukrativste Weg.

So ist es nicht weiter verwunderlich, daß ich mir auch mit der Benotung eines derart tief ins Unterbewußte eindringenden uns so etwas wie ein eigenes Universum kreiierenden Albums schwerer tue als sonst.
Ich ringe mich aber nach langem Hin und Her zu 8,5 Punkten durch, weil dies schlicht und einfach das Minimum ist, um der beeindruckenden Leistung der Finnen Rechnung zu tragen, obwohl ich mir bewußt bin, daß diese Bewertung gut dreimal soviel Bauchgefühl enthält wie sonst.


Tracklist:
1. Hurmasta („Of Enthrallment“)
2. Raato („The Corpse“)
3. Säälin koira (The Hound Of Pity”)
4. Lautuma (“Livor Mortis”)
5. Eksyneet (“The Lost”)
6. Hirsipuulintu (“The Bird Of The Gallows”)
7. Tahtomattaan syntynyt (“Born Against His Will”)
8. Koito (“The Unfortunate”)
9. Syntyni (“My Becoming”)

Line-Up:
Ruoja: vocals, guitar & synth
Atoni: bass
Malakias III: drums

Diskographie (alle Spikefarm):
2001: Itse
2003: Kuolema
2004: Tyhjyys
2006: Äpäre


 
8.5 Punkte von WARMASTER (am 03.03.2006)
 
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